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Fetz Anita · Ständerat · 2008-03-13

Fetz Anita · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2008-03-13

Wortprotokoll

Nachdem wir diese Diskussion in der Kommission schon geführt haben, möchte ich zuhanden jener, die nicht dabei waren, noch Folgendes erklären: Die grosse Auseinandersetzung - man muss es nicht überhöhen - war nicht eine sprachliche, sondern im Prinzip eine über die historische Blickweise. Die Schweiz war nicht eines Tages so da, wie sie heute ist, in ihren heutigen Landesgrenzen. Der bundesrätliche Entwurf möchte ausdrücken, dass man den ganzen Prozess von der Frühzeit bis zur modernen Schweiz - dieser Prozess geht weiter - im ganzen Zusammenhang darstellen kann, mit den Aussenbeziehungen, mit den verschiedenen Einflüssen. Die heutige Schweizer Grenze gibt es, historisch gesehen - ich spreche jetzt von der Urzeit bis zu heute -, erst seit relativ kurzer Zeit. Es ist ein Auftrag, zu vermitteln, wie das entstanden ist - angefangen bei den Römern, die sich, ich sage das jetzt einmal als Beispiel, in meiner Region niedergelassen haben - und welche anderen Kräfte auch einen Einfluss gehabt haben. In diesem Kanton, in dem das Bundeshaus steht, war es wohl Savoyen; in meinem Kanton gab es eher den Einfluss aus dem Elsass. Das sind ganz spannende, komplexe Zusammenhänge. Der Entwurf des Bundesrates soll ausdrücken, dass unsere Geschichte sehr viel älter, sehr viel komplexer und sehr viel prozesshafter ist, als man einfach so annimmt, wenn man sieht, wie die Schweiz heute dasteht.

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