Schwaller Urs · Ständerat · Freiburg · Fraktion CVP/EVP/glp · 2008-10-02
Wortprotokoll
Die Medikamenteneinteilung ist eine komplexe und technische Frage. Die Kommission muss sich hier selbstverständlich auf die Meinung der Spezialisten verlassen können. Für uns stand ganz klar allein die Patientensicherheit im Vordergrund. Diese wollten wir nicht gefährden, und wir wollten sie auch nicht für einen allenfalls erleichterten Zugang zu Medikamenten aufgeben.
Ich hatte gestern Besuch sowohl von den Vertretern der Apotheker wie auch von Drogisten, die hier im Vorzimmer gewesen sind. Jeder erwartet eigentlich mit der Annahme der Motion eine Vergrösserung des Volumens der Medikamente, die in seiner Fachkompetenz abgegeben werden können. Ich habe gesagt, dass das wahrscheinlich nicht möglich sein wird. Der Änderungsantrag Ihrer SGK wird dazu führen - ich habe das gestern auch noch mit Herrn Enderle besprochen -, dass die Durchlässigkeit von der Abgabekategorie B nach den Abgabekategorien C und D grösser wird. Das ist offensichtlich sowohl von den Apothekern wie auch von den Drogisten beabsichtigt. Das unterstützen wir auch. Darum noch einmal: Erweitern heisst neu definieren. Wir wollen diese Neudefinition. Wir gehen dann davon aus, dass die Liste A in etwa gleich bleiben wird, die Liste B aber wahrscheinlich kürzer wird. Die Liste C wird wahrscheinlich ebenfalls kürzer, falls mehr Arzneimittel in die Kategorie D als von der Kategorie B in die Kategorie C umgeteilt werden. Die Liste D würde länger. Das scheint auch - ich habe mir das gestern noch einmal bestätigen lassen - mit unserem einstimmig verabschiedeten Antrag gewährleistet zu sein.
Deshalb ersuchen wir Sie um Unterstützung des Antrages der Kommission.