Lexipedia
Pagina principalaNewsExplorarRegister
Cundiziuns d'utilisaziunProtecziun da datasAgid
S'annunziar

Fabrikensemble Neuthal, Bäretswil, Instandsetzung und Anpassung des Museumsareals, Rahmenkredit, Freigabe 2. Teilbetrag, Hochbauamt, Stellenplan

RRB Nr. 270/2026 · Regierungsrat des Kantons Zürich

Dals 11 mars 2026

https://lexipedia.io/rm/docs/ch-zh/regierungsrat/rrb-nr-270-2026/de/fabrikensemble-neuthal-baretswil-instandsetzung-und-anpassung-des-museumsareals-rahmenkredit-freigabe-2-teilbetrag-hochbauamt-stellenplan

Consultà ils 4 sett. 2026

  1. Documents
  2. Zurich
  3. Cussegl guvernativ dal chantun Turitg
Funtauna

Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet.

RRB Nr. 270/2026

Fabrikensemble Neuthal, Bäretswil, Instandsetzung und Anpassung des Museumsareals, Rahmenkredit, Freigabe 2. Teilbetrag, Hochbauamt, Stellenplan

Rubrum

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 11. März 2026

270. Fabrikensemble Neuthal, Bäretswil, Instandsetzung und Anpassungen des Museumsareals (Rahmenkredit, Freigabe

Erwägungen

2. Teilbetrag), Hochbauamt (Stellenplan)

A. Ausgangslage Mit Beschluss Nr. 911/2023 bewilligte der Regierungsrat für die Instandsetzung und Anpassungen des Fabrikensemble Neuthal, Bäretswil, einen Rahmenkredit von Fr. 27 100 000. Davon gehen Fr. 640 000 zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8910, Natur- und Heimatschutzfonds, und Fr. 26 460 000 zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8910, Natur- und Heimatschutzfonds. Der Rahmenkredit soll in zwei bis drei Teilbeträgen freigegeben werden. Der erste Teilbetrag von Fr. 11 000 000 zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8910, Natur- und Heimatschutzfonds, wurde mit RRB Nr. 911/2023 freigegeben. Mit dem vorliegenden Beschluss ist über die Freigabe der restlichen Mittel aus dem Rahmenkredit zu entscheiden.

B. Projekt Im Fabrikensemble Neuthal betreibt der Verein Neuthal Textil- und Industriekultur (NIK) das Museum mit Schaubetrieb. Das Fabrikensemble Neuthal soll zu einem bedeutenden historischen Museum der Schweiz entwickelt werden. Für die Entwicklung und Professionalisierung des Museums bewilligte der Kantonsrat dem Verein zur Erhaltung alter Handwerks- und Industrieanlagen Zürcher Oberland, dessen Mitglied der NIK ist, mit Beschluss vom 2. März 2020 einen Beitrag von Fr. 850 000 zulasten des Lotteriefonds (heute Gemeinnütziger Fonds, Vorlage 5561). Um das Ziel zu erreichen, sind auch bauliche Anpassungen erforderlich. Diese sind in vier Teilprojekte gegliedert (vgl. RRB Nr. 911/2023): Teilprojekt A – Vorgezogene Massnahmen Teilprojekt B – Wasserbau Teilprojekt C – Anpassungen Museum Teilprojekt D – Nebengebäude und Optionen

Die Teilprojekte A–C umfassen die unverzichtbaren Massnahmen, um die angestrebte Museumsentwicklung zu ermöglichen. Im Teilprojekt D sind Anpassungen enthalten, die bei der Verabschiedung des Rahmenkredits als Optionen definiert wurden. Weil das Museumskonzept zu diesem Zeitpunkt noch in Überarbeitung war, stand die Überprüfung ihrer Notwendigkeit, Verhältnismässigkeit und Machbarkeit noch aus.

