02.468
Loi sur l'organisation de la Poste. Modification
Intervention de procédure
BO 2006 N 1071Proposition de la majorité
Entrer en matière
Proposition de la minorité
(Theiler, Bezzola, Bignasca, Binder, Fattebert, Hegetschweiler, Laubacher, Schenk, Schwander, Weigelt)
Ne pas entrer en matière
Levrat Christian · Mit-M · Conseil national · Fribourg · Groupe socialiste
L'initiative dont il est question ici a été déposée le 12 décembre 2002 par le groupe démocrate-chrétien. Une année plus tard, notre conseil y a donné suite par 89 voix contre 78.
Cette initiative parlementaire vise à introduire dans la loi sur l'organisation de la Poste l'obligation pour l'entreprise de tenir compte des attentes des différentes régions du pays. Cette initiative est née dans un contexte particulier, le contexte de REMA, ce projet de restructuration des centres de tri du courrier, qui prévoyait la suppression de 18 centres au profit de trois centres placés dans l'axe du Plateau, la suppression de 8500 places de travail et donc la création, comme je viens de le dire, de trois centres mammouths dans la région lausannoise, dans la région d'Olten et dans la région zurichoise.
Vous vous souvenez que ce projet avait provoqué une très vive émotion, concrétisée par une réaction populaire, syndicale et politique d'une rare intensité. L'analyse qui prévalait à l'époque était celle d'une indifférence coupable de la Poste face aux intérêts des cantons et des régions. Après que les syndicats ont menacé de déclencher des grèves sur les sites concernés et que les cantons ont protesté avec une véhémence rare, la Poste a fait marche arrière et amendé son projet suite à des négociations avec les intéressés. En clair, elle a pris deux décisions essentielles: d'abord, ce ne seront plus trois centres qui seront construits, mais neuf centres régionaux au total qui seront maintenus; ensuite, les cantons les plus touchés verront se faire des implantations censées compenser les pertes d'emplois qu'engendre ce projet.
BO 2006 N 1072L'initiative parlementaire du groupe démocrate-chrétien est née dans ce contexte tendu. Elle vise à inscrire dans la loi l'obligation pour la Poste de tenir compte des différentes régions du pays dans son organisation interne.
Permettez-moi, avant d'entamer ce débat, de faire deux remarques.
Premièrement, cette obligation faite à la Poste n'est pas neuve: elle figurait et figure toujours dans les objectifs stratégiques assignés à l'entreprise par le Conseil fédéral. Elle acquiert toutefois une portée plus forte, plus impérative en figurant explicitement dans la loi sur l'organisation de la Poste. Il faut y voir probablement une conséquence politique, peut-être un peu tardive, de la légèreté avec laquelle la Poste avait traité à l'époque les cantons et les régions concernés.
Deuxièmement, cette initiative ne vise pas à cimenter la structure actuelle de l'entreprise. Elle ne vise pas à figer l'organisation interne, mais elle vise plutôt à garantir que les restructurations nécessaires prennent en compte à l'avenir, lorsque c'est possible, des solutions moins défavorables aux régions périphériques; et avant tout, elle vise à obtenir que de nouveaux emplois qui seraient créés par la suite le soient de préférence dans les régions le plus touchées par les restructurations indispensables.
A ce titre, la commission tient à relever les progrès accomplis en particulier dans la mise en oeuvre du projet REMA par la Poste puisque les cantons du Valais, des Grisons et de Fribourg, qui étaient les cantons particulièrement touchés par cette restructuration, ont obtenu dans l'intervalle de nouvelles implantations pour compenser les emplois perdus.
Hochreutener Norbert · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe démocrate-chrétien
Die Vorgeschichte hat Ihnen mein Kollege Levrat erläutert: Der Nationalrat hat dieser parlamentarischen Initiative im ersten Umgang schon einmal zugestimmt. Die Kommissionsmehrheit beantragt Ihnen nun - der Entscheid fiel mit 14 zu 12 Stimmen -, dieser CVP-Initiative auch im zweiten Umgang zuzustimmen und auf den Gesetzentwurf einzutreten. Nachdem Kollege Levrat Ihnen auch die Gründe aufgezählt hat, die seinerzeit zu dieser Initiative geführt haben - es waren, wie bekannt ist, die Restrukturierungspläne der Post mit drastischen Auswirkungen -, kann ich mich darauf beschränken, Ihnen vor allem einen Gedanken der Kommissionsmehrheit, die hinter dieser Initiative steht, darzulegen:
Die parlamentarische Initiative will den Grundsatz, dass die Post die Interessen der verschiedenen Regionen unseres Landes berücksichtigen soll, im Gesetz verankern. Warum ist es richtig, diesen Grundsatz jetzt im Gesetz festzuhalten? Dieser Grundsatz steht ja auch in den strategischen Zielsetzungen, die der Bundesrat der Post vorgegeben hat; also könnte man eigentlich sagen, das stehe ja dort geschrieben, man könne also darauf verzichten. Aber genau das ist der Punkt: Wir nähen hier nicht gewissermassen doppelt, weil wir die eine Naht nicht sehen; wir nähen doppelt, weil das eine ganz kritische Stelle ist, die halten muss. Der Bundesrat kann die strategische Zielsetzung jederzeit ändern; die Gesetze aber bleiben bestehen, bis sie vom Parlament geändert werden.
