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Planungsleitbild 2026

Beschlossen durch den Einwohnerrat der Stadt Baden am 25. März 2014.

Bilder leiten die Zukunft Liebe Einwohner und Einwohnerinnen der Stadt und der Region Baden

Sie kennen alle den Traum, Ihre geliebte Bergspitze zu erklimmen … Sie malen sich aus, wie wohl die Welt von da oben aussehen mag, vor allem dann, wenn sich beim Erreichen auch noch die Sonne am Horizont heraufstemmt und die Landschaft in rötliche Farbe taucht. Um diesen erträumten Gipfel irgendwann erreichen zu können, werden Sie als gewissenhafter Mensch möglichst viele Informationen zusammentragen. Sie werden Karten suchen, erfahrene Menschen befragen, den Wetterbericht nachfragen und prüfen, welche Mittel dafür notwendig sind bzw. ob Sie diese überhaupt aufbringen können.

Und Sie werden vermutlich dann bei der Begehung erfahren, dass sich die Umstände ändern können; der als besonders schön bezeichnete Weg ist über Nacht verschüttet worden, das Wetter kippt überraschend oder Sie verstauchen sich den Fuss.

Genauso ergeht es einer Stadt oder Region, die nicht abwartet, was auf sie zukommt, sondern herauszufinden versucht, welche Faktoren sie in der Vergangenheit prägten und für sie entscheidend waren. Sie nimmt mit diesen Erfahrungen und neuen Perspektiven die nächsten Planungen an die Hand.

Als Ergebnis steht dieses «Planungsleitbild 2026», das vor Ihnen liegt. Es soll leitgebend für drei Legislaturen sein, also nicht Diktat. Es soll die Einwohner und Einwohnerinnen dieser Stadt leiten und skizzieren, wohin der Weg gehen könnte und mit welchen Mitteln dies realisierbar wird.

Wir gestalten Baden und die Region aktiv mit. Ich lade Sie ganz herzlich ein, dies auch zu tun – dort, wo Sie leben und arbeiten.

Ich wünsche uns eine gute Reise

Geri Müller, Stadtammann

Zusammenleben Familien- und Alterspolitik Soziale Durchmischung Kultur Öffentliche Sicherheit Bildung und Beruf

Infrastruktur 20

Leitsätze

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Handlungsfelder

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Werterhalt Hochbauten Erschliessung Verkehr und Mobilitätsmanagement Regionale Infrastruktur

Stadtidentität

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Leitsätze

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Handlungsfelder

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Urbanität, Vielfalt und Offenheit Partizipation Kulturvermittlung Landschaft und Stadtbild Regionale Identität

Umwelt und Raum

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Leitsätze

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Handlungsfelder

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Quartierentwicklung Wald, Landschaft und Kulturland Energiepolitik und Ressourcenverbrauch Öffentlichkeitsarbeit Regionale Raumentwicklung

Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

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Leitsätze

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Handlungsfelder

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Finanzen Stadtmanagement Marke Baden Wirtschaftsstandort Bildung und Forschung

Impressum 36

8 Einleitung

Planungsleitbild 2026 Seit fast vierzig Jahren ist das Planungsleitbild Wegweiser der Stadtentwicklung in Baden. Das Dokument spiegelt den jeweiligen Zeitgeist wider; 1965 erschien der Bericht «Gesamtplan Innenstadt», darauf folgten im Abstand von zehn bis zwölf Jahren «Planungsbericht 1975» und «Planungsleitbild 1986». In beiden Planungswerken standen Bau und Verkehr im Vordergrund. 1998 wurde das erste über alle Bereiche der Stadtentwicklung angelegte Planungsleitbild vorgelegt.

Das dreiteilige «Planungsleitbild 1998» – Leitsätze, Statusbericht, Handlungsschwerpunkte – führte das Konzept der nachhaltigen Entwicklung ein, in dem die Leitsätze zur Stadtentwicklung in den Dimensionen der Nachhaltigkeit «Stadt-Landschaft», «Stadt und Gesellschaft» und «Stadt als Wirtschaftsraum» als Grundlagen des städtischen Handelns formuliert wurden. Daraufhin sind im Vierjahresrhythmus, 2002, 2006 und 2010, Zwischenberichte zur Stadtentwicklung, insbesondere zum damaligen Stand der Handlungsschwerpunkte, entstanden.

In Baden besteht ein breiter Konsens über die Zweckmässigkeit und Rolle des Leitbilds. Für die Politik ist es ein Instrument der Meinungsbildung bzw. des gesellschaftlichen Wertekonsenses und vermittelt strukturierte Umrisse der anzustrebenden Zukunft. In dem 1996 eingeführten Managementmodell der «Wirkungsorientierten Verwaltungsführung» (WOV) stellt das Planungsleitbild mit den Zwischenberichten die Grundlage für die Legislatur- und Jahresziele des Stadtrats dar. Diese sind wiederum mit dem rollenden Finanz- und Investitionsplan verknüpft, der die zielgerichtete Steuerung des Finanzhaushalts ermöglicht. Für die breite Öffentlichkeit ist das Leitbild die erste Informationsquelle über die Ziele der Stadtentwicklung. Das Leitbild trägt zur Selbstbestimmung und Identitätsstärkung der Stadtgesellschaft sowie zur Imagebildung der Stadt nach aussen bei.

Die Geltungsdauer des «Planungsleitbilds 1998» endete nach der Legislaturperiode 2006/2009. Das Erarbeiten eines neuen Leitbilds wurde wegen des Prozesses für den Gemeindezusammenschluss von Neuenhof und Baden aufgeschoben.

Seit 2008 setzt Baden seine Entwicklungsziele und Handlungen unter die Prämisse der nachhaltigen Entwicklung. Diese Verpflichtung ist in der Gemeindeordnung verankert worden. Das «Planungsleitbild 2026» baut auf den Ausgleich zwischen Mensch, Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft auf. Einwohnerinnen und Einwohner, soziokulturelle Netze, Natur und Landschaft, Bauten und Anlagen sowie wirtschaftliche Beziehungen sind die Vermögenswerte, welche die vier Kapitalstöcke – Human-, Sozial-, Natur- und Realkapital – von Baden ausmachen. Das übergeordnete Ziel der Stadtentwicklung ist es, die Grundlagen des kommunalen

Lebens in den vier Kapitalstöcken zu bewahren und nachhaltig zu fördern. Der Prozess zur Erarbeitung des neuen Planungsleitbilds 2026, das wieder für drei Legislaturperioden (2014 bis 2026) gelten wird, startete im Sommer 2012. Das Leitbild ist die Grundlage für die Legislaturziele und Leitplanke zu deren Überprüfung. In den Jahren 2018 und 2022 sind Zwischenberichte zum Stand der Entwicklung vorgesehen.

Für die nächsten zwölf Jahre bzw. die Geltungsdauer des Planungsleitbilds sind zahlreiche Projekte bereits initiiert. Demzufolge zeigt «Baden 2026» ein pragmatisches Bild der nahen Zukunft.

Das einleitende «Zukunftsbild» ist ein Versuch, die Stadt im Jahr 2026 mit den wichtigsten Aspekten zu erfassen. Aus der Zukunftsvorstellung leiten sich fünf wichtige Herausforderungen der Stadtentwicklung in den nächsten Jahren ab. Zu jeder Herausforderung werden Leitsätze bezüglich der vier Kapitalstöcke und Handlungsfelder formuliert. Letztere zeigen die kommunalen Wirkungsbereiche. Die Leitsätze widerspiegeln die Grundhaltungen und Prinzipien, die beim Bewältigen der Zukunftsaufgaben und insgesamt in der Entwicklung der Stadt Baden gelten sollen.

