Musik zu Tanz und Unterhaltung im GastgewerbePDF1.51 MB27. Oktober 1998
EIDG. SCHIEDSKOMMISSION FÜR DIE VERWERTUNG VON URHEBERRECHTEN UND VERWANDTEN SCHUTZRECHTEN COMMISSION ARBITRALE FEDERALE POUR LA GESTION DE DROITS D'AUTEUR ET DE DROITS VOISINS
COMMISSIONE ARBITRALE FEDERALE PER LA GESTIONE DEI DIRITTI D'AUTORE E DEI DIRITTI AFFINI
CUMISSIUN DA CUMPROMISS FEDERALA PER LA GESTIUN DA DRETGS D'AUTUR E DA DRETGS PARENTADS
Beschluss vom 27. Oktober 1998 betreffend den Gemeinsamen Tarif H (GT H)
(Musik zu Tanz und Unterhaltung im Gastgewerbe)
Besetzung:
Präsidentin:
. Verena Bräm-Burckhardt, Kilchberg
Neutrale Beisitzer: . Carlo Govoni, Bern
. Daniele Wüthrich-Meyer, Ipsach
Vertreter der Urheber und der Rechtsinhaber verwandter Schutzrechte:
. Francois Vouilloz, Sion
Vertreter der Werknutzer:
. Bernard Cloötta, Zürich
Sekretär:
. Andreas Stebler, Bern
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Beschluss vom 27. Oktober 1998 betreffend GT H
I.
In tatsächlicher Hinsicht hat sich ergeben:
Die Gültigkeitsdauer des mit Beschluss vom 6. Dezember 1996 genehmigten Gemeinsa- men Tarifs H (GT H; Musik zu Tanz und Unterhaltung im Gastgewerbe) läuft am 31. De- zember 1998 ab. Mit Eingabe vom 30. Juni 1998 haben die am GT H beteiligten Verwer- tungsgesellschaften SUISA und SWISSPERFORM der Schiedskommission Antrag auf
Genehmigung eines neuen GT H in der Fassung vom 17. Juni 1998 gestellt.
Die Einnahmen aus dem GT H betrugen im Jahre 1997 gemäss den Angaben der beiden Verwertungsgesellschaften Fr. 4'396'000.40 für die Nutzung von Urheberrechten und Fr. 561'704.25 für verwandte Schutzrechte. Die Antragstellerinnen geben an, dass die Anwen-
dung dieses Tarifs mit keinen nennenswerten Schwierigkeiten verbunden gewesen sei.
Der neu vorgelegte Gemeinsame Tarif H richtet sich an die Inhaber und Pächter von Gast- gewerbebetrieben und bezieht sich auf das Aufführen von Musik sowie von Ton- und Ton- bildträgern zu Tanz- und Unterhaltungsanlässen (Ziff. 1 und 2 des Tarifs). Die Nutzer rechnen die geschuldeten Entschädigungen mit der SUISA ab (Ziff. 30ff. des Tarifs). Diese ist somit die gemeinsame Zahlstelle der beiden am Tarif beteiligten Verwertungsgesell-
schaften SUISA und SWISSPERFORM.
Die Antragstellerinnen führen aus, dass für Musikverwendungen zu Tanz und Unterhaltung im Gastgewerbe weiterhin ein separater Tarif zu Anwendung gelangen soll. Sie geben aber auch an, dass die Verhandlungen zum GT H im Zeichen der Neustrukturierung der Vergü- tungsansätze in den Aufführungsrechtstarifen K, Hb und H standen. In Abgrenzung zum GT K gehen sie davon aus, dass ein Gastgewerbebetrieb die Aufführungsrechte an Musik nach dem GT H erwerben kann, sofern die von ihm durchgeführten Konzerteinlagen oder
konzertähnlichen Einlagen weniger als eine Stunde dauern (Ziff. 5 des Tarifs).
In ihrem Antrag haben die beiden Verwertungsgesellschaften über die mit den folgenden
Nutzerorganisationen geführten Tarifverhandlungen Bericht erstattet:
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Dachverband der Urheber- und Nachbarrechtsnutzer (DUN), Bern
GASTROSUISSE, Zürich
- Schweizer Hotelier-Verein (SHV), Bern
- Schweizer Kursaalverband, Bern
- Verband Schweiz. Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Diskotheken (ASCO), Zürich
Aus den Akten (Schreiben vom 26. Mai 1998; Gesuchsbeilage 7) geht im übrigen hervor, dass der Schweizer Cafetier-Verband, angesichts des Umstandes, dass nur eine geringe Anzahl seiner Mitglieder von diesem Tarif betroffen ist, auf eine Mitwirkung an den Ver-
handlungen verzichtet hat.
Weiter ist dem Bericht über die Verhandlungen zu entnehmen, dass der zunächst beabsich- tigte neue GT H, der - unter Einbezug der von Gastgewerbebetrieben veranstalteten Kon- zerten - einen generellen Systemwechsel zu einem Prozenttarif bringen sollte, noch nicht abschliessend bereinigt werden konnte. Als Übergangslösung schlagen die Verwertungsge- sellschaften daher zwei Änderungen im gegenwärtig gültigen Tarif vor. So sollen ab 1999 die Entschädigungen bei Live-Musik im Gastgewerbe in jedem Fall auf Grund eines Pro- zentsatzes der Gage der Musiker berechnet werden, falls diese Gage für einen einzelnen Musiker mehr als 1'000 Franken beziehungsweise für eine Gruppe mehr als 5'000 Franken beträgt (Ziff. 13 des Tarifs i.V.m. den Ziff. 8-10). Mit dieser Anpassung soll das bisherige Kriterium der Musiker ‘mit internationalem Ruf‘ durch eine Gagengrenze ersetzt werden, da diese relativ einfach festzustellen sei. Da Konzerte und konzertähnliche Darbietungen von über einer Stunde weiterhin gemäss GT K abgerechnet werden (vgl. Ziff. 5 Abs. 1 des GT H) schliessen die Verwertungsgesellschaften eine Wettbewerbsverzerrung zu anderen Konzertveranstaltern aus. Als weitere Änderung soll der Tarif neu auch eine Definition des Gastgewerbebetriebes beinhalten. Mit der in Ziff. 1 aufgenommenen Definition wird denn auch eine Abgrenzung angestrebt gegenüber Vereinen und Firmen, deren Geschäftszweck nicht die Führung eines Gastgewerbebetriebes ist, sowie gegenüber Betrieben, die lediglich
einen Getränkeautomaten zur Verfügung stellen und auch Anlässen, an denen das Publi-
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kum Getränke oder Essen selber mitbringt beziehungsweise der Veranstalter diese kosten-
los abgibt.
