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Brunner Toni · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2009-06-04

Wortprotokoll

Ich bin sehr wohl der Ansicht, dass wir mit dem Boden haushälterisch umgehen müssen. Herr Girod, ich kann Ihnen auch Recht geben: Ich bin auch ein Verfechter der Ansicht, dass wir möglichst viel Land - vor allem auch fruchtbares Land, Ackerland, Fruchtfolgeflächen - für die Landwirtschaft bereithalten und nicht verbauen sollten. Aber Sie wissen, dass es eben auch ein Anliegen ist, dass in den Gemeinden oder in Zentren Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden. Bei der Ansiedlung eines neuen Unternehmens, zum Beispiel aus dem Ausland, muss durchaus eine Interessenabwägung vorgenommen werden, ob das nicht auch für das Land, für das Gesamtwohl im Vordergrund steht.

Ich muss Ihnen sagen: Wären wir in Bezug auf die Bauten ausserhalb der Bauzone bei der Umnutzung etwas flexibler und würden wir dort - z. B. bei den Streusiedlungsgebieten - den gesunden Menschenverstand walten lassen, dann würden wir keinen Quadratmeter Land mehr verbauen, sondern würden sogar noch Arbeitsplätze schaffen! Deshalb sollten wir nicht immer von Ausnützungsziffern und so weiter sprechen, sondern zulassen, dass man bestehenden Wohnraum auch vollumfänglich nutzen kann, z. B. ehemaligen landwirtschaftlichen Wohnraum für landwirtschaftsfremdes Wohnen. Wir sollten auch Ökonomiegebäude besser für landwirtschaftliche Nebentätigkeiten umnutzen können, in grösserem Umfang, als das bisher möglich war.