Fatschenta parlamentara: Vue d'ensemble du FTP (ZEB) (07.082)

07.082

Vue d'ensemble du FTP (ZEB)

Intervention de procédure

BO 2008 N 1079Proposition de la minorité

(Föhn, Bignasca, Binder, Rickli Natalie, Rime, Schenk Simon, von Rotz)

Renvoi au Conseil fédéral

avec mandat de recalculer les différents prix de tous les projets examinés sur la base 2007, de sorte que le Parlement puisse se prononcer en ayant connaissance de l'état actuel des coûts.

Hany Urs · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe PDC/PEV/PVL

Um es vorwegzunehmen: Wir behandeln heute nur die Vorlage 4 der Gesamtschau FinöV; diese Gesamtschau besteht aus sechs Vorlagen respektive sechs Entwürfen. Die Vorlage 4 beinhaltet den Bundesbeschluss über die Anpassung des Neat-Gesamtkredites respektive den Alpentransit-Finanzierungsbeschluss. Der Ständerat hat die Gesamtschau FinöV und somit alle sechs Entwürfe bereits während der letzten Sommersession im Plenum durchberaten und verabschiedet. Die heute zu beratende Vorlage 4 hat im Ständerat zu keinen Diskussionen Anlass gegeben und wurde von ihm ohne Gegenstimme gemäss Entwurf des Bundesrates angenommen. Der KVF ist es wichtig, dass bei der Fertigstellung der Neat nicht noch weitere Verzögerungen in Kauf genommen werden müssen und die Finanzierung sowie die reibungslose Fortsetzung der Bautätigkeit auf der Gotthardachse gesichert sind. Sonst drohen erhebliche planerische und bauliche Verzögerungen und, wie gesagt, finanzielle Konsequenzen. Dies betrifft vor allem die Vergabe für das grosse Los, für den Bau des Ceneri-Basistunnels. Dies zur Einleitung des Geschäftes.

Die KVF hat an ihrer vorletzten Sitzung einstimmig Eintreten auf die Gesamtschau FinöV beschlossen. Zwei Rückweisungsanträge wurden mit 17 zu 8 Stimmen abgelehnt. Beide Rückweisungsanträge wurden mit mangelnder Transparenz bezüglich des FinöV-Fonds und der Forderung nach einem einheitlichen Preisstand aller Projekte - Basis 2007 - begründet. Das Parlament solle in Kenntnis des aktuellen Kostenstandes entscheiden.

Im Namen der Kommissionsmehrheit nehme ich zum vorliegenden Rückweisungsantrag wie folgt Stellung: Natürlich wäre es möglich, die Preisstände auf Basis 2007 neu zu berechnen; fraglich ist nur, was das letztendlich zur Entscheidfindung bei der Gesamtschau FinöV beitragen würde. Die verschiedenen Projekte wurden alle zum jeweiligen Bewilligungszeitpunkt indexiert. Das bedeutet, dass alle Projekte mit unterschiedlichen Preisständen auf den Preisstand 2007 hochgerechnet werden müssten. Es kommt dazu, dass die bereits fertiggestellten Projekte, wie zum Beispiel die Bahn 2000, ebenfalls hochgerechnet werden müssten. Zur Entscheidfindung für die jetzt anstehenden Projekte bringt dies nichts, höchstens eine gewaltige Mehrarbeit für die BO 2008 N 1080 Verwaltung. Sollten Sie der Rückweisung zustimmen, würden wir allenfalls eine letztendlich bürokratische Verzögerung des Entscheides über die Anpassung des Neat-Gesamtkredites in Kauf nehmen. Im Namen der Kommissionsmehrheit bitte ich Sie, den Rückweisungsantrag abzulehnen.

Nun zur heute zur Diskussion stehenden Vorlage 4 der Gesamtschau, zum Bundesbeschluss über die Anpassung des Neat-Gesamtkredites: Die Neat-Gesamtkosten belaufen sich auf 19,1 Milliarden Franken, nach Preisstand 1998. Bis heute sind davon 15,6 Milliarden freigegeben. Die Anpassung beträgt also 3,5 Milliarden Franken, ebenfalls nach Preisstand 1998, nach Neat-Teuerungsindex und Projektstand 2007, ohne Teuerung, ohne Mehrwertsteuer und ohne Bauzinsen. Diese 19,1 Milliarden verteilen sich auf neun Verpflichtungskredite. Die einzelnen Verpflichtungskredite sind auf Seite 2 der Fahne aufgelistet.

Die Mehrkosten entstanden durch die Entwicklung und Verbesserung der einzelnen Projekte. In Anbetracht dessen, dass dem Parlament pro Jahr zwei Situationsberichte, welche von der Neat-Aufsichtsdelegation ausführlich behandelt werden, zur Verfügung standen und stehen, verzichte ich auf die Aufzählung der Mehrkosten in den einzelnen Positionen.

In den 19,1 Milliarden Franken sind 1,3 Milliarden für Risiken enthalten, für die eine relativ hohe Eintretenswahrscheinlichkeit angenommen wird. Zusätzlich wurden weitere gut 400 Millionen Franken Reserve für Risiken mit einer geringen Eintretenswahrscheinlichkeit eingestellt. In dieser Kostenrechnung sind der Zimmerberg-Basis- und der Hirzeltunnel nicht mehr enthalten. Zu Artikel 1 des Bundesbeschlusses liegt ein Minderheitsantrag auf die erneute Aufnahme des Zimmerberg-Basistunnels vor. Ich werde dazu später Stellung nehmen.

