Fetz Anita · Ständerat · 2007-06-20
Fetz Anita · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2007-06-20
Wortprotokoll
Nachdem der Bundesrat mit einer - ich sage mal: - etwas aufgeladenen Stellungnahme die Ablehnung meiner Motion beantragt hat, möchte ich der SiK für die gründliche Prüfung des Anliegens, die Taschenmunition nicht mehr abzugeben, herzlich danken. Der Bericht der Kommission zeugt von einer hohen Sensibilität. Ich habe ihn genau gelesen. Es wurden darin sämtliche vorhandenen Studien sehr seriös geprüft und gewürdigt; auch dafür danke ich.
Jährlich sterben in der Schweiz rund dreihundert Menschen durch Armeewaffen. Besonders tragisch ist dabei, dass die Zahl der Familiendramen im internationalen Vergleich in der Schweiz relativ hoch ist. Die Motion der SiK ist für mich ein Schritt in die richtige Richtung. Er bewirkt, dass bei 95 Prozent der aktiven Armeeangehörigen die Taschenmunition eingezogen wird, und erfüllt damit meine Motion zu 95 Prozent. Ich ziehe diese deshalb zugunsten der Motion 07.3277 der Kommission zurück und möchte der SiK nochmals danken, denn jedes Familiendrama, jeder Selbstmord und jeder Amoklauf, der damit verhindert werden kann, ist diesen Schritt wert.
Ich bitte Sie, die Motion der SiK anzunehmen.