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Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Sozialversicherungen BSV Geschäftsfeld Alters- und Hinterlassenenvorsorge

29. April 2009

Mitteilungen an die AHV-Ausgleichskassen und EL-Durchführungsstellen Nr. 243 Information zum Projekt elektronischer Datenaustausch DA

Die Arbeiten im Projekt Datenaustausch des Vereins eAHV/IV in Zusammenarbeit mit dem BSV ge- hen planmässig voran. Das Projekt hat zum Ziel, die Meldungen zwischen den Durchführungsstellen sowie Dritten automatisiert über die sedex-Plattform auszutauschen.

Das beiliegende Dokument informiert Sie über den Stand der entsprechenden Arbeiten und mögliche Auswirkungen auf Ihre Kasse oder IV-Stelle.

Effingerstrasse 20, CH-3003 Bern Tel. +41 31 322 90 37, Fax +41 31 324 15 88 www.bsv.admin.ch

Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Sozialversicherungen BSV Geschäftsfeld Alters- und Hinterlassenenvorsorge

Projekt Datenaustausch - Information vom 28. April 2009

Elektronischer Datenaustausch (DA) zwischen Durchführungsstellen sowie Dritten

Sehr geehrte Damen und Herren

Die Arbeiten im Projekt Datenaustausch des Vereins eAHV/IV in Zusammenarbeit mit dem BSV ge- hen planmässig voran. Das Projekt hat zum Ziel, die Meldungen zwischen den Durchführungsstellen sowie Dritten automatisiert über die sedex-Plattform auszutauschen. Die Konzeptphase für den Aus- bau der sedex-Plattform und die Spezifikation der technischen Hilfsmittel für den elektronischen Da- tenaustausch ist seit Dezember 2008 abgeschlossen. Die Anbindung an die sedex-Plattform erfolgt über die sedex-Schnittstelle, welche aus dem standardi- sierten sedex-Adapter und dem sedex Meldungs-Client (sM-Client) besteht. Der sedex-Adapter wird vom BFS, der sM-Client vom BSV zur Verfügung gestellt. Durch diesen Aufbau der sedex-Schnittstelle wird die auf Stufe Informatiklösung integrierte genauso wie die nicht integrierte Teilnahme unterstützt: Teilnehmer mit integrierter Informatiklösung

Bestehende sedex Informatiklösung Schnittstelle

DAP Internet sedex

Teilnehmer ohne integrierte Informatiklösung

Bestehende Informatiklösung

sedex Schnittstelle

Eine integrierte Informatiklösung ermöglicht den automatisierten Meldungsversand und Meldungsemp- fang. Die bestehende Informatiklösung muss hierfür jedoch entsprechend erweitert werden. Für die Teilnahme ohne integrierte Informatiklösung stellt der sM-Client ein Postfach mit Formularservice zur manuellen Meldungsbewirtschaftung zur Verfügung. Hier können Meldungen wie in Outlook empfan- gen, ausgedruckt oder auch strukturiert erstellt werden. Grundsätzlich sind auch Mischformen denk- bar, so dass beispielsweise Teilnehmer mit einer integrierten Informatiklösung neue – noch nicht um- gesetzte – Meldungsarten bis zur Integration über das Postfach verarbeiten. Die Integration erfolgt damit grundsätzlich auf Stufe Meldungsart. Die Konzeption der Lösung ist in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Steuerkonferenz (SSK, Vereinigung der schweizerischen Steuerbehörden) erfolgt, welche parallel zum Projekt Datenaus- tausch ein ebenfalls auf der sedex-Plattform basierendes Meldewesen für den elektronischen Daten- austausch im Steuerwesen aufbaut. Die Bereitstellung der sedex-Plattform für den Datenaustausch im Bereich Durchführungsstellen sowie die anteilige Finanzierung des sM-Clients wird vom BSV als Vertreterin der AHV/IV übernommen. Die gemeinsam mit der Schweizerischen Steuerkonferenz (SSK) durchgeführte Beschaffung des sM- Clients konnte Ende Januar mit der Vergabe an die Firma Cambridge Technology Partners AG abge-

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schlossen werden. Ebenfalls wurde die Phase Detailkonzept des sM-Clients per Ende März 2009 erfolgreich abgeschlossen.