C. Stand des Projekts Das Gesamtprojekt bewegt sich unverändert im Rahmen der in RRB Nr. 911/2023 festgehaltenen strategischen Zielsetzungen und – mit projektbedingten Anpassungen – des baulichen Entwicklungskonzepts. Die angestrebte Entwicklung und Professionalisierung des Museums durch die enge Zusammenarbeit der Museumsleiterin mit dem NIK verläuft erfolgreich. Die Besucherzahlen sind seit 2023 um rund 40% gestiegen und die erweiterten Angebote für Schulklassen und Individualbesucherinnen und -besucher wurden gut genutzt und dem Bedarf entsprechend weiterentwickelt. Mit professionellen Kuratorinnen und Kuratoren wurden das Museumsleitbild und das Vermittlungskonzept geschärft. Zurzeit wird die Konzeption für die zukünftigen Ausstellungen in den instand gesetzten Fabrikräumen bearbeitet und ihre Umsetzung wird phasengerecht mit dem Bauprojekt koordiniert. Seit der Bewilligung des Rahmenkredits am 12. Juli 2023 konnten die vorgezogenen Massnahmen des Teilprojekts A weitgehend abgeschlossen werden. Im Rahmen der Planung der weiteren Teilprojekte wurden die ursprünglich vorgesehenen Massnahmen analysiert, aufeinander abgestimmt und das Gesamtprojekt weiterentwickelt. Weiter konnten in umfassenden Interessenabwägungen der unterschiedlichen und teilweise gegensätzlichen Schutzziele die Grundlagen für die erfolgreiche Projektierung und Realisierung der baulichen Massnahmen geschaffen werden. Im ursprünglichen Zeitplan war der Abschluss des Gesamtprojekts per Ende 2026 vorgesehen. Aufgrund der grossen Komplexität und der besonderen Rahmenbedingungen des Projekts (laufende Museumsentwicklung, vielfältige, teilweise gegenläufige öffentliche und private Interessen, Zielkonflikte in unterschiedlichen, schwer zu vereinbarenden Schutzzielen usw.) konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich aus dem weiteren Projektverlauf neue Erkenntnisse ergeben können, die zu Anpassungen am Bauprojekt und zu Verschiebungen zwischen den einzelnen Teilprojekten führen (vgl. RRB Nr. 911/2023).

Die Suche nach tragfähigen und wirtschaftlichen Lösungen während der Projektentwicklung war aufwendiger und zeitintensiver als angenommen. Einzelne bauliche Massnahmen haben sich zudem als kostenintensiver herausgestellt. Allgemein ergeben sich Mehraufwendungen im Bereich der notwendigen baulichen Ertüchtigungen des Fabrikgebäudes (Brandschutz, Erdbebensicherheit und Technikzentrale), durch die Abstimmungen mit dem Museumsbetrieb sowie für umsetzbare Lösungen bei den Triebwasserwegen, die den vielfältigen Schutzinteressen Rechnung tragen. Die Projektdauer verlängert sich damit um rund zwei Jahre bis voraussichtlich Januar 2029. Die Projektstelle im Stellenplan des Hochbauamtes ist daher um 18 Monate bis 31. Januar 2029 zu verlängern. Die Einhaltung des mit RRB Nr. 911/2023 bewilligten Kostenrahmens bleibt – neben der Erreichung der betrieblichen Zielsetzungen – zentrales Ziel der Projektabwicklung. Dank des etablierten, laufenden Prozesses zur Projektoptimierung kann der Rahmenkredit nach heutigem Stand eingehalten werden: – Im Teilprojekt A – Vorgezogene Massnahmen wurden die Turbinenhalle und die Turbine instand gesetzt und revidiert. Die Maschinensäle im zweigeschossigen Annexbau des Fabrikgebäudes sind so weit vorbereitet, dass das Museum seine Ausstellung einrichten konnte. Diese Säle werden während des Umbaus des Fabrikgebäudes für die Besucherinnen und Besucher offen bleiben. Der Ersatz des Aufzugs konnte ressourcenschonend ins Teilprojekt C überführt werden. Trotz Projektoptimierungsmassnahmen (rund Fr. 80 000) ergaben sich aufgrund von Funden (Kaverne, historisch wertvolle Versinterungen) und neuen Projekterkenntnissen insgesamt Mehrkosten von rund Fr. 400 000. – Im Teilprojekt B – Wasserbau konnte die Planung so optimiert werden, dass der Hochwasserschutz mit kostengünstigeren Objektschutzmassnahmen realisiert werden kann. Dadurch kann eine Kostenreduktion von rund Fr. 630 000 erzielt werden. Bei den Triebwasserwegen für den Betrieb der Turbinen sowie den damit verbundenen ökologischen Ausgleichsmassnahmen hat sich nach detaillierten Abklärungen gezeigt, dass zusätzliche bauliche Anpassungen erforderlich sind. Für die Neukonzessionierung sowie die notwendigen Anpassungen an den Triebwasserwegen und den ökologischen Ausgleichsmassnahmen entstehen Mehrkosten von rund Fr. 1 150 000. – Im Teilprojekt C – Anpassungen Museum wurden einzelne, bisher