Mit dieser Gesetzesänderung geben wir also den Landesteilen eine bessere Garantie, dass ihre legitimen Interessen berücksichtigt werden. Diese Garantie ist nötig. Sie hindert die Post keineswegs daran, ihre Arbeit vernünftig und rationell zu machen. Sie verhindert aber, dass sich einige Leute in der Führung der Post mit radikalen und unüberlegten Reorganisationsplänen profilieren können. Wir verbieten der Post nicht eine rationelle Betriebsführung, wir verbieten ihr nur das Porzellanzerschlagen. Sie erinnern sich, allein schon die Ankündigung der Initiative hat dazu geführt, dass die Post ihre ursprünglichen Abbaupläne massiv in die gute Richtung korrigiert hat.
Es steht aber auch für die Mehrheit fest, dass die wirtschaftliche Öffnung unseres Landes, der Bürokratieabbau, die Schaffung von mehr Wettbewerb, die Liberalisierung auch für die Post Geltung haben müssen. Auch die Post muss irgendeinmal liberalisiert werden, aber das muss in der politischen Realität durchgesetzt werden können. Gerade hier bei der Post kann zu dieser Realität auch eine Volksabstimmung gehören. Um Volksabstimmungen zu gewinnen, muss man dem Volk Sicherheit geben. Dazu gehören eben auch solche Garantien, wie wir sie hier bezüglich der Post verankern wollen. Mehr Marktwirtschaft bei der Post können wir nur durchsetzen, wenn wir im Volk Vertrauen schaffen, dass seine legitimen Interessen nicht unter die Räder kommen.
Die Kommissionsmehrheit stimmt also zu, weil sie die politischen Voraussetzungen für eine Umsetzung von mehr Marktwirtschaft auch hier in diesem Bereich schaffen will. Sie tut es, weil sie weiss, wie wichtig die föderalistischen Wurzeln der Schweiz sind, und sie tut es, weil sie weiss, dass marktwirtschaftliche Reformen nur mit dem Volk und den Kantonen möglich sind.
Ich bitte Sie darum, auf den Gesetzentwurf einzutreten.
Theiler Georges · Mit-M · Conseil national · Lucerne · Groupe radical-libéral
Im Namen einer Minderheit von zehn Kommissionsmitgliedern empfehle ich Ihnen, dem Antrag des Bundesrates zuzustimmen und auf den Gesetzentwurf nicht einzutreten.
Zuerst gilt es einmal, festzustellen, dass in den Zielen, welche der Bundesrat der Post vorgegeben hat, ein Vorschlag in die entsprechende Richtung enthalten ist. Das haben beide Kommissionssprecher so bestätigt. Ich meine, dass eine flexible Lösung im Rahmen der Zielsetzung der Post eben viel sinnvoller ist, als wenn wir das jetzt so im Gesetz verankern. Wir sollten auch der Post keine weiteren Einschränkungen der operativen Freiheiten auferlegen. Die Post braucht in der heutigen Zeit, wo sie der Konkurrenz ausgesetzt ist, genau das Gegenteil. Sie braucht einen massiven unternehmerischen Freiraum. Wir werden uns in Kürze wieder mit der ganzen Strategie der Post auseinander setzen müssen. Die Post hat grosse Anliegen an die Politik, und es wird dort massgeblich darum gehen, der Post mehr Freiraum zu geben, und nicht darum, ihn zu beschränken.
Die Dienstleistung, meine ich, steht im Vordergrund. Ich habe mich bei der Post an vorderster Front immer wieder erkundigt, ob die Dienstleistung gut sei. Ich weiss auch, dass die Post entsprechende Umfragen immer wieder gemacht hat, und diese Umfragen sind gut, und in der letzten Zeit sind sie sogar wieder besser geworden. Es spielt also eigentlich für den Kunden und die Kundin keine zentrale Rolle, wie und wo diese Leistung erbracht wird. Wichtig ist, dass sie dem Kunden letztendlich dient und dass sie auch im Rahmen der heutigen Konkurrenz kostengünstig erbracht werden kann. Das haben wir ja hier beschlossen. Die Mittel, die es zu dieser Dienstleistung braucht, müssen optimal eingesetzt werden.
Was wir machen, ist nichts anderes, als der Post Auflagen zu machen, was sie bezüglich der Regionalpolitik zu tun hat. Ich meine, dass wir für eine Regionalpolitik genügend Instrumente haben. Der Ständerat hat in dieser Session wieder ein Gesetz in diese Richtung verabschiedet. Wir müssen diese Fragen dort behandeln und klären. Es ist einfach falsch, wenn wir bei jeder Gelegenheit und immer wieder solche regionalpolitischen Anliegen in Gesetze einbauen, wo sie eigentlich nicht hingehören.
Ich bitte Sie im Namen der Minderheit, auf den Gesetzentwurf nicht einzutreten. Ich bin froh - und ich bitte Sie, das zu beachten -, dass der Bundesrat in einem speziellen Bericht, den Sie in den Unterlagen haben, ebenfalls dieser Meinung ist.