Nachdem die betroffenen Nutzerorganisationen anfänglich eine blosse Verlängerung des bisherigen Tarifs gewünscht hatten, sind ASCO, Gastrosuisse und der SHV laut Angaben der Verwertungsgesellschaften letztlich mit den vorgeschlagenen Änderungen einverstan-
den gewesen.
Da der vorgelegte Tarif mit Ausnahme der Ziff. 1 und 13 mit dem bis anhin geltenden identisch ist, gehen die SUISA und die SWISSPERFORM von seiner grundsätzlichen An- gemessenheit aus. Sie betonen indessen den Übergangscharakter dieses Tarifs; Ziel sei es, ab dem Jahre 2000 einen auf Prozentsätzen basierenden nutzungsabhängigen Tarif einzu- führen und damit in den kommenden Verhandlungen einen Systemwechsel wie im Ge- meinsamen Tarif Hb voranzutreiben. Dazu geben sie an, dass zur Vermeidung von Wett- bewerbsverzerrungen im Vergleich zu anderen Veranstaltern, insbesonders die Ansätze im
Bereich der Tonträgernutzung erhöht werden müssten.
Mit Präsidialverfügung vom 2. Juli 1998 wurde die Spruchkammer zur Beurteilung des GT H eingesetzt und der Genehmigungsantrag der Verwertungsgesellschaften gestützt auf Art. 10 Abs. 2 URV den betroffenen Nutzerorganisationen zur Stellungnahme zugestellt. Den Vernehmlassungsadressaten wurde eine bis zum 31. August 1998 verlängerte Frist ange- setzt, um sich zum Antrag zu äussern; dies unter Hinweis darauf, dass im Säumnisfall Zu-
stimmung zur Eingabe angenommen werde.
Mit Schreiben vom 31. August 1998 wies der DUN darauf hin, dass er mit Rücksicht auf die direkte Teilnahme an den Verhandlungen der in diesem Tarifbereich spezialisierten Verbände auf die Einreichung einer Vernehmlassung verzichte. Weitere Stellungnahmen
sind der Schiedskommission nicht zugegangen.
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Gestützt auf Art. 15 Abs. 2° des Preisüberwachungsgesetzes vom 20. Dezember 1985 (PüG) wurde mit Präsidialverfügung vom 2. September 1998 die Tarifvorlage dem Preis-
überwacher zur Stellungnahme unterbreitet.
In seiner Antwort vom 9. September 1998 verzichtete der Preisüberwacher auf eine Unter- suchung und auf die Abgabe einer Stellungnahme zum Gemeinsamen Tarif H. Dies ange- sichts der Tatsache, dass sich die Verwertungsgesellschaften mit den massgebenden Nut- zerorganisationen auf einen neuen Tarif haben einigen können und in der Annahme, dass die Zustimmung der Betroffenen ein wichtiges Indiz dafür bildet, dass der Tarif nicht auf einer missbräuchlichen Ausnutzung der Monopolstellung der Verwertungsgesellschaften
beruht.
Da dem Genehmigungsantrag der Verwertungsgesellschaften seitens der Tarifpartner aus- drücklich beziehungsweise stillschweigend zugestimmt worden ist und gestützt auf die Präsidialverfügung vom 27. August 1998 von keinem Mitglied der Spruchkammer ein An- trag auf Durchführung einer Sitzung gestellt worden ist, erfolgt die Behandlung des Ge- suchs gemäss Art. 11 URV auf dem Zirkulationsweg.
Der zur Genehmigung vorgeschlagene Gemeinsame Tarif H (Musik zu Tanz und Unterhal- tung im Gastgewerbe) in der Fassung vom 17. Juni 1998 hat in den drei Amtssprachen den
folgenden Wortlaut:
SUISA SWISSPERFORM
Fassung vom 17.6.1998
Gemeinsamer Tarif H (GT H)
Musik zu Tanz und Unterhaltung im Gastgewerbe
Kundenkreis
Dieser Tarif richtet sich an die Inhaber und Pächter von Gastgewerbebetrieben. Sie werden nachstehend "Kunden" ge- nannt.
Gastgewerbebetriebe sind auf die Dauer angelegte und èf- fentlich zugängliche Betriebe, deren Inhaber persönlich oder mit eigens dafür eingesetztem Personal Speisen und/oder Getränke zum Konsum an Ort und Stelle gegen Ent- gelt anbieten und die dafür Einrichtungen wie Tische, Stühle, Bartheke etc. zur Verfügung halten.
Gegenstand des Tarifs
Dieser Tarif bezieht sich auf das Aufführen
. von "Musik": urheberrechtlich geschützte Werke der nicht-theatralischen Musik des Repertoires der SUISA
+ von "Ton- und Tonbildträgern": durch verwandte Schutz- rechte geschützte im Handel erhältliche Ton- und Ton- bildträger des Repertoires der SWISSPERFORM
zu Tanz und Unterhaltungsanlässen.
Zu den Tanz- und Unterhaltungsanlässen zählen Anlässe, an denen
- Musik durch Musiker und Sänger (live oder playback) aufge- führt wird. Als Musiker gelten auch Dirigenten sowie sel- ber musizierende Wirte.
- Musik zum Tanz, zur Begleitung von Shows und Attraktionen (Artisten, Tänzerinnen etc.) aufgeführt wird
- Musik durch Disc-Jockeys (oder Video-Jockeys) aufgeführt wird
- Musik zu Karaoke-Veranstaltungen aufgeführt wird.
Mit Bezug auf Urheberrechte bezieht sich der Tarif ferner auf das Aufnehmen der Musik auf eigene Tonträger des Kun- den. Diese Träger dürfen nur zu eigenen Veranstaltungen verwendet und Dritten nicht überlassen werden.
