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AB 378190

Schlatter Marionna · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion · 2026-06-18

Wortprotokoll

Am 31. März 2026 hat Ihre Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie den Bericht zum Postulat Egger Kurt 21.4561 beraten. Das Postulat beauftragte den Bundesrat, das Potenzial des Energieverbrauchs beim Betrieb ohne Nutzen sowie Massnahmen zu dessen Vermeidung zu erörtern. Der Bericht, der am 13. November 2024 veröffentlicht wurde, zeigt auf, dass der nutzlose Stromverbrauch in den Sektoren Haushalt, Dienstleistung und Industrie auf 7 bis 8 Terawattstunden pro Jahr geschätzt wird. Das entspricht rund 10 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs.

Bei der Kenntnisnahme des Postulatsberichtes stellte die Kommission fest, dass sich der Bericht ausschliesslich auf elektrische Energie konzentriert, obschon der Postulatsauftrag allgemein formuliert war. Heute stellen sich Fragen des Stromverbrauchs aufgrund der Elektrifizierung immer im Kontext des Gesamtenergieverbrauchs. Die Frage, wie gross der Verlust beim Betrieb ohne Nutzen im Bereich fossiler Energieträger ist, ist demnach naheliegend.

Die Verwaltung bestätigte, dass das Einsparpotenzial in diesem Bereich bisher nicht quantifiziert sei. Sie wies ausserdem darauf hin, dass zurzeit eine Energieeffizienzstrategie erarbeitet werde, die im dritten Quartal 2027 vorliegen soll. Mit 13 zu 11 Stimmen hat die Kommission nach dieser Diskussion dem vorliegenden Postulat zugestimmt. Das Postulat verlangt, dass der Bundesrat in einem Bericht das Potenzial der Verschwendung fossiler Energieträger durch den Betrieb ohne Nutzen erfasst sowie Massnahmenvorschläge und Anreizmechanismen zu dessen Vermeidung unterbreitet.

Fossile Energieträger machen nach wie vor einen Löwenanteil des schweizerischen Endenergieverbrauchs aus. Zur Vollständigkeit des Einsparpotenzials von Energie, insbesondere auch im Hinblick auf die Elektrifizierung fossiler Technologien, und zur damit verbundenen Stromverbrauchsprognose sei die Auslegeordnung des Postulats Egger Kurt 21.4561 zu ergänzen.

Die Kommissionsmehrheit war der Ansicht, dass der Bundesrat das Postulat im Rahmen der Arbeiten an seiner Energieeffizienzstrategie erfüllen könne. Für die Kommissionsminderheit kann ich mich hier nicht äussern, da sie in der Kommission auf eine Wortmeldung verzichtet hat.

Zusammenfassend: Im Namen der Kommissionsmehrheit ersuche ich Sie, dem Antrag Ihrer Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie zuzustimmen.