Zukunftsbild

Baden 2026 ist eine attraktive Stadt im Ost-Aargau, ein bevorzugter Wohnort, ein Wirtschaftszentrum und eine vielfältige Kultur- und Bildungsstadt.

Baden handelt nachhaltig Die «Nachhaltige Entwicklung» ist im Sinne einer Daueraufgabe die übergeordnete Richtlinie der kommunalen Politik. Die Zielsetzungen, Strategien und Programme der Stadt sind ihr verpflichtet. Zielkonflikte werden im Spannungsfeld zwischen Mensch, Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft angegangen.

Baden ist RegionalstadtEinige Gemeinden haben sich mit Baden zusammengeschlossen. Die Region Baden-Wettingen ist mit einer Bevölkerung von über 150 000 Einwohnerinnen und Einwohnern und rund 70 000 Beschäftigten der grösste urbane Raum im Aargau. Als Zentrumsort gestaltet Baden die regionale Entwicklung aktiv mit. Die Regionsgemeinden stimmen ihre Entwicklung miteinander ab. Sie erbringen gemeinsam eine Reihe von Dienstleistungen. Wichtige regionale Funktionen leisten einzelne Gemeinden auf Grund ihrer Fähigkeiten. Als zuverlässige Partnerin wirkt die Regionalstadt Baden im Kanton Aargau, Metropolitanraum Zürich und kooperiert mit anderen Schweizer Städten und Gemeinden.

Baden ist Stadt in der LandschaftDie Stadt ist eng mit der umliegenden Landschaft verbunden. Der Wald mit Naturreservaten, die Ausläufer des Juras und die Limmat prägen die Stadt. Die Naturräume sind gut miteinander und mit den Frei- und Grünräumen in den Quartieren vernetzt. Sie stützen die hohe Lebens- und Wohnqualität Badens.

Baden ist Stadtgesellschaft Eine offene politische Kultur, Bereitschaft für das Neue und aktive Einwohnerinnen und Einwohner prägen die Stadt. Ihre Identität ist in der historischen Bäder- und Industrietradition, einer innovativen Wirtschaft mit internationalen Konzernen und lokalem Gewerbe sowie einem regen kulturellen und sozialen Leben verankert. Die Stadtbevölkerung ist sozial, national und kulturell heterogen. Viele Badenerinnen und Badener sind gut ausgebildet, beruflich aktiv und bezüglich Arbeit und Freizeit vielseitig mobil. Für Einwohnerinnen und Einwohner, insbesondere für Neuzugezogene, sind die Quartiere die ersten Bezugspunkte zur Stadtgesellschaft. Die Kulturszene ist ein Badener Trumpf und ein Identitätsfaktor der Stadt. Sie ist eine eigenständige Adresse im Metropolitanraum Zürich. Museen, Theater, Konzerte, Grossanlässe wie die Badenfahrt ziehen über die Stadt- bzw. Kantonsgrenzen hinaus Besucher und Besucherinnen an. Einzelne «Kulturleuchttürme« strahlen über die nationale Grenze hinaus. Das breite Kulturangebot macht Baden zusammen mit Kongresszentrum, einem vielfältigen Detailhandelsangebot, qualitätsvollen Hotels und Gastronomie zum idealen Gastgeber für Stadtbesucher.

Baden ist urban Die Stadt zeichnet sich durch ihre vielfältige Siedlungsstruktur aus. Die Quartiere sind in ihrer jeweiligen Eigenart gestärkt und bieten Raum für unterschiedliche Lebensstile, insbesondere für Familien mit Kindern. Altstadt und Bäderquartier sind als historische Zentren sorgsam weiterentwickelt. Sie bilden mit den ehemaligen Industriearealen und weiten Teilen der Vorstadt ein lebendiges Stadtzentrum. Die zentrumsnahen Quartiere Kappelerhof, Meierhof und Limmat Rechts befinden sich im Wandel zu urbanen Stadtquartieren. Neuer Arbeits- und Wohnraum ist durch bauliches Verdichten, fortlaufendes Erneuern der Bausubstanz sowie effizientes Ausschöpfen von Synergien geschaffen. Die Stadt setzt bei allen Bauvorhaben auf qualitative Baukultur und Städtebau. Ökologische Bauweisen mit Durchgrünung, urbane öffentliche wie private Frei- und Grünräume sorgen für hohe Lebensqualität und einen Ausgleich zur Verdichtung. Baden und die Region sind gut an die nationalen und regionalen Verkehrsnetze angeschlossen. Essenziell für die global vernetzte Wirtschaft sind der Schnellzugsbahnhof und die direkte Verbindung zum Flughafen Zürich. Das regionale öV-System weist ein feinmaschiges Netz auf. Die Mobilität ist stadt- und umweltfreundlich.

Baden ist Wirtschaftsstandort Neben dem Dienstleistungssektor ist die Industrie in Baden nach wie vor stark präsent. Die international tätigen Konzerne verbinden Baden mit der Weltwirtschaft, sind Träger von Innovation und stützen die lokale Wirtschaft. Das gute Bildungsangebot sowie die Vielfalt an Gewerbe, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten sind entscheidend für die Attraktivität der Stadt. Neben Geschäften des täglichen Bedarfs ist es die Branchenbreite, die zum Erfolg des Standorts beiträgt. Die neuen Bäder stärken den Tourismus und tragen zur schweizweiten Ausstrahlung der Stadt bei.

Unternussbaumen Unterzelg Talacher Häflelerbuck er Trottenacher Breite Hertenstein Haufgart Husächer Trotte Guet Mehrhalde Flüe

Rieden Boldi Alteberg

Herausforderungen Roggebode Goldwand Gaswerk Oberer Kappelerhof Im Ifang Au Spitzac Unterer Kappelerhof Schellenacher Luegete Inne Verenaächer Grosse Bäder Kleine B B Kurpark Haufland Hasel Ennetbaden Badhalde Grendel P Oberdorf Mu

Schlössliguet Matte Bahnhofquartier

Gstüel Limmatau Buckmatte Harzmatte Österliwald Zur Gerbe Ziegelofe Mützberg Hudächer Eichtal Mittleracher Scharte Belvédère Altstadt Allmend Vorstadt Krankenhau Burghalde Sch Spitalächer Pfaffechappe

Schademüli Oberstadt L Ländli Auquartier Meierhof Auquartie

Spitalmatt Au Tschori

Keel Brunnmatt Alteburg Dynamoheim Ruhfels

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Unterhof Schaubiger Langacher Chlosterrüti Höchi Chloster

Erggel Hofmatt Husmatt Hof Grund Chrüzmatte Schibler Ufbruch

Rebacher Rüteli Station Dättwil Neumättli

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Stalderai Esprai Himelrich Gassächer Hungerbrunne Bodenächer Winkel

Tobelacher Grossächer Breitler Grabenächer Steiacher Holderächer Buechrüti Rütihof Bünte Winkelmatt Tätschächer Oberi Brunnmatt Hügelacher Unterdorf Boonacher Musterlee Leematte Maasächer

