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Schiesser Fritz · Ständerat · 2007-10-04

Schiesser Fritz · Ständerat · Glarus · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2007-10-04

Wortprotokoll

Herr Brändli hat die wichtigsten Punkte ausgeführt, die es im Zusammenhang mit dieser Interpellation und weiteren Themen, die in diesem Umfeld zur Diskussion anstehen, zu erwähnen gilt. Ich möchte noch auf einen anderen Punkt hinweisen. Selbstverständlich bezieht sich der Wortlaut der Interpellation auf die Wasserkraftnutzung als eine der wichtigsten Ressourcen in den Berggebieten. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass nicht nur die Berggebiete an dieser Wasserkraftnutzung interessiert sind, sondern auch die Agglomerationen, die Städte und das weitere Gebiet der Schweiz. Diese Form der Wasserkraftnutzung aus den Speicherkraftwerken ist der Garant dafür, dass innert kürzester Frist Energie nutzbar gemacht werden kann, um Spitzen abzudecken. Und je mehr wir andere erneuerbare Energieformen fördern - ich denke zum Beispiel an die Produktion von Sonnenenergie, die wahrscheinlich in den nächsten Jahren enorm zunehmen wird -, umso mehr muss die Stabilität der Energieversorgung gewährleistet sein. Und das kann nur über Speicherkraftwerke geschehen, die in einem Zeitraum von einer halben Minute zusätzliche Energie in die Netze bringen können.

Ich glaube, dieser besondere Aspekt muss ebenfalls gewichtet werden bei den Forderungen, die vonseiten der Berggebiete in die Diskussion gebracht worden sind. Dieser Aspekt muss zusätzlich gewichtet werden, um den unerlässlichen, gerechten Interessenausgleich herzustellen. Wir werden insbesondere bei der Volksinitiative "Lebendiges Wasser" auf diesen Interessenausgleich zurückkommen und insbesondere auch auf die Bedeutung dieser Speicherenergie eben nicht nur für die Berggebiete, sondern für die Stromversorgung im ganzen Land. Was geschieht, wenn diese Stromversorgung nicht mehr klappt, das habe ich am eigenen Leib erlebt - damals im Hauptbahnhof in Zürich, als nichts mehr ging. In solchen Fällen wissen wir, was passiert, nämlich nichts mehr. Ich möchte, dass man in der weiteren Diskussion den Finger nicht immer nur auf die Berggebiete legt und sagt: Das sind deren Interessen. Es geht um das Interesse des ganzen Landes, insbesondere auch der Agglomerationen und der Städte.