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Frick Bruno · Ständerat · 2006-06-12

Frick Bruno · Ständerat · Schwyz · Christlichdemokratische Fraktion · 2006-06-12

Wortprotokoll

Ich glaube, der Nationalrat hat mit gutem Grund keine lange Diskussion über diese Bestimmung geführt, weil nämlich deren Tragweite in seiner Kommission völlig klar war und im Rat nicht bestritten wurde. Es hat etwas für sich, dass unsere Differenzbereinigungen frühmorgens angesetzt werden; aber der frühmorgendliche Blick ist nicht immer der klarste, den eine Kommission haben kann. (Heiterkeit) In der Tat ist auch hier eine Reihe von Fragen offen geblieben.

Nun, worum geht es? Es geht nur darum, dass die Durchführung der Weiterbildungsgänge einer bestimmten Organisation übertragen wird, dass diese verantwortlich zeichnet. Das heisst aber in keiner Weise, dass diese in freier Willkür über den Lehrgang entscheidet, sondern es heisst, dass eben der Bund die wesentlichen Linien dieser Ausbildungslehrgänge genehmigt; er zeichnet mitverantwortlich dafür, genau so, wie es heute bei der allgemeinen Berufsbildung ist. Es käme doch niemandem von uns in den Sinn, zu sagen, für das Diplom eines Schreinermeisters solle es nun Lehrgänge von vier, fünf verschiedenen Organisationen geben. Der Ausbildungslehrgang wird einer Organisation übertragen; er wird in Zusammenarbeit mit den Bundesbehörden geplant und genehmigt, und damit haben wir gute Erfahrungen gemacht. Es ist doch nicht nötig, dass wir hier für die Medizinalberufe eine andere Lösung finden. Für jeden einzelnen der fünf universitären Medizinalberufe soll eine einzige Organisation - nicht immer dieselbe - verantwortlich zeichnen. Wenn es für die Ausbildung zum Spezialarzt mehrere Organisationen und mehrere Lehrgänge gäbe, wäre es den Spitälern nicht zuzumuten, mit jeder dieser Organisationen die nötigen Abklärungen, Vereinbarungen usw. zu treffen.

Ich glaube, es ist richtig, wenn wir der Lösung zustimmen, wie sie der Nationalrat eingefügt hat, und ich bitte Sie daher, der Minderheit zu folgen.