Simoneschi-Cortesi Chiara · Mit-F · Conseil national · Tessin · Groupe démocrate-chrétien
Le 18 décembre 2003, notre conseil a décidé de donner suite à l'initiative parlementaire du groupe démocrate-chrétien qui demande d'introduire un nouvel article dans la loi sur l'organisation de la Poste.
La proposition du groupe démocrate-chrétien, conçue en termes généraux, est la suivante: "Dans l'organisation de sa structure fonctionnelle, la Poste doit tenir compte des exigences des différentes régions du pays." Cette phrase s'inspire de l'objectif stratégique 1.7. La formulation exacte de celui-ci est: "La Poste doit tenir compte, dans le cadre des possibilités qu'offre la gestion de l'entreprise, des BO 2006 N 1073 répercussions de ses activités sur le développement territorial et des attentes des régions quant à une répartition équitable des emplois." Le texte de l'initiative est beaucoup plus souple et demande donc qu'une importante prescription qui devrait toujours inspirer le côté opérationnel de la Poste soit inscrite dans la loi. On devrait ainsi finalement éviter des décisions déséquilibrées qui désavantagent certaines régions du pays.
En donnant suite à l'initiative en première phase, notre conseil a ainsi reconnu que les arguments en faveur d'une telle initiative étaient justifiés. Concrètement, il y avait et il y a "Handlungsbedarf", nécessité d'agir. Celle-ci découle du fait que la Poste, dans quelques-unes de ses décisions, surtout celle sur le projet REMA, n'a pas respecté les objectifs stratégiques que le Conseil fédéral lui a donnés. Depuis que le Conseil fédéral et le Parlement ont décidé à la fin des années 1990 de procéder aux réformes des ex-régies fédérales, le Parlement a dû intervenir beaucoup de fois parce que la gestion des nouvelles entreprises publiques autonomes a posé des problèmes.
En particulier, la gestion de la Poste a suscité déjà dans les premières années des interventions parlementaires, parce qu'il y a eu des problèmes sur le terrain: je pense par exemple à la diminution du nombre de bureaux de poste, à la péjoration consécutive de l'offre du service universel dans le pays, au danger de diviser les citoyens en deux catégories - les plus gâtés qui habitent les agglomérations et les autres qui habitent les zones périphériques -, et enfin à la question du financement des coûts non couverts du service public. Quelques-unes de ces interventions ont été acceptées par le Parlement, comme, par exemple, la motion Fasel 01.3120 et la motion Epiney 01.3206.
Après, comme vous le savez, le Parlement a repris l'esprit de ces motions et a changé la loi il y a trois ans: il a introduit un nouveau mandat d'infrastructure et a imposé à la Poste d'entretenir un réseau d'offices de poste qui couvre l'ensemble du pays, accessibles à toutes les catégories de citoyens et situés à un quart d'heure du domicile. Les bureaux de poste, même s'ils sont organisés sous la forme d'agences ou de filiales, doivent offrir tous les services. Donc le Parlement a repris les critiques qui émanaient de tous les groupes parlementaires et a changé la loi.
Le fait qui a provoqué le dépôt de cette initiative parlementaire du groupe PDC, on l'a déjà dit, c'était le projet REMA. Celui-ci a été annoncé après la discussion qu'on a eue au Parlement sur les offices de poste. C'est cela qui a aussi indigné tout le pays: on avait discuté ici longuement sur l'importance de la Poste pour le développement territorial du pays, pour le service universel; or, dix jours après cette discussion, on est venu avec ce projet qui demandait de diminuer de 18 à 3 les centres de tri! C'est ça qui a été ressenti aussi comme une provocation et c'est ce qui a donné au groupe PDC l'impulsion pour déposer cette initiative parlementaire. Notre initiative, je dois dire, répond aussi à une résolution de l'assemblée des délégués qui s'est tenue cette année-là, soit en novembre 2002 - je m'en rappelle très bien -, à Mendrisio.
Pour le groupe PDC, cette manière d'agir de la Poste n'est pas acceptable. Il est vrai que la Poste a changé et a apporté des correctifs, mais nous sommes intervenus pour dire que cela n'allait pas en l'état. La Poste n'est pas une entreprise quelconque. Même si elle était rendue autonome vis-à-vis de l'administration fédérale dans sa gestion et si elle doit travailler de manière efficiente - nous sommes d'accord -, elle est et reste une entreprise publique et doit agir en conséquence. Surtout, elle ne doit pas se soumettre à une mentalité et un mode de gestion néolibéraux qui ne visent que le profit. En plus, il faut rappeler que la Poste tient encore une position dominante sur le marché des prestataires de services postaux et jouit de privilèges et d'un monopole puisque nous avons décidé, ici, au Parlement, à la différence de l'Union européenne, d'ouvrir lentement et partiellement le marché postal suisse.
En général, tout entrepreneur doit assumer une responsabilité sociale. Ce principe est ancré dans la culture suisse ainsi que dans la culture européenne. Il s'agit de l'économie sociale de marché qui a fait la grandeur de l'Europe et qui l'a rendue économiquement performante, mais aussi socialement attentive aux besoins des personnes. Si ce principe est valable pour une entreprise privée, a fortiori il devrait également l'être pour une entreprise publique telle que la Poste.
