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Jenny This · Ständerat · 2007-12-19

Jenny This · Ständerat · Glarus · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2007-12-19

Wortprotokoll

Nicht als Grossvater, aber als stolzer Vater zweier Kinder möchte ich Sie ebenfalls ersuchen, diese Motion abzulehnen.

Die Väter können keine gleichbedeutenden Aufgaben wahrnehmen wie die stillenden Mütter; deshalb können sie problemlos ihren bisherigen Tätigkeiten nachgehen. Zudem fand mit der Einführung des Mutterschaftsurlaubes bereits ein Leistungsausbau statt. Es gibt also überhaupt keinen nachvollziehbaren Grund, um diesen auf die Väter auszudehnen. Selbstverständlich bin ich jederzeit für diesen Vaterschaftsurlaub, aber nur dann, wenn die Väter auch bereit sind zu gebären, und das wird wohl kaum möglich sein. Diesen Tatbeweis blieben sie bis jetzt schuldig.

Tun wir doch nicht so, als blicke der Durchschnittsmann jährlich wiederkehrend Vaterfreuden entgegen. In aller Regel trifft das ein- bis zweimal im Leben zu - und aus ist die Maus. Und für diese zwei Mal wollen wir einmal mehr Vater Staat bemühen. Das kann doch nicht angehen. Man will also diesen ach so strahlenden und stolzen Vätern nicht zumuten, zweimal im Leben einen kleinen Teil ihrer Ferien dem höchsten der Gefühle hinzugeben respektive zu opfern. Der Vaterschaftsurlaub ist tatsächlich alles andere als eine sozialpolitische Notwendigkeit und hilft letztlich rein gar niemandem.

Ich sehe nicht, Kollegin Fetz, was am Vatersein so schwer sein soll. Das habe ich nie so erlebt. Viele Väter hätten [PAGE 1184] tatsächlich viele Möglichkeiten, um ihre Freizeit mit den Kindern zu verbringen. Sie nutzen diese Möglichkeiten aber nicht, und jetzt sollen die ersten acht Wochen hinhalten. Ich weiss nicht, wie es Ihren Kindern geht. Aber meine Kinder vermögen sich nur sehr schemenhaft und schwach an die ersten acht Wochen ihres Lebens zu erinnern.

Also möchte ich Sie bitten, diese Motion abzulehnen.