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Lang Josef · Nationalrat · 2007-03-14

Lang Josef · Nationalrat · Zug · Grüne Fraktion · 2007-03-14

Wortprotokoll

Die Zukunft der Landwirtschaft dieses Landes liegt in der Qualität und nicht in der Quantität. Beim Versuch, das Rennen mit Agroindustrien über die Menge zu gewinnen, wird es ihr ergehen wie dem Hasen im Rennen mit dem Igel: Dieser war schon immer da, weil er über nicht einholbare Vorteile verfügte.

Die einzige Chance der schweizerischen Landwirtschaft liegt in der Spitzenqualität: Sie muss naturnah und tiergerecht sein. Wer ihr etwas anderes predigt, läutet ihr das Totenglöcklein. Eine gut schweizerische Erfahrung heisst: Bei Fragen der Qualität gibt es keine Halbheiten. Der Flurschaden, den die Mehrheit gestern mit dem Entscheid für "Bio light" angerichtet hat - lesen Sie die heutigen Medienberichte! -, erheischt erst recht eine höhere Verbindlichkeit für die Biostandards.

Die Zukunft der Bauernbetriebe dieses Landes liegt mindestens so sehr in der gesellschaftlichen Akzeptanz wie in den Preissenkungen. Die Mehrheit der Gesellschaft, verstanden als Steuerzahlerin und Steuerzahler oder als Konsumentin und Konsument, hält so lange zur Landwirtschaft, wie sich diese in Richtung naturnah und tiergerecht weiterbewegt. Und diese Bewegung müssen wir absichern: mit dem Festschreiben von ökologischen Zielen und mit Zeitvorgaben. Das will die Minderheit Genner.

Wer wie beispielsweise die "Bauernbefreier" von Avenir Suisse behauptet, die Zukunft der schweizerischen Landwirtschaft liege in gesetzlichen Lockerungen und nicht in einer höheren Verbindlichkeit gegenüber Umwelt und Tieren, der führt die Landwirtschaft in eine Sackgasse. Und in diese Sackgasse werden ihr weder die Konsumenten und Konsumentinnen noch die Steuerzahlenden folgen.

Folgen Sie also gescheiter der Minderheit Genner!

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