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Wicki Hans · Ständerat · 2026-06-18

Wicki Hans · Ständerat · Nidwalden · FDP-Liberale Fraktion · 2026-06-18

Wortprotokoll

Sie alle kennen mich, und Sie wissen haargenau, dass ich nun wirklich nicht zu den Hardcore-Bürokraten in diesem Saal gehöre. Ehrlich gesagt, gehöre ich aber auch nicht zu den Hardcore-Ökologen. Ich komme mir hier vor wie im falschen Film. Es geht hier nun wirklich nicht darum, ob man für oder gegen Umweltschutz ist, wie Kollege Müller das gesagt hat. Es geht nicht darum. Es geht aber auch nicht darum, ob man für oder gegen die Landwirtschaft ist. Wir sind jetzt bei einer Diskussion angelangt, bei der ich sagen muss, dass sie irgendwie in die falsche Richtung geht. Wir müssen wieder zu den Fakten zurückkommen. Aber ja, es könnte sein, dass Zeitgeisterscheinungen es mit sich bringen, dass man Sachen wissen möchte, die einem nicht immer nur passen. Aber ich erinnere Sie an die Diskussion, die wir vorhin über die Abgangsentschädigungen gehabt haben. Da war ich auch anderer Meinung als die Mehrheit im Rat. Man will halt einfach etwas wissen.

Hier geht es lediglich um ein System, mit dem Daten erfasst werden, die zeigen, was in die Schweiz kommt und wohin es geht, wenn es in der Schweiz ist. Es geht lediglich um dieses System. Ich darf Ihnen sagen: Wir haben uns in der Kommission unglaublich vertieft damit beschäftigt. Wir haben uns das System sogar zeigen lassen. Wir haben uns zeigen lassen, wie viele Klicks für einen Bauer notwendig sind, wenn er irgendwelche Produkte bestellt. Und ich muss jetzt ehrlich sagen: Wenn jemand dann immer noch gesagt hat, das sei ein unglaublicher bürokratischer Aufwand, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Mit einem Klick ist die ganze Sache erledigt, und alles ist dokumentiert. Aber ja: Datenerfassung schafft Transparenz, und Transparenz schafft dann Gewissheit, wo die schwarzen Schafe sind. Und ich wünsche dieses System unseren Landwirtinnen und Landwirten, die nämlich gut arbeiten, auch in Nidwalden, damit endlich mal klar wird, dass die Landwirtschaft nicht das schwarze Schaf ist und man in der Politik nicht immer nur auf der Landwirtschaft herumhacken soll, wenn es um Ökologie geht. Es gibt ganz andere schwarze Schafe. Vermutlich sind uns diese noch nicht in vollem Umfang bekannt. Ich kann Ihnen aber sagen: Gönnen Sie unserer Landwirtschaft doch diese Transparenz. Und gönnen Sie ihr die dadurch erzielte Akzeptanz der fortschrittlichen landwirtschaftlichen Tätigkeit. Und geben Sie der Landwirtschaft das Vertrauen, indem Sie diese Transparenz schaffen.

Abschliessend möchte ich Ihnen noch sagen: Herr Kollege Stark hat gesagt, jemand muss mit dem Vertrauen beginnen. Ich bitte Sie, starten Sie mit dem Vertrauen in die Arbeit Ihrer WAK. Wir haben uns lange und intensiv damit beschäftigt. Wir wissen, was wir tun. Die Mehrheit empfiehlt Ihnen, keine Folge zu geben.

Ich bitte Sie, der Mehrheit zu folgen.