Der Tarif bezieht sich nicht auf
- Konzerte und konzertähnliche Darbietungen (Tarif K). Für Konzerteinlagen oder konzertähnliche Einlagen von weniger als einer Stunde Dauer gilt der vorliegende Tarif H.
das Aufführen von Musik durch Musikautomaten (GT Ma)
das Aufnehmen der Musik auf Tonbildträger (Tarife VI / VN)
Hinsichtlich des Aufführens von Tonbildträgern bleiben die Urheberrechte anderer Urheber (Regisseure, Drehbuchautoren) vorbehalten.
Hinsichtlich des Überspielens von Tonträgern und Tonbildträ- gern bleiben die Rechte der ausübenden Künstler und Herstel- ler vorbehalten.
Entschädigungen Aufführungen mit Musikern Betriebe mit 30 und mehr Musiktagen pro Jahr
Die Entschädigung wird in der Form eines Prozentsatzes der Musikerlöhne berechnet. Dieser Prozentsatz beträgt
5,6%
Als Musikerlöhne gelten die nach den Regeln der Alters- und Hinterbliebenenversicherung (AHV) berechneten AHV- pflichtigen Löhne (Bruttolohn zuzüglich Naturallohn abzüg- lich 20% Spesenabzug), auch bei Musikern, für welche keine AHV-Beiträge zu entrichten sind.
Die Entschädigung beträgt mindestens Fr. 6.60 pro Musiker und Musiktag.
- Davon ausgenommen sind Blasmusiken, Chöre, Instrumental- vereinigungen, Jodlerklubs (Musikvereinigungen im Sinne von Tarif B); für sie gilt als Mindestentschädigung die Entschädigung gemäss Ziff. 11.
- Stubeten, Musikantentreffen im Sinne von Ziffer 12; für sie gilt als Mindestentschädigung die Entschädigung von
Ziff. 12.
Betriebe mit weniger als 30 Musiktagen pro Jahr
Die Entschädigungen betragen pro Musiktag
1 - 2 Musiker Fr. 22.35
3 - 4 Musiker Fr. 34.10
5 - 6 Musiker Fr. 45.80
über 6 Musiker Fr. 58.60
II.
Blasmusik, Chor, Instrumental- vereinigung, Jodlerklub (Musik- vereinigung im Sinne von Tarif B) Fr. 42.60
Die Entschädigung wird für jedes Orchester bzw. für jeden Alleinunterhalter gesondert berechnet.
Wenn sich Musiker oder Gruppen in rascher Folge ablösen und die einzelne Darbietung in der Regel nicht länger als
15 Minuten dauert, wie bei Stubeten oder Musikantentref-
fen, so beträgt die Entschädigung Fr. 63.90 pro Musiktag.
Betragen die Musikerlöhne pro Musiker mehr als Fr. 1000.-, bzw. pro Gruppe mehr als Fr. 5000.-, wird die Entschädi- gung in jedem Fall nach den Bestimmungen der Ziffern 8-10 berechnet.
Aufführungen mit Ton- oder Tonbild-Trägern (inkl. Karaoke)
Entschädigung für Urheberrechte
Die Entschädigungen werden berechnet
- aufgrund der Zahl der anwesenden Personen, d.h. aller Personen, die den Betrieb während der Dauer der Musik an einem Musiktag besuchen
- nach der Kategorie des Lokals, die sich nach der Summe
von höchstem Eintrittspreis und Preis für das billigste (gebräuchliche) alkoholische Getränk wie folgt bestimmt:
Kategorie A bis Fr. 8.-- Kategorie B Fr. 8.-- bis Fr. 16.-- Kategorie C Fr. 16.-- bis Fr. 26.65 Kategorie D über Fr. 26.65
Sind die Preise nicht jeden Tag gleich hoch, so wird die Kategorie für jeden Wochentag bestimmt.
Werden keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt, so gilt der Preis für das billigste nichtalkoholische Getränk.
Als Getränkepreis wird in jedem Fall ein Mindestbetrag von Fr. 2.50 eingesetzt.
Es ist unerheblich, ob Getränke vom Kunden selber oder von Dritten ausgeschenkt werden.
Wird Eintritt ausschliesslich gegen einen Mitgliederbei- trag während einer bestimmten Periode gewährt, so gilt als Eintrittspreis dieser Mitgliederbeitrag, geteilt durch die Anzahl Wochen, während denen er zum Eintritt berechtigt.
Die Entschädigungen betragen pro Tag:
Anzahl Personen Kat. A Kat. B Kat. C Kat. D Fr. Fr. Fr. Fr. bis 50 ORAS 14.55 21.45 28.40 51 - 100 12.45 16.60 24.90 33.25
101 - 150 75.75 20.75 3115 41.55
III.
151 - 200 19.10 24.90 37.40 49.85 201 - 250 21.90 29.05 43.60 58.15 251 - 300 24.90 33.25 49.85 66.45 301 - 400 31.15 41.55 62.30 83.05 401 - 500 37.40 49.85 74.75 99.70 501 - 600 43.60 58.15 87.20 116.30 601 - 700 49.85 66.45 99.70 132.90 701 - 800 56.05 74.75 112.15 149.55 801 - 900 62.30 83.05 124.60 166.15 901 - 1000 68.55 91.40 137.05 182.75 und für je
weitere 100 Personen 33.25 49.85 66.45 99.70
oder Teile davon
Wird Musik im gleichen Raum abwechslungsweise durch Musi- ker und durch Ton- oder Tonbild-Träger aufgeführt, so er- mässigen sich die Entschädigungen gemäss Ziffer 19 um 50%.
Dienen die Aufführungen mit Ton- oder Tonbildträgern nur zur Überbrückung der Spielpausen der Musiker, so entfällt die Entschädigung gemäss Ziffer 19; Spielpausen im Sinne dieser Bestimmung dauern pro Pause nicht länger als eine Stunde und zusammen nicht länger als ein Drittel der Ver- anstaltungsdauer.
Die Entschädigung beträgt in allen Fällen mindestens Fr. 26.65 pro Bewilligung.
Entschädigung für verwandte Schutzrechte
Bei der Verwendung von im Handel erhältlichen Ton- oder Tonbildträgern beträgt die Entschädigung für die verwand- ten Schutzrechte 24% der in Ziff. 19 genannten Beträge.
Die Entschädigung beträgt mindestens Fr. 26.65.
Werden im Handel erhältliche Ton- oder Tonbildträger nur in den Spielpausen verwendet, so beträgt die Vergütung für die verwandten Schutzrechte 4% der in Ziff. 8-12 genannten Beträge.
