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Aeschbacher Ruedi · Nationalrat · 2004-12-09

Aeschbacher Ruedi · Nationalrat · Zürich · EVP/EDU Fraktion · 2004-12-09

Wortprotokoll

Ich muss schon sagen: Diese beiden Minderheitsanträge haben mich doch sehr erstaunt. Noch mehr erstaunt haben mich die Begründungen. Mir geht es wie meinem Vorredner. Wenn das nun wirklich ein grosser administrativer Aufwand sein soll, den Namen der beschäftigten Person, den Namen des Arbeitgebers festzuhalten und noch den Lohn hineinzuschreiben - also das sind doch Dinge, die in zwei Minuten, möchte ich sagen, nicht in fünf Minuten gemacht sind. Es gibt doch noch den Fotokopierer oder sogar noch eine bessere Druckmaschine. Da können Sie diesen ganz kleinen Unternehmen, die allenfalls nicht wissen sollten, welche fünf oder sechs Punkte sie aufschreiben müssen, zu Tausenden Formulare verteilen lassen.

In der Schweiz, möchte ich behaupten, werden 90 bis 95 Prozent aller Angestelltenverhältnisse mit einem schriftlichen Arbeitsvertrag versehen und abgeschlossen. Das brauchen doch nicht nur die Behörden für die Abrechnung aller möglichen Zahlungen nachher, sondern das brauchen doch auch der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer - eine Selbstverständlichkeit. Wenn wir bei solchen Kleinigkeiten von Hürden, von administrativen Hindernissen für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes sprechen, dann frage ich mich schon, ob die ganze Argumentationslinie, die Sie hier aufzubauen beginnen, wirklich standhält.