Lexipedia

Markwalder Bär Christa · Nationalrat · 2007-09-19

Markwalder Bär Christa · Nationalrat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2007-09-19

Wortprotokoll

Die FDP-Fraktion unterstützt die Mehrheit. Aus unserer Sicht ist es erfreulich, dass die Studierendenzahlen in den letzten vier Jahren zugenommen haben. Zwischen 2000 und 2005 haben sie nämlich um 16,5 Prozent zugenommen. Wir stellen fest, dass die Grundbeiträge an die Universitäten zwischen 1980 und 2005 zwar real um 48 Prozent zugenommen haben, dass sie aber infolge der Zunahme der Studierendenzahlen pro Erstabschluss um 28 Prozent gesunken sind.

Nun hat sich die Mehrheit ambitionierte Ziele für die nächste Vierjahresperiode gesetzt, die sie eben auch mit diesem Finanzierungsrahmen finanzieren will. Eines dieser Ziele ist es, die Betreuungsverhältnisse zu verbessern. Es muss noch ergänzt werden, Herr Widmer, dass sich die Betreuungsverhältnisse etwas verbessert haben. Die Tendenz stimmt, aber es geht zu wenig schnell. Es sind 1200 neue Professuren geplant, damit die Betreuungsverhältnisse verbessert werden können. Es soll das Doktorat als Schnittstelle zwischen Studium und Forschungskarriere gestärkt werden, und schliesslich soll auch die Schwerpunktbildung voranschreiten, dies mit Kooperationsprojekten zwischen einzelnen Universitäten und mit spezialisierten Masterabschlüssen. Für die kantonalen Universitäten ist eine Zunahme von 4,6 Prozent vorgesehen. Dies liegt zwar unter den 6 Prozent jährlich, doch die Möglichkeit besteht auch hier, wie bei den ETH, via Nationalfonds und EU-Forschungsprogramme zusätzliche Mittel zu generieren.

Schliesslich muss ich auch noch eine Bemerkung zur Minderheit I (Widmer) machen. Ich glaube nicht, Herr Widmer, dass alle Missstände, die Sie aufgezeigt haben, mit den 120,2 Millionen Franken beseitigt würden. Sie haben ausgebreitet, dass die Studierendenzahlen bezüglich der Sozial- und Geisteswissenschaften massiv zugenommen haben. Aber Sie haben mit keinem Wort begründet, warum konkret gerade dieser Betrag das ganze Dilemma lösen sollte. Die Kommission hat diesen Betrag geprüft und im Zusammenhang mit der ganzen BFI-Botschaft auch befunden, dass sowohl die ETH wie auch die kantonalen Universitäten einer Erhöhung der Mittel bedürfen, aber auch die Möglichkeit haben, zusätzliche Mittel zu generieren.

Zur Minderheit II (Pfister Theophil): Es ist einfach ein Konzept der SVP, überall etwas mehr oder etwas weniger aus der BFI-Vorlage herauszustreichen. Aber es wäre uns auch ein Anliegen, dass Sie offene Augen und Ohren für die Bedürfnisse der kantonalen Universitäten haben, denn es sind durch die zunehmenden Studierendenzahlen tatsächlich Finanzierungsschwierigkeiten vorhanden. Noch einmal zur Erinnerung: Die Grundbeiträge an die kantonalen Universitäten haben pro Erstabschluss um 28 Prozent abgenommen.

In diesem Sinne bitte ich Sie: Folgen Sie der Mehrheit!