Stähelin Philipp · Ständerat · 2007-09-18
Stähelin Philipp · Ständerat · Thurgau · Christlichdemokratische Fraktion · 2007-09-18
Wortprotokoll
Die Begründungen von Herrn Kollege Bonhôte gehen im Grunde genommen in zwei Richtungen. Auf der einen Seite sagt er, dass das Postulat unnötig sei, weil wir im Bereich der Züchtungsanstrengungen ja bereits im Begriffe seien, Wege zu suchen; das ist die eine Linie seiner Begründung. Auf der anderen Seite wendet er sich einfach klar gegen die Gentechnologie, auch in diesem Bereich.
Züchtungsanstrengungen sind im Gange; ich freue mich, dass sie im Gange sind, Frau Bundesrätin. Ich halte aber fest: Ich habe bereits vor sechs und sieben Jahren - Herr Bonhôte war damals noch nicht in diesem Rat - hier Vorstösse unterbreitet, die exakt in die gleiche Richtung gingen; es ging auch um Prävention in der Feuerbrandbekämpfung und um Züchtungsanstrengungen. Das ist jetzt sechs bzw. sieben Jahre her. Ich weiss, dass das lange geht. Es wird in der Stellungnahme des Bundesrates auch darauf hingewiesen, dass hier bereits seit zwanzig Jahren Anstrengungen unternommen werden. Aber bei dieser Sachlage meine ich, dass es eben nicht falsch ist, dass wir mit dem Postulat - es ist ein Postulat - mit Nachdruck sagen, dass die Anstrengungen im ganz normalen Züchtungsbereich tatsächlich betont und verstärkt werden sollen. Das ist der eine Punkt.
Zum Zweiten, was die Gentechnologie, die Gentechnik, anbetrifft: Da verlangt das Postulat nicht weniger, aber auch nicht mehr als seriöse Abklärung. Diese seriöse Abklärung sprengt den Rahmen der heutigen Gesetzgebung nicht. Auch hier wird schlussendlich nichts Neues gefordert. Aber es wäre meiner Ansicht nach falsch, hier die Augen zu verschliessen und völlig abzuschalten. Wir sollten die reine Abklärung unterstützen. Sie steht aber nicht im Vordergrund dieses Postulates, und darum geht es mir. Wenn Sie das Postulat ablehnen, dann geben Sie auch ein Zeichen, hier mit den Anstrengungen im Bereich der Züchtung auf orthodoxe Art und Weise sozusagen aufzuhören. Das möchte ich nicht.
Ich bitte Sie deshalb, auch infolge der Annahme durch den Bundesrat, das Postulat anzunehmen.