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Giezendanner Ulrich · Nationalrat · 2000-09-19

Giezendanner Ulrich · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2000-09-19

Wortprotokoll

Ich kann es kurz machen. Ich bin eigentlich darüber erstaunt, dass ein solcher Vorstoss nicht von der SP oder von den Grünen kam; sie müssten das ja eigentlich wollen. Der Bundesrat sagt, das Ziel sei schon erfüllt und die Motion müsse abgeschrieben werden. Das stimmt aber natürlich nicht. 1997 hat man den Anforderungen der EG entsprochen und für LKW die PS-Zahl von 10 auf 6,8 pro Tonne gesenkt. Gleichzeitig will man aber heute auf Strecken mit Steigung Mindestgeschwindigkeiten einführen. Können Sie sich das vorstellen: Man lässt schwächere Lastwagen zu und will trotzdem Mindestgeschwindigkeiten einführen. Das kann doch nicht die Lösung sein.

Als Transportunternehmer habe ich mich natürlich gefreut, als diese Vorschrift kam. Ich konnte nämlich Lastwagen mit leichteren Motoren kaufen, was weniger hohe Investitionen bedeutet. Ich gebe aber zu, dass ein kleinerer Motor viel mehr Treibstoff verbraucht und somit mehr Abgase ausstösst. Aus Gründen der Vernunft wollen wir nun wieder das alte Gesetz, das auch nicht inkompatibel mit der EU ist. Gewisse EU-Länder kennen nämlich diese Vorschrift heute bereits wieder, auch wenn die EU insgesamt immer noch an 6,8 statt 10 PS pro Tonne festhält. Die heutigen Motoren für "40-Tönner" haben aber alle 400 bis 500 PS. Da gibt es also überhaupt kein Problem.

Wenn Sie den Verkehr verflüssigen und die Umwelt so wenig wie irgend möglich belasten wollen, dann sollten Sie dieses Postulat überweisen.