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preparatory:AB 49744

Gutzwiller Felix · Nationalrat · Zürich · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2003-06-17

Wortprotokoll

Herr Kollege Borer, ich glaube, man darf sich noch kurz Zeit für eine zweite Frage nehmen, weil das Thema für diese Reform ja wirklich essenziell ist.

Ich bin jetzt etwas erstaunt über die Vehemenz Ihrer Ablehnung. Gehe ich falsch in der Annahme, dass diese Reform dazu dienen soll, die Anreize im Gesundheitswesen grundsätzlich zu ändern? Wir alle wissen: Wir haben Mengenausweitung, wir haben Einkommensmaximierung und zu viel Leistung wegen des Einzelleistungstarifes; wir haben multiplen Konsum durch die Versicherten. Da sind doch die Ärztenetzwerke, die Managed-Care-Organisationen, klar das Beispiel, das diese Anreize umkehrt. Die Ärzte bekommen eine Budgetkompetenz und -verantwortung - sie sind nicht mehr am Einzelleistungstarif interessiert -, die Versicherten sind in Behandlungspfade eingeschlossen, der Doppel- und Dreifachkonsum wird reduziert - bei gleicher Qualität. Es scheint mir, das ist doch ein Kernstück der Reform, die wir umsetzen wollen.

Weshalb treten Sie nun mit derartiger Vehemenz gegen diese Netzwerke auf? Wenn wir sie hier abschaffen - wenn wir hier dem Antrag Freund folgen, dann ist die Sache zumindest da, bei Artikel 13, de facto redimensioniert -, verpassen wir dann nicht eine grosse Chance, einige der entscheidenden Anreize für die ambulanten Versorger, aber auch für die Versicherten in die richtige Richtung zu bewegen?