separat ausgewiesene Massnahmen im Teilprojekt C, Modul Fabrikgebäude, zusammengelegt und besser aufeinander abgestimmt. Ebenso soll der ursprünglich im Teilprojekt D vorgesehene Einbau der

Lernwerkstatt ins Baumwollmagazin im Teilprojekt C als eigenes Modul umgesetzt werden. Das Baugesuch für die Instandstellung des Fabrikgebäudes wurde im September 2025 eingereicht und umfasst statische und bauphysikalische Ertüchtigungen der Bausubstanz sowie die Erstellung eines neuen Treppenhauses und die Erneuerung der Gebäudetechnik. Für die Betriebsabstimmung, Unvorhergesehenes und zusätzliche Planungserkenntnisse betragen die Mehraufwendungen im Fabrikgebäude rund Fr. 4 500 000. Das Besucherzentrum wird wie vorgesehen im ehemaligen Werkstattgebäude eingerichtet. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Betriebsprovisorien während des Umbaus des Fabrikgebäudes. Die entsprechenden baulichen Massnahmen wurden daher vorgezogen und sind weitestgehend abgeschlossen. Aufwendig gestaltete sich die Suche nach den für den Museumsbetrieb erforderlichen Parkierungsmöglichkeiten für Besuchende und Mitarbeitende. Nach einer eingehenden Interessenabwägung konnte ein Privatgrundstück in Gehdistanz zum Museum gesichert werden. – Der Einbau der Lernwerkstatt mit Bibliothek im Baumwollmagazin wurde aus Teilprojekt D – Nebengebäude und Optionen in das Teilprojekt C überführt. In Abstimmung mit der Museumsbetreiberin konnte das Museumskonzept so angepasst werden, dass auf die Einrichtung des Maschinendepots im Kohlemagazin verzichtet werden kann, wodurch ein finanzieller Spielraum von rund Fr. 2 100 000 erzielt werden konnte.

D. Aktualisierte Kostenplanung und Freigabe des 2. Teilbetrags Die Projektanpassungen, Einsparungen und Mehraufwendungen ergeben eine gegenüber 2023 entsprechend angepasste Kostenplanung. Die nachfolgende Tabelle weist die ursprüngliche Kostenprognose gemäss RRB Nr. 911/2023, die seither erfolgten Änderungen und Teuerungsanpassungen sowie das Kostenziel bei Projektabschluss 2029 aus. Gliederung Rahmenkredit RRB Nr. 911/2023 RRB Nr. 911/2023 Kostenziel (in Franken, einschliesslich MWSt) geändert indexiert Abschluss 2029 (2024) Teilprojekt A – Vorgezogene Massnahmen 2 000 000 1 803 360 2 400 000 Instandsetzung Turbinenhalle 530 000 562 224 900 000 Instandsetzung und Einbau Turbine 640 000 678 912 700 000 Ersatz Aufzug 300 000 in TPC überführt Vorbereitung Maschinensäle, 320 000 339 456 500 000 einschliesslich Pläne Instandsetzung Nebengebäude 210 000 222 768 300 000 Teilprojekt B – Wasserbau 1 900 000 2 015 520 1 800 000 Triebwasserwege (TWW) 550 000 689 520 1 700 000 Hochwasserschutz 1 250 000 1 326 000 100 000 Ökologische Ausgleichsmassnahmen 100 000 in TWW überführt