Ich bitte Sie noch einmal im Namen der Kommissionsmehrheit, auf die Vorlage einzutreten und den Rückweisungsantrag abzulehnen.

Germanier Jean-René · Mit-M · Conseil national · Valais · Groupe radical-libéral

Nous traitons, au cours de cette session, le chapitre 4 de la vue d'ensemble du FTP. Il s'agit d'un chapitre, parmi les six, que la commission a décidé de vous présenter séparément puisque la suite du dossier sera présentée à la session d'hiver.

Ce projet a été adopté à l'unanimité par le Conseil des Etats et n'a pas donné lieu à de grandes discussions. Le tunnel de base du Lötschberg est partiellement construit, mais en fonctionnement sur un tube équipé qui représente la première étape. L'axe NLFA du Saint-Gothard est en cours de réalisation. Jusqu'ici, le Parlement a libéré un crédit de 15,6 milliards de francs (prix de 1998) pour la NLFA. Le Conseil fédéral a donc chargé le DETEC de vérifier les coûts liés aux risques et aux inconnues de ce chantier colossal, afin de définir les besoins financiers jusqu'à la fin du projet, c'est-à-dire dans dix ans.

La nouvelle prévision des coûts finaux de la NLFA table sur 19,8 milliards de francs (prix de 1998), soit plus de 3 milliards de francs de plus que le projet initial. Ces surcoûts ont clairement une influence sur le reste du projet ferroviaire ZEB 2 et le débat quant aux priorités des investissements pour les infrastructures ferroviaires.

Nous aurions préféré pouvoir traiter le chapitre 4 avec les autres objets. Tout est imbriqué et financièrement lié, mais la commission a accepté de traiter ce chapitre durant cette session, et non pas lors de la session d'hiver, comme ce sera le cas pour le reste du projet de loi sur le développement de l'infrastructure ferroviaire. En effet, un risque d'interruption des travaux a été évoqué concernant la NLFA, notamment pour le tunnel du Ceneri, en cas de retard de la base juridique qu'il nous incombe de définir.

Comme personne ici ne souhaite une interruption des travaux, nous acceptons de statuer séparément sur cet arrêté, ce qui n'est guère logique pour un dossier qui, justement, se veut une vue d'ensemble.

La commission a décidé, à l'unanimité, d'entrer en matière. Je vous invite bien sûr à en faire de même. Nous avons traité deux propositions de renvoi qui ont été rejetées, par 17 voix contre 8. A ce propos, la proposition de renvoi au Conseil fédéral de la minorité Föhn, motivée par une demande de présentation de l'état actuel des coûts en 2007, n'a pas trouvé de majorité, comme je vous l'ai dit en commission, puisqu'elle a été rejetée à plus de 2 contre 1. En effet, par rapport à cette demande de la minorité Föhn, il faut préciser qu'une information complémentaire a été transmise par l'administration - le Conseil fédéral - durant cet été, qui nous dit que le montant initial des projets FTP s'élève à 30,47 milliards de francs (prix de 1995) sans les intérêts intercalaires, sans la TVA, sans le renchérissement. Ainsi, en tenant compte de tous ces éléments, le montant du FTP (prix de 2007), augmenté de 935 millions de francs en 2007, atteint une valeur de 37,5 milliards de francs.

Pour la NLFA qui nous préoccupe aujourd'hui, le renchérissement atteint 21 pour cent entre 1995 et 2007. Ces informations répondent pleinement aux demandes de la minorité qui soutient un renvoi au Conseil fédéral. Nous avons à disposition un tableau qui nous donne la situation en 2007.

Au nom de la commission, qui a pris sa décision à une large majorité, je vous invite à rejeter la proposition de renvoi de la minorité Föhn.

Föhn Peter · Mit-M · Conseil national · Schwyz · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Ich beantrage die Rückweisung der Vorlage an den Bundesrat mit dem Auftrag, die unterschiedlichen Kostenstände aller zur Behandlung anstehenden Vorlagen neu auf den Preisstand von 2007 abzustützen, damit das Parlament in Kenntnis des aktuellen Kostenstandes entscheiden kann. Wenn ich vom aktuellen Kostenstand spreche, dann meine ich, dass dieser auch die genau definierten Restkosten nach heutigem Stand sowie die exakte Finanzierung beinhaltet.

Einmal mehr drängt die Zeit bei einer äusserst wichtigen Vorlage. Man wird vor Tatsachen gestellt, aber viele wichtige Fragen bleiben unbeantwortet. Wie schon oftmals habe ich mir bei meinem Rückweisungsantrag auch die Frage gestellt, wo und wie mein Antrag platziert werden soll. Es ist mir ähnlich wie bei den Budgetberatungen gegangen: Will man einen Antrag bei der Budgetberatung stellen, heisst es, dass man dies früher oder später, bei dieser oder bei jener Behandlung hätte tun müssen; während des übrigen Jahres heisst es, dass man diese Sache bei der Budgetberatung hätte vorbringen müssen. Dieses Hin und Her gibt es, wenn man vor Unannehmlichkeiten die Augen verschliessen will.