15 Herausforderungen

Wie kann Baden den im Zukunftsbild «Baden 2026» skizzierten Zustand erreichen? Was muss getan werden, welche Herausforderungen sind zu erwarten, wo liegen die Handlungsfelder der Stadt? Die kantonale «Prognose 2013» geht für Baden von einem kontinuierlichen Bevölkerungswachstum aus. Bis 2025 wird die Stadtbevölkerung im heutigen Gemeindegebiet um 12% zunehmen und bis 2035 um weitere 8% wachsen. Analog oder höher sind die Wachstumsprognosen für die Gemeinden der Region Baden- Wettingen. Auch die Aussichten für den Wirtschaftsstandort deuten auf Wachstum. Gleichzeitig schrumpfen die Landreserven. Gemäss der kantonalen Erhebung zum Stand der Erschliessung sind die Wohn- und Mischzonen in Baden zu 96% bebaut. Ein analoges Bild zeigen die Arbeitszonen und die Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen. Die Diskrepanz zwischen dem verfügbaren Raum und dem prognostizierten Bedarf bei zunehmenden Ansprüchen wird immer grösser. Hier steckt die in jeder Hinsicht grösste Herausforderung für die Badener Stadtentwicklung der nächsten Jahre. Knapper Raum, beschränkte Ressourcen, Druck auf die Umwelt, soziale und demografische Veränderungen, hoher Mittelbedarf für Investitionen, Unterhalt und öffentliche Dienstleistungen sind die wichtigsten Stichwörter für die Zukunft. Die gegenseitige Abhängigkeit der Gemeinden nimmt mit der fortschreitenden Urbanisierung zu. Im Limmattal entsteht ein zusammenhängender Siedlungsraum. Immer weniger Probleme können kommunal gelöst werden. Siedlungsentwicklung und bauliche Verdichtung, Mobilität, soziale Durchmischung, Kultur- und Standortförderung oder die Langzeitpflege von Seniorinnen und Senioren verlangen nach regionalen Lösungen. Aus der Analyse der heutigen Situation, der Zukunftsprognosen und aus der Perspektive der nachhaltigen Entwicklung ergeben sich im Hinblick auf «Baden 2026» folgende Herausforderungen:

Gesellschaftlicher Zusammenhalt schafft eine sozial und kulturell offene Stadt, sichert breite Zugänge zu städtischen Dienstleistungen, fordert die Mitbeteiligung und Mitverantwortung der Einwohnerinnen und Einwohner.

Infrastruktur Als Trägerin der zahlreichen Stadtfunktionen steht sie unter Nutzungs- und Optimierungsdruck. Ihre Finanzierung ist nicht selbstverständlich und erfordert eine langfristige, auf Prioritäten basierende Planung.

Stadtidentität Baden soll als überschaubare, innovative und facettenreiche Stadt erkennbar bleiben.

Umwelt und RaumDie Verletzlichkeit der Natur und die Raumknappheit erfordern einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen.

Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Prosperität bilden die materiellen Voraussetzungen des kommunalen Handelns und sind Grundlage der sozialen Wohlfahrt.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt

17 Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Das Bevölkerungswachstum durch Zuwanderung, der demografische und gesellschaftliche Wandel sowie die Ressourcenknappheit sind Faktoren, die die Gesellschaft in Baden und in der Region in den nächsten Jahren beeinflussen und vielfach herausfordern werden. Mögliche Konflikte sollen früh erkannt und offen und aktiv angegangen werden. Eine breite Partizipation aller Einwohnerinnen und Einwohner am politischen, sozialen und kulturellen Leben ist die Voraussetzung einer lebendigen Stadtgesellschaft. Die Integration von Neuzugezogenen, eine generationsübergreifende Sozialpolitik, das Fördern und Unterstützen von Freiwilligenarbeit und der Zugang zur städtischen Infrastruktur sind Grundlagen dazu. Im Spannungsfeld zwischen sinkendem Familienanteil und der zunehmenden Anzahl Senioren sind bedarfs- und zielgruppenorientierte Dienstleistungen gefragt. Der soziale Zusammenhalt einer Gesellschaft geht über die politischen Gemeindegrenzen hinaus. Baden gestaltet seine Familienpolitik aktiv und stimuliert die regionale Zusammenarbeit durch Pilotprojekte. Eine sozial, materiell und kulturell ausgeglichene Region liegt im Interesse aller Gemeinden. Der Graben zwischen «starken» und «schwächeren» Gemeinden soll nicht grösser werden.

Trends, Chancen, Risiken – Der demografische Wandel erfordert generationsübergreifendes Handeln. – Pensionierte Personen können und wollen noch aktiv sein. Sie sind als «Dritte Generation» ein Potenzial für die Gesellschaft. – Die Integration ist eine offene Aufgabe über alle Bereiche der Stadt. – Vereine und Organisationen spiegeln nur einen Teil der Öffentlichkeit wider. Als neue Form der Meinungsbildung und Mitwirkung ist die «Web-Öffentlichkeit» entstanden. – Partizipative und informelle Verfahren gewinnen an Bedeutung. Die Rolle der digitalen Medien nimmt in allen Tätigkeitsbereichen der Stadt zu. – Die Kultur trägt massgebend zur Integration und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. – Jugendorganisationen und Sportvereine sind für Jugendliche wichtige Integrationsorte. Die Bedeutung von spontan organisierten Aktivitäten nimmt zu. – Naturnahe Grün- und Freiräume in den Quartieren und Plätze in der Innenstadt sind Faktoren der Wohnqualität und als Orte der Begegnung und des sozialen Austauschs wichtig. – Der Trend, in die Stadt zu ziehen, führt zu zunehmender Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt. Die Angebotsknappheit betrifft einkommensschwächere Gruppen, Familien und junge Erwachsene. – Die Stadt hat mit den kommunalen Liegenschaften nur begrenzt Einfluss auf eine ausgewogene Bevölkerungsstruktur. Ein stärkeres Engagement der Stadt auf dem Wohnungsmarkt wäre mit erheblichem finanziellem Aufwand verbunden.

Leitsätze Humankapital

Baden ist Ort der individuellen Entfaltung und des sozialen Engagements, ein Lebensraum für Menschen jeden Alters sowie unterschiedlicher sozialer und nationaler Herkunft. Das Stärken sozialer Netze und gezielte Hilfe zur Selbsthilfe fördern ein gutes soziales Klima. Sozialkapital

Baden fördert die generationsübergreifende Solidarität. Die öffentliche Sicherheit hat einen hohen Stellenwert. Baden ist eine sichere Stadt. Die Stadt pflegt eine offene Informationspolitik und setzt sich aktiv für den Austausch mit und zwischen den Einwohnerinnen und Einwohnern ein. Die Stadtverwaltung ist innovativ, effizient und kundennah.

Naturkapital

Die gute Qualität des öffentlichen Raums schafft Sicherheit und ermöglicht Begegnungen.

Realkapital

Baden sichert die räumlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen für die Teilnahme aller Einwohnerinnen und Einwohner am gesellschaftlichen Leben. In allen Stadtquartieren werden dauerhafte, vielfältige Siedlungsstrukturen mit hoher Lebensqualität angestrebt. Baden gestaltet die hohe Qualität der Volksschule und fördert die Berufs- und Weiterbildung.

Handlungsfelder Zusammenleben Gesellschaftliche Aktivitäten von Einwohnerinnen und Einwohnern werden bedarfsgerecht als Hilfe zur Selbsthilfe gefördert. In allen Tätigkeitsbereichen der Stadt wird die Integration von Einwohnerinnen und Einwohnern berücksichtigt. Quartiervereine erfüllen in den Quartieren wichtige Funktionen. Sie stärken das Teilhaben der Bevölkerung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie sind als Ansprechpartner der Politik und Stadtverwaltung adäquat einzubeziehen. Eine kooperative Stadtentwicklung ist auf die aktive Mitwirkung von allen Einwohnerinnen und Einwohnern angewiesen. Neben einer ausgewogenen sozialen Durchmischung stellen die Generationsbeziehungen einen wichtigen Aspekt in der Stadt- und Quartierentwicklung dar. Die Stadt fördert den Einbezug der «Dritten Generation» und schafft Strukturen, in denen diese ihre Fähigkeiten zugunsten der Gemeinschaft weiter einbringen kann.

