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Merz Hans-Rudolf · Bundesrat · 2005-12-06

Merz Hans-Rudolf · Bundesrat · Appenzell A.-Rh. · 2005-12-06

Wortprotokoll

Die Schlussfolgerung, Herr Vollmer, wer für die Mehrheit und den Bundesrat sei, sei gegen das Lehrlingswesen, stimmt natürlich so in gar keiner Weise - in gar keiner Weise! Der Bund hat in den letzten Jahren die Anzahl der Lehrstellen sukzessive ausgebaut, und er ist dabei, sie auch weiter auszubauen. Der Bund hat in diesen Bereichen enorme Anstrengungen geleistet, und er wird darin nicht nachlassen. Der Bund ist sich der Situation auf dem Lehrstellenmarkt bewusst.

Aber wenn Sie vom Bund sprechen, sprechen Sie vor allem vom Standort Bern. Im Gegensatz zu früher, als die Angestellten der SBB und der Post auch noch zum Bund und zu diesem Budget gehörten, ist die Situation heute anders. Wir haben hier, in der Gegend von Bern, vor allem auch einen regionalen Lehrlingsmarkt. Er hat eine gewisse "Schluckfähigkeit"; da können Sie nicht beliebig ausbauen. Diesem Markt tragen wir auch Rechnung.

Es ist so, dass wir die Infrastrukturen aufgebaut haben, da hat Herr Vollmer Recht. Es braucht einen gewissen Betreuungsaufwand. Sie können nicht einfach Lehrlinge anstellen. Die Lehrlinge müssen über die ganze Zeit ihrer Lehre begleitet sein. Und es muss auch eine gewisse Sicherheit bestehen, dass sie, wenn sie ausgebildet sind, in den Arbeitsmarkt gelangen können. Diesen Überlegungen trägt der Bundesrat Rechnung.

Die Lehrlinge haben Platz in diesem Budget. Wenn es sich dann zeigen sollte, dass wir nächsten Sommer mehr Lehrlinge als geplant anstellen, kann das allenfalls durch eine Aufstockung im Budget 2007 neu angeschaut werden. Aber für das nächste Jahr, 2006, können wir, müssen wir, wollen wir mit diesem Betrag leben, ohne dass wir das Lehrlingswesen beeinträchtigen.

Ich bitte Sie, dem Bundesrat zuzustimmen.

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