Merz Hans-Rudolf · Bundesrat · 2008-06-09
Merz Hans-Rudolf · Bundesrat · Appenzell A.-Rh. · 2008-06-09
Wortprotokoll
Eine qualitativ gute Aus- und Weiterbildung für das Bundespersonal ist dem Bundesrat ein grosses Anliegen, denn sie tragen dazu bei, dass das Bundespersonal heute und auch in Zukunft leistungsfähig und motiviert ist und einen guten Service erbringen kann.
Im Rahmen der Bundesverwaltungsreform hat der Bundesrat im November 2006 beschlossen, auch die Aus- und Weiterbildung effizienter und effektiver zu machen; namentlich sollten beim Ausbildungsangebot Doppelspurigkeiten abgebaut werden. Gemäss diesem Beschluss fokussierte das Eidgenössische Personalamt (EPA) auf die Aus- und Weiterbildung der Zielgruppen Topkader, Kader, Personalfachpersonen und Lernende beziehungsweise Ausbildnerinnen und Ausbildner. Gleichzeitig sollte das EPA seine bisherigen Aktivitäten im Bereich der Organisationsberatung und der Organisationsentwicklung und von spezifischen Fachausbildungen einstellen, weil diese departementsintern erfolgten und erbracht wurden. Die Departemente und die Bundesämter tragen gemäss dem damaligen Bundesratsbeschluss selber die Verantwortung für das Aus- und Weiterbildungsangebot für die Mitarbeitenden und namentlich auch für die spezifische Fachausbildung. In der Folge hat das EPA die Doppelspurigkeiten in den letzten beiden Jahren abgebaut und die personellen Ressourcen auf das verkleinerte Angebot ausgerichtet.
Die Departemente haben bei der Aus- und Weiterbildung für ihre Zielgruppen dafür zu sorgen, dass die Angebote effizient und kostengünstig sind. Als Ressourcendepartement, zu dessen Ämtern auch das EPA zählt, ist das EFD um eine gute Organisation der Aus- und der Weiterbildung bemüht. Zur Optimierung des Einsatzes von Ressourcen würde sich auch die Schaffung eines bundesweiten Ausbildungszentrums im EPA durchaus anbieten. Voraussetzung wäre allerdings, dass dem EPA von den Departementen bei einer Zentralisierung des Angebotes auch die zur Sicherstellung des Angebotes benötigten personellen Ressourcen zur Verfügung gestellt würden, und diese Voraussetzung ist aktuell - ich sage: noch - nicht erfüllt.
Die Sprachausbildung erachtet der Bundesrat ebenfalls als wichtig, da sie einen Beitrag zur Förderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung leistet. Diese Aufgabe ist in der Kompetenz der einzelnen Departemente. Gegenwärtig wird aber von den Departementen die Möglichkeit geprüft, wie dem Bundespersonal ein gutes Angebot zur Verfügung gestellt werden kann. Dabei wird auch die Vergabe an einen oder mehrere Anbieter in Betracht gezogen.
Und jetzt warte ich, wie Sie, Herr Nationalrat, sehnlich auf Ihre Frage.
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