Familien- und Alterspolitik Familienergänzende und unterstützende Angebote für Jugendliche und Senioren werden auf den Grundlagen einer Gesamtstrategie bedarfsgerecht eingesetzt. In der Langzeitpflege werden regionale Lösungen gesucht bzw. weiterverfolgt, um ein bedarfsgerechtes und qualitativ gutes Angebot in der Region zu gewährleisten.

Soziale Durchmischung Die öffentliche Hand nimmt durch die städtische Wohnbaupolitik ausgleichend Einfluss auf die soziale Struktur der Bevölkerung. Eine ausgewogene sozialräumliche Entwicklung braucht den Einbezug der Region. Durch gemeindeübergreifende Planungen und gemeinsame öffentliche Dienstleistungen wird auf eine regional ausgewogene Bevölkerungsstruktur eingewirkt.

Kultur Die Stadtgesellschaft profitiert von der integrativen Rolle der Kultur. Gezielte Kulturförderung und geeignete Kulturangebote in allen Sparten sowie nicht kommerzielle Kulturaktivitäten helfen «Grenzen» zu überwinden. Entsprechende Zielvorgaben des Kulturkonzepts werden umgesetzt.

Öffentliche Sicherheit Um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, werden Präventivmassnahmen und die Aktivitäten aller Beteiligten, insbesondere der für die öffentliche Sicherheit relevanten Akteure, weiter abgestimmt. Die grundsätzliche Haltung des Dialogs und des Austauschs wird fortgesetzt.

Bildung und Beruf Berufsbildung, berufliche Tätigkeit und persönliche Entwicklungsoptionen sind wichtige Faktoren des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die Funktion der Stadt Baden als Berufs- und Weiterbildungszentrum wird weiter gestärkt. Die Vernetzung der Badener Bildungs- und Weiterbildungsinstitute wird gefördert.

Infrastruktur

Die städtische Infrastruktur hat in allen Bereichen, von Bildung über Kultur bis hin zur Mobilität, ein hohes Niveau und eine grosse Komplexität erreicht. Sie ist in gutem technischem Zustand, was mit erheblichem Aufwand für Unterhalt bzw. Werterhalt verbunden ist. Neben kommunalen Aufgaben erfüllt und trägt Baden als Zentrumsgemeinde mehrere regionale Funktionen. Dies hat eine erhöhte Belastung der städtischen Infrastruktur zur Folge. Der grösste Teil der über 4000 Hochbauten in Baden dient Wohnzwecken. In den letzten zwölf Jahren erlebte Baden einen Bauboom, u.a. wurden zahlreiche Wohnbauten erneuert und rund 1300 neue Wohnungen erstellt. In den Quartieren Meierhof und Kappelerhof sowie teilweise in der Innenstadt besteht nach wie vor ein grosser Sanierungsbedarf. Das prognostizierte Bevölkerungswachstum zusammen mit der inneren Verdichtung wird einerseits zu intensiverer und effizienterer Nutzung der städtischen Infrastruktur, andererseits zu stärkeren Beanspruchungen führen. Der künftige Unterhalt und Werterhalt bzw. Ausbau der städtischen Anlagen wird mit knappen finanziellen Ressourcen zweckmässig geleistet werden müssen. Baden ist auf eine gute regionale Verkehrsinfrastruktur und den Anschluss an die nationalen Verkehrsnetze angewiesen, um seine Standortgunst zu wahren.

Trends, Chancen, Risiken – Die Nachfrage nach Wohnraum führt zu den überdurchschnittlich hohen Preisen. Ein breites Wohnangebot in verschiedenen Preislagen und Ausbaustandards für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen liegt im Interesse der Stadt und Region. Der Wohnungsmarkt wird primär durch private Akteure gestaltet. – Die vielfältige Kulturszene Badens erfordert eine entsprechend differenzierte Infrastruktur. – Die knappen Raumverhältnisse bzw. Landreserven setzen dem weiteren Ausbau der Infrastruktur enge Grenzen. – Nach ökologischen Prinzipien angelegte und gestaltete Grün- und Freiräume im Siedlungsgebiet, eine ökologische Bauweise und bauliche Durchgrünung mindern den Aufwand für die technische Infrastruktur. – Um den Werterhalt der technischen Infrastruktur zu gewährleisten, sind jährlich erhebliche Mittel erforderlich. – Die infrastrukturellen Anforderungen und Ansprüche im Bildungswesen und im Pflegebereich werden zunehmend zur finanziellen Herausforderung. – Die «Energiewende» und neue technische Anforderungen an Bauten werden zu einem steigenden Mittelbedarf für Sanierungsmassnahmen führen. – Die Badener Infrastruktur wird auch regional beansprucht. Die Nutzungsintensität nimmt als Folge der Urbanisierung des Zentrums und aufgrund des Wachstums in den Nachbargemeinden weiter zu. – Die gute Erreichbarkeit der Region ist ein wichtiger Standortfaktor. Die Verkehrsträger im öffentlichen wie privaten Verkehr haben ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. – Die Fuss- und Velomobilität wird einen wesentlich bedeutenderen Beitrag zur Entlastung des öffentlichen und motorisierten Verkehrs lokal wie gemeindeübergreifend leisten müssen. – Durch regionale Koordination können die Kosten der Infrastruktur gesenkt und ihre Nutzung effizienter gestaltet werden.

Leitsätze

Humankapital

Für die Einwohnerinnen und Einwohner steht in Baden eine gute und zweckmässige Infrastruktur zur Verfügung. Für Kinderbetreuung und Langzeitpflege besteht ein bedarfsgerechtes, flexibles Angebot.

Sozialkapital

Durch eine gute kommunale Infrastruktur wird eine ausgewogene soziale Struktur in den Quartieren unterstützt. Die öffentliche Quartierinfrastruktur fördert die Begegnungsmöglichkeiten der Einwohnerinnen und Einwohner.

Naturkapital

Ausbau und Unterhalt der Infrastruktur werden auf die Umwelt und die natürlichen Ressourcen abgestimmt.

Realkapital

Der Wertbestand der kommunalen Infrastruktur wird langfristig gewährleistet. Ein effizientes öV- und MIV-System, eine gute Infrastruktur für die Fuss- und Velomobilität sowie das Verkehrsmanagement sind Stützen einer stadtverträglichen Mobilität. Die Stadt unterstützt ein bedarfsgerechtes Ausgestalten der Gesundheitseinrichtungen.

Handlungsfelder

Werterhalt Um den Wertbestand der kommunalen Infrastruktur langfristig zu gewährleisten, setzt Baden die Strategie der Werterhaltung und Unterhaltsplanung fort und sichert die erforderlichen Mittel.

Hochbauten Die Stadt wirkt beim Bereitstellen von Wohnraum im Rahmen der Wohnbaustiftung mit und unterstützt gemeinnützigen Wohnbau durch die Kooperation mit privaten Bauträgern. Der Bau von Alterswohnungen in den Quartieren wird mit Einbezug von privaten Investoren gefördert. Der Raumbedarf in den Schulhäusern erhöht sich aufgrund der Volksschulreform mit Umsetzen des obligatorischen zweijährigen Kindergartens und der sechsjährigen Primarstufe, neuer Unterrichtsformen, der Tagesbetreuung und der Zunahme der Schülerzahlen wesentlich. Ein Angebot an erschwinglichen Räumen ist für soziale und kulturelle Aktivitäten sowie für das Kleingewerbe erforderlich. Neben dem Bewirtschaften der stadteigenen Liegenschaften sind Zwischennutzungen (auch in Nachbargemeinden) zu ermöglichen.