Gliederung Rahmenkredit RRB Nr. 911/2023 RRB Nr. 911/2023 Kostenziel (in Franken, einschliesslich MWSt) geändert indexiert Abschluss 2029 (2024) Teilprojekt C – Anpassungen Museum (TPC) 13 860 000 15 020 928 20 500 000 Besucherzentrum 1 530 000 1 623 024 1 900 000 Fabrikgebäude (FAB) 9 200 000 13 069 056 17 600 000 Besucherparkplätze 310 000 328 848 400 000 Betriebsparkplätze 120 000 in FAB überführt Energieversorgung / Erschliessung Medien 400 000 in FAB überführt Auslagerung Heizung in Kohlemagazin 600 000 in FAB überführt Aussenraum 1 450 000 in FAB überführt Budget für Spezialistinnen 150 000 in FAB überführt Kunst und Bau 100 000 in FAB überführt Lernwerkstatt in Baumwollmagazin noch in TPD noch in TPD 600 000 Teilprojekt D – Nebengebäude 3 400 000 3 606 720 zurückgestellt und Optionen (TPD) Maschinendepot 1 990 000 2 110 992 Lernwerkstatt in Baumwollmagazin 560 000 594 048 in TPC überführt Photovoltaikanlage (vorerst zurückgestellt) 850 000 901 680 Baukosten (ohne Reserve) 21 160 000 22 446 528 24 700 000 Reserve Unvorhergesehenes 5 300 000 5 622 240 3 120 000 Projektstelle Erfolgsrechnung 640 000 640 000 880 000 Total Rahmenkredit 27 100 000 28 708 768 28 700 000

Die Genauigkeit der Kostenprognose beträgt ±10%. Der Leistungsstand per 31. Dezember 2025 beträgt Fr. 3 719 830. Dank Projektoptimierungen, des Verzichts auf die Anpassungen des Kohlemagazins sowie der Zurückstellung der Photovoltaikanlage beträgt die Reserve für Unvorhergesehenes Fr. 3 120 000. Damit besteht eine ausreichende Projektsicherheit für die Umsetzung der geplanten baulichen Massnahmen. Die dargestellte Kostenplanung liegt innerhalb des bewilligten Kredits. Die Museumsentwicklung ist gewährleistet und das Bauprojekt des Hauptbaus festgelegt. Dies entspricht dem Projektstand eines Objektkreditantrags. Gestützt darauf ist der ganze verbleibende Betrag des Rahmenkredits von Fr. 16 100 000 in einem Schritt freizugeben. Ein Teilbetrag von Fr. 14 680 000 ist im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2026–2029 der Leistungsgruppe Nr. 8910, Natur- und Heimatschutzfonds, enthalten. Infolge der verlängerten Projektdauer und der Anpassungen im Projekt ist im KEF 2027–2030 ein zusätzlicher Betrag von Fr. 8 700 000 vorzusehen.

Dispositiv

Auf Antrag der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Der verbleibende Teilbetrag von Fr. 16 100 000 des mit RRB Nr. 911/ 2023 bewilligten Rahmenkredits für die Instandsetzung und Anpassung des Fabrikensembles Neuthal, Bäretswil, wird freigegeben. Davon gehen Fr. 880 000 zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8910, Natur- und Heimatschutzfonds, und Fr. 15 220 000 zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8910, Natur- und Heimatschutzfonds.

II. Im Stellenplan des Hochbauamtes wird die mit RRB Nr. 911/2023 geschaffene, vom 1. August 2023 bis 31. Juli 2027 befristete Stelle in der Richtposition Architekt/in, Klasse 19 VVO, bis 31. Januar 2029 verlängert.

III. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Bildungsdirektion und die Baudirektion.

Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:

Kathrin Arioli