Ermässigungen
Kunden, die für ihre unter diesen Tarif fallenden Veran- staltungen Verträge mit der SUISA abschliessen und die Vertragsbedingungen einhalten, erhalten eine Ermässigung von 10%.
Mitglieder von schweizerischen Gastgewerbeverbänden, die mit der SUISA für ihre unter diesen Tarif fallenden Veran- staltungen Verträge abschliessen und die Vertragsbestim- mungen einhalten, erhalten eine zusätzliche Ermässigung von 10% (zusammen 20%). _
IV
Zuschlag im Falle von Rechtsverletzungen
Alle in diesem Tarif genannten Entschädigungen verdoppeln sich, wenn
- Musik ohne Erlaubnis der SUISA verwendet wird
- ein Kunde der SUISA absichtlich oder grobfahrlässig un- richtige oder lückenhafte Angaben einreicht.
Vorbehalten bleibt die Festsetzung des Schadenersatzes durch den Richter.
Abrechnung
Die Kunden geben der SUISA alle zur Berechnung der Ent- schädigung erforderlichen Angaben innert 10 Tagen nach der Veranstaltung oder an den in der Erlaubnis oder in den Verträgen genannten Terminen bekannt.
Zur Prüfung der Angaben des Kunden kann die SUISA die Ein- sendung von Belegen - so die Bescheinigungen über die be- zahlten Billettsteuern - verlangen oder während der Ar- beitszeit und nach Voranmeldung beim Kunden in seine Bü- cher Einsicht nehmen.
Auf Verlangen und auf Kosten des Kunden kann diese Einsicht- nahme durch einen neutralen Fachmann vorgenommen werden.
Wenn die Angaben oder die verlangten Belege auch nach ei- ner schriftlichen Mahnung der SUISA nicht innert einer Nachfrist eingereicht werden oder wenn der Kunde die Ein- sicht in seine Bücher verweigert, so darf die SUISA die - erforderlichen Angaben von sich aus schätzen und gestützt darauf ihre Entschädigung berechnen.
Anstelle einer Schätzung der Musikerlöhne kann die SUISA eine Entschädigung berechnen
für jeden Musiker Fr. 17.05 pro Musiktag
für jeden Musiker von internationalem Ruf Fr. 170.50 pro Musiktag
zahlung
Die Entschädigungen sind zu den in der Erlaubnis genannten Terminen oder innert 30 Tagen seit Rechnungstellung zahlbar. Verzeichnisse der aufgeführten Musik
Die Kunden lassen durch die Musiker und Disc-Jockeys Ver- zeichnisse der verwendeten Musik führen und stellen sie
der SUISA innert 10 Tagen seit der Veranstaltung oder an den in der Erlaubnis genannten Terminen zu:
- wenn sie Musiker oder Disc-Jockeys in der Regel für län- ger als für 3 Veranstaltungen engagieren
- für alle Aufführungen von Musikern mit internationalen Ruf. Die SUISA verzichtet auf Verzeichnisse
- für Orchester, die einen entsprechenden Ausweis der SUISA besitzen
- für Blasmusiken, Chöre, Instrumentalvereinigungen und Jodlerklubs
- gemäss allfälligen weiteren Bestimmungen der Erlaubnis.
Die SUISA stellt Verzeichnis-Formulare unentgeltlich zur Verfügung.
Für Verzeichnisse, die auch nach einer schriftlichen Mah- nung nicht innert Frist eingereicht werden, kann die SUISA eine zusätzliche Entschädigung verlangen von Fr. 42.60 für einzelne Veranstaltungen oder Fr. 138.45 pro Monat oder Fr. 692.25 pro Jahr. Sie wird im Wiederholungsfall verdop- pelt.
Die SUISA kann sich zudem die Verzeichnisse auf Kosten des Kunden beschaffen. Gültigkeitsdauer
Dieser Tarif ist vom 1. Januar 1999 bis 31. Dezember 1999 gültig.
SUISA Version du 17.06.1998 SWISSPERFORM
Tarif Commun H (TC H)
Musique pour manifestations dansantes et recreatives dans l’industrie höteliere
A. Clients concernés
1 Ce tarif s'adresse aux propriétaires et gérants d'établissements de l'industrie hôtelière. ils sont nommés ci-après «clients».
Les établissements de l'industrie hôtelière sont des établissements permanents et ouverts au public, dont les gérants offrent contre paiement personnellement ou à l'aide de personnes engagées pour cela de la nourriture et / ou de la boisson et mettent à disposition du mobilier tel que chaises, tables, comptoirs, etc.
B. Objet de ce tarif
2 Ce tarif concerne l'exécution
e de "musique": œuvres de musique non-théâtrale protégées par le droit d'auteur du répertoire de SUISA
e de "phonogrammes et vidéogrammes": phonogrammes et vidéogram- mes disponibles dans le commerce du répertoire de SWISSPERFORM protégés par les droits voisins
lors de manifestations dansantes et récréatives.
3 La musique pour manifestations dansantes et récréatives comprend:
+ les exécutions par des musiciens et des chanteurs (live ou play-back). Les chefs d’orchestre et les clients jouant eux-mêmes de la musique sont également considérés comme musiciens;
è les exécutions de musique destinée à la danse, à des shows ou attractions (artistes, danseuses);
è les exécutions effectuées par des disc-jockeys (ou vidéo-jockeys);
e les exécutions de type karaoké.
4 Pour les droits d'auteur, le tarif concerne également l'enregistrement de
musique sur les propres phonogrammes du client. Ces phonogrammes ne peuvent être utilisés que pour les manifestations du client et ne doivent pas être remis à des tiers. _
5 Sont exclus de ce tarif
e les concerts et productions analogues (Tarif K). Les concerts et productions analogues de moins d’une heure relèvent du présent tarif H.
e l'exécution de musique au moyen de juke-boxes (TC Ma)
e l'enregistrement de musique sur vidéogrammes (tarifs VI et VN).
En ce qui concerne l'exécution de vidéogrammes, les droits des autres auteurs (metteurs en scène, scénaristes) sont réservés.
En ce qui concerne l'enregistrement de phonogrammes et vidéogrammes, les droits des interprètes et des producteurs sont réservés.
