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24. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 8. Mürz 1946 i. S. Duetseh gegen Egloff und Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau.
Art. 303 StGB ; faische. Anschuldigung.
1. Unter Vorbehalt der Wiederaufnahme des Verfahrens wird die Nichtschuld des Beschuldigten durch ein freiaprechendes Urteil oder durch einen gegen ihn ergangenen Aufhebungsbeschluss auch für das Verfahren gegen den, der die falsche Anschuldigung erhoben hat, verbindlich festgestellt (Erw. 1).
2. Falsche Anschuldigung, begangen durch Einreichung einer Strafanzeige, die objektiv zum grössten Teil wahre Tatsgachen berichtet, aber wider besseres Wissen Auslassungen, Beifügungen, falsche Verdächtigungen und die Behauptung der zum angezeigten Verbrechen oder Vergehen gehörenden subjektiven Voraussetzungen enthält (Erw. 2).
Art. 303 CP, Déronciation calomniecuse.
1. Le juge appelé à statuer sur le crime de dénonciation calomnieuse est lié, en ce qui concerne l'innocence de la personne dénoncée et sous réserve d’une reprise de la procédure contre celle-ci, par le jugement d’acquittement dont elle a fait l’objet ou par le prononcé de non-lieu dont elle a bénéficié (consid. 1).
2. Dénonciation calomnieuse, consistant dans le dépôt d’uns plainte pénale, qui relate des faits vrais pour la pius grande partie, mais qui à dessein en tait d’autres, ajoute à ce qui est, émet de faux soupçcons et affirme de mauvaise foi l’existencoe des conditions subjectives requises pour les crimes et délits dénoncés (consid. 2).
Art. 303 CP. Denuncia mendace.
L. Tl giudice chiamato a pronunciarsi sul reato di denuncia mendace è vincolato, per quanto concerne l’innocenza della persona denunciata e con riserva di una ripresa della procedura contro di lei, dalla sentenza di assoluzione prolata nei suoi confronti 0 dal decreto di abbandono, di cui ha beneficiato (consid. 1).
2. Denuncia mendace consistente nello sporgere una querela penale che riferisce fatti per lo più veri, ma che tace altri fatti;
lunge a quanto è, emette falsi sospetti e affflffrma in mala fede Pesistenza delle condizioni soggettive richieste per i crimini o delitti denunciati (consid. 2).
Erwägungen
1. Der Beschwerdeführer ist in Anwendung . von Art. 303 Ziff. 1 Abs. I StGB verurteilt worden. Nach dieser Bestimmung macht sich strafbar, «wer einen Nichtschuldigen wider besseres Wissen bei der Behörde eines Verbrechens oder eines Vergehens beschuldigt, in der Abasicht, eine Strafverfolgung gegen ibn herbeizuführen ». Dass Notar Egloff der Verbrechen und Vergehen, welche ihm die Strafklage des Beschwerdeführers vorgeworfen hat, nicht schuldig ist, ergibt sich für den Riehter, der über die Anwendung des Árt. 303 zu urteilen hat, verbindlich aus dem Aufhebungsbeschluss der thurgauischén Anklagekammer vom 24. März 1944. Dieser Beschluss hat das Strafverfahren — unter Vorbehalt der Wiederaufnahme wegen neuer Tatsachen oder Beweismittel — gleich einem - gerichtlichen Urteil endgültig erledigt. Damit verträgt es sich nicht, die Schuldfrage im Verfahren wegen falscher Anschuldigung erneut zu erörtern ; das ginge gegen das Wesen des Urteils, das feststellt, was Recht ist. Die praktischen Folgen zweier sich widersprechender Entscheide, von denen der eine die Schuld verneinen, der andere síe auf Grund der gleichen Tatsachen und Beweismittel bejahen würde, wären unhaltbar, namentlich dann, wenn ein Verurteilter mit einer Gegenanzeige wegen falscher Ânschuldigung ohne Anrufung neuer Tatsachen oder Beweis-