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Heim Bea · Nationalrat · 2007-09-19

Heim Bea · Nationalrat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion · 2007-09-19

Wortprotokoll

Ich bitte Sie, dieser Initiative zuzustimmen und die Leistungen der Komplementärmedizin wieder in die Grundversicherung aufzunehmen. Die Komplementärmedizin soll eine faire Chance haben und den Leuten die Freiheit geben, diese günstige, diese sanfte Medizin zu wählen. Bitte verschieben Sie die Komplementärmedizin nicht in die Zusatzversicherung.

Junge und Ältere, Männer und Frauen, Reichere und solche mit kleineren Einkommen, Stadt- und Landbewohnerinnen und -bewohner - die meisten wollen, dass die Grundversicherung Heilmethoden der Komplementärmedizin übernimmt, sofern die Therapien von Ärzten erbracht werden. Die Menschen wollen das, weil sie gute Heilerfahrungen mit der Komplementärmedizin gemacht haben; sie wollen das, weil diese Art von Medizin eine wertvolle Ergänzung zur Schulmedizin sein kann, oft sanfter und ganzheitlicher ist, weniger Nebenwirkungen zeigt und doch wirkt.

Der Wirksamkeitsnachweis der Homöopathie ist erbracht: Nehmen Sie die Studie der Universität Bern über den Einsatz von Homöopathie bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, eine Studie nach den Prinzipien der "evidence-based medicine". Auch die FMH kennt komplementärmedizinische Fähigkeitsausweise oder Fachdiplome, welche an Ausbildungsgänge und Prüfungsabschlüsse geknüpft sind. Diese zeugen vom Vertrauen selbst der Schulmediziner in die positive Heilwirkung und die Wirtschaftlichkeit der Komplementärmedizin, was schliesslich auch die für diese Form von Medizin relativ günstigen Resultate der PEK-Studie belegen.

Die Initiative will aber nicht nur die Wiederaufnahme der ärztlichen Therapierichtungen in die Grundversicherung, sondern auch den Erhalt der Vielfalt der homöopathischen Heilmittel, die durch die strikte Zulassungspolitik von Swissmedic bedroht ist - ein Fakt, der auch zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen in ihrer Existenz bedrängt. Ich habe manchmal den Eindruck oder den Verdacht, dass in der Sozial- und Gesundheitspolitik zuerst und rigoros dort gestrichen wird, wo man die schwächste Lobby vermutet. Der Argumentation der Kostenausweitung jedenfalls muss entgegengehalten werden, dass die Komplementärmedizin eine günstige medizinische Versorgung ist.

Ich bitte Sie: Sagen Sie Ja zu dieser Initiative, sagen Sie Ja zur Komplementärmedizin!

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