Müller Geri · Nationalrat · Aargau · Grüne Fraktion · 2008-09-24
Wortprotokoll
Ich komme noch einmal auf das Problem der Grundrechte zurück. Für einen Liter Benzin, den wir in Afrika holen, bezahlen wir zwei Franken. Damit können wir eine unglaubliche Arbeitsleistung erledigen; das kostet uns den Gegenwert von drei Minuten Arbeit. Um einen Liter Trinkwasser zu holen, braucht man in Afrika bis zu sechs Stunden Marsch. Wie ist diese knallharte Unterscheidung, die wir hier machen, mit dem Grundrecht auf Nahrung und auf Wasser vereinbar? Denn wir unterscheiden knallhart zwischen Europa und Afrika: Wir holen dort Dinge, die uns nichts kosten, und haben hier einen hohen Lebensstandard.