Gysin Remo · Nationalrat · 2004-05-06
Gysin Remo · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2004-05-06
Wortprotokoll
Für einmal darf ich im Namen der SP-Fraktion Herrn Müller Recht geben: Die Ausführungen von Herrn Engelberger und jene des Vorredners sind ein bisschen einseitig und verschoben. Worum geht es?
Auch wir stehen hinter der Möglichkeit, die den internationalen Unternehmen gegeben sein soll, das Kader mit Sicherheit und mit grosser Flexibilität auszutauschen. Das gehört zum multinationalen Arbeiten in unserer globalisierten Welt. Das heisst aber nicht, dass die Kantone keine Kontrollen haben sollen, dass sie nicht mehr Stellung nehmen können, dass sie keine Prioritäten setzen sollen. Hier braucht es also "checks and balances" auf der öffentlichen Seite.
Es braucht auch die Kontrolle innerhalb der Unternehmen. Es macht keinen Sinn, einfach einen Freipass zu geben und ohne weiteres hier die Schleusen zu öffnen. In unserer Arbeitsmarktlage müssen auch die Unternehmen Prioritäten setzen. Der Begriff "Kader" geht sehr weit, er ist verschwommen. Bei aller Liebe zu multinationalen Unternehmen, zur internationalen Wirtschaft, sehe auch ich als Basler also die Notwendigkeit des oberen Kaders und der Spezialisten: Da muss ein Austausch stattfinden können. Das heisst aber nicht, dass jede Art von Prioritätensetzung und Kontrolle wegfallen soll. Das ist ein falscher Ansatz. Hier hat Herr Müller für einmal Recht.
Ich bitte Sie, den Minderheitsantrag abzulehnen und der Mehrheit zu folgen.