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Leuenberger Moritz · Bundesrat · 2004-06-14

Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2004-06-14

Wortprotokoll

Herr Zisyadis, ich glaube nicht, dass das der richtige Zugang zur ganzen Problematik ist. Denn was diese Telefonkabinen die Swisscom allenfalls kosten beziehungsweise was sie nicht kosten beziehungsweise was sie damit einsparen könnte, spielt für den Zugang zum Telefonbuch keine Rolle. Ich möchte in dieser Hinsicht auf Folgendes pochen: Es geht darum, was der Klient, also der Benützer des Telefons, bezahlt und was er nicht bezahlt.

Hier bin ich auch nicht der Meinung, dass früher der Zugang zum Adress- oder zum Telefonverzeichnis absolut gratis gewesen sei. Es ist natürlich so, dass diese Leistung früher durch die viel höheren Telefongebühren nur vordergründig gratis erbracht wurde. Es war also so, dass der Benutzer die Auskunft und die Telefonbücher, die gratis auflagen, mitbezahlte, indem er telefonierte und höhere Gebühren bezahlte. Inzwischen sind die Telefongebühren massiv gesunken, und es hat ein Splitting stattgefunden. Sie telefonieren heute sehr billig, aber daneben müssen Sie für die Einzelleistung, für die Auskunft, auch etwas bezahlen.

Wir sind der Auffassung, dass der Zugang immer noch so günstig ist, dass der Service public, die Grundversorgung, gewährleistet ist, auch wenn es zu einem Wechsel gekommen ist.