Der Botschaft kann man einzig ein Wirrwarr von Zahlen entnehmen, weil zum Teil eine sehr unterschiedliche, längst nicht mehr aktuelle Preisbasis verwendet wird. Der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) wurden die aufdatierten Zahlen nachgeliefert. Demnach müssen zu den im Bericht aufgelisteten Zahlen folgende Teuerungssätze hinzugerechnet werden: 21 Prozent bei der Neat, 13 Prozent bei der ersten Etappe von Bahn 2000, 21 Prozent bei den Hochgeschwindigkeitsverbindungen (HGV) und 22 Prozent beim Lärmschutz. Was ich aber bis heute noch nicht im Detail kenne, ist der aktuelle Kostenstand beim FinöV-Fonds: Welche Gelder sind noch genau für welche FinöV-Projekte vorhanden? Wie sieht eine allfällige künftige Finanzierung genau aus, vor allem, wenn mehr gebraucht wird, als im Fonds vorhanden ist? Ich weiss, dass wir heute einzig über den Alpentransit-Finanzierungsbeschluss debattieren. Aber wenn das Geld gesprochen ist, wird es schwierig, später Verbesserungsvorschläge anzubringen.

Meiner Meinung nach müssten die meisten bereits bestehenden Vorlagen nachgebessert werden. Denn es fehlen hinreichende Analysen für die einzelnen Projekte und Strecken. Die notwendige Transparenz und klar definierte Kriterien fehlen, nach denen Bedeutung und Priorität der zu realisierenden Ausbauten beurteilt werden könnten. Dazu gehören erstens die Angaben zur heutigen und künftigen Auslastung der einzelnen Strecken, zweitens der Nachweis der betriebs- und volkswirtschaftlichen Rentabilität jeder einzelnen Strecke. Drittens muss auch zwischen national und regional begründeten Projekten unterschieden werden.

Ich wäre gerne bereit, meinen Rückweisungsantrag zurückzuziehen, wenn ich hundertprozentig sicher wäre, dass diese vorgenannten Forderungen in den Restvorlagen BO 2008 N 1081 berücksichtigt und entsprechend nachgebessert würden und Sie auch dazu bereit wären. Denn nicht nur ich und mit mir die SVP üben Kritik an dieser ZEB-Vorlage, sondern auch anerkannte Experten haben sich schon mehrfach äusserst kritisch dazu geäussert. In diesem Sinn und Geist bitte ich den Bundesrat, Fakten auf den Tisch zu legen und Taten folgen zu lassen. Jeder Schweizer Bürger sowie jeder Abgaben- und Steuerzahler hat das Recht, zu wissen, wohin die Reise führt. Transparenz ist gefragt. Ich danke für die Unterstützung.

Amherd Viola · Mit-F · Conseil national · Valais · Groupe PDC/PEV/PVL

Die Kommissionssprecher haben es bereits gesagt: Die Gesamtschau FinöV besteht aus sechs Vorlagen. Heute steht die Vorlage 4, der Bundesbeschluss über die Anpassung des Neat-Gesamtkredites, zur Diskussion. Diese Vorlage 4 wurde von unserer KVF vorgezogen, um weitere Verzögerungen bei der Fertigstellung der Neat zu vermeiden. Der Ständerat hat in der letzten Session bereits das FinöV-Gesamtpaket und damit auch die Vorlage 4 beraten. Diese wurde vom Ständerat ohne Änderung einstimmig gemäss Entwurf des Bundesrates gutgeheissen. In unserer KVF war Eintreten unbestritten; zwei Rückweisungsanträge wurden grossmehrheitlich abgelehnt.

Die CVP/EVP/glp-Fraktion bittet Sie, den Rückweisungsantrag der Minderheit Föhn auch hier im Plenum abzulehnen, und zwar aus folgenden Gründen: Damit die Bauarbeiten auf der Gotthardachse ohne Unterbruch weitergeführt werden können, muss deren Finanzierung gesichert sein. Voraussetzung dafür ist die definitive Genehmigung des Neat-Gesamtkredites durch National- und Ständerat bis Ende dieses Jahres. Sollte dies nicht gelingen, gerieten sowohl die Planung als auch der Bau ins Hintertreffen. Das gesamte Bauprogramm würde dadurch beeinträchtigt, was logischerweise auch finanzielle Folgen nach sich ziehen würde.

Der Rückweisungsantrag zielt auf mehr Transparenz bezüglich FinöV-Fonds und verlangt die Vereinheitlichung der Preisstände aller Projekte auf der Basis 2007. Die Kommissionsmehrheit wie auch unsere Fraktion sind der Meinung, dass diese Berechnungen kein wesentliches Entscheidungselement bilden, dass sie aber unerwünschte Verzögerungen zur Folge hätten. Die Projekte, die alle auf unterschiedlichen Preisständen basieren, müssten auf den Index 2007 hochgerechnet werden; dies würde auch für bereits fertiggestellte Projekte wie Bahn 2000 gelten. Wir sind der Meinung, dass das nichts Wesentliches zum heute anstehenden Entscheid beiträgt. Zudem ist die Kostenberechnung aus dem Bericht "Oberaufsicht über den Bau der Neat im Jahre 2007" ersichtlich. Transparenz ist deshalb aus unserer Sicht gegeben.

Im Namen der CVP/EVP/glp-Fraktion bitte ich Sie, den Rückweisungsantrag der Minderheit Föhn abzulehnen.