Si on veut être juste, on doit aussi dire que si la Poste est tentée de ne privilégier que l'aspect économique au détriment d'autres intérêts, une des causes de cette attitude est à rechercher dans le fait que le Conseil fédéral et le Parlement n'ont pour le moment pas encore voulu régler de manière satisfaisante le problème du financement des coûts non couverts du service universel. On sait que la desserte de base, le service universel, est déficitaire. Ce dernier est rentable seulement à Zurich et dans les grandes agglomérations; dans les régions périphériques et de montagne, cela coûte plus cher. Ce problème n'a été résolu ni par le gouvernement, ni par le Parlement.
Le Conseil fédéral demande à la Poste de compenser avec les autres activités, par exemple Postfinance. C'est là qu'on dit en italien: "Il gatto si morde la coda", parce que la Poste doit faire des économies pour ne pas devoir trop compenser. Donc on lui donne une mission impossible: on lui demande d'être économiquement très performante, mais en même temps d'exécuter la tâche du service universel. Les coûts de ce dernier ne sont pas entièrement couverts et on a là des problèmes de financement.
Je pense que le moment est venu de soumettre au Parlement un système fiable de financement du service universel, en particulier des coûts non couverts de celui-ci. Je rappelle que les deux motions que j'ai citées - Epiney et Fasel - envisagent des solutions inspirées du principe de la commande et de l'indemnisation des transports publics régionaux et que notre loi prévoit déjà une possibilité de financer ces coûts non couverts: c'est le système que l'on trouve aussi dans d'autres pays où on prélève un pourcentage du chiffre d'affaires des concurrents de la Poste.
En ce qui concerne le détail de la révision de la loi, nous avons beaucoup discuté. La formulation est presque la même que celle que j'avais proposée. Au lieu de dire qu'on doit tenir compte des "exigences" des différentes régions du pays, on a préféré énoncer qu'on doit tenir compte des "attentes", terme qui est moins fort qu'"exigences". C'est donc une formulation peu contraignante pour la Poste parce que cette tâche est déjà inscrite dans les objectifs stratégiques. Cette formulation oblige la Poste à trouver des solutions équilibrées, ce qui signifie qu'on lui demande d'agir avec équité, soit dans le domaine des sacrifices quand l'organisation doit être changée et qu'on doit réduire des emplois, soit dans le domaine de la création de nouveaux emplois.
Pour finir, je vous rappelle que la grande majorité des cantons - parce que cette formulation a été soumise à leur consultation - soutient ce projet parce qu'ils sont conscients du rôle historique, mais aussi actuel, que cette importante entreprise joue, soit avec les services, soit avec les installations, dans la création de conditions-cadres favorables au développement équitable et durable de notre pays.
Je vous remercie d'adopter ce projet.
Schenk Simon · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Im Namen der SVP-Fraktion bitte ich Sie, der Kommissionsminderheit und dem Bundesrat zuzustimmen und auf den Gesetzentwurf nicht einzutreten.
Eigentlich hätte man erwarten können, dass die Initiative zurückgezogen wird, weil nämlich vor weniger als zwei Jahren ähnliche Anliegen bereits in einer Volksabstimmung gescheitert sind. Es kann doch nicht sein, dass man immer wieder und in so kurzen Abständen über das gleiche oder ein ähnliches Thema debattieren muss. Nicht, dass in der Initiative unvernünftige Forderungen enthalten wären; auch wir von der SVP unterstützen es, wenn die Post ihre Arbeitsplätze gleichmässig über das ganze Land verteilt. Aber das heisst noch lange nicht, dass man veraltete, zum Teil ein bisschen verkrustete Strukturen um jeden Preis aufrechterhalten muss.
BO 2006 N 1074Die Post hat ihren gesetzlich vorgegebenen Leistungsauftrag zugunsten der Wirtschaft und der Bevölkerung effizient zu erfüllen. Dabei ist sie einem zunehmend geöffneten Markt ausgesetzt, und sie soll die Freiheit haben, den notwendigen Strukturwandel so vorzunehmen, dass sie mit gleich langen Spiessen wie die Konkurrenz fechten kann. Eine gesetzliche Verpflichtung der Post, den Anliegen der verschiedenen Regionen des Landes Rechnung zu tragen, so, wie es die parlamentarische Initiative fordert, wäre nicht gerecht, da die direkte Konkurrenz diese Auflage nicht hat. Es wäre wenig sinnvoll, der Post diese wettbewerbsverzerrenden Fesseln anzulegen.
Es muss auch erwähnt werden, dass die Post mit dem Errichten der grossen Verarbeitungszentren bereits heute viele neue Arbeitsplätze in die Regionen verlagert. Orte wie Bulle, Bellinzona, Netstal, Frauenfeld, Härkingen, Daillens, Chur, Delsberg, Biel und Siders sind nicht gerade zu den wirtschaftlichen Hochburgen der Schweiz zu zählen. Gerade dort hat aber die Post in den letzten Jahren mit der Errichtung neuer Kompetenz- und Verteilzentren viele Arbeitsplätze geschaffen und so die regionale Verantwortung wahrgenommen.