Cc. Redevances I. Exécutions par des musiciens a. Etablissements avec 30 jours de musique par an et plus
La redevance se calcule sous forme d’un pourcentage des salaires des musiciens. Ce pourcentage s'élève à
5,6% Les salaires des musiciens sont les salaires calculés selon les normes de l'Assurance Vieillesse et survivants (AVS) (salaire brut et salaire en nature
avec déduction de frais de 20%), même pour ceux des musiciens qui ne sont pas soumis à la cotisation AVS.
La redevance s'élève au moins à Fr. 6.60 par musicien et par jour de musique
e Sont exceptés les fanfares, choeurs, ensembles instrumentaux, clubs de yodleurs (sociétés de musique au sens du tarif B), pour lesquels la redevance du ch. 11 représente la redevance minimale.
e Sont également exceptées les rencontres de musique folklorique ou populaire au sens du ch. 12, pour lesquelles la redevance du ch. 12 représente la redevance minimale.
b. Etablissements avec moins de 30 jours de musique par an
La redevance par jour de musique s'élève à
1-2 musiciens Fr. 22.35
3 - 4 musiciens Fr. 34.10
5 - 6 musiciens Fr. 45.80
plus de 6 musiciens Fr. 58.60 fanfares, choeurs, ensembles instrumentaux, clubs de yodleurs
(sociétés de musique au sens du tarif B) Fr. 42.60
La redevance est due pour chaque orchestre ou chaque soliste.
Lorsque les musiciens ou les groupes se relaient à de brefs intervalles et que tes prestations ne durent pas plus de 15 minutes en règle générale, comme pour les rencontres de musique folklorique ou populaire, la redevance s'élève à Fr. 63.90 par jour de musique.
Si les salaires des musiciens dépassent Frs. 1000.- ou Frs. 5000.- par groupe ou orchestre, la redevance sera calculée dans tous les cas selon les dispositions du chiffre 8 à 10.
Il. Exécutions au moyen de phonogrammes et vidéogrammes (y compris karaoké)
a. Redevance de droits d'auteur Les redevances sont calculées
e en fonction du nombre de personnes présentes, c'est-à-dire toutes les personnes qui fréquentent l'établissement pendant l'exécution musicale en un jour de musique;
e selon la catégorie du local, déterminée comme suit par la somme du prix d'entrée le plus cher et de la boisson alcoolisée la moins chère (courante):
Catégorie A en dessous de Fr. 8.00 Catégorie B de Fr. 8.00 à Fr. 16.00 Catégorie C de Fr. 16.00 à Fr. 26.65 Catégorie D plus de Fr. 26.65
Si les prix des consommations varient selon les jours, la catégorie est calculée pour chaque jour de la semaine.
Si aucune boisson alcoolisée n'est servie, le calcul se base sur le prix de la boisson non alcoolisée la moins chère.
Dans tous les cas, le prix minimal d'une boisson est de Fr. 2.50.
Peu importe que les boissons soient servies par le client ou par des tiers.
Si, pendant une période déterminée, l'accès à l'établissement est exclusi- vement soumis au paiement d’une cotisation de membre, ladite cotisation,
divisée par le nombre de semaines où elle est valable, tient lieu de prix d'entrée.
La redevance s'élève par jour à:
Nombre de personnes Cat. A Cat. B Cat.C Cat. D
Fr. Fr. Fr. Fr. moins de 50 10.75 14.55 21.45 28.40 51-100 12.45 16.60 24.90 33.25 101-150 15.75 20.75 31.15 41.55 151-200 19.10 24.90 37.40 49.85 201-250 21.90 29.05 43.60 58.15 251-300 24.90 33.25 49.85 66.45 301-400 31.15 41.55 62.30 83.05 401-500 37.40 49.85 74.75 99.70 501-600 43.60 58.15 87.20 116.30 601-700 49.85 66.45 99.70 132.90 701-800 56.05 74.75 112.15 149.55 801-900 62.30 83.05 124.60 166.15 901-1000 68.55 91.40 137.05 182.75 et pour chaque groupe de 100 personnes sup- plémentaires ou fraction de ce nombre: 33.25 49.85 66.45 99.70
Si, dans le même local, la musique est exécutée alternativement par des musiciens et au moyen de phonogrammes et vidéogrammes, les redevances du ch. 19 sont réduites de 50%.
Si les exécutions de musique au moyen de phonogrammes et vidéogrammes servent uniquement de liaison pendant les pauses entre les musiciens, la redevance du ch. 19 n'est pas perçue; au sens de cette disposition, les pauses ne doivent pas durer plus d'une heure à la fois ni dépasser au total le tiers de la durée de la manifestation.
Dans tous les cas, la redevance minimale s'élève à Fr. 26.65 par autorisation. b. Redevance pour les droits voisins
Pour l'utilisation de phonogrammes et vidéogrammes disponibles dans le commerce, la redevance des droits voisins s'élève à 24% de la somme indiquée au ch. 19.
La redevance minimale s'élève à Fr. 26.65.
Si les phonogrammes et vidéogrammes ne sont utilisés que pendant les
pauses, la redevance des droits voisins s'élève à 4% des sommes indiquées aux ch. 8 à 12.
HI. Rabais
Les clients qui concluent avec SUISA des contrats pour les manifestations concernées par le présent tarif et qui en respectent les conditions bénéficient d’une réduction de 10%.
Les membres d'associations suisses de l'industrie hôtelière qui concluent avec SUISA des contrats pour les manifestations concernées par le présent tarif et qui en respectent les conditions bénéficient d’une réduction supplémentaire de 10% (au total 20%).
IV. Supplément en cas d’infractions au droit Toutes les redevances mentionnées dans le présent tarif sont doublées
e lorsque de la musique est utilisée sans autorisation de SUISA e lorsque le client donne des informations inexactes ou lacunaires intentionnellement ou par négligence grossière.
La fixation du montant des dommages-intérêts par le juge est réservée. D. Décompte
Les clients communiquent à SUISA toutes les données nécessaires au calcul de la redevance dans les dix jours après la manifestation ou aux dates fixées dans l'autorisation ou dans les contrats.
Afin de vérifier les données du client, SUISA peut exiger des justificatifs - par exemple les pièces relatives au paiement de l'impôt sur les billets - ou consulter la comptabilité du client pendant les heures ouvrables après préavis.