Erschliessung Die Infrastruktur für die Erschliessung wird auf der Basis des «Kommunalen Gesamtplans Verkehr» (KGV) geplant. Die Stadt pflegt das Strassennetz und baut es punktuell aus. Die Hauptverkehrsstrassen werden betrieblich und gestalterisch aufgewertet. Das Projekt Baden-Zentrum mit Neugestaltung des Schulhausplatzes beeinflusst die Verkehrssituation in Baden massgebend. Für die Siedlungsentwicklungen im Galgenbuck in Baden Dättwil und im Brisgi im Kappelerhof wird die kommunale Infrastruktur (Strassen, Versorgung und Entsorgung) bereitgestellt. In allen Stadtteilen wird der innerstädtische Verkehr vermehrt über Bus-, Velo- und Fussgängerverbindungen abgewickelt. Ein aktualisiertes Velokonzept ist Basis für Massnahmen zur Ergänzung der Veloinfrastruktur.

Verkehr und Mobilitätsmanagement Neben Optimierungen und örtlichen Ergänzungen der Strassen wird in der Region die Infrastruktur für das Verkehrsmanagement zur Steuerung, Lenkung und Bewirtschaftung des motorisierten Verkehrs ausgebaut. Baden setzt das Programm «Badenmobil» fort. Die Dienstleistungen der Mobilitätszentrale «Badenmobil» werden mit Partnern langfristig sichergestellt und bedarfsgerecht gestaltet. Die Stadt unterstützt die Unternehmen bei der Einführung des Mobilitätsmanagements.

Regionale Infrastruktur Für die Region sind das «Regionale Entwicklungskonzept REK» und das 2010 aktualisierte «Leitbild Verkehr 2005» massgebend. Das Strassennetz wird mit den Schwerpunkten Baden Zentrum (Schulhausplatz) und Baden Süd (Dättwil, Fislisbach) optimiert und in Zusammenarbeit mit dem Kanton unter Berücksichtigung des urbanen Umfelds wo erforderlich ausgebaut. Die Stadt Baden strebt einen regionalen Sachplan «Siedlung und Verkehr» an. Beim Ausbau des öV-Angebots werden regionale Prioritäten gesetzt, beispielsweise bezüglich der Lage der Verkehrsknotenpunkte. Das öV-System wird mit tangentialen Verbindungen ergänzt, um die Erreichbarkeit spezifischer Orte (z.B. Kantonsspital) zu verbessern. Dies verlangt nach gemeindeübergreifenden Zielen und Strategien. Um die verkehrsmässige Standortgunst der Region zu erhalten, sind in Baden die Schnellzugs- und Interregio-Halte mit guten Verbindungen in die Wirtschaftszentren Zürich, Basel, Bern, zum Flughafen Zürich, in die Westschweiz und ins grenznahe Ausland unter allen Umständen zu erhalten.

Stadtidentität

Die Stadt Baden als Zentrum in einem dynamischen Umfeld muss sich immer wieder von Neuem positionieren und dabei ihr Selbstbild und ihre Aufgaben hinterfragen. Die Stadt kann auf ihr historisch begründetes Selbstbewusstsein als Tagsatzungs-, Kongress- und Einkaufsort, das urbane Stadtbild mit bedeutenden Baudenkmälern, die starke Wirtschaft sowie Spezialitäten wie die Thermalbäder setzen. Weiter zählen die eigenständige Kulturszene, das aktive Vereinsleben und eine engagierte, international geprägte Bevölkerung zu den Badener Stärken. Identitätsstiftend sind auch die Lage der Stadt in der Landschaft und die Vielfalt der Quartiere, die Raum für ein facettenreiches Leben bieten. Hervorzuheben sind die offene politische Kultur und die Bereitschaft für Innovationen. Durch die dynamische Entwicklung ist die Region Baden gefordert, eine regionale Identität aufzubauen. Regionale Organisationsformen sind nur spärlich vorhanden, und wo sie im Entstehen sind, wird ihnen mit Misstrauen begegnet. Baden wird zukünftig vermehrt im Spannungsfeld zwischen den lokalen Quartieren und dem regionalen Anspruch stehen.

Trends, Chancen, Risiken – Heute verkörpert Baden eine Region mit über 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern, wovon nur knapp 20% in der Stadt wohnen. – Ein Trend zum Lokalen und Authentischen als Gegenpol zur vernetzten Welt ist feststellbar. Gleichzeitig nimmt die Identifikation der Bevölkerung mit ihrem unmittelbaren Lebensraum aufgrund der Mobilität und des gesellschaftlichen Wertewandels ab. – Die Vielfalt der Stadt ist ein wichtiger Standortfaktor. Sie trägt zur Attraktivität der Stadt bei und sorgt für stabile gesellschaftliche Verhältnisse. – Neben Parteien und Vereinen gestalten Interessengemeinschaften und Ad-hoc-Gruppierungen die städtische Gesellschaft zunehmend mit. – Das Kulturangebot, die Kulturinstitute sowie wiederkehrende Festanlässe wie die «Badenfahrt» tragen positiv zur Identität und zur Wahrnehmung der Stadt bei. – Die Kunst im öffentlichen Raum hat Potenzial als Imageträger. – Der einzigartige Natur- und Stadtraum bietet beste Voraussetzungen, die Identifikation mit der Stadt zu vertiefen. – Historische und kulturelle Potenziale der Bäder liegen noch brach. Die Bäder müssen für die Stadt neu entdeckt werden. – Die Siedlungsstruktur Badens, bestehend aus den Aussenquartieren, der Altstadt, den Bädern und den Zeugen der Industrialisierung als Grundlage der Stadtentwicklung, ist Chance und Herausforderung zugleich. – Die intensive Bautätigkeit bzw. die Veränderungen des Stadtbilds können der Identifikation abträglich sein und Unbehagen erzeugen, was sich in Ablehnung an der Urne oder in Einsprachen zeigen kann. – Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und eine aktive Investitionspolitik tragen zum Image und zur positiven Aussenwahrnehmung von Baden bei. – Die Region wächst zusammen und sucht nach einer gemeinsamen Identität. Die Gemeinden sind eingeladen, ihre Entwicklungsziele miteinander abzustimmen und gemeinsame Interessen mit einer Stimme zu vertreten.

Leitsätze

Humankapital

Die Stadt ist Wohn- und Wirkungsraum für aktive Einwohnerinnen und Einwohner. Sie tragen die Stadtgemeinschaft mit. Die Stadt unterstützt eine breite Partizipation der Einwohnerinnen und Einwohner am politischen, sozialen und kulturellen Leben.

Sozialkapital

Parteien, Quartiere, Vereine und spontane Formen der Zivilgesellschaft gestalten das städtische Leben aktiv mit. Kultur, öffentliche Anlässe und Begegnungsmöglichkeiten tragen zur gemeinsamen Identität bei. Die Bäder als kulturelles Erbe sind Teil der Stadtidentität. Sie werden neu belebt. Baden setzt sich für eine starke Region ein, fördert Kooperationen zwischen den Gemeinden und geht Zusammenschlüsse aktiv an.

Naturkapital

Baden pflegt und verbindet die vielfältige Landschaft und die Freiräume als Teil der Stadtidentität. Die Thermalquellen werden intensiver und vielfältiger genutzt.

Realkapital

Die Pflege des baulichen Erbes ist eine Investition in die Zukunft. Städtebau und Architektur sind Teil des Stadtverständnisses. Die Stadt setzt sich zusammen mit dem lokalen Gewerbe für eine attraktive und lebendige Innenstadt ein. Baden bekennt sich zur Kunst im öffentlichen Raum.

