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Girod Bastien · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion · 2008-09-17

Wortprotokoll

Die Grünen unterstützen die Minderheit II (Pedrina).

Das Ziel der Verlagerung auf die Schiene ergibt sich aus ökologischen Überlegungen; es wurde aber auch von der Bevölkerung in verschiedenen Umfragen und Abstimmungen bestätigt. Wenn man aktuell den Binnengüterverkehr anschaut - das wurde auch von den Vorrednern bestätigt -, sieht man, dass es hier kaum vorwärts geht. Im Gegenteil: Es werden immer mehr Güterumschlagplätze geschlossen. Um dies zu ändern, sind Subventionen langfristig keine Lösung. Langfristig muss die Bahn rentabel werden. Schaut man das Betriebssystem an, sieht man, dass sich in den [PAGE 1125] letzten zweihundert Jahren bei der Bahn kaum etwas geändert hat. Im Gegensatz dazu hat sich auf der Strasse der Güterverkehr vom Wagen mit Ross zum "40-Tönner" gewandelt. So ist es natürlich klar, dass die Verlagerung schwierig ist. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir eine Transformation des Betriebssystems des Güterverkehrs auf der Schiene erreichen. Dazu müssen die Preise gesenkt und muss die Kundenfreundlichkeit verbessert werden.

Innovative Elemente, die dies ermöglichen, sind vorhanden, beispielsweise eine Fixkomposition, welche die Flexibilität erhöht, welche die Geschwindigkeit erhöht, damit der Güterverkehr auf der Schiene nicht mehr eine Bremse für den Personenverkehr ist. Sie senkt aufgrund des tieferen Gewichts auch die Trassenpreise. Aber auch für andere Elemente, wie automatische Kupplungen, ist es an der Zeit, dass sie umgesetzt werden. Das Gleiche gilt für Innovationen wie den Horizontalverlad.

Um diese Transformation zu fördern, ist es wichtig, den Zahlungsrahmen zu erhöhen und damit auch Investitionshilfen zu tätigen. Investitionshilfen sind ein effizientes Element, das auch einen Mehrumsatz generiert. Die Grünen unterstützen deshalb, wie gesagt, den Antrag der Minderheit II. Sie sind für den Anschub zu einem konkurrenzfähigen Güterverkehr.