Ausserdem ist die Regionalpolitik eine Aufgabe von Bund und Kantonen - und nicht von einzelnen Unternehmen wie der Post. Die neue Regionalpolitik des Bundes trägt dem Rechnung; deshalb ist es nicht nötig, das auch noch ins Postorganisationsgesetz aufzunehmen.
Wenn die Post ihre Ziele erreichen soll - flächendeckende Grundversorgung, Wettbewerbsfähigkeit und Eigenwirtschaftlichkeit -, kann sie es sich nicht leisten, Arbeitsplätze aufrechtzuerhalten, die technologisch nicht mehr nötig und betriebswirtschaftlich nicht mehr sinnvoll sind. Die Post muss ihre Arbeitsplätze dort ansiedeln können, wo ihre Dienstleistungen und die Produktionsabläufe dies erfordern.
Ich bitte Sie, der Kommissionsminderheit und dem Bundesrat zuzustimmen und somit einen Entscheid im Sinne der Post zu treffen.
Bezzola Duri · Mit-M · Conseil national · Grisons · Groupe radical-libéral
Ich bitte Sie im Namen der FDP-Fraktion, auf den Gesetzentwurf nicht einzutreten.
Anfang dieser Woche hat sich der Ständerat eingehend mit Regionalpolitik befasst. Er hat einstimmig eine Bündelung der bestehenden regionalpolitischen Instrumente zur Herstellung besserer Transparenz gutgeheissen. Es sollen Initiativen zur Stärkung von Innovationskraft, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit der Regionen gefördert werden. Damit sollen die Chancen im ländlichen Raum, in Berg- und Grenzgebieten im harten Standortwettbewerb verbessert werden. Und nun soll die Post gemäss dieser parlamentarischen Initiative bei der Organisation ihrer Betriebsstruktur neue gesetzlich verankerte regionalpolitische Auflagen erhalten.
Das Parlament hat erst vor wenigen Jahren in der Gesamtschau anerkannt, dass die Post ein selbstständiges Unternehmen sein soll. Der Bundesrat hat in den strategischen Zielvorgaben festgelegt, welche regionalpolitischen Anliegen im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten der Post zu verfolgen sind. Dies ist gemäss bundesrätlichem Bericht zur Zielerreichung der Post geschehen. Als Vertreter der Berggebiete kann ich bestätigen, dass die regionalpolitischen Auflagen in den bundesrätlichen Zielen ausreichend sind.
Ich bin gegen Doppelspurigkeiten und bekämpfe deshalb auch diese parlamentarische Initiative. Wir können der Post nicht ständig neue Auflagen machen, denn die Post muss in einem härter werdenden Wettbewerb bestehen können. Wir können dies aus folgenden Gründen nicht tun: weil wir von ihr verlangen, dass sie ihren Unternehmenswert vermehrt, also Gewinne erwirtschaftet; weil wir von ihr verlangen, dass sie eine sozialverantwortliche Personalpolitik betreibt; weil wir von ihr verlangen, dass sie auf die Umwelt Acht gibt, und weil wir eben auch wollen, dass sie dort, wo dies mit den übrigen Zielen vereinbar ist, regionalpolitischen Anliegen Rechnung trägt.
Wenn wir nun der Post hier völlig unnötigerweise, zusätzlich zu all diesen schon bestehenden regionalpolitischen Auflagen, neue Richtlinien geben, die Kosten verursachen, und Auflagen, die ihre Konkurrenz nicht befolgen muss, dann schwächen wir die Post in einem Moment, in dem Marktöffnung angesagt ist, in dem der Wettbewerb in den bereits liberalisierten Bereichen Post, Zahlungsverkehr, Paketpost und zum Teil Briefpost zunehmend härter wird. Vergessen Sie nicht, dass auch die elektronischen Kommunikationsmittel zu den härtesten Konkurrenten der Post gehören. Mit derartigen gesetzlichen Auflagen schwächen wir die Post in einem entscheidenden Zeitpunkt zusätzlich.
Und wir relativieren auch die vom Ständerat diese Woche einstimmig beschlossenen Massnahmen. Denn warum sollen Projekte und Initiativen in den Randregionen entstehen, wenn wir den Staatsbetrieb Post durch Überreglementierung zwingen, diese Aufgaben zu übernehmen? Etwas mehr Kohärenz in unseren Entscheiden würde dem Ruf unseres Rates sehr gut tun.
Ich bitte Sie deshalb im Namen der FDP-Fraktion, nicht auf den Gesetzentwurf einzutreten.
Marti Werner · Mit-M · Conseil national · Glaris · Groupe socialiste
Im Namen der SP-Fraktion ersuche ich Sie, der Mehrheit zuzustimmen, auf diesen Gesetzentwurf betreffend die Revision des Postorganisationsgesetzes einzutreten und das Postorganisationsgesetz entsprechend zu ändern.
