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Deiss Joseph · Bundesrat · 2004-06-03

Deiss Joseph · Bundesrat · Freiburg · 2004-06-03

Wortprotokoll

Ich möchte jetzt nicht gegenüber der SVP-Fraktion als Neinsager auftreten, indem ich ihre Anträge bekämpfe. Aber hie und da habe ich schon ein gewisses Problem mit der inneren Logik der verschiedenen Anträge, die nun aus dieser Fraktion gekommen sind. Soeben musste ich einen Antrag der Minderheit XVII (Zuppiger) bekämpfen, mit dem man die Staatsquote auf 10 Prozent reduzieren, d. h. 9 Milliarden Franken im Budget streichen wollte. Jetzt muss ich einen Antrag der Minderheit XIV (Schmied Walter) bekämpfen, der will, dass die Infrastrukturen leistungsfähig erhalten, dass das Autobahn- und das Agglomerationsverkehrsnetz gezielt ausgebaut und europäisch vernetzt werden. Wie soll da die Rechnung noch aufgehen?

Aber es gibt einen anderen Grund, weshalb ich Ihnen abrate, diesem Antrag zu folgen. Es gibt nämlich in unserer Verkehrspolitik noch andere Bereiche als nur den Agglomerationsverkehr oder die Autobahnen: z. B. "Bahn 2000" oder die Anbindung der Schweiz ans Hochgeschwindigkeitsnetz. Wenn wir jetzt aus diesen verschiedenen Bereichen einen oder zwei herauspicken und speziell erwähnen, dann schaffen wir eine falsche Prioritätensetzung.

Deshalb empfehle ich Ihnen, den Antrag der Minderheit XIV (Schmied Walter) abzulehnen.

En ce qui concerne la proposition de minorité XV (Levrat), pour ce qui est du service public, il ne fait pas de doute que le Conseil fédéral est acquis à l'idée de maintenir des infrastructures performantes, et cela sur l'ensemble du territoire. Toutefois, cette idée-là est déjà contenue dans la proposition de la majorité de la commission.

En revanche, la proposition de minorité XV s'étend aussi aux monopoles existants qu'il faudrait développer, ou en tout cas maintenir. Et là, il faut bien reconnaître que le Parlement, voire même le peuple, ont pris certaines décisions, et nous devons pouvoir en tenir compte - je pense à l'ouverture dans le marché postal, ou encore à l'ouverture dans le domaine ferroviaire. Le Conseil fédéral aimerait rester fidèle à ces orientations elles aussi prises et, par conséquent, ne voudrait pas que l'on bétonne les monopoles, même actuels. Encore une fois, le principe du service public comme tel, et cela d'une manière globale pour le pays, n'est pas remis en question. Mais je crois que nous aurions tort de vouloir bétonner un système, car, par ce biais-là, nous avons déjà raté certaines occasions d'amélioration et de rentabilisation.

Zur Minderheit XVI (Graf), welche von Herrn Geri Müller vertreten worden ist: Da geht es um Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Sie sind als Postulate im Rahmen des Programms "Energie Schweiz" unbestritten. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass man uns die Flügel insofern ein wenig gestutzt hat, als die Kredite im Entlastungsprogramm 2003 bis 2005 um 10 Millionen Franken gekürzt worden sind.

Was die Frage der CO2-Abgabe - ob, ab wann und in welchem Masse sie nötig ist - und die Frage des Energierappens betrifft, möchte ich darauf hinweisen, dass sich der Bundesrat noch vor Ende dieses Halbjahres dazu äussern wird und die Frage der Umsetzung des CO2-Gesetzes somit ohnehin auf dem Programm steht. Ich möchte Ihnen davon abraten, hier zu sehr in die Details zu gehen und schon auf die Frage der CO2-Abgabe einzugehen.

Deshalb rate ich Ihnen im Namen des Bundesrates, diese drei Minderheitsanträge abzulehnen.