Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet. Keiner der 9 zitierenden Entscheide wurde ausgewertet.

9C_795/2007

9C_795/2007

Rubrum

{T 0/2}

Urteil vom 21. Dezember 2007

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter U. Meyer, Präsident,

Bundesrichter Lustenberger, Seiler,

Gerichtsschreiber Maillard.

Parteien

B.________,Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Claude Wyssmann, Hauptstrasse 36, 4702 Oensingen,

gegen

IV-Stelle des Kantons Solothurn, Allmendweg 6, 4528 Zuchwil, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 13. September 2007.

Nach Einsicht

in die Beschwerde vom 9. November 2007 gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 13. September 2007 sowie die darin gestellten Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege und Erteilung der aufschiebenden Wirkung,

Erwägungen

dass gegen den selbstständig eröffneten Zwischenentscheid die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) zulässig ist, soweit darin ein formeller Ausstandsgrund gegen den von der Beschwerdegegnerin in Aussicht genommenen Gutachter geltend gemacht wird (Art. 92 BGG; BGE 132 V 93 E. 6.5 S. 108),

dass kein Ausstandsgrund nach Art. 10 Abs. 1 lit. a-c VwVG und Art. 36 Abs. 1 ATSG (erste Tatbestandsvariante [persönliches Interesse]), sondern einzig eine Befangenheit des in Aussicht genommenen Gutachters wegen dessen Aussagen im früheren Gutachten vom 12. Juli 2006 geltend gemacht wird,

dass ein Gutachter nicht bereits deswegen befangen ist, weil er sich schon einmal mit einer Person befasst hat, auch wenn er dabei zu (für diese Partei) ungünstigen Schlussfolgerungen gelangt ist (AHI 1997 S. 135 E. 1b/bb; Urteil I 29/04 vom 17. August 2004, E. 2.2),

dass vorliegend der Experte in seinem ersten Gutachten vom 12. Juli 2006 im Wesentlichen ausgeführt hat, er könne wegen des Verhaltens des Exploranden eine detaillierte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht durchführen,

dass weder diese Schlussfolgerung noch die zu ihrer Begründung gemachten Aussagen geeignet sind, den Gutachter objektiv als voreingenommen erscheinen zu lassen,

dass die Rüge, die Vorinstanz habe keine öffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK durchgeführt, unbegründet ist, weil prozessleitende Zwischenverfügungen keine zivil- oder strafrechtlichen Verhältnisse im Sinne dieser Bestimmung betreffen (RKUV 2004 Nr. U 521, E. 3), was namentlich auch für Entscheide über Ausstandsbegehren gilt (Urteile 1P.428/2001 vom 14. Dezember 2001, E. 2,1P. 327/1996 vom 25. September 1996, E. 1b),

dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet und im vereinfachten Verfahren ohne Schriftenwechsel abzuweisen ist (Art.109 Abs. 2 lit. a BGG),

dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG),

dass die Kosten dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),

dass mit dem Entscheid in der Sache das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos wird,

Dispositiv

erkennt das Bundesgericht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.

Die Gerichtskosten von Fr. 200.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Solothurn und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 21. Dezember 2007

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer i.V. Fessler

Seither geänderte Bestimmungen

Dieser Entscheid legt Bestimmungen aus, deren Erlass seither erneut konsolidiert wurde. Ob der Artikel selbst geändert hat, ist nicht erfasst.

  • Lescha federala davart il Tribunal federal*, Art. 64, Art. 66, Art. 82, Art. 92 und Art. 109 — gelesen in der Fassung vom 1. April 2007; der Erlass wurde am 1. August 2008, 1. Januar 2009, 1. Januar 2011, 1. April 2011, 5. Dezember 2011, 1. Januar 2012, 1. April 2012, 1. Oktober 2012, 1. Januar 2013, 1. Februar 2013, 1. Juli 2013, 1. Januar 2014, 1. Juli 2014, 1. August 2014, 1. November 2015, 1. Januar 2016, 1. Januar 2017, 1. April 2017, 1. Juni 2017, 1. Januar 2018, 1. Januar 2019, 1. Januar 2021, 1. Januar 2022, 1. Juli 2022, 1. Januar 2024, 1. Februar 2024, 1. Juli 2024, 1. Januar 2025, 1. April 2026 und 13. Mai 2026 erneut konsolidiert.
  • Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, Art. 10 und Art. 36 — gelesen in der Fassung vom 1. Januar 2007; der Erlass wurde am 1. Januar 2008, 1. August 2008, 1. Januar 2011, 1. Januar 2012, 1. Oktober 2019, 1. Januar 2021, 18. Juni 2021, 10. November 2021, 1. Januar 2022 und 1. Januar 2024 erneut konsolidiert.
  • Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, Art. 6 — gelesen in der Fassung vom 14. Juni 2006; der Erlass wurde am 1. Juni 2009, 1. Juni 2010, 23. Februar 2012, 1. August 2021, 1. Februar 2022 und 16. September 2022 erneut konsolidiert.

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