Handlungsfelder

Urbanität, Vielfalt und Offenheit Stadtwachstum und bauliche Verdichtung erfordern ein vertieftes Auseinandersetzen mit dem Wandel zu Urbanität. Leitthemen sind neben baulicher Dichte und Nutzungsvielfalt, der Konsum sowie eine gesellschaftliche Vorstellung der lebenswerten Stadt. Die Stadt setzt sich für die Wiederbelebung der Bäder ein.

Partizipation Die Quartieranalysen Kappelerhof und Meierhof haben die Identifikation der Einwohnerinnen und Einwohner mit dem Quartier gestärkt und die Akzeptanz für Veränderungen gefördert. An diese Erfahrungen wird in anderen Stadtquartieren angeknüpft. Baden hat eine lange Tradition erfolgreicher Integration. Die vorhandenen Konzepte, Angebote und Massnahmen werden vor dem Hintergrund der Zunahme von Einwanderungen überprüft und weiterentwickelt. Interessengemeinschaften, informelle Gruppen und die junge Generation werden u.a. durch den Einsatz digitaler Medien in Entwicklungsprozesse einbezogen.

Kulturvermittlung Das «Kulturkonzept 2011» setzt den Rahmen für das Fortsetzen einer über alle Sparten und Richtungen offenen Kulturförderung. Kulturaspekte werden in die Stadtentwicklung stärker eingebunden und es wird eine aktive Kulturvermittlung betrieben.

Landschaft und Stadtbild Das Stadtbild wird sich aufgrund von Erneuerungen (Neu- und Ersatzbauten) und der inneren Verdichtung verändern. Neue Qualitäten werden alte ablösen. Zu beachten sind der Aspekt der direkten Nachbarschaft, Nähe, die Geschwindigkeit der Veränderungen sowie der Bezug zum Wald und zur offenen Landschaft. Die Verdichtung zwingt zu einem sorgfältigen Umgang mit dem Bestehenden.

Regionale Identität Die regionale Identität als Ausdruck des gemeinsamen Lebensraums ist politisch und kulturell zu stärken. Die «Regionale Entwicklungsstrategie» dient dafür als Grundlage. Baden und die Region setzen sich gemeinsam für ihre Interessen ein.

Umwelt und Raum

Die topografischen Gegebenheiten setzen neben den Gemeindegrenzen der Stadtentwicklung in Baden einen engen Rahmen. Der Umgang mit dem knappen Raum als Teil der Umwelt ist entscheidend. Die Stadt besteht aus Siedlungsgebiet und Wald. Die Badener Quartiere haben sich bereits bis an den gesetzlichen Waldabstand oder – wie in Rütihof – bis zur Gemeindegrenze hin ausgedehnt. Offene Flächen, als Naturräume oder landwirtschaftlich genutzt, sind innerhalb der Stadtgrenzen kaum mehr vorhanden. Die intakte Umwelt ist ein Standort- und Identitätsfaktor und trägt massgebend zur hohen Wohnqualität in Baden bei. Die Raumentwicklung entzieht sich zunehmend dem kommunalen Einfluss und erfordert ein koordiniertes regionales Vorgehen. Um das prognostizierte Bevölkerungswachstum aufzunehmen, möglichen negativen Auswirkungen zu begegnen und den Wirtschaftsstandort attraktiv zu erhalten, ist der weiteren Fragmentierung des Raums entgegenzuwirken. Neben den natürlichen Ressourcen wie Luft, Wasser, Landschaft und Wald werden Siedlungsentwicklung und Emissionen, lokale Auswirkungen des globalen Klimawandels sowie Energiefragen auf der Agenda der Stadt stehen.

Trends, Chancen, Risiken – Der individuelle Flächenkonsum für Wohnzwecke und Mobilität nimmt weiter zu. – Neben Verdichtung sind koordinierte Mehrfachnutzungen und Synergien zwischen verschiedenen Nutzungen möglich. – Die bauliche Verdichtung führt zu einem für eine Kleinstadt ungewohnt urbanen Stadtbild. Die Nebenwirkungen sind u. a. Nutzungs- und Nachbarschaftskonflikte. Verdichtung hat neben der baulichen eine gesellschaftliche Komponente. – Die Tendenz zur «24-Stunden-Gesellschaft» führt zu Interessenkonflikten und beeinträchtigt die Wohnqualität (Lärm, öffentliche Sicherheit) und die Umwelt. – In den locker bebauten und grünen Quartieren geraten private und öffentliche Grünflächen durch bauliche Verdichtung unter Druck. Sie haben eine Schlüsselrolle für die Biodiversität und sind als Naturerlebnis im Alltag wichtig. – Neue Ansätze im Umgang mit Raum wie «Urban Gardening» können in Baden erprobt werden. – Der Badener Wald und die Limmat sind die Naherholungsgebiete der Stadt. Hier nimmt der Nutzungsdruck, bedingt durch das Bevölkerungswachstum, zu. – Mit der Belebung der Bäder rückt die Limmat in den Fokus der Stadtentwicklung. Die Bedeutung als Natur- und Erholungsraum nimmt gleichsam zu. Ausserdem ist die Limmat eine wichtige Energiequelle. – Die Mobilität nimmt tendenziell weiter zu. Die negativen Folgen bezüglich Ruhe und Luft zeigen sich explizit an stark befahrenen Kantonsstrassen im Stadtgebiet. – Die in der Stadt und Region verbleibenden landwirtschaftlichen Betriebe und Flächen stellen ein vielseitiges Potenzial dar. Landschaftspflege und lokale, nach ökologischen Kriterien gewonnene Produkte sind dabei wichtige Stichwörter.

Leitsätze

Humankapital

Baden fördert die Eigenverantwortung der Einwohnerinnen und Einwohner für die Umwelt. Natur und Landschaft tragen zur hohen Lebensqualität und zur Stärkung der Gesundheit der Einwohnerinnen und Einwohner bei. Sozialkapital

Die Gestaltung der öffentlichen Freiflächen in den Quartieren richtet sich nach den Bedürfnissen der Bevölkerung, insbesondere auch der Kinder. Die Stadt setzt sich für den Ausgleich der Nutzungsansprüche ein und vermittelt bei Konflikten. Naturkapital

Baden nimmt seine Verantwortung der Umwelt gegenüber wahr. Mit den natürlichen Ressourcen Boden, Luft und Wasser wird haushälterisch umgegangen. Natur, Landschaft und Siedlung sind gleichwertig. Funktion und Qualität des Lebensraums werden auf Dauer gewährleistet. Land- und Forstwirtschaft sind lokale Partner bei der Landschaftspflege. Für die Produktion und Bewirtschaftung gelten ökonomische und ökologische Kriterien. Realkapital

Der zunehmenden Raumbeanspruchung wird mit Mehrfachnutzungen und Nutzungsoptimierungen begegnet. Siedlungsverdichtung erfolgt unter Berücksichtigung von gesellschaftlichen und ökologischen Quartiereigenschaften. Die Stadt Baden leistet mit ihrer Energiepolitik einen Beitrag zur Energiewende. Baden setzt sich für eine koordinierte Landschafts- und Raumentwicklung in der Region Baden-Wettingen ein.

