Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet.

AC100007

AC100007

Kassationsgericht des Kantons Zürich

Kass.-Nr. AC100007/U/mum

Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Herbert Heeb, Vi- zepräsident, Bernhard Gehrig, Andreas Donatsch und Paul Baumgartner sowie der juristische Sekretär Christof Tschurr

Zirkulationsbeschluss vom 24. März 2010

in Sachen

X.,

Rekurrentin und Beschwerdeführerin

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, Stauffacherstr. 55, Postfach, 8026 Zürich, Rekursgegnerin und Beschwerdegegnerin

betreffend Nichteintreten auf die Strafanzeige

Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 26. Januar 2010 (UK090229/U/bee)

Erwägungen

I.

1. Mit Beschluss vom 26. Januar 2010 wies die III. Strafkammer des Ober- gerichts des Kantons Zürich einen Rekurs der Beschwerdeführerin gegen eine Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 15. Juni 2009 ab. In der Rechtsmittelbelehrung wies das Obergericht (einzig) darauf hin, dass gegen diesen Entscheid bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen an das Bundes- gericht erhoben werden könne (KG act. 2). Mit Eingabe vom 7. März 2010 (Datum des Poststempels; die Eingabe ist mit 4. Februar 2010 datiert) reichte die Beschwerdeführerin beim Kassationsgericht eine Beschwerde gegen den ober- gerichtlichen Beschluss vom 26. Januar 2010 ein (KG act. 1). Sie erklärt, zufälli- gerweise habe sie von einem Bekannten ein Urteil des Kassationsgerichtes lesen können. Deshalb setze sie vollstes Vertrauen in die Hilfe des Kassationsgerichts (KG act. 1 S. 5 Ziff. 15).

2. Da sich sofort ergibt, dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann (vgl. die nachfolgende Erwägung), kann in Anwendung von § 433 Abs. 1 Satz 1 StPO (Strafprozessordnung des Kantons Zürich) davon abgesehen werden, der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin Gelegenheit zur Äusserung zur Beschwerde zu geben.

3. Die Nichtigkeitsbeschwerde an das Kassationsgericht ist in Strafsachen nur zulässig gegen Urteile und Erledigungsbeschlüsse des Geschworenen- gerichts und des Obergerichts als erster Instanz (§ 428 StPO). Beim angefochte- nen Beschluss handelt es sich um einen Rekursentscheid des Obergerichts als zweiter Instanz. Dagegen ist die Nichtigkeitsbeschwerde an das Kassations- gericht nicht zulässig. Richtigerweise erwähnte das Obergericht in der Rechts- mittelbelehrung denn auch die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde nicht. Auf die Beschwerde kann nicht eingetreten werden.

4. Ausgangsgemäss wird die Beschwerdeführerin im Kassationsverfahren kostenpflichtig (§ 396a StPO).

Dispositiv

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 200.--.

3. Die Kosten des Kassationsverfahrens werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gemäss Art. 78 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden.

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der juristische Sekretär:

Seither geänderte Bestimmungen

Dieser Entscheid legt Bestimmungen aus, deren Erlass seither erneut konsolidiert wurde. Ob der Artikel selbst geändert hat, ist nicht erfasst.

  • Cudesch da procedura penala svizzer, Art. 396a, Art. 428 und Art. 433 — gelesen in der Fassung vom 1. Januar 2010; der Erlass wurde am 1. Januar 2011, 1. Juli 2011, 1. Juli 2012, 1. Oktober 2012, 1. Februar 2013, 12. März 2013, 1. April 2013, 1. Mai 2013, 21. Januar 2014, 1. Juli 2014, 25. November 2014, 1. Januar 2015, 1. Januar 2016, 1. Juli 2016, 1. Oktober 2016, 1. Januar 2017, 1. September 2017, 1. Januar 2018, 1. März 2018, 1. Januar 2019, 1. März 2019, 1. Februar 2020, 1. März 2021, 1. Juli 2021, 1. Juli 2022, 1. Januar 2023, 23. Januar 2023, 1. Juli 2023, 1. August 2023, 1. Januar 2024, 1. Juli 2024 und 1. April 2025 erneut konsolidiert.
  • Lescha federala davart il Tribunal federal*, Art. 42, Art. 78 und Art. 90 — gelesen in der Fassung vom 1. Januar 2009; der Erlass wurde am 1. Januar 2011, 1. April 2011, 5. Dezember 2011, 1. Januar 2012, 1. April 2012, 1. Oktober 2012, 1. Januar 2013, 1. Februar 2013, 1. Juli 2013, 1. Januar 2014, 1. Juli 2014, 1. August 2014, 1. November 2015, 1. Januar 2016, 1. Januar 2017, 1. April 2017, 1. Juni 2017, 1. Januar 2018, 1. Januar 2019, 1. Januar 2021, 1. Januar 2022, 1. Juli 2022, 1. Januar 2024, 1. Februar 2024, 1. Juli 2024, 1. Januar 2025, 1. April 2026 und 13. Mai 2026 erneut konsolidiert.