Gemeinsam mit dem BSV wurde entschieden, dass ab April 2010 alle Durchführungsstellen zum Empfang von Meldungen bereit sein sollen. Dies bedeutet, dass alle Durchführungsstellen bis April 2010 den sedex-Adapter und den sM-Client in Betrieb nehmen müssen, damit zumindest der Mel- dungsempfang über das Postfach sichergestellt werden kann. Optimalerweise geht die Integration in die Informatiklösung jedoch weiter, so dass ein Grossteil der Meldungen bereits automatisiert emp- fangen und abgelegt werden kann. Nur so können die potentiellen Effizienzgewinne realisiert werden. Ein Termin für die Verpflichtung zum Meldungsversand ausgewählter Meldungsarten ist bisher nicht festgelegt. Hinsichtlich der auszutauschenden Meldungen wurde beschlossen, die Meldungsprozesse „Beschluss an AK“ zwischen den IV-Stellen und den AHV-Ausgleichskassen, die „Mutationsmeldung“ zwischen den AHV-Ausgleichskassen sowie die „Steuermeldungen AHV“ zwischen den AHV-Ausgleichkassen und den Steuerverwaltungen zu priorisieren und mit ausgewählten Durchführungsstellen sowie Steu- erverwaltungen zu pilotieren. Der erste produktive Meldungsaustausch soll im vierten Quartal 2009 stattfinden.

Sämtliche Pools des Vereins eAHV/IV sind am Projekt DA beteiligt und nehmen an regelmässigen Projektteam-Sitzungen der Teilprojekte teil. Sie dienen daher ebenfalls als Anlaufstelle der Durchfüh- rungsstellen bei Fragen zum Projekt. Die Beantragung der sedex-Anschlüsse beim BSV wird ebenfalls von den Pools übernommen. Wir bitten Sie, allfällige Fragen oder Rückmeldungen direkt an die ent- sprechenden Vertreter Ihres Pools oder Ihrer Durchführungsstellen zu richten. Weitere Details finden Sie unter dem folgenden Link von e-AHV/IV: http://www.eahv-iv.ch/index.php?id=10

Die Ausführungen zeigen, dass es nun konkret wird mit der Realisierung des elektronischen Daten- austauschs im Umfeld der Durchführungsstellen. Wir danken Ihnen für die Unterstützung des Projekts und die termingerechten Abklärungen mit Ihrem Pool hinsichtlich der Integration.

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Anhang 1 Funktionalitäten des sedex Meldungs-Client (sM-Client) Der sM-Client stellt die benötigten Funktionalitäten für die aus Sicht Informatiklösung integrierte und nicht-integrierte Teilnahme zur Verfügung und ist wie folgt aufgebaut:

Der sM-Client enthält folgende Komponenten aus funktionaler Sicht: MessageHandler Der MessageHandler verwaltet den Empfang und den Versand der Mel- dungen einschliesslich dem Versand und der Verarbeitung von Quittun- gen und ermöglicht somit die Abstraktion des eigentlichen Prozesses für den Meldungsaustausch. Dazu gehört beispielsweise auch die struktu- relle Prüfung von eingehenden und ausgehenden Meldungen. Triage Das Triage-Tool unterstützt diejenigen Teilnehmer, welche noch keine eigene Workflow-Lösung im Einsatz haben, aber bereits Meldungen automatisch zuordnen und verarbeiten möchten. Das Triage-Tool legt die Meldungen sortiert nach Meldungstyp wie beispielsweise „Beschluss an AK“ in frei konfigurierbare Verzeichnisse ab, aus welchen sie von der Fachanwendung übernommen werden können. Postfach Das Postfach wird als Web-Anwendung für die Anzeige der Meldungen und für die manuelle Verarbeitung verwendet. Die Meldungen können insbesondere sortiert, ausgedruckt und als PDF-Datei exportiert werden. Auch die Ablage von Meldungen über einen Archiv-Drucker ist möglich. Das Postfach kann von mehreren Mitarbeitern gleichzeitig bewirtschaftet werden. Formularservice Der Formularservice dient der manuellen Erstellung von Meldungen, die nicht mittels einer Fachanwendung generiert werden. Für jeden Mel- dungstyp steht eine Eingabemaske zur Verfügung. Der Formularservice eignet sich besonders für Meldungen mit kleinem Mengengerüst. Service-Funktionen Die Service-Funktionen umfassen die Administrationsmöglichkeiten so- wie die Ablage, welche die notwendigen Dokumente wie beispielsweise das sedex Teilnehmer- und Meldungsverzeichnis und die XML-Vorlagen der Meldungen zur Verfügung stellt. Testbed Das Testbed dient als Simulator für den elektronischen Datenaustausch und unterstützt die Hersteller von Fachanwendungen im Testverfahren.