Sur demande du client et à ses frais, l'examen de la comptabilité peut être effectuée par un professionnel neutre.
Lorsque, même après un rappel écrit, les données et les justificatifs requis ne sont pas remis dans le délai supplémentaire imparti ou lorsque le client refuse l'accès à sa comptabilité, SUISA se réserve le droit de procéder elle-même a une estimation des données nécessaires et de s’en servir pour établir sa facture.
En lieu et place d'une estimation des salaires des musiciens, SUISA peut calculer une redevance.
par musicien de Fr. 17.05 par jour de musique
par musicien de renommée internationale de Fr. 170.50 par jour de musique.
E. Paiement
Les redevances sont payables dans les 30 jours après la date de la facture ou aux dates fixées dans l'autorisation.
F. Relevés de la musique utilisée
Les clients chargent les musiciens et les disc-jockeys d'établir des relevés de la musique utilisée et les envoient à SUISA dans les dix jours qui suivent la manifestation ou aux dates fixées dans l'autorisation:
e lorsqu'ils engagent en règle générale des musiciens ou disc-jockeys pour plus de trois manifestations;
e pour toutes les exécutions de musiciens de renommée internationale. SUISA renonce à la remise de relevés
e pour les orchestres qui possèdent un justificatif approprié délivré par SUISA;
e pour les fanfares, choeurs, ensembles instrumentaux, clubs de yodleurs;
e conformément aux autres éventuelles dispositions de l'autorisation.
SUISA met gratuitement des formulaires de relevés à la disposition des clients.
Lorsque, même après un rappel écrit,les données et les justificatifs requis ne sont pas remis dans le délai supplémentaire imparti, SUISA se réserve le droit d'exiger une redevance supplémentaire de Fr. 42.60 par manifestation ou de Fr. 138.45 par mois ou encore de Fr. 692.25 par an.
Elle est doublée en cas de récidive. SUISA peut en outre se procurer les relevés aux frais des clients. G. Durée de validité
Ce tarif est valable du 1° janvier 1999 au 31 décembre 1999.
SUISA
Versione del 17.06.1998
SWISSPERFORM
A.
Tariffa comune H (TC H)
Musica per manifestazioni danzanti e ricreative nel settore degli esercenti e albertgatori
Sfera di clienti
1 La presente tariffa conceme i titolari e i gerenti di esercizi pubblici del settore alberghiero, qui di seguito denominati „clienti“.
Esercizi dell'industria alberghiera sono aziende permanenti e accessibili al pubblico, i cui detentori offrono a pagamento tramite personale appositamente impiegato, cibo e bevande da consumarsi sul posto, mettendo a disposizione l'arredamento: tavoli, sedie, teche, ecc.
B. Oggetto della tariffa
2 La presente tariffa concerne l'esecuzione
e di "musica": opere protette in base al diritto d'autore della musica non teatrale del repertorio della SUISA e di "supporti sonori e audiovisivi": supporti sonori e audiovisivi in commercio, del repertorio della SWISSPERFORM, protetti in base ai diritti di protezione affini in occasione di manifestazioni danzanti e ricreative.
3 Per manifestazioni danzanti e ricreative si intendono quelle durante le quali
viene eseguita
musica da musicisti o cantanti (live o playback). Vengono considerati musicisti anche il direttore d’orchestra o gli esercenti che fanno musica loro stessi
musica per manifestazioni danzanti, quale accompagnamento di show e attrazioni (artisti, ballerine, ecc.)
musica tramite Disc-Jockey (o Video-Jockey)
musica per manifestazioni Karaoke.
Per quanto riguarda i diritti d’autore, la tariffa concerne inoltre la registrazione della musica su supporti propri del cliente. Supporti utilizzabili soltanto per proprie manifestazioni e non rilasciabili a terzi.
La tariffa non concerne
e concerti e produzioni analoghe (tariffa K). Per quanto concerne gli inserti concertistici o gli inserti a carattere di concerto della durata di meno di un'ora, vale la presente tariffa H
e l'esecuzione di musica tramite Juke-Box (TC Ma)
e la registrazione di musica su supporti audiovisivi (tariffe VI / VN).
Per quanto concerne la proiezione di supporti audiovisivi, rimangono riservati i diritti di altri autori (registi, sceneggiatori).
Per quanto riguarda la registrazione di supporti sonori e supporti audiovisivi, rimangono riservati i diritti degli artisti esecutori e dei produttori.
C. Indennità I. Esecuzioni con musicisti a. Esercizi con 30 e più giorni di musica all’anno
L'indennità viene calcolata in un valore percentuale dei salari dei musicisti. Valore pari al
5,6%
Per salari dei musicisti si intendono i salari soggetti al versamento dei contributi AVS calcolati secondo le regole dell'Assicurazione Vecchiaia e superstiti (AVS), vale a dire il salario lordo con aggiunta del salario in natura deduzion fatta del 20% (deduzione spese), anche per musicisti per i quali non vanno versati contributi AVS.
L'indennità ammonta ad almeno Fr. 6.60 per musicista e giorno di musica.
e Costituiscono un'eccezione le fanfare, i cori, i complessi strumentali, i club di Jodler (associazioni musicali ai sensi della tariffa B); per questi vale quale indennità minima l'indennità in base alla cifra 11.
e „Stubeten“, incontri di musicisti ai sensi della cifra 12; per questi vale quale indennità minima l’indennità della cifra 12.
b. Esercizi con meno di 30 giorni di musica all’anno
Le indennità ammontano per giorno di musica
1-2 musicisti Fr. 22.35
3 - 4 musicisti Fr. 34.10
5 - 6 musicisti Fr. 45.80
oltre 6 musicisti Fr. 58.60
fanfara, coro, complessi musicali, club die Jodler (associazioni musicali ai sensi della tariffa B) Fr. 42.60
L'indennità viene calcolata separatamente per ogni orchestra, risp. per ogni solista.
Allorquando musicisti o gruppi musicali si producono in rapida successione l'uno dopo l'altro, e la singola manifestazione non dura di regola più di 15 minuti, come nel caso delle „Stubeten“ o di incontri di musicisti, l'indennità è di Fr. 63.90 per giorno di musica.