Für uns gibt es zwei Gründe für diese Haltung, einen inhaltlichen und einen formellen:
1. Zum inhaltlichen Grund: Dass die Post die Regionen berücksichtigen muss und soll, ist an und für sich unbestritten. Das sagt auch der Bundesrat, indem er das selbst als Teil seiner strategischen Ziele aufführt. Es wurde hier von Herrn Theiler und von Herrn Bezzola gesagt, das sei bisher problemlos gegangen. Sie müssen mir nicht glauben, wenn ich Ihnen das Gegenteil darlege. Ich ersuche Sie einfach, den Vernehmlassungsbericht zu lesen. Auf Seite 3972 steht: "Eine grosse Mehrheit der Teilnehmenden, d. h. 18 Kantone, 4 Parteien sowie 4 Organisationen, steht dem Erlass eines Artikels 4a POG positiv gegenüber. Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass eine angemessene Berücksichtigung der regionalpolitischen Interessen nicht alleine schon mit einer entsprechenden Formulierung in den strategischen Zielen abgesichert werden könne." In Klammern, Herr Bezzola: Auch der Kanton Graubünden sagt das mit aller Deutlichkeit, und ich denke, er ist ebenso legitimiert, hier als Vertreter der Berggebiete aufzutreten, wie Sie als Einzelsprecher aus dem Engadin.
Weiter heisst es im Bericht: "Aus diesem Grund bedürfe es nun einer verbindlichen gesetzlichen Regelung. Die vorgeschlagene Abwägungspflicht in Artikel 4a sei legitim, da sowohl bei Rema wie auch bei der Abstimmung über die Poststellen-Initiative zum Ausdruck gekommen sei, dass eine breite Bevölkerung sehr sensibel reagiere auf regionalpolitische Auswirkungen von Veränderungen im Bereich der Grundversorgung." Das sagen 18 Kantone, und dann können Sie doch hier im Saal nicht einfach das Gegenteil erzählen.
Die befürwortenden Kantone sind der Ansicht, dass der vorgeschlagene Artikel den Regionen künftig mehr Sicherheit gebe, von der Post bei allfälligen Umstrukturierungen von Anfang an mit einbezogen zu werden. Er sei auch eine gesetzliche Grundlage für einen konstruktiven Dialog zwischen der Post und den Kantonen. Die Aussage ist somit klar: Das materielle Bedürfnis besteht, diese Änderung ist berechtigt.
2. Zum formellen Grund: Von den Gegnern ist ausgeführt worden, das habe man schon in den strategischen Zielen. Da sehe ich bereits auch einen gewissen Widerspruch in der Argumentation selber. Wenn man es in den strategischen Zielen hat, ist das nicht eine Fesselung der Post, wie dann gleichzeitig wieder ausgeführt worden ist, sondern dieses Ziel ist auch vom Bundesrat zu Recht in die strategischen Ziele aufgenommen worden. Es besteht aber ein wesentlicher Unterschied, ob die Festlegung nun lediglich in den strategischen Zielen erfolgt oder im Gesetz. Mit dem Gesetz haben wir eine klare Rahmenbedingung, die nicht einfach geändert werden kann. Ich erinnere Sie an das trübe Kapitel BO 2006 N 1075 der jüngsten Geschichte, wo der Bundesrat im Hauruck-Verfahren und im Eiltempo die strategischen Ziele für die Swisscom geändert hat. Dies hat ja hier in diesem Saal zu erheblichen Turbulenzen geführt. Gerade dies soll mit der Verankerung auf Gesetzesebene verhindert werden. Das heisst nicht, dass die Post ihre Dienstleistungen deshalb ineffizient erbringen muss, das fordern weder wir, noch ist das irgendwie Gegenstand der Vorlage. Die Post hat vielmehr ihre Aufgaben in diesem Rahmen unter Berücksichtigung der regionalen Interessen effizient zu erfüllen.
Ich möchte noch auf zwei weitere Argumente der Gegner eingehen, die sich da wie Herr Schenk schützend vor die Post geworfen und zum einen gesagt haben, da würden der Post Fesseln angelegt, man müsse sie vor der Konkurrenz schützen, damit sie nicht benachteiligt sei. Wenn Ihnen, Herr Schenk, die Post so sehr am Herzen liegt, dann kämpfen Sie mit uns zusammen für die Erhaltung der Monopolgrenze bei 100 Gramm. Dann haben wir schon einen grossen Teil der Probleme, die auf die Post zukommen, gelöst.
Zum zweiten Argument, das auch vonseiten der Minderheit gebracht worden ist: Es ist dasjenige, dass man Regionalpolitik über Regionalpolitik betreiben müsse und nicht über die Unternehmungen des Bundes. Ich möchte Sie daran erinnern, dass die Unternehmungen des Bundes den grössten regionalpolitischen Effekt haben. Wir müssen doch eine ganzheitliche Politik betreiben. Wir können doch nicht mit ein paar Milliönchen Regionalpolitik machen, um dort, wo es effektiv darum geht, handfeste Regionalpolitik zu machen, darauf zu verzichten. Die Regionalpolitik muss auf beiden Schienen betrieben werden, auf der Schiene der Unternehmungen des Bundes wie auch über die traditionellen gesetzlichen Mittel der Regionalpolitik. Das schliesst einander nicht aus, sondern da ergänzen sich die beiden Instrumente gegenseitig.
In diesem Sinne ersuche ich Sie, dieser Vorlage zuzustimmen und den Antrag der Minderheit abzulehnen.
