Schmid Samuel · Bundesrat · 2005-09-26
Schmid Samuel · Bundesrat · Bern · 2005-09-26
Wortprotokoll
Im Rahmen der Evaluation wurden im BAFO-Verfahren (Request for Best and Final Offers) - dies ein fachtechnischer Ausdruck - vom 10. Dezember 2004 die folgenden Kriterien aufgeführt: operationelle Leistung, welche Ausbildungs- und Missionsaspekte umfasst; Beschaffungs-, Betriebs- und Instandhaltungskosten; militärische und industrielle Kooperationsaspekte. In den Offertanfragen wurde den Firmen keine Prioritätenreihenfolge vorgegeben. Die Typenwahl erfolgte aufgrund der technisch-operationellen Erprobung und der Offerten der beiden Hersteller unter Berücksichtigung folgender Kriterien: Eignung für eine effiziente Basis- und Weiterausbildung; Missionsleistungen; Betrieb, truppennahe und truppenferne Instandhaltung; Möglichkeiten für militärische und industrielle Kooperation; Beschaffungs-, Betriebs- und Instandhaltungskosten.
Der Entscheid fiel zugunsten des EC 635/135 aus, da er mit seinen Schulungs-, Trainings- und Transportfähigkeiten die Anforderungen der Luftwaffe besser erfüllt. Im Rahmen der technisch-operationellen Erprobung wurde ein Modell des EC 135 eingesetzt, welches dem zur Beschaffung vorgeschlagenen Helikopter bestmöglich entsprach. Die unwesentlichen Unterschiede dabei, wie die Zellenverstärkung und die selbstdichtende Treibstofftankanlage, waren für die Flugerprobung nicht relevant. Der EC 635/135 wurde nicht vorselektioniert. Für die Offertanfragen wurden die militärischen Grundlagendokumente des Planungsstabs der Armee vom 28. Oktober 2004 so formuliert, dass beide Kandidaten eine Gleichbehandlung erfuhren und gleiche Chancen hatten.