RiE 724.150
Reglement über die Inanspruchnahme der Allmend
Vom 6. April 2004 (Stand 1. Januar 2018)
Der Gemeinderat Riehen
erlässt gestützt auf § 13 der Ordnung über die Inanspruchnahme der Allmend (Allmendordnung) vom 17. Dezember 20031 folgendes Reglement:
I. Benützung der Allmend
A. Allgemeine Bestimmungen
Art. 1 Gesuche
Gesuche um Bewilligung für die vorübergehende Benützung der Allmend müssen in der Regel schriftlich an die Gemeindeverwaltung gerichtet werden. Durch Beilagen, wie Situationspläne etc. soll der zu bewilligende Sachverhalt bei Bedarf verdeutlicht werden.
Unbefristete, mehrjährige Bewilligungen können jederzeit, jedoch spätestens bis 30. September auf das Ende eines Kalenderjahres entzogen werden. Die Jahresgebühr wird jährlich zum Voraus in Rechnung gestellt
Art. 2 Zuständigkeit
Die Bewilligung für die vorübergehende Benützung der Allmend wird von der zuständigen Stelle der Gemeindeverwaltung erteilt.
Art. 3 Strassensperrungen für Veranstaltungen
Für Veranstaltungen von lokaler Bedeutung können auf Quartierstrassen ohne öffentlichen Verkehr Strassensperrungen bewilligt werden.
Für Veranstaltungen von regionaler oder überregionaler Bedeutung können Strassensperrungen auch auf Hauptsammelstrassen und Strassen mit öffentlichem Verkehr bewilligt werden, soweit dies für die Anwohnerschaft zumutbar ist.
B. Gebühren
Art. 4 Grundgebühren
Die Grundgebühr zur Deckung des Verwaltungsaufwands beträgt: Fr. 20.–
Bei Benützungen der Allmend ohne Bewilligung beträgt die Grundgebühr für die nachträgliche Bewilligung Fr. 100.–.
Art. 5 Gebühren für die kommerzielle Benützung der Allmend
Für die kommerzielle Benützung werden zusätzlich zu der Grundgebühr folgende Gebühren erhoben:
Für Markt- und Verkaufsstände pro m² benutzte Standfläche:
a) Tagesgebühr Montag bis Freitag Fr. –.50
b) Tagesgebühr Samstag Fr. 1.–
c) Wochengebühr Fr. 2.–
d) Monatsgebühr:
1. ein Tag pro Woche Fr. 3.50
2. jeder weitere Tag pro Woche Fr –.50
e) Jahresgebühr:
1. ein Tag pro Woche Fr. 10.50
2. jeder weitere Tag pro Woche Fr. 1.50
Für Boulevard-Restaurants und Boulevard-Cafés:2
pro m² und Jahr Fr. 40.–
pro m² und Saison (15. Februar bis 15. November) Fr. 30.–
Für Trottoirauslagen von Verkaufsbetrieben:
pro m² und Jahr Fr. 150.–
Mindestgebühr pro Jahr Fr. 150.–
Für unbediente Zeitungsboxen und Warenautomaten jeder Art:
pro dm³ und Jahr Fr. 2.–
Mindestgebühr pro Jahr Fr. 200.–
Für Kulturplakate im Format A2, A3 und A4 pro Jahr und Plakat Fr. 32.–.
Für provisorische Verkaufscontainer während Umbauten pro m² und Tag Fr. –.80.
Für übrige kommerzielle Nutzung pro m² und Tag Fr. 1.50
Für Reklamen:
pro m² und Jahr für das maximale rechteckige Ausmass der Oberfläche Fr. 200.–
Mindestgebühr pro Jahr Fr. 200.–
Firmenanschriften und Eigenreklamen bis zu einer Oberfläche von 0,5 m² sind gebührenfrei, wenn sie nicht mehr als 3 cm über die Gebäudeteile vorstehen, an denen sie angebracht sind. Pro Nutzeinheit ist eine gebührenfreie Firmenanschrift oder Eigenreklame zulässig.
Pro mobilem und nicht mobilem Reklamereiter bis DIN A0 und Jahr Fr. 100.–. Pro Geschäft wird maximal ein mobiler und ein nicht mobiler Reklamereiter bewilligt.
Art. 6 Gebühren für die nicht kommerzielle Benützung der Allmend
Für die nicht kommerzielle Benützung werden zusätzlich zu der Grundgebühr folgende Gebühren erhoben:
Für Baustelleninstallationen (Baracken, Container, Gerüste und dergleichen):
a) pro m² und Woche Fr. 1.50
b) Mindestgebühr pro Bewilligung Fr. 15.–
b)bis Kabel- und Rohrüberführungen pro Laufmeter und Woche Fr. –.50
c) angefangene Wochen zählen bei der Berechnung der Gebühren als ganze;
d) bei Ausstellung der Bewilligung für eine maximale Belegung von 50% im bewilligten Nutzungszeitraum wird die Gebühr um 50% reduziert;
e) Installationen bis 10 m² und 10 Tage sind gebührenfrei. Die Allmendbenützung ist der Gemeindeverwaltung mindestens eine Woche im Voraus zu melden.
…
…
Für übrige Benützung pro m² und Tag Fr. –.50
…
II. Verleihung von Benützungsrechten und Aufgrabung der Allmend
Art. 7 Verleihung
Gesuche für Nutzungsbewilligungen für Bauten und Anlagen auf Allmend (Verleihung) müssen schriftlich bei der Gemeindeverwaltung eingereicht werden.
Der Gemeinderat trifft den Entscheid in Form einer Nutzungsbewilligung.
Art. 8 Aufgrabung
Vor Beginn der Aufgrabarbeiten ist bei der Gemeindeverwaltung ein schriftliches Gesuch einzureichen. Das Gesuch enthält Angaben über die Termine und die konkret auszuführenden Bauarbeiten.
Ist eine Aufgrabung dringend, kann die Bewilligung nachträglich eingeholt werden. Das entsprechende Gesuch mit Begründung der Dringlichkeit muss umgehend eingereicht werden.
Die Bewilligung kann mit Auflagen und Bedingungen versehen werden.
III. Schlussbestimmungen
Art. 9 Aufhebung bisheriger Erlasse
Das Gebührenreglement für die Beanspruchung der Allmend durch Schaukästen, Reklametafeln, Anschriften, Reklamebeleuchtungen und Warenautomaten vom 6. Januar 1988 wird aufgehoben.
Art. 10 Publikation
Dieses Reglement wird publiziert; es wird am 1. Mai 2004 wirksam.
KB 24.04.2004