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Graf Maya · Ständerat · 2026-06-10

Graf Maya · Ständerat · Basel-Landschaft · Grüne Fraktion · 2026-06-10

Wortprotokoll

Ich habe mich nach der Diskussion gemeldet und möchte mich gerne noch einmal zum Grundsatz äussern, den wir hier miteinander diskutieren.

Die Mehrheit verlangt, dass eine Leitung mit einer Nennspannung von 220 Kilovolt oder höher als Freileitung auszuführen ist - Punkt. Weiter heisst es: "Innerhalb der Bauzonen kann eine Erdverkabelung erfolgen." Ich möchte auf die Ausführungen von Kollege Rieder hinweisen. Wenn hier "kann" steht, heisst das nicht, dass in jedem Fall geprüft wird, ob Abschnitte - es geht ja auch um Abschnitte - oder solche Leitungen als Erdkabel ausgeführt werden können. Ich möchte Sie auch darauf hinweisen, dass Freikabel im ersten Moment vielleicht wie die bessere Lösung aussehen, weil sie günstiger oder besser im Unterhalt sind. Sie müssen aber auch berücksichtigen, dass es gerade im Siedlungsraum in den nächsten Jahren eine Verdichtung geben wird. Bauvorhaben könnten verhindert werden, wenn Freileitungen gebaut werden sollen, bei denen vorher nicht geprüft wird, ob sie durch Erdkabel ersetzt werden könnten. Das kann zu einer Verteuerung oder, im anderen Fall, zu einer Verhinderung führen.

Ich möchte noch einmal auf die kantonale Sicht hinweisen. Sie haben die Schreiben der Konferenz kantonaler Energiedirektoren und der Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz bekommen. Sie weisen darauf hin, dass nach wie vor ein wichtiges Schutzbedürfnis besteht, insbesondere was Biotope anbetrifft. Das müssen nicht nur Moore sein; wir werden nachher darüber sprechen. Es muss immer geprüft werden, dass wir beim Ersatz und bei neuen Leitungen das Richtige tun, damit wir später nicht feststellen müssen, dass hier ein falscher Entscheid getroffen wurde. Wir hoffen, dass wir Freileitungen oder Erdverkabelungen für die nächsten 50 bis 60 Jahre für unser Stromnetz bauen. Daher ist es weise, bereits jetzt auf die Schutzbedürfnisse von Mensch und Umwelt Rücksicht zu nehmen.