Lachenmeier-Thüring Anita · Mit-F · Conseil national · Bâle-Ville · Groupe des VERT-E-S

Die Grünen befürworten den Gesamtkredit von 19,1 Millionen Franken für die Realisierung und Fertigstellung der Neat. Den Rückweisungsantrag der Minderheit, der die ganzen Projekte nur verhindern und hinauszögern will, lehnen wir klar ab. Ich rede jetzt auch noch zum Minderheitsantrag aus der SVP-Fraktion; eigenartigerweise kommen die beiden unterschiedlichen Anträge aus derselben Küche. Auch diesen Minderheitsantrag, die Aufnahme des Zimmerbergtunnels, lehnen wir ab.

Ich habe in der Kommission bereits gesagt, dass es uns Grüne selbstverständlich auch juckt, möglichst viele Strecken, welche wir als dringend für den Güter-, Personen- und Regionalverkehr anschauen, in diesen Kredit zu packen. Als Baslerin würde ich selbstverständlich gerne den Wisenbergtunnel auch in ZEB 1 aufnehmen und den Kredit um den entsprechenden Betrag erhöhen. Doch machen wir hier nicht Regional-, sondern Umweltpolitik. Wir möchten das Geld, das uns zur Verfügung steht, möglichst optimal einsetzen. Der Zimmerbergtunnel ist nicht in ZEB 1, weil er nicht prioritär oder wenigstens nicht wichtiger als einige der Projekte ist, welche bis ins Jahr 2010 geprüft und in ZEB 2 aufgenommen werden sollen. Würden wir jetzt über die Wichtigkeit der einzelnen Projekte diskutieren, würde wahrscheinlich eher die Regionalzugehörigkeit und weniger der optimale Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Vordergrund stehen. Wir Grünen machen dieses Spiel nicht mit. Uns geht es nicht um Regionalpolitik, sondern um den bestmöglichen öffentlichen Verkehr und eine schnellstmögliche Verlagerung des Verkehrs im Allgemeinen und des Güterverkehrs im Besonderen von der Strasse auf die Schiene.

Wir wären froh, wenn die SVP-Fraktion beim Güterverkehrsgesetz den Kredit für die Fördermassnahmen zur Erreichung der Verlagerungsziele so grosszügig um 1,2 Milliarden Franken erhöhen und nicht wie beabsichtigt kürzen wollte. Zudem wissen wir, dass es nichts bringt, den Kredit aufzustocken, ohne den Fonds gleichzeitig mit zusätzlichen Mitteln zu speisen. Vielleicht hat die CVP/EVP/glp-Fraktion einen Vorschlag, z. B. eine Erhöhung der Mineralölsteuer zugunsten des ZEB-Fonds? Dann sind wir natürlich gerne bereit, das Vorziehen prioritärer Projekte zu diskutieren. Falls dies nicht der Fall ist, der Fonds nicht zusätzlich gespiesen wird, können wir nicht alle Wunschprojekte realisieren. Gerne reden wir mit der SVP-Fraktion über ihren Finanzierungsvorschlag. Ohne Erhöhung dieses Fonds müsste jedoch ein anderes Projekt von ZEB 1 zurückgestellt werden. Das ist nicht zu verantworten.

Bleiben wir also sachlich, und stimmen wir dem Kredit von 19,1 Milliarden Franken mit den in der Botschaft aufgezählten Projekten zu. Verzögern Sie die Projekte, die jetzt aufgelistet sind, bitte nicht unnötig.

Hämmerle Andrea · Mit-M · Conseil national · Grisons · Groupe socialiste

Der Neat-Gesamtkredit ist Bestandteil der FinöV-Gesamtschau. Er war im Ständerat völlig unbestritten und gab zu keinen Diskussionen Anlass. Die Verabschiedung dieser Vorlage 4, die vorzeitige Verabschiedung ist deshalb wichtig, weil es bei einer Verzögerung der Gesamtvorlage schwierig würde, die letzten Neat-Lose rechtzeitig zu vergeben, vor allem am Ceneri. Daran kann niemand ein Interesse haben. Genau deshalb ist auch der Rückweisungsantrag der Minderheit Föhn klar abzulehnen. Ausser Verzögerungen bringt er nämlich gar nichts.

Die momentane SVP-Verkehrspolitik wird für mich immer unübersichtlicher. Früher, Herr Föhn, haben Sie noch für zweite Röhren, für fünfte und sechste Autobahnspuren, gegen die LSVA usw. gekämpft. Heute hagelt es von Ihrer Seite nur noch Rückweisungsanträge, die einerseits chancenlos sind und anderseits auch überhaupt nichts bringen, weil sie nur den Bundesrat und die Verwaltung zu unnötigen neuen Untersuchungen, Studien, Zusammenstellungen, Gesamtschauen usw. zwingen - dies, obwohl alle Fakten auf dem Tisch liegen; sie sind alle da, sie wurden in der Kommission präsentiert, es wurden Zusatzberichte erstellt usw. Die von Ihnen verlangten Endkosten der Neat sind bekannt. Es ist auch bekannt, wie sich diese zusammensetzen. Es ist auch bekannt, wie sie sich über 15 Jahre entwickelt haben und warum sie sich so entwickelt haben. Das alles können Sie den Standberichten entnehmen oder auch den Jahresberichten der Neat-Aufsichtsdelegation. Dazu braucht es nun wahrlich keine Rückweisung. Noch mehr Papiere, Herr Föhn, würden auch bei der SVP nicht zu mehr Erleuchtung führen.