Handlungsfelder

Quartierentwicklung Die Stadt ermöglicht eine substanzielle Innenentwicklung. Um Lebens- und Wohnqualität zu sichern bzw. die Emissionen zu beschränken, werden die Stadtfunktionen Arbeit, Freizeit, Mobilität und Wohnen stärker aufeinander und auf die Landschaftsentwicklung abgestimmt. Die Stadt koordiniert die vorhandenen Planungsinstrumente und setzt quartierspezifisch qualitative sowie quantitative Vorgaben für die bauliche Verdichtung, die Gestaltung der öffentlichen Freiräume und die bauliche Durchgrünung sowie für eine stadtverträgliche Mobilität. Eine Gesamtrevision der BNO wird eingeleitet. Die Areale Galgenbuck in Dättwil und im Brisgi im Kappelerhof werden gemäss den Vorgaben des Entwicklungsrichtplans (2011) bzw. des Entwicklungskonzeptes (2013) weiterentwickelt.

Wald, Landschaft und Kulturland Im Badener Wald wird mittels der beiden Instrumente «Betriebsplan Wald 2011 – 2022» und «Richtplan Natur und Landschaft 2012» ein Ausgleich zwischen Holzproduktion, Naturschutz und Erholung angestrebt. Die ökologische Vernetzung der Naturräume und die Förderung der Artenvielfalt stehen im Vordergrund. Auf der Baldegg erfordert die enge Verzahnung von Wald, Landwirtschaft und Erholung ein enges Abstimmen der Ziele. Der Limmatraum wird auf Basis des überkommunalen «Masterplans Limmatraum 2011» aufgewertet. Lokal produzierte land- und forstwirtschaftliche Produkte werden im Sinn einer nachhaltigen Entwicklung gefördert.

Energiepolitik und Ressourcenverbrauch Die Stadt Baden – mit dem Energiestadt-Label Gold ausgezeichnet – setzt ihre bisherige Politik im Energiebereich fort. Das «Energieleitbild» wird aktuell gehalten und mit einem kommunalen «Energierichtplan» ergänzt. Der Austausch mit der Industrie wird intensiviert. Das Potenzial erneuerbarer Energien soll noch wesentlich stärker ausgeschöpft werden. Die Massnahmen zur Senkung des Ressourcenverbrauchs und zur Effizienzsteigerung werden fortgesetzt. Verstärkt gefördert werden Mehrfachnutzungen und Massnahmen, die dazu beitragen, den Wohnflächenkonsum bzw. Landverbrauch zu senken und die weitere Versiegelung des Bodens einzudämmen.

Öffentlichkeitsarbeit Die Bevölkerung wird mit auf Zielgruppen ausgerichteter Öffentlichkeitsarbeit für den Stadtraum Baden sensibilisiert. Die Einwohnerinnen und Einwohner werden regelmässig über den Zustand der Umwelt in Baden informiert und auf Handlungsmöglichkeiten im eigenen Umfeld hingewiesen.

Regionale Raumentwicklung Der Regionalen Entwicklungsstrategie (RES) und dem Regionalen Entwicklungskonzept (REK) von Baden Regio muss das Erarbeiten eines regionalen «Sachplans Siedlung und Verkehr» folgen. Baden unterstützt die koordinierte Entwicklung des Limmattals und leistet seinen Beitrag an die übergeordneten Planungen. Den Freiräumen im Limmattal kommt dabei eine spezielle Bedeutung zu.

Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

33 Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

Die Stadt Baden steht wirtschaftlich und finanziell gut da. In den vergangenen Jahren wurden die Schulden u.a. durch zurückgestellte Investitionen reduziert. In der Zukunft wird Baden auf einen gesunden Finanzhaushalt angewiesen sein, um das prognostizierte Wachstum aufzunehmen, seinen Handlungsspielraum für Investitionen zu wahren bzw. die städtischen Dienstleistungen auf heutigem Niveau zu halten. Bereits heute zeichnet sich ein hoher Mittelbedarf in den Bereichen Mobilität, Kultur, Bildung und bei der Langzeitpflege ab, was eine kohärente Finanz- und Investitionsplanung mit klar gesetzten Prioritäten erfordert. Zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Badens trägt, neben den Einwohnerinnen und Einwohnern, massgebend die lokale Wirtschaft bei. Ihre Attraktivität beruht u.a. auf dem grossen Angebot an hochqualifizierten Personen, guter Erreichbarkeit, einer soliden, gut ausgebauten Infrastruktur und nicht zuletzt auf attraktiven Steuern und Abgaben. Auch das breite Kultur- und Freizeitangebot von Baden trägt zum wirtschaftlichen Erfolg der Stadt bei. Ein wichtiger Faktor ist schliesslich die kooperative Stadtbehörde. Diese Faktoren werden auch in Zukunft über die Standortgunst und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Stadt entscheiden.

Trends, Chancen, Risiken – Die Ansprüche an die öffentliche Hand nehmen zu. Immer mehr Aufgaben werden an die Gemeinde delegiert. Diese Tendenz ist auch in Baden spürbar. – Die veränderte Sozialstruktur (tendenziell mit höherem sozialem Status) stärkt das Steuersubstrat nur unwesentlich, weil gleichzeitig die einkommensstärksten Schichten schrumpfen. – Der hohe Anteil der beruflich aktiven Einwohnerinnen und Einwohner wird zunehmen. Die Alterung der Gesellschaft wird durch die Einwanderung leicht gebremst. – Baden leistet mit Tagesstrukturen für Vorschul- und Schulkinder einen wichtigen Beitrag an die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. – Regulierungsdichte und Komplexität administrativer Verfahren schmälern den Handlungsspielraum der Gemeinden. – Die Auswirkungen der geplanten Steuerreformen des Bundes sind noch offen. Baden ist mit seinem hohen Anteil an international tätigen Unternehmen besonders exponiert. – Die «Energiestrategie 2050» des Bundes stellt die Energiebranche vor neue Herausforderungen, was zu geringeren Steuererträgen in Baden führen kann. Längerfristig bringt die Energiewende eine Chance für die in Baden ansässigen Firmen. – Der Badener Wald, das Thermalwasser und die Landschaft stellen direkt und indirekt wichtige wirtschaftliche Potenziale dar. – Baden profitiert einerseits von seiner geografischen Lage im Metropolitanraum Zürich und ist andererseits dem Sog der Wirtschaftsmetropole ausgesetzt. – Die konstante Nachfrage nach Wohn- und Arbeitsraum hat ein hohes Preisniveau zur Folge. Wertschöpfungsschwächere Branchen und Bevölkerungsgruppen kommen unter Druck. – Das kommunale Angebot hat ein quantitativ und qualitativ hohes Niveau erreicht, was mit erheblichen Kosten verbunden ist. Der Finanzbedarf für Betrieb, Unterhalt und Werterhalt steigt, was die Handlungsmöglichkeiten für Neuinvestitionen stark einschränkt. – In der Volkschule zeichnet sich ein sehr hoher Investitionsbedarf ab. Die Auswirkungen können eine erhöhte Verschuldung bis hin zur Anhebung des Steuerfusses sein. – Die Zentrumslasten mit oder ohne Gemeindezusammenschlüsse nehmen zu. Die kommunale Infrastruktur ist u.a. der regionalen Nachfrage ausgesetzt.

Ab 2017 wird sich der Badener Beitrag an die öV-Leistungen voraussichtlich massiv erhöhen.

Leitsätze

Humankapital

Baden unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein breites Angebot der Aus- und Weiterbildung erleichtert Jugendlichen und Erwachsenen den Einstieg und Erfolg in der Arbeitswelt. Die Stadtgesellschaft nutzt das Potenzial von Seniorinnen und Senioren («Dritte Generation»). Sozialkapital

Baden betreibt ein aktives Stadtmarketing und pflegt die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Investoren und der Wirtschaft. Baden schafft gute Rahmenbedingungen für Freiwilligenarbeit und persönliche Engagements. Naturkapital

Die Thermalquellen werden für Stadtidentität, Tourismus, Gesundheitsförderung und als Energiequelle genutzt. In allen städtischen Tätigkeitsbereichen wird Energie effizient eingesetzt. Die Nutzung erneuerbarer Energie steht im Vordergrund.

