Wyss Ursula · Nationalrat · 2005-12-15
Wyss Ursula · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2005-12-15
Wortprotokoll
Der Antrag, der dem Beschluss des Ständerates zugrunde liegt, ist pikanterweise nicht einfach nur von der SVP eingebracht worden, sondern er stammt aus dem Kanton Graubünden, er stammt praktisch von einem Direktbetroffenen selbst. Der Ständerat hat ihm zugestimmt, weil die Region Bedenken hatte, sie könnte gezwungen werden, ihren Nationalpark zu vergrössern. Der Bundesrat hatte zwar beteuert, dass auch er keinen Zwang auferlegen will, aber der Ständerat hat der Version der Direktbetroffenen dann doch zugestimmt.
Herr Bigger: Sie, der Sie in stundenlanger Diskussion immer wieder die Wichtigkeit der Mitsprache der Direktbetroffenen betont haben - und da gebe ich Ihnen absolut Recht -, ausgerechnet Sie kommen jetzt und wollen gegen die Interessen der Direktbetroffenen einen Streichungsantrag durchbringen. Das ist das eine.
Das andere ist, dass Sie gerade eben die Abstimmung über die Finanzierungsfrage verloren haben. Seien wir also hier konsequent und ermöglichen wir es, dass für den bestehenden Nationalpark eine Umgebungszone gefördert werden kann, wenn man eine solche schaffen will.