Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2009-03-09
Wortprotokoll
Vereinzelt kommt im Wallis, in der Westschweiz und in der deutschsprachigen Schweiz leider veraltetes Rollmaterial zum Einsatz. Das ist insbesondere auf den Ausfall der Cisalpino-Züge [PAGE 152] zurückzuführen. Sie haben technische Probleme und sind ja zwischenzeitlich aus dem Verkehr gezogen worden. Dieser Ausfall hat dazu geführt, dass modernes Rollmaterial für den Einsatz auf der Lötschberg-Achse abgezogen worden ist, um die fehlenden Cisalpino-Züge zu ersetzen. Das Rollmaterial für den Regio-Express Lausanne-Genf ist nicht klimatisiert. Aufgrund der sehr stark wachsenden Nachfrage auf dieser Linie werden die SBB ab 2012 neue zweistöckige Züge einsetzen.
Ganz generell: Um die Spitzenzeiten abzudecken, werden in der Romandie wie in anderen Landesteilen die Stammkompositionen durch älteres zusätzliches Rollmaterial verstärkt. Dies betrifft insbesondere die Strecken Aigle-Lausanne und Nyon-Genf. Aus betrieblichen Gründen müssen die älteren Verstärkungswagen bereits in Brig zugestellt werden, und sie fahren dann auch im Wallis. Aufgrund der gegenwärtigen Auslastung, welche im Wallis nicht so hoch ist, bieten die klimatisierten Wagen zwischen Brig und Aigle jedoch auch in den Spitzenzeiten allen Reisenden genügend Platz.
Zudem kommt das ältere Rollmaterial zur Abdeckung der Spitzenzeiten in der ganzen Schweiz zum Einsatz. Beispiele sind die über Frick verkehrenden Züge zwischen Zürich und Basel oder diejenigen auf der Strecke von Chur nach St. Gallen. In der Regel kommt aber auch in der Westschweiz modernes, klimatisiertes und leises Rollmaterial zum Einsatz. Auf der Achse Genf-Lausanne-Biel fahren moderne Neigezüge, auf der Achse Genf-Lausanne-Bern Doppelstockwagen und einstöckige klimatisierte Wagen.
Zusammengefasst: Ältere Wagen hat es auch, aber nicht nur. Es sind vielleicht zwei bis drei Wagen. Aber daneben gibt es die normalen modernen Wagen, und die älteren Wagen werden in der ganzen Schweiz zur Vervollständigung in Spitzenzeiten eingesetzt.