Realkapital

Baden betreibt eine vorausschauende und tragbare Investitionspolitik. Baden pflegt gute Rahmenbedingungen für Investoren und setzt auf räumliche und branchenmässige Diversifizierung des Wirtschaftsstandorts. Zusammen mit Kanton und Region wird die gute Erreichbarkeit durch alle Verkehrsträger, insbesondere durch den öffentlichen Verkehr, sichergestellt. Baden setzt zeitgemässe Kommunikationstechnologien ein.

Handlungsfelder

Finanzen Die Stadt wahrt ihren gesunden Finanzhaushalt, indem sie für eine hohe Eigenfinanzierung sorgt und die beeinflussbaren Ausgaben wie kommunale Dienstleistungen im Sinne der Nachhaltigkeit wiederkehrend auf ihre Wirkung analysiert und hinterfragt. Ein möglichst konstanter Steuerfuss wird angestrebt. Die anstehenden Investitionen können zu höherer Verschuldung führen. Sie werden aufgrund der Personalressourcen und der Finanzmittel priorisiert und zeitlich gestaffelt.

Stadtmanagement Die Stadtverwaltung Baden ist ein effizientes und innovatives Dienstleistungsunternehmen und eine attraktive Arbeitgeberin. Sie erbringt ihre Leistungen im Dienst der Bevölkerung kundenorientiert, wirkungsvoll und in einer guten Qualität. Baden pflegt den Kontakt mit der Wirtschaft und sorgt für die speditive Abwicklung der öffentlichen Verfahren. Die nachhaltig unterhaltene Infrastruktur ist Basis des Stadtangebots. Synergien zwischen Benutzergruppen (Mehrfachnutzungen) werden geprüft und vermehrt genutzt.

Marke Baden Die Marke Baden wird mit einem eigenständigen Profil und Angebot als Subdestination von Zürich positioniert. Die Stadt betreibt eine aktive Standortförderung im regionalen Kontext. Gemeinsam mit den Gemeinden der Region wird eine regionale Infrastruktur u.a. für Sport, Kultur, Kongresse usw. aufgebaut und vermarktet.

Wirtschaftsstandort Die Erschliessung des Zentrums und der Arbeitsorte durch den öffentlichen Verkehr, den motorisierten Individualverkehr sowie Fuss- und Velomobilität wird gewährleistet. Dazu sind neben zusätzlicher Infrastruktur, erhöhten öV-Frequenzen auch Massnahmen im Mobilitätsmanagement erforderlich. Die Stadt bietet ein attraktives Umfeld für Industrie und Gewerbe. Die Rahmenbedingungen für Unternehmen, insbesondere KMU, werden überprüft und verbessert. Gewerbebetriebe werden im Rahmen von städtischen Bauvorhaben nach Möglichkeit berücksichtigt. Damit die Innenstadt ein breites Branchenspektrum mit vielfältigem und attraktivem Dienstleistungsangebot erhalten und weiterentwickeln kann, ist eine Abstimmung unter allen Beteiligten erforderlich. Die Stadt setzt sich u.a. mit privaten Partnern für ein attraktives Stadtbild ein. Zur Diversifizierung der Wirtschaft und zur Entlastung der Innenstadt werden die Gewerbegebiete in Dättwil weiterentwickelt. In den Quartieren wird ein angemessener Anteil an Gewerbe- und Geschäftsflächen angestrebt. Das neue Thermalbad und das Zentrum Trafo setzen wichtige Impulse für den Kongress- und Kulturtourismus. Die Stadt erstellt ihren Teil der notwendigen Infrastruktur. Die Vermarktung der neuen Stadtangebote wird intensiviert. Die in Ansätzen vorhandene «Kreative Wirtschaft» nützt der breiteren Abstützung des Wirtschaftsstandorts. Gefragt ist neben einer stärkeren Vernetzung erschwinglicher Raum für junge Betriebe. Die Behörden unterstützen, wo möglich, temporäre Zwischennutzungen. Baden hat gute Voraussetzungen (Bäder, Kantonsspital), um sich als Kompetenzzentrum für Gesundheit und Wohlbefinden zu etablieren.

Bildung und Forschung Die Stadt stärkt in Zusammenarbeit mit der lokalen Wirtschaft die Berufsbildung vor Ort, insbesondere die Weiterbildung mittels Höherer Fachschulen, und sichert längerfristig die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Fachkräfte. Das Berufsbildungszentrum BBB hat Leaderfunktion in der dualen Ausbildung. Ausgehend von den bestehenden Forschungseinrichtungen, wie dem ABB Forschungszentrum (Dättwil) und dem Paul Scherrer Institut (Würenlingen), setzt die Stadt sich zusammen mit der Region für die Förderung von Forschung und innovativen Branchen (Spin-offs) in der Region ein.

Impressum

Planungsleitbild 2026 der Stadt Baden Beschluss des Stadtrats vom 27. Januar 2014 Beschluss des Einwohnerrats vom 25. März 2014

Begleitkommission, Strategiekommission des Einwohnerrats Barbara Bircher, Peter Courvoisier, Loris Gazzotto, Adrian Gräub, Stefan Häusermann, Reto Huber, Kilian Jegen, Benedikt Knecht, Konrad Munz, Benjamin Steiner

Johannes Streif, Präsident

Beirat Frank Argast, Amt für Städtebau der Stadt Zürich; Dr. Andre Bideau, Architekturkritiker, Zürich; Dr. Thomas Gröbly, Ethik-Labor, Baden; Dr. Corinna Haye, Raumdaten GmbH, Zürich; Dr. Michael Hermann, Sotomo Forschungsstelle, Zürich; Dr. Daniel Kolb, Leiter Raumentwicklung Kanton Aargau; Dr. Stefan Linder, ABB Schweiz AG, Baden; Dr. Christoph Schenker, Zürcher Hochschule der Künste; Hildegard Hochstrasser, Soziale Dienste; Thomas Lütolf, Standortmarketing; Patrick Nöthiger, Kulturfachstelle; Jarl Olesen, Planung und Bau; Rolf Wegmann, Entwicklungsplanung

Stephan Attiger, Stadtammann Baden, Vorsitz bis März 2013 Geri Müller, Stadtammann Baden, Vorsitz ab April 2013

Arbeitsgruppe Vanessa Angst, Maria Benito, Michael Heiserholt, Monika Greber, Rolf Wegmann, Entwicklungsplanung; Corinne Schmidlin, Stadtökologie; Monika Suter, Planung und Bau; Thomas Böhm, Stabs- und Personaldienste

Wlodzimierz Gorko, Entwicklungsplanung, Projektleitung

Begleitung «Kapitalstockmodell der Nachhaltigkeit» Prof. Dr. Erich Renner und Evelyn Lobsiger-Kägi, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Winterthur

Layout und Abbildungen Sandro Wettstein; Graphic Design & Art Direction, Zürich Abbildungen unter der Verwendung der Daten der amtlichen Vermessung des Kantons Aargau

Lektorat Wort & Schrift, Baden

Druck Meier Druck AG, Baden Dättwil

Kontakt Stadt Baden, Entwicklungsplanung, Rathausgasse 5, 5401 Baden, [email protected] www.baden.ch/planungsleitbild

Herausgeberin Stadt Baden, Auflage 750 Exemplare