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Frösch Therese · Nationalrat · 2004-12-16

Frösch Therese · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion · 2004-12-16

Wortprotokoll

Ich möchte mich zum Kürzungsantrag betreffend die Pro Helvetia kurz äussern. Diese Kürzung, auch wenn sie "nur" 180 000 Franken beträgt, ist und bleibt eine inakzeptable Strafaktion. Die Kultur- und die Kunstfreiheit sind damit bedroht. Wer in den letzten Tagen die Berichte in den französischen Medien verfolgt hat, hat gesehen, wie wir uns lächerlich machen und wie kleinkariert wir erscheinen.

Nach den politischen Änderungen seit dem 10. Dezember 2003 mit der Etablierung der pointierten blocherschen Politik im Bundesrat liegt es auf der Hand, dass sich Künstler und Künstlerinnen mit dieser Blocher-Schweiz, mit dieser Heidi-Schweiz, öffentlich auseinander setzen. Dass sich ausgerechnet die CVP, welche letztes Jahr das Opfer war und die liberale Mitte besetzen will, sich nun als Verteidigerin dieser Haltung prononciert äussert, ist paradox.

Persönlich finde ich, wir sollten einem Künstler, der diesen beklagenswerten Zustand der Demokratie darstellt - in einem Land, das Ähnliches mit Herrn Le Pen auch kennt -, bzw. der Pro Helvetia nicht 34, sondern 35 Millionen Franken geben.

Unsere Fraktion unterstützt diese Haltung. Aus realpolitisch naheliegenden Gründen werden wir dem kleineren Kürzungsantrag zustimmen.