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Wasserfallen Christian · Nationalrat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2009-04-28

Wortprotokoll

Frau Teuscher, ich danke Ihnen für diese Frage, denn ich hatte nur fünf Minuten Zeit, um meine Ausführungen zu machen.

Sehen Sie, beim Projekt bei Muri geht es beispielsweise um einen Stauraum von 77 Hektaren Land. Wenn sich diese 77 Hektaren einen Meter hoch mit Wasser füllen und man das Rekordhochwasser von 1999 mitberücksichtigt, dann ist dieser Bereich in zwei Minuten gefüllt. In Bern hätten wir aber eine andere gute Gelegenheit. Dort gibt es zwei grosse Seen, die flächenmässig rund hundertmal grösser sind. Bei dieser Fläche wird es etwa 3,5 Stunden dauern, bis sie einen Meter unter Wasser steht. Da kann man wenigstens Hochwasserschutzmassnahmen einleiten. Es ist also einfach Verhältnisblödsinn. Man kann dafür schon 100 Millionen Franken ausgeben, aber es bringt einfach nichts.

Jetzt sage ich Ihnen noch Folgendes: Diese Projekte dienten am Anfang ausschliesslich der Revitalisierung. Von Hochwasserschutz war anfangs nie die Rede, Frau Teuscher, das wissen Sie genauso gut wie ich. Als die Hochwasserproblematik einsetzte, legte man einfach noch das Deckmäntelchen des Hochwasserschutzes darüber. Der Kanton Bern führte Revitalisierungsmassnahmen durch, und nachher wollte man auch Hochwasserschutz machen. Man merkte dann aber, dass man das Geld schon ausgegeben hatte. Jetzt ist man in der Wintersession mit 189 Millionen Franken für den Hochwasserschutz ins Parlament gekommen. Das sind die Tatsachen.