Qualora i salari dei musicisti ammontino a più di Fr. 1000.-- per musicista, risp. a più di Fr. 5000.-- per gruppo, l’indennità viene in ogni caso calcolata in base alle disposizioni delle cifre da 8 a 10.
Il Esecuzioni con supporti sonori e audiovisivi (incl. Karaoke)
a. Indennità per diritti d'autore
Le indennità vengono calcolate
e in base al numero dei presenti, ossia di tutte le persone che frequentano l'esercizio durante l'esecuzione della musica in un giorno di musica
e in base alla categoria del locale, determinata come segue in base alla
somma del prezzo più alto del biglietto d’ingresso e del prezzo per la bibita alcolica meno cara (più comune):
Categoria A fino a Fr. 8.00 Categoria B da Fr. 8.00 a Fr. 16.00 Categoria C da Fr. 16.00 a Fr. 26.65 Categoria D più di Fr. 26.65
Se i prezzi non sono tutti i giorni gli stessi, la categoria viene determinata per ogni giorno della settimana.
Se non è prevista la vendita di bibite alcoliche, vale il prezzo della bibita analcolica meno cara.
A
Quale prezzo della bibita viene in ogni caso applicato un importo minimo di Fr. 2.50.
Non ha nessuna importanza se è il cliente stesso a mescere la bibita o se sono terzi a farlo.
Se l'ingresso viene concesso esclusivamente contro il versamento di un contributo di membro per un determinato periodo di tempo, vale quale prezzo d’ingresso questo contributo di membro diviso per il numero di settimane durante le quali questo prezzo autorizza all'ingresso.
Le idennità ammontano per giorno:
Numero di persone Cat. A Cat. B Cat. C Cat. D
Fr. Fr. Fr. Fr.
fino a 50 10.75 14.55 21.45 28.40 51-100 12.45 16.60 24.90 33.25 101-150 15.75 20.75 31.15 41.55 151-200 19.10 24.90 37.40 49.85 201-250 21.90 29.05 43.60 58.15 251-300 24.90 33.25 49.85 66.45 301-400 31.15 41.55 62.30 83.05 401-500 37.40 49.85 74.75 99.70 501-600 43.60 58.15 87.20 116.30 601-700 49.85 66.45 99.70 132.90 701-800 56.05 74.75 112.15 149.55 801-900 62.30 83.05 124.60 166.15 901-1000 68.55 91.40 137.05 182.75
e per ogni gruppo di altre 100 persone o 33.25 49.85 66.45 99.70 parti di tali gruppi
Se si esegue musica nello stesso locale alternando musicisti e supporti sonori o audiovisivi, le indennita si riducono in base alla cifra 19 del 50%.
Se le esecuzioni con supporti sonori o audiovisivi servono solo a coprire gli intervalli dei musicisti, l'indennità viene meno in base alla cifra 19; gli intervalli ai sensi di questa disposizione durano ciascuno non più di un'ora e insieme non più di un terzo dell'intera manifestazione.
L'indennità ammonta in tutti i casi ad almeno Fr. 26.65 per autorizzazione. b. Indennità per diritti di protezione affini In caso di utilizzazione di supporti sonori o audiovisivi in commercio,
l'indennità per i diritti di protezione affini ammonta al 24% degli importi citati alla cifra 19.
L'indennità ammonta ad almeno Fr. 26.65.
Se vengono utilizzati supporti sonori e audiovisivi in commercio solo durante gli intervalli, l'indennizzo per i diritti di protezione affini ammonta al 4% degli importi citati alle cifre 8-12.
Il. Riduzioni
Quei clienti che, per le loro manifestazioni cui viene applicata questa tariffa, stipulano contratti con la SUISA attenendosi alle relative condizioni, beneficiano di una riduzione pari al 10%.
| membri di associazioni svizzere del settore degli esercenti e albergatori che stipulano contratti con la SUISA per le loro manifestazioni cui viene applicata la presente tariffa, e che si attengono alle relative disposizioni contrattuali, beneficiano di una riduzione supplementare del 10% (insieme 20%).
IV. Supplemento in caso di violazione della legge Tutte le indennità citate in questa tariffa raddoppiano se
e viene utilizzata musica senza autorizzazione della SUISA e un cliente fornisce alla SUISA intenzionalmente o per negligenza grave indicazioni inesatte o incomplete.
Rimane riservata la fissazione di un indennizzo da parte del giudice. D. Conteggio
| clienti trasmettono alla SUISA le indicazioni necessarie per il calcolo dell'indennità entro 10 giorni a contare da quello della manifestazione o entro i termini fissati nell’autorizzazione o nei contratti.
Per scopi di controllo delle indicazioni dei cliente, la SUISA può esigere l'inoltro di giustificativi - per esempio attestazioni circa il pagamento delle imposte sui biglietti - o l’accesso ai libri contabili del cliente durante gli orari d'ufficio e previo avviso.
Su richiesta e a spese de! cliente, può essere uno specialista neutro a prendere visione dei libri contabili.
Se le indicazioni o i giustificativi richiesti non vengono inoltrati entro il termine fissato neanche dopo sollecito per iscritto da parte della SUISA, o se il cliente rifiuta l’accesso ai suoi libri contabili, la SUISA può procedere alla stima delle indicazioni necessarie e calcolare l'indennità basandosi su questa.
In luogo di una stima dei salari dei musicisti, la SUISA può calcolare un’idennità
per ogni musicista, di Fr. 17.05 per giorno di musica per ogni musicista di fama internazionale, di Fr. 170.50 per giorno di musica. E. Pagamento
Le indennità vanno pagate entro i termini citati nell’autorizzazione o entro i 30 giorni dalla fatturazione.
E: Elenchi della musica eseguita
| clienti fanno redigere dai musicisti e dai disc-Jockeys elenchi della musica
utilizzata e li inoltrano alla SUISA entro 10 giorni a contare da quello della
manifestazione o entro il termine fissato nell’autorizzazione:
+ se ingaggiano musicisti o Disc-Jockeys di regola per più di tre manifestazioni
e per tutte le esecuzioni di musicisti di fama internazionale.
La SUISA rinuncia agli elenchi
e per orchestre titolari di un relativo attestato della SUISA
e per fanfare, cori, complessi musicali e club di Jodler
e in base ad eventuali altre disposizioni dell’autorizzazione.
La SUISA mette a disposizione gratuitamente formulari per l’elencazione.
