Rechsteiner Rudolf · Nationalrat · 2007-09-19
Rechsteiner Rudolf · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2007-09-19
Wortprotokoll
Ich spreche mich hier aus folgenden Gründen für die Ziele dieser Initiative aus:
1. Komplementärmedizin ist wirksam.
2. Komplementärmedizin hat weniger Nebenwirkungen.
3. Komplementärmedizin ist ein Element der Wahlfreiheit der Patientinnen und Patienten bei der medizinischen Behandlung.
Ich bin gegen eine Bevormundung durch die Schulmedizin. Die Bevölkerung soll das Recht haben, jene Behandlungen vornehmen zu lassen, welche sie als zielgerichtet erachtet. Herr Bundesrat Couchepin, hier haben wir schon einige Fragen: Im Umgang mit den Evaluationen der Komplementärmedizin ist es im Bundesamt für Gesundheit doch zu sehr merkwürdigen Vorgängen gekommen. Der Vorwurf der Manipulation von Studien gegen die Komplementärmedizin steht im Raum. Wir haben auch von den Versuchen des BAG erfahren, eine Kampagne für 300 000 Franken aus Staatskassen gegen diese Initiative zu lancieren. Eine gewisse Frau Caroline Kramer hat dies im BAG aufgedeckt und wurde dann von Herrn Zeltner entlassen. Es ist wirklich nicht Aufgabe des Bundesrates oder der Bundesverwaltung, Abstimmungskampagnen zu finanzieren und die eine oder andere Therapieform zu fördern oder zu behindern.
Deshalb bitte ich Sie: Halten Sie sich an die Spielregeln! Komplementärmedizin ist in unserem Land sinnvoll. Sie soll auch vom Staat mit Zertifikaten, Qualitätskontrolle und einer Finanzierung durch die Grundversicherung begleitet werden.