Leuenberger Moritz · BPR-M · Conseil fédéral · Zurich
Sie wissen, dass der Bundesrat die Vorlage ablehnt, weil hier eine gesetzliche Verpflichtung geschaffen wird, die nur für die Post gilt. Wir leben heute aber in einer Situation, in der sich die Post mit Konkurrenten herumschlagen muss. Es würde also zu einer Wettbewerbsverzerrung führen. Es wird nämlich nicht ausgeführt, wie die Aufwendungen für diese neuen gesetzlichen Verpflichtungen dann bezahlt würden. Natürlich, jetzt ist es kein Problem, jetzt erwirtschaftet die Post einen sehr grossen Gewinn. Den braucht sie, um das notwendige Eigenkapital zu schaffen. Sie braucht ihn aber auch für die Pensionskasse, wo sie in einer privilegierteren Stellung ist als die SBB; sie kann die Pensionskasse mit den Jahren wahrscheinlich allein sanieren. Dennoch kann der Tag kommen, an dem dieser Gewinn wieder schrumpft. Wer bezahlt dann diese Verpflichtungen? Es wäre ja dann der Bund, aber ein entsprechender Subventionstatbestand wäre ja mit dieser Vorlage auch noch nicht geschaffen.
Jetzt hat die Post auch den Universaldienst zu erbringen, und als Gegengewicht hat sie das Monopol; das koinzidiert, damit sie diese Leistungen aufbringen kann. Nun wissen Sie aber, dass dieses Monopol dahinschwindet wie eine Glace an der Sonne; jedenfalls müssen wir Ihnen eine Totalrevision unterbreiten, wo wir weitere Liberalisierungsschritte vorschlagen müssen. Von daher würden Sie ungleiche Gewichte schaffen, wenn Sie die Vorlage annehmen würden.
Dass die Post als ein Unternehmen, das hier keine entsprechende Verpflichtung hat, auch einfach so Arbeitsplätze in den Regionen schafft, immer dann, wenn es verantwortbar ist, wurde mehrfach ausgeführt. Es wurden auch all die Beispiele genannt, ich will sie nicht wiederholen. Es kommt dazu, dass der Bund eine eigentliche Regionalpolitik macht und es nicht via solche Regelungen machen soll.
Somit ersuche ich Sie, die Vorlage abzulehnen.
Hochreutener Norbert · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe démocrate-chrétien
Ich möchte zu ein paar Argumenten Stellung nehmen. Georges Theiler sagt, der Bundesrat gebe der Post die gleichen strategischen Ziele vor; die Vorlage sei deshalb unnötig. Als Vertreter der Mehrheit sage ich Ihnen Folgendes: Es erscheint uns sicherer, wenn das nicht nur in der strategischen Zielsetzung des Bundesrates enthalten ist, sondern auch in einem Gesetz, weil der Bundesrat die strategische Zielsetzung locker ändern kann. Ein Gesetz müssen das Parlament und allenfalls noch das Volk ändern, also ist es einfach sicherer. Ich habe Ihnen auch gesagt, warum es wichtig ist, dass es sicherer ist: weil am Schluss das Volk zustimmen muss, wenn es ein Referendum gibt. Deshalb schafft diese Leitplanke im Gesetz Vertrauen, damit das Volk dann eher zustimmt. Man muss diese Initiative auch im Hinblick auf die weitere Liberalisierung sehen.
Herr Duri Bezzola, Sie sagen, die Initiative führe zu ständig neuen Auflagen für die Post. Das ist einfach ein einziger Jalon, nicht mehr und nicht weniger. Diesen Jalon haben wir heute schon. Also würden die bundesrätlichen Strategien auch heute schon zu ständigen Vorgaben und neuen Auflagen führen; das tun sie aber nicht. Ich sehe nicht ein, warum man sich dagegen wehrt, etwas ins Gesetz zu schreiben, was der Bundesrat selbst so vorsieht. Sonst müssen Sie ja auch die strategischen Ziele des Bundesrates bekämpfen.
Herr Schenk hat zugegeben, dass die Forderungen ganz vernünftig seien. Ich habe das mit Freude entgegengenommen. Sie sagen aber auch, die Konkurrenz habe diese Zielsetzung nicht. Das stimmt: Die Konkurrenz hat andere Ziele. Die Post hat die Grundversorgung sicherzustellen. Das ist eine ganz andere Aufgabe, als sie die Konkurrenz hat. Das ist ein Unterschied. Insofern ist diese Vorgabe gerechtfertigt. Die Post wird auch anders behandelt als die Konkurrenz.
Herr Bundespräsident Leuenberger hat gefragt, wer das bezahle. Da kann ich nur sagen: dieselben, die es heute bezahlen. Denn heute steht dies so in der strategischen Zielsetzung des Bundes. Also können Sie sich die Antwort gleich selber geben. Sie haben ja die gleichen Vorgaben gemacht.
Ich bitte Sie um Zustimmung.
Theiler Georges · Mit-M · Conseil national · Lucerne · Groupe radical-libéral
Ja, Herr Hochreutener, Ihre Argumentation ist irgendwo nicht ganz kongruent mit Ihren übrigen Positionen, die Sie vertreten. Sie sind hier oft Vertreter der Versicherungsbranche, und ich frage Sie nun: Könnten Sie sich vorstellen, dass wir ins Versicherungsgesetz eine Klausel einbauen, mit welcher der Bund den Versicherungen vorschreibt, die regionalpolitischen Anliegen in den Vordergrund zu rücken, dass sie also landesweit die Leistung zu erbringen haben? Können Sie sich das vorstellen?