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Anhang 2 Anforderungen für die Anbindung an die sedex Plattform Die Anbindung an die sedex Plattform muss von den Durchführungsstellen zusammen mit ihrem Pool definiert werden. Die bestehende Infrastruktur (z.B. Rechenzentrum) legt die entsprechenden Rah- menbedingungen fest. sedex Adapter Der sedex Adapter ist Voraussetzung, dass Meldungen über die sedex Platt- form ausgetauscht werden können. Bei den verschiedenen Stellen bestehen unterschiedliche sedex Strategien, welche allenfalls zu berücksichtigen sind. Folgende grundlegenden Szenarien sind möglich: a. Eigener sedex Adapter pro Durchführungsstelle (Durchführungsstelle als physischer Teilnehmer) b. Zentraler sedex Adapter für mehrere Durchführungsstellen in einem Re- chenzentrum (Durchführungsstelle als logischer Teilnehmer) c. Nutzung eines bestehenden sedex Adapters (Durchführungsstelle als logi- scher oder als physischer Teilnehmer) sedex Die sedex Anmeldung erfolgt über das BSV, welches die Plattform zur Verfü- Anmeldung gung stellt (provisorischer Ablauf):

1. Der Antragsteller schickt ein Mail mit den folgenden Angaben an

Hansheiri.Haefliger@bsv.admin.ch: Name und vollständige Anschrift der Organisation (inkl. Tel.- Nummer), Name, Anschrift, Email-Adresse und Telefonnummer der verantwortlichen Kontaktperson innerhalb der Organisation (Durchfüh- rungsstelle, Pool, Lieferant), Poolzugehörigkeit, Angabe, ob es sich um einen physischen oder logischen Teilnehmer handelt (wenn unbe- kannt, offen lassen).

2. Prüfung des Antrags durch die KBI BSV: Verifizierung der Angaben

des Antragstellers, Prüfung der Berechtigung, Abklärungen techni- scher Natur, usw.

3. Meldung des neuen Teilnehmers an das Sedex-

Infrastrukturmanagement im Bundesamt für Statistik (BFS) durch die KBI des BSV.

4. Aufnahme des neuen Teilnehmers in die Sedex-Infrastruktur und Er-

zeugung von Sedex-Teilnehmerkonto und Zugangsmitteln (digitale Zertifikate und Schlüssel).

5. Aushändigung der Zugangsmittel durch das BFS auf dem Postweg.

6. Download der benötigten Programme und Adapter durch den An-

tragsteller, respektive eines von ihm benannten Vertreters (z.B. Pool)

7. Installation der Software-Adapter, Schlüssel und Zertifikate.

bfs.admin.ch Antragsteller KBI BSV BFS (Sedex)

1. Aufnahmeantrag

2. Antragsprüfung

3. Teilnehmer melden

4. neuen Teilnehmer

aufnehmen

6. Download 5. Digitale Schlüssel und Zertifikate

Adapter SW

7. Installation

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sM-Client Der Betrieb des sM-Clients setzt für den Meldungsempfang den Zugriff auf die Eingangs- und Ausgangsverzeichnisse des sedex Adapters voraus. Um die Meldungen aus dem Postfach auszudrucken oder als PDF-Datei zu exportie- ren, ist der Zugriff des sM-Client auf die lokale technische Infrastruktur zu gewährleisten. Dieser Zugriff wird dadurch vereinfacht, dass das Postfach als Web-Anwendung zur Verfügung gestellt wird. Die Installation und Konfigurati- on des sM-Client wird von den Pools zusammen mit den Durchführungsstellen gemacht. Anleitungen und Dokumentationen werden zur Verfügung gestellt.

Betriebliche Jede Durchführungsstelle hat die betrieblichen Prozesse im Hinblick auf den Prozesse Empfang von Meldungen sei es in die Informatiklösung integriert oder aus dem Postfach des sM-Client zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Fra- gen hinsichtlich Archivierung von versandten Meldungen, automatisierte Abla- ge oder Verarbeitung von Meldungen, Signalisation des Meldungseingangs etc. müssen zusammen mit den Pools geklärt werden.

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