Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet.

STK 2020 35

Präsidial

Rubrum

Kantonsgericht Schwyz

Verfügung vom 18. Juni 2020

Mitwirkend

Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin.

In Sachen

Staatsanwaltschaft Höfe Einsiedeln, Postfach 128, Bahnhofstrasse 4, 8832 Wollerau, Anklagebehörde und Berufungsführerin, vertreten durch Staatsanwältin A.________,

gegen

1. B.________, Beschuldigte und Berufungsgegnerin, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt C.________, 2. D.________, 3. E.________, 4. F.________, 5. G.________, 6. H.________, 7. I.______­__, 8. J.________, 9. K.________, Ziff. 2-9 Privatkläger und Berufungsgegner

betreffend

Diebstahl, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Landesverweis

(Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts vom 19. Dezember 2019, SGO 2019 26);-

hat der Kantonsgerichtspräsident,

Erwägungen

- dass das Strafgericht die Beschuldigte mit Urteil vom 19. Dezember 2019 des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB sowie des Versuchs hierzu, des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB sowie des Versuchs hierzu und der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig sprach, die Beschuldigte im Übrigen freisprach, sie mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu Fr. 30.00, unter Anrechnung von 86 Tagen Untersuchungshaft, bestrafte, den Vollzug der Geldstrafe nicht aufschob, die Beschuldigte im Sinne von Art. 66a StGB für die Dauer von 10 Jahren aus der Schweiz verwies, die Zivilforderungen, die Verwendung der sichergestellten Gegenstände und Gelder sowie die Verfahrenskosten regelte;

- dass die Staatsanwaltschaft mit Zustimmung der Oberstaatsanwaltschaft gegen das im Dispositiv eröffnete Urteil am 24./30. Dezember 2019 fristgerecht Berufung anmeldete (Art. 399 Abs. 1 StPO);

- dass das begründete Urteil am 18. Mai 2020 an die Parteien versandt wurde;

- dass die Staatsanwaltschaft mit Schreiben vom 28. Mai 2020 und Zustimmung der Oberstaatsanwaltschaft vom 29. Mai 2020 den Rückzug der angemeldeten Berufung mitteilt (KG-act. 3 und 3/1);

- dass somit infolge Rückzugs die Berufung praxisgemäss im Verfahren nach § 40 Abs. 2 JG präsidial abzuschreiben ist (Art. 386 StPO; STK 2012 22 vom 7. Mai 2012);

- dass die Gerichtskosten der zweiten Instanz bei diesem Ausgang zu Lasten des Staates gehen;-

Dispositiv

verfügt:

Die Berufung wird infolge Rückzugs als erledigt abgeschrieben.

Die zweitinstanzlichen Gerichtskosten von Fr. 300.00 gehen zu Lasten des Staates.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

Zufertigung an die Oberstaatsanwaltschaft (1/R), die Staatsanwaltschaft Höfe Einsiedeln (1/A), Rechtsanwalt C.________ (2/R, unter Beilage von KG-act. 3 und 3/1) und die Privatkläger (je 1/R, je unter Beilage von KG-act. 3 und 3/1) sowie an die Vorinstanz (1/ü) und nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/ES, unter Rückgabe der Akten; zum Vollzug und zur Erstattung der Meldungen) sowie an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtspräsident

Versand

18. Juni 2020 kau

Seither geänderte Bestimmungen

Dieser Entscheid legt Bestimmungen aus, deren Erlass seither erneut konsolidiert wurde. Ob der Artikel selbst geändert hat, ist nicht erfasst.

  • Cudesch penal svizzer, Art. 66a, Art. 139, Art. 144 und Art. 186 — gelesen in der Fassung vom 3. März 2020; der Erlass wurde am 1. Juli 2020, 1. Juli 2021, 1. Januar 2022, 1. Juni 2022, 22. November 2022, 1. Januar 2023, 23. Januar 2023, 1. Juli 2023, 1. August 2023, 1. September 2023, 6. Dezember 2023, 1. Januar 2024, 1. Juli 2024, 1. Januar 2025, 1. August 2025, 1. Januar 2026 und 12. Juni 2026 erneut konsolidiert.
  • Cudesch da procedura penala svizzer, Art. 386 und Art. 399 — gelesen in der Fassung vom 1. Februar 2020; der Erlass wurde am 1. März 2021, 1. Juli 2021, 1. Juli 2022, 1. Januar 2023, 23. Januar 2023, 1. Juli 2023, 1. August 2023, 1. Januar 2024, 1. Juli 2024 und 1. April 2025 erneut konsolidiert.
  • Lescha federala davart il Tribunal federal*, Art. 42 — gelesen in der Fassung vom 1. Januar 2019; der Erlass wurde am 1. Januar 2021, 1. Januar 2022, 1. Juli 2022, 1. Januar 2024, 1. Februar 2024, 1. Juli 2024, 1. Januar 2025, 1. April 2026 und 13. Mai 2026 erneut konsolidiert.