Hochreutener Norbert · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe démocrate-chrétien
Erstens sind das zwei verschiedene Aufgaben, Postversorgung und Versicherungen, und zweitens ist jeder von uns nicht nur Vertreter einer Branche, er ist auch Vertreter einer Partei. Ich vertrete hier jetzt die Partei, unsere Fraktion, welche diese Initiative eingereicht hat.
Levrat Christian · Mit-M · Conseil national · Fribourg · Groupe socialiste
Comme nous parlons ici de politique des infrastructures, et non de politique des assurances, qui sont des entreprises privées, ni de fabricants de confitures, vous me permettrez de faire trois remarques.
La première concerne la limitation de la marge de manoeuvre qu'aurait la Poste en cas d'acceptation du projet issu de cette initiative. La majorité de la commission s'élève en faux contre cet assertion, pour les raisons suivantes:
1. Cette obligation d'être présent dans l'ensemble des régions du pays figure aujourd'hui déjà dans les objectifs stratégiques. Il n'y a donc matériellement à ce stade pas de modification tant et aussi longtemps que le Conseil fédéral maintient les objectifs stratégiques qui ont été fixés.
2. Il s'agit de formuler de manière explicite une réalité politique et sociale qui s'exprime à chaque fois que la Poste tente une restructuration. Les résultats de la procédure de consultation vous ont montré l'opinion des différents cantons. Vous avez également dans vos rangs, à chaque fois qu'une restructuration est annoncée, le même type de réaction. Il ne BO 2006 N 1076 s'agit pas de limiter la marge de manoeuvre de l'entreprise, mais il s'agit de préciser par avance les attentes du monde politique par rapport à la Poste, d'éviter de déposer, une fois qu'une restructuration est décidée, une multitude d'interventions parlementaires, comme nous avons pu le voir dans le cadre de REMA, dans le cadre des office de poste. Le rôle de la politique n'est pas d'intervenir après coup sur des décisions prises par un conseil d'administration, mais bien de fixer des conditions-cadres minimales, ce que nous faisons avec ce projet.
Le second point que je souhaiterais relever dans les différentes interventions, c'est cette crainte de limiter ou de péjorer la position concurrentielle de la Poste par rapport à des opérateurs privés. Cette crainte relève d'une mauvaise compréhension de la législation actuelle sur la Poste. Nous avons actuellement un équilibre entre, d'une part, les obligations de service universel faites à la Poste et, d'autre part, les privilèges qu'a l'entreprise au titre du service universel, par exemple le monopole dont elle jouit actuellement pour les lettres jusqu'à 100 grammes, par exemple les libérations fiscales dont elle jouit, ou l'exemption de l'interdiction de circuler la nuit. Si les règles du jeu devaient être modifiées fondamentalement par la suite, par exemple dans le cadre d'une modification totale de la législation sur la Poste, c'est cet équilibre dans son ensemble qu'il conviendrait de réexaminer. D'en tirer argument aujourd'hui pour refuser une précision des règles du jeu me paraît pour le moins mal à propos.
Enfin, c'est mon dernier point, je ne vois pas de contradiction avec la politique régionale qui a été décidée cette semaine au Conseil des Etats: il me semble au contraire qu'il y a une certaine complémentarité entre les incitations que nous souhaitons donner aux régions périphériques pour qu'elles se développent de manière harmonieuse, et nos efforts pour maintenir ou créer des emplois par le biais des entreprises fédérales et des divers services de l'administration, pour faire vivre ces régions et pour permettre d'y vivre et d'y travailler de manière digne. Je vous rappelle encore une fois que 18 cantons sont favorables à ce projet. Je vous rappelle les protestations de vos électeurs à chaque fois qu'il a été question de restructurer l'administration fédérale, qu'il s'agisse du domaine de l'armée, des CFF, de Swisscom ou de la Poste.
Je vous invite par conséquent à fixer des conditions-cadres claires à l'entreprise et à adopter le projet qui vous est soumis.
Egerszegi-Obrist Christine · 1VP-F · Conseil national · Argovie · Groupe radical-libéral
Wir stimmen über den Nichteintretensantrag der Minderheit Theiler ab.
Vote
Für Eintreten .... 78 Stimmen
Dagegen .... 70 Stimmen
Loi fédérale sur l'organisation de l'entreprise fédérale de la poste
Discussion par article
Titre et préambule, ch. I, II
Proposition de la commission: FF
Adopté
Vote
Vote sur l'ensemble
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 2 (5 %) | 41 (95 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 46 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe radical-libéral | 1 (4 %) | 25 (96 %) | 0 (0 %) |
| Groupe démocrate-chrétien | 17 (94 %) | 0 (0 %) | 1 (6 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 12 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Non inscrit | 0 (0 %) | 2 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PEV/UDF | 1 (33 %) | 2 (67 %) | 0 (0 %) |
| Total | 79 (53 %) | 70 (47 %) | 1 (1 %) |