Per gli elenchi che non vengono inoltrati entro il termine fissato neanche dopo
sollecito scritto, la SUISA può richiedere un'indennità supplementare di
Fr. 42.60 per singole manifestazioni o di Fr. 138.45 per mese o di Fr. 692.25
per anno. Essa raddoppia in caso di recidiva.
La SUISA può inoltre procurarsi gli elenchi a spese del cliente.
G. Periodo di validità
La presente tariffa vale dal 1° gennaio 1999 al 31 dicembre 1999.
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Beschluss vom 27. Oktober 1998 betreffend GT H
II.
Die Schiedskommission zieht in Erwägung:
Die am Gemeinsamen Tarif H beteiligten Verwertungsgesellschaften SUISA und SWISSPERFORM haben ihren Antrag zur Genehmigung des neuen Tarifs gemäss Art. 9 Abs. 2 URV innert der verlängerten Frist eingereicht. Aus den entsprechenden Gesuchsun- terlagen geht zudem hervor, dass die Verhandlungen im Sinne von Art. 46 Abs. 2 URG ordnungsgemäss durchgeführt worden sind. Auf Grund des Schreibens des Schweizer Ca- fetier-Verbandes vom 26. Mai 1998 an die SUISA ist davon auszugehen, dass sich dieser Verband im Rahmen des GT H nicht mehr als massgebender Verhandlungspartner betrach-
tet, und sich deswegen von sich aus von den Verhandlungen zurückgezogen hat.
Die Schiedskommission genehmigt einen ihr vorgelegten Tarif, wenn er in seinem Aufbau und in den einzelnen Bestimmungen angemessen ist (Art. 59 Abs. 1 URG). Ein wesentli- ches Indiz für die Angemessenheit eines Tarifs ist in der ausdrücklichen oder stillschwei- genden Zustimmung der hauptsächlichen Organisationen der Nutzer von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten zu sehen. In Bestätigung dieser Praxis hat das Bundesge- richt in seinem Entscheid vom 7. März 1986 betreffend den Genehmigungsbeschluss der Schiedskommission vom 8. Juni 1984 zum Gemeinsamen Tarif I festgestellt, dass im Falle der Zustimmung der Nutzerseite davon ausgegangen werden kann, dass der Tarif annä- hernd einem unter Konkurrenzverhältnissen zustande gekommenen Vertrag entspricht (Entscheide und Gutachten der ESchK, Bd. II, 1981-1990, S. 190). Diese Rechtsprechung stimmt auch überein mit den Anforderungen der Angemessenheitskontrolle im Sinne von Art. 59 Abs. 1 URG. Dass der Zustimmung der Nutzerorganisationen bei der Tarifgeneh- migung ein sehr hoher Stellenwert beizumessen ist, ergibt sich im übrigen auch aus Art. 11 URV, wonach in diesem Fall keine Sitzung zu Behandlung der Vorlage einberufen werden
muss, sondern die Genehmigung auf dem Zirkulationsweg erfolgen kann.
Wenn die Tarifverhandlungen hinsichtlich der Tarifstruktur und der Entschädigungen zu
einer Einigung zwischen den Parteien führen, entfällt demnach die Angemessenheitsprü-
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CAF CCF
Beschluss vom 27. Oktober 1998 betreffend GT H
HI.
fung der Entschädigungsansätze gemäss Art. 60 URG. Zudem stellt die Schiedskommis- sion fest, dass der neu zur Genehmigung beantragte Tarif in wesentlichen Punkten mit demjenigen Tarif übereinstimmt, den sie mit Beschluss vom 6. Dezember 1996 genehmigt hat. Zu einem beabsichtigten künftigen Tarif hat sie sich in diesem Verfahren nicht zu äus- sern. Sie hat sich indessen schon im Zusammenhang mit der Prüfung anderer Tarife ver- schiedentlich dafür ausgesprochen, dass eine Harmonisierung zwischen den Tarif H, Hb und K (vgl. dazu auch den Beschuss vom 11. Dezember 1997 betreffend den GT K, Ziff.
1/7) anzustreben ist.
Unter Berücksichtigung der Zustimmung der massgebenden Nutzerorganisationen zum vorliegenden GT H gibt der Antrag der Verwertungsgesellschaften zu keinen weiteren Be-
merkungen Anlass. Der GT H wird in der Fassung vom 17. Juni 1998 genehmigt.
Die Gebühren und Auslagen dieses Verfahrens richten sich nach Art. 21a Abs. 1 und Abs.
2 Bst. aund d URV (in der Fassung vom 25. Oktober 1995) und sind gemäss Art. 21b
URV von den Verwertungsgesellschaften SUISA und SWISSPERFORM zu tragen.
Demnach beschliesst die Eidg. Schiedskommission:
Der Gemeinsame Tarif H (Musik zu Tanz und Unterhaltung im Gastgewerbe) in der Fassung vom 17. Juni 1998 mit einer Gültigkeitsdauer bis zum 31. Dezember 1999 wird
genehmigt.
Den Verwertungsgesellschaften SUISA und SWISSPERFORM werden die Verfahrens- kosten bestehend aus:
a) einer Spruch- und Schreibgebühr von Fr. 1°500.00
b) sowie dem Ersatz der Auslagen von Fr. 771.20
total Fr. 2°271.20 auferlegt. Sie haften dafür solidarisch.
ESchK 26 CAF Beschluss vom 27. Oktober 1998 betreffend GT H CCF
3. Schriftliche Mitteilung an:
- die Mitglieder der Spruchkammer
- SUISA, Zürich
- SWISSPERFORM, Zürich
- Herrn Dr. P. Mosimann, Basel, zHv. Dachverband der Urheber- und Nachbar- rechtsnutzer (DUN)
- GASTROSUISSE, Zürich
- Schweizer Hotelier-Verein (SHV), Bern
- Schweizer Kursaalverband, Bern
- Verband Schweiz. Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Diskotheken (ASCO), Ziirich
- den Preisüberwacher
4. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Schweizerischen
Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben werden.
Eidg. Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten
Die Präsidentin: Der Sekretär:
V. Bräm-Burckhardt A. Stebler
* Art. 74 Abs. 2 URG; Art. 97 Abs. 1 OG i.V.m. Art. 5 VwVG sowie Art. 98 Bst. e und Art. 106 Abs. 1 OG.