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Leuenberger Moritz · Bundesrat · 2008-03-12

Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2008-03-12

Wortprotokoll

Zunächst: Die Interpretation von Frau Forster ist richtig. Der Bundesrat kann sich dieser Motion, nachdem er dasselbe beschlossen hat, jetzt anschliessen, er widersetzt sich ihr nicht.

Nun zur konkreten Frage von Herrn Büttiker: Meines Wissens - ich bin kein Wissenschafter und schon gar kein Texaner, der offenbar Zweifel am Sinn der Energiesparlampen vorgebracht hat - gibt es verschiedene Kategorien von Glühbirnen: die Kategorien A bis G. Die Glühbirnen dieser Kategorien haben einen unterschiedlichen Energieverbrauch. Unsere Absicht ist es, stufenweise vorzugehen und diejenigen Glühbirnen, die am meisten Energie verschleudern, nicht mehr zum Import in die Schweiz zuzulassen. Das heisst, diejenigen Verbraucher, die noch eine solche Glühbirne haben, haben dann halt noch eine; es geht einfach um den Ersatz. Die mit einem Anteil von etwa 70 Prozent gebräuchlichsten Glühbirnen sind, so glaube ich, diejenigen der Kategorie E; diese würden bei uns sowieso noch bis zum Jahr 2012 zugelassen. Es ist vorgesehen, dass sie nach 2012 auch ersetzt werden.

Nun sind bereits Energiesparlampen von verschiedenen Produzenten im Verkauf. Wenn heute Glühbirnen der Kategorien F und G nicht mehr gekauft werden können, kann stattdessen auch eine Glühbirne der Kategorie D gekauft werden; es muss nicht unbedingt eine Energiesparbirne sein. Die Energiesparbirnen haben noch etwas Absatzschwierigkeiten, weil ihr Design noch nicht so schön ist, zum Teil auch das Licht, das sie ausstrahlen; aber aufgrund des angekurbelten Marktes gibt es da schon Verbesserungen. Eine Firma hat mir zwei Lampen geschickt, um zu beweisen, welch schönes Design auch diese Lampen haben - da ist also einiges in Bewegung.

Nun zum Vorwurf, es gebe Energiesparlampen, die Elektrosmog verursachten: Dazu ist zunächst zu sagen, dass Elektrosmog ja eigentlich heisst, dass sich verschiedene elektromagnetische Wellen aus verschiedenen Quellen nicht parallel ausbreiten, sondern sich durcheinanderkreuzen und so einen Einfluss auf die Schlafqualität oder überhaupt auf das Wohlbefinden derjenigen haben könnten, die in der Umgebung der Quellen sind. Es kann also schon per definitionem nicht sein, dass eine Energiesparlampe allein Elektrosmog produziert, weil Elektrosmog per definitionem den Zustand eines Chaos verschiedener Wellen aus verschiedenen Quellen beschreibt. Sollte es nun so sein, dass die Energiesparlampen - ich sage das einfach, weil Sie mir die konkreten Fragen stellen - ähnliche Wellen produzieren wie zum Beispiel ein Radiowecker, dann würde ich das gerne einmal untersuchen lassen. Ein Radiowecker, das ist tatsächlich wahr, weckt einen schon zu früh, indem er Strahlen abgibt, die nicht sehr gesund sind. Frau Sommaruga als Konsumentin weiss das sicher hundertmal besser. (Heiterkeit)

Ich kenne die Studien dieser amerikanischen Wissenschafter nicht. Ich weiss, ich müsste sie kennen, und ich werde sie sofort studieren, wie ich zuhanden der Materialien festhalten möchte. Bevor wir im Jahre 2012 die Glühbirne der Kategorie E aus der Schweizerischen Eidgenossenschaft verbannen, will ich diese Frage noch geklärt haben.