Pikanterweise, und das finde ich jetzt wirklich beachtlich, kommt nun von der Partei, die sonst immer gegen überbordende Kosten bei der Neat ausruft, ein Antrag auf eine Aufstockung um sage und schreibe 1,1 Milliarden Franken. Worum geht es? Es geht um den Zimmerberg- und den Hirzeltunnel. Beide waren Bestandteil des Neat-Konzepts, beide sind jetzt im Rahmen von Spar- und Redimensionierungsmassnahmen zurückgestellt worden. Für den Hirzeltunnel als Bestandteil der Neat ist der Bedarfsnachweis nicht wirklich erbracht. Auch regionalpolitisch hat er für die Ostschweiz nicht erste Priorität; auf ihn soll und kann verzichtet werden. Anders der Zimmerbergtunnel: Als Bestandteil der Neat ist er zwar verzichtbar; vor allem für den Güterverkehr ist er unbestrittenermassen von geringer Bedeutung. Für den Personenverkehr zwischen Zürich und Zug bzw. Luzern ist er aber sehr wichtig. Damit gehört er klar in BO 2008 N 1082 den Bereich von ZEB. Weil aber seine Finanzierung in den gut 5 Milliarden Franken von ZEB 1 keinen Platz hat, kommt er in den Rahmen von ZEB 2. Das ist in unserer Kommission schon so beraten worden; wir werden darüber in der Wintersession entscheiden. Käme nun aber der Antrag der Minderheit Binder durch, den Bau des Zimmerbergtunnels wieder im Rahmen der Neat vorzusehen, käme das ganze FinöV-Konzept ins Wanken. Entweder müssten sofort neue Finanzierungsquellen organisiert werden - davon spricht Herr Binder wohlweislich nicht -, oder ZEB 1 könnte nicht vollständig realisiert werden. Dies wäre fatal, weil ZEB 1 nämlich ein bis hin zur Fahrplangenauigkeit in sich geschlossenes System ist.

Im Namen der SP-Fraktion bitte ich Sie also, einzutreten, den Rückweisungsantrag der Minderheit Föhn abzulehnen und der Mehrheit und damit dem Ständerat zu folgen, damit wir keine Differenzen schaffen und damit Gotthard und Ceneri planmässig fertiggestellt werden können.

Hutter Markus · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe radical-libéral

Die FDP-Fraktion unterstützt diese Vorlage wie vom Bundesrat vorgelegt, und sie lehnt den Rückweisungsantrag aus der SVP-Fraktion ab.

Herr Kollege Föhn, Ihr Ziel, die erhöhte Transparenz, ist selbstverständlich ein berechtigtes Anliegen, das auch wir von der FDP-Fraktion unterstützen. Die von Ihnen gestellten Fragen werden am richtigen Ort, und das ist der Restteil beziehungsweise diese ZEB-Vorlage, gestellt werden. Sie werden gestellt werden müssen, und sie sind zum Teil - das haben Sie schon selbst erlebt - auch in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen unseres Rates bereits gestellt und diskutiert worden. Sie werden auch sicher in jeder Form beantwortet werden, und zwar auch ausführlich.

Die FDP-Fraktion unterstützt diese Vorlage im Wesentlichen aus folgenden drei Gründen:

1. Der aktualisierte Neat-Gesamtkredit von 19,1 Milliarden Franken - Frau Kollegin Lachenmeier, es geht hier nicht um Millionen - ist ausgewiesen. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme der Bahn 2000 und des Lötschberg-Basistunnels, aber auch nach dem Ausbruch von zwei Dritteln des Gotthard-Basistunnels lassen sich die Kosten genauer berechnen. Insbesondere der Mittelbedarf der Neat kann mit 19,1 Milliarden Franken, gemäss Preisstand von 1998, mit einer Unsicherheit von plus/minus 9 Prozent geschätzt werden. Diese mutmasslichen Neat-Endkosten von 18,7 Milliarden Franken enthalten zwar weder die Kosten für den Zimmerberg-Basistunnel noch jene für den Hirzeltunnel oder die Neat-Zufahrten, aber die Hälfte der heute erkannten Risiken. Zu diesen 18,7 Milliarden Franken Endkosten kommt nun eine weitere Reserve für weitere Risiken mittlerer Wahrscheinlichkeit von 400 Millionen Franken hinzu. Daraus ergibt sich der aktualisierte Neat-Gesamtkredit von 19,1 Milliarden Franken. Für uns von der FDP-Fraktion ist das nachvollziehbar, aber man sollte auch erwähnen, dass hier weitere Reserven enthalten sind.

2. Es geht mit dem Gesamtkredit für die Neat um den dringendsten Teil der FinöV-Vorlage. Dieser aktualisierte Neat-Gesamtkredit von 19,1 Milliarden Franken ist ein Teil der ZEB-Vorlage - das haben wir bereits gehört - und damit der Hauptanteil des Gesamtvolumens des FinöV-Fonds in der Gesamthöhe von insgesamt 31,5 Milliarden Franken. Darin sind neben dem hier zu beschliessenden Neat-Gesamtkredit auch die erste Etappe von Bahn 2000 und die HGV-Anschlüsse sowie auch die Aufwendungen zur Lärmsanierung enthalten.

