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Schmid Samuel · Bundesrat · Bern · 2008-09-29

Wortprotokoll

Sport- und Bewegungsförderung für Kinder und Jugendliche ist ein wichtiges Anliegen des Bundesrates. In diesem Sinne hat der Bundesrat am 6. Juni dieses Jahres beschlossen, das "Jugend und Sport"-Angebot auf das Alterssegment der fünf- bis zehnjährigen Kinder auszudehnen. Für die Finanzierung von "J+S Kids" sind im Rahmen von Budget und Finanzplan des Bundes folgende zusätzliche Mittel eingestellt: 5 Millionen Franken für das Jahr 2009, für das Jahr 2010 8 Millionen Franken und ab dem Jahr 2011 jährlich 10,25 Millionen. Dies entspricht 50 Prozent der voraussichtlichen Programmkosten von "J+S Kids". Die andere Hälfte soll über eine Programmbeteiligung der Kantone finanziert werden. Im Einzelnen heisst dies: Der Bund vergütet "J+S Kids"-Kurse zur Hälfte, mit diesen 50 Prozent, sofern der jeweilige Kanton die andere Hälfte mitfinanziert.

Der Bundesrat ist sich der Tatsache bewusst, dass diese Finanzierungsmodalitäten die Planungen in den Kantonen nicht vereinfachen. In Berücksichtigung der Zuständigkeiten im Bereich der Gesundheitsprävention ist es aber aus der Sicht des Bundesrates auch angezeigt, dass sich die Kantone an den Kosten für eine breitere Förderung von Sport- und Beweglichkeitsangeboten für Kinder beteiligen. Diese Diskussion sollte geführt werden können, ohne dass dabei die Vertrauensbasis im Bereich der sportpolitischen Zusammenarbeit von Bund und Kantonen tangiert wird.

Über die definitive Höhe der finanziellen Ausstattung des "J+S Kids"-Programms entscheidet letztlich das Parlament im Rahmen der Budgetdebatte in der Wintersession. Der Bundesrat ist zuversichtlich, dass die Umsetzung auf der Grundlage der dannzumal zur Verfügung stehenden Mittel gelingen wird, denn "Jugend und Sport" ist ein zukunftsweisendes Projekt, an dessen erfolgreicher Realisierung Bund, Kantone, Verbände, Vereine und Schulen gleichermassen interessiert sind.