Gross Andreas · Nationalrat · 2003-06-19
Gross Andreas · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2003-06-19
Wortprotokoll
Ich kann es nicht so gut auf Italienisch, aber ich kann Ihnen aus der Erfahrung im Europarat zwei Dinge sagen, die, glaube ich, für diese Debatte noch interessant sind. Im Europarat wird, wie gesagt wurde, ständig übersetzt. Ich habe den Italienern immer auf Italienisch zugehört; wenn ich nicht sicher war, ob ich sie richtig verstanden habe, habe ich der Übersetzung zugehört. So habe ich Italienisch verstehen gelernt, sodass ich nicht eine Übersetzung brauchte. Das ist eine Chance für uns alle: dass wir, wenn wir Übersetzungen hören können, mit der Zeit auch fähig werden, das Italienisch ohne Übersetzung zu verstehen.
Mit der zweiten Bemerkung gehe ich auch auf die Frage von Herrn Hess ein. Es ist ganz wichtig zu wissen - das kann man nur lernen, wenn man gezwungen wird, manchmal in einer anderen Sprache zu sprechen als in jener, in der man sprechen möchte; denn man möchte die Chance haben, von den meisten original gehört zu werden -, dass Sie sich in einer Fremdsprache nie, aber nie so präzis ausdrücken können wie in der Muttersprache. Wir zwingen deshalb die Tessinerinnen und Tessiner, nicht mit dieser Präzision zu sprechen, wie sie es könnten, wenn sie sich - wegen uns - direkt verstanden wissen möchten und so französisch oder deutsch sprechen.
Deshalb finde ich wirklich: Es ist eine Chance für uns, und es ist eine Frage der Gerechtigkeit, dass wir dem Antrag der Minderheit Nabholz folgen.