Die Entkoppelung der Finanzierung von Neat und ZEB-Vorlage unter dem Gesichtspunkt der prioritären Verwendung der Gelder für die Neat macht unseres Erachtens Sinn und ist zu begrüssen. Damit sollen, es ist bereits gesagt worden, Terminverzögerungen und Baustopps vermieden werden. Das Vorziehen dieses vierten Teils aus der ganzen ZEB-Vorlage ist deshalb für uns ein Gebot der Stunde. Es geht nun darum, mit dem aktualisierten Neat-Gesamtkredit dieses Jahrhundertbauwerk fertigzubauen.

3. Auch wenn wir die Herauslösung des Zimmerberg-Basistunnels, des Hirzeltunnels und der Neat-Zufahrten aus dem Gesamtkredit grundsätzlich als problematisch erachten, lehnen wir den Minderheitsantrag Binder ab, weil jede Änderung des Konzeptes ZEB des Bundesrates, welche einzelne Teile davon wieder aufnehmen würde, die föderalen Begehrlichkeiten enorm anheizen würde. Das könnte letztlich auch die ZEB-Vorlage gefährden. Die verkehrspolitischen Prioritäten haben überdies ohne Zweifel geändert. Deshalb fordert heute wohl niemand mehr zum Beispiel die Realisierung eines Hirzeltunnels als prioritäres Vorhaben. Eine Zustimmung zur Minderheit Binder gefährdet deshalb über diesen Gesamtkredit hinaus die gesamte ZEB-Vorlage. Das wäre nicht nur unangemessen, sondern auch in unseren Augen in grobem Ausmass schädlich.

Die FDP-Fraktion will das nicht, und aus diesem Grund ersuchen wir Sie um Zustimmung zu diesem Neat-Gesamtkredit.

von Rotz Christoph · Mit-M · Conseil national · Obwald · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Das Parlament hat im Jahre 2005, nachdem die Kosten der Neat ausuferten, eine Gesamtschau über die Projekte der Eisenbahninfrastruktur verlangt, welche durch den FinöV-Fonds zu finanzieren sind. Die verlangte Gesamtschau wird nun mit der FinöV-Vorlage vorgelegt. Heute behandeln wir aber nur den Bundesbeschluss 4 über die Anpassung des Neat-Gesamtkredits. Die neuen Endkosten für die Neat sollen gemäss diesem Bundesbeschluss 19,1 Milliarden Franken betragen - beim Preisstand 1998 wohlverstanden. An der Volksabstimmung vom 29. November 1998 wurde die Neat noch für 13,6 Milliarden Franken verkauft. Gerade wegen der Kostenüberschreitungen bei der Neat reichen die finanziellen Mittel nicht aus, um all die restlichen Projekte wie Bahn 2000, Lärmsanierung, Hochgeschwindigkeitsanschlüsse und ZEB zu finanzieren.

Die SVP-Fraktion ist grundsätzlich für Investitionen in Infrastrukturen der Eisenbahn. Die Verkehrssituation in der Schweiz erfordert aber Investitionen in Strasse und Schiene. Diese müssen in der Priorisierung in erster Linie dem Kriterium der Effizienz des eingesetzten Steuerfrankens unterstellt werden. Damit meine ich das Verhältnis zwischen Investition und dem damit gelösten Verkehrsproblem. Bahnbezogen bedeutet das unweigerlich, dass in erster Priorität bei den Bahnknoten, bei Engpässen und auf Zufahrten zur Transitstrecke investiert werden muss. Was nützt uns die sonst von der Schweiz alleine bezahlte Neat, wenn sie dereinst wegen kapazitätslimitierten Engpässen nicht optimal frequentiert werden kann?

Die SVP-Fraktion ist von der bundesrätlichen Vorlage vor allem in Bezug auf die Kostentransparenz enttäuscht. Seit einigen Jahren fordern wir eine übersichtliche Gesamtschau über sämtliche Investitionen in den öffentlichen Verkehr. Dieser Anforderung entspricht die zu beratende Vorlage nicht. Es wird zudem weiterhin mit verschiedenen Preisständen ab dem Jahr 1993 operiert. Sicher können die Preisstände immer wieder nachgerechnet werden. Aber es ist unbestritten, dass Kosten mit verschiedenen Preisständen nicht der Transparenz dienen. Die von der Verwaltung angepasste Kostenübersicht auf dem einheitlichen und aktuellen Preisstand von 2007 - eine Forderung der SVP-Fraktion, die auch einem Teil des Rückweisungsantrages entspricht - liegt nun der Kommission vor. Das ergibt unter Berücksichtigung der Neat mit 19,1 Milliarden Franken, Preisstand 1998, und der ZEB von 5,2 Milliarden Franken, Preisstand 2005, neu ein gesamtes Investitionsvolumen von 37,5 Milliarden Franken, Preisstand 2007. Ein weiteres Kriterium für die Transparenz der Kosten sind die bereits eingesetzten Mittel und vor allem die Mittel, die noch benötigt werden, um die Fertigstellung der Neat zu bewerkstelligen, und die im Fonds noch vorhanden sind bis zur Inbetriebnahme von Gotthard und Ceneri, nachdem der Lötschberg heute bereits in Betrieb ist.

