Walter Hansjörg · Nationalrat · 2004-05-06
Walter Hansjörg · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2004-05-06
Wortprotokoll
Die SVP-Fraktion unterstützt den Antrag der Minderheit zu Artikel 17. Es wurde hier schon vieles gesagt; ich ergänze: Auch Branchen und Regionen, die auf die Rekrutierung von weniger qualifizierten Arbeitskräften angewiesen sind - wie Gastgewerbe, Gesundheitswesen, Baugewerbe, Landwirtschaft und Gartenbau -, haben das Recht auf eine nachhaltige Zukunft, auf eine nachhaltige Wirtschaft. Diese Branchen erfüllen gerade in den ländlichen Regionen in einem hohen Masse einen gesamtwirtschaftlichen Auftrag, eine gesamtwirtschaftliche Aufgabe. Deshalb bitte ich Sie, dies im Text entsprechend zu ergänzen.
Wir müssen in diesem Land nach wie vor eine Gleichberechtigung haben zwischen dem Primärsektor, der für die Versorgung entscheidend ist, dem Sekundärsektor, welcher für die Entwicklung des Landes entscheidend ist, und dem tertiären Sektor. Ich frage Sie: Wo haben wir heute am meisten Arbeitslose? Es ist im dritten Sektor, weil dort zurzeit ebenfalls eine Restrukturierung stattfindet.
Was bedeutet Qualifikation? Für mich ist auch noch Fleiss eine Qualifikation - und nicht nur die Unterscheidung der Arbeit zwischen Handarbeit und Bürojob. Ich bin überzeugt, dass in Zukunft jeder Sektor seinen Strukturwandel durchmachen wird. Wir haben vorhin gehört, was im Baugewerbe abläuft.
Ich bitte Sie also, hier dem Antrag der Minderheit zuzustimmen, weil es wichtig ist, dass die Zuteilung nicht alleine nach der Qualifikation - der angeblichen Qualifikation - vorgenommen werden kann.
Zu Herrn Fasel möchte ich sagen: Vielleicht sind wir einmal froh, wenn auch in ländliche Regionen noch etwas frisches Blut hineinfliesst, damit diese Regionen erhalten werden können.
Ich bitte Sie also, dieser Zusatzformulierung zuzustimmen. Nachher sind die Zuteilungskriterien nämlich so gegeben, dass auf gesamtwirtschaftliche Interessen des Landes Rücksicht genommen werden kann.