Dass der FinöV-Fonds nicht für alle Projekte des öffentlichen Verkehrs ausreichende Mittel zur Verfügung stellt und dass neue Finanzierungsquellen gesucht werden müssen, ist klar. Mit ZEB sollen nun 5,2 Milliarden oder gemäss Ständerat 5,4 Milliarden Franken im FinöV-Fonds fixiert werden. Damit werden aber nicht alle Projekte, welche damals noch Teil der BO 2008 N 1083 Volksabstimmung waren, wie der Zimmerberg II oder der Hirzeltunnel, realisiert. Mit ZEB werden in allen Regionen Projekte vorgesehen, und mit ZEB wird auch gleich eine ZEB 2 gefordert. Ich möchte hier noch anfügen: Der Zimmerbergtunnel wird von der Minderheit als Aufstockung betitelt. Ich würde eher sagen: Es ist keine Streichung.

In Bezug auf die übrigen FinöV-Projekte erwarten wir mehr Übersicht und Transparenz. Erfreulicherweise wird bei der Lärmsanierung weniger Geld benötigt, als allgemein erwartet wurde, nämlich etwa 320 Millionen Franken; ebenso bei der ersten Etappe von Bahn 2000 mit etwa 1,5 Milliarden Franken. Der Zimmerberg- und der Hirzeltunnel werden weiter hinausgeschoben. Die dafür benötigten reservierten Mittel verbleiben aber im FinöV-Fonds. Bei der Realisierung der Bauwerke zu einem späteren Zeitpunkt müssen die dafür notwendigen Gelder wieder neu eingestellt werden.

Fazit zur gesamten Vorlage: Die Botschaft des Bundesrates enthält viele Informationen, aber leider zu wenige, respektive sie weist eine ungenügende Übersicht, Transparenz und Verbindlichkeit auf.

Die SVP-Fraktion wird den Antrag der Minderheit Föhn auf Rückweisung unterstützen.

Brélaz Daniel · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe des VERT-E-S

Nous abordons aujourd'hui une petite partie de toute la problématique du FTP. Le Conseil des Etats a tracé une ligne très claire. Il s'agit pour le moment de tenir compte de tous les projets que le Conseil fédéral devra examiner, pour lesquels il devra trouver un financement et un calendrier, mais de n'en engager aucun. Le groupe des Verts trouve logique cette problématique, qui a certes pour conséquence de reporter l'essentiel du débat à 2010, lorsque le Conseil fédéral aura émis son message.

Tout aussi clairement et dans cette optique, les propositions qui nous sont faites ici par le groupe UDC pour ce qui est du renvoi de l'objet au Conseil fédéral ne sont pas acceptables. Sous des motifs divers, il est possible, pendant des années et des années, de décréter des renvois successifs d'un objet pour ne jamais rien décider. Il serait peut-être plus simple de dire que l'on est opposé à un tel objet, ou qu'on y est favorable, mais alors pour dans très longtemps.

Le groupe des Verts estime qu'il est nécessaire d'avancer. La proposition de renvoi qui nous est faite ici implique de nouveau une année de délai supplémentaire - voire deux ou trois années - pour un résultat qui ne sera en tout cas pas meilleur, parce que les critères du renvoi sont eux-mêmes relativement flous. Il est donc absolument clair que la proposition de renvoi du groupe UDC doit être rejetée.

En ce qui concerne la proposition de la minorité Binder, elle obtiendrait déjà un peu plus de sympathie de notre part, mais en 2010, puisqu'aujourd'hui nous nous trouvons dans une situation très bizarre: si nous soutenons une telle proposition de minorité, nous donnons explicitement une longueur d'avance au tunnel de base du Zimmerberg sur tous les autres projets. Cela revient très clairement à contredire la ligne tracée par le Conseil des Etats, qui consiste à réexaminer le tout pour fixer des priorités à un financement.

Soutenir une telle proposition reviendrait à dire qu'il y a un projet pilote. Mais alors s'il existe un tel projet, pourquoi n'y en aurait-il pas d'autres? Pourquoi pas, par exemple, la troisième voie Lausanne-Genève, jugée prioritaire par beaucoup de gens? Il nous paraît que ce serait rouvrir le paquet à noeuds du système et, probablement, lorsque nous examinerons l'ensemble du projet lors de la session d'hiver, créer par ricochet un certain nombre de débats pour tenter de donner tout de suite la priorité à certains projets au détriment d'autres. Vu les décisions prises par le Conseil des Etats, la seule manière de travailler sereinement est effectivement d'attendre le paquet de 2010.

Dans cette optique, il est absolument clair qu'aucun projet ne doit avoir la priorité aujourd'hui et que la proposition de la minorité Binder doit également être rejetée.

Leuenberger Moritz · BR-M · Conseil fédéral · Zurich

Ich danke Ihnen für den Antrag, aber auch für das Vorgehen, indem Sie den ersten Teil der Vorlage abkoppeln, weil gemäss Finanzhaushaltgesetz die eingegangenen Verpflichtungen durch den Verpflichtungskredit gedeckt sein müssen. Dank dieses Vorgehens ist es möglich, dass Sie dann auch genügend Zeit haben, um die ganze ZEB-Vorlage zu beraten, und die Arbeiten trotzdem weitergehen können.

Diejenigen, die eine Rückweisung beantragt haben, haben das mit der Forderung nach mehr Transparenz begründet. Wir können das verstehen. Selbstverständlich haben Sie einen Anspruch darauf, dass die Zahlen transparent genug dargelegt werden. Wir haben uns bemüht, das zu tun. Wir haben uns auch bemüht, auf Ihre Nachfragen hin ergänzende Zahlen zu liefern. Sie haben, Herr Föhn, einen Teil dieser Zahlen sogar selbst genannt; Herr Hutter hat andere genannt. Zusammenfassend kann ich sagen, dass das ursprüngliche Investitionsvolumen, also jenes im Jahre 1995, 30,47 Milliarden Franken betragen hat. Die Teuerung, die Bauzinsen und die Mehrwertsteuern waren darin nicht inbegriffen; das haben wir ja immer gesagt. Es erhöhte sich um 935 Millionen Franken aufgrund der Gesamtschau FinöV vom 7. Oktober des letzten Jahres. Die im Gesamtkredit enthaltenen 19 Milliarden Franken zum Preisstand 1998 entsprechen, hochgerechnet auf den Preisstand 2007, rund 22,3 Milliarden Franken. Die Teuerung liegt also zwischen 1995 und 2007 bei rund 21 Prozent. Das bedeutet, dass zum Preisstand 2007 das Volumen 37,514 Milliarden Franken beträgt.

Wir haben Ihnen das im Detail geliefert, und die Kommission ist damit zufrieden gewesen. Ich kann dem eigentlich nichts mehr beifügen. Wir sind bei den weiteren Beratungen der ZEB-Vorlage durchaus bereit, allen Fragen nach bestem Wissen und Gewissen nachzugehen.

Aber jetzt bitte ich Sie hier schon, dem Antrag der Mehrheit zuzustimmen, damit auch weitergearbeitet werden kann.

Hany Urs · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe PDC/PEV/PVL

Noch eine kurze Bemerkung zum Rückweisungsantrag; Herr Bundesrat Leuenberger hat es bereits gesagt: Die Gesamtkosten mit Preisstand 2007 sind bekannt; es sind 37,5 Milliarden Franken. Es wurde auch mit Bezug auf den Rückweisungsantrag immer wieder gefordert, man solle das genau auf die Objekte aufteilen usw. Wir haben ja in Artikel 1 die genaue Aufteilung mit Preisstand 1998. Ich bin im Eintretensvotum nicht darauf eingegangen, habe aber darauf verwiesen; die Aufstellung ist bekannt. Ich lese sie jetzt aber trotzdem vor. Wir haben dort die Projektaufsicht; die Achse Lötschberg; die Achse Gotthard; den Ausbau Surselva; den Anschluss Ostschweiz; die Ausbauten St. Gallen-Arth-Goldau; die Streckenausbauten übriges Netz, Achse Lötschberg; und die Streckenausbauten übriges Netz, Achse Gotthard. Dort sind die Zahlen entsprechend dem Preisstand 1998 aufgelistet. Seit August 2008 kennen wir die Gesamtkosten. Auch in der Kommission wurde diese Zahl von 37,51 Milliarden Franken genannt. Ich bin überzeugt, dass wir die entsprechende Transparenz haben.

Bitte lehnen Sie den Rückweisungsantrag der Minderheit Föhn ab, und folgen Sie der Kommissionsmehrheit.

Germanier Jean-René · Mit-M · Conseil national · Valais · Groupe radical-libéral

Je pourrais comprendre que, dans une logique d'opposition à ces travaux, il y ait une proposition de non-entrée en matière. Mais une proposition de renvoi ne tient pas puisqu'en commission, nous avons demandé à obtenir les chiffres actualisés. Or en date du 7 août 2008, nous avons reçu une calculation claire basée sur les chiffres de 2007, qui nous donne un montant de 37,5 milliards de francs pour cette enveloppe. Je ne comprends donc pas que l'on maintienne cette proposition de renvoi, excepté si l'on cherche à entraver les travaux.

Je vous prie donc fermement, au nom de la majorité de la commission, de rejeter la proposition de renvoi défendue par la minorité Föhn.

Bugnon André · P-M · Conseil national · Vaud · Groupe de l'Union démocratique du Centre

L'entrée en matière est décidée sans opposition

BO 2008 N 1084Le président (Bugnon André, président): Nous votons sur la proposition de renvoi de la minorité Föhn.

Vote

Vote

Für den Antrag der Minderheit ... 48 Stimmen

Dagegen ... 124 Stimmen

Intervention de procédure

4. Arrêté fédéral concernant l'adaptation du crédit d'ensemble pour la NLFA (Arrêté sur le financement du transit alpin)

Discussion par article

Titre et préambule

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Adopté

Art. 1

Proposition de la majorité

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Proposition de la minorité

(Binder, Bignasca, Föhn, von Rotz)

Un crédit d'ensemble de 20 200 millions de francs ...

...

e. Raccordement de la Suisse orientale (avec le tunnel de base du Zimmerberg II) 1200 millions de francs

...

Total 20 200 millions de francs

Binder Max · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Es geht heute nicht um ZEB, es geht heute auch nicht um den FinöV-Fonds als Ganzes, sondern es geht schlicht und einfach um den Bundesbeschluss über die Anpassung des Neat-Gesamtkredits. Es geht also heute nur um die Neat. Verwechseln Sie deshalb nicht ZEB-Projekte mit dem heutigen Beschluss, den wir zu fassen haben!

Die Neat ist ein durchgehendes System. Es kann nur optimal funktionieren, wenn es entsprechend realisiert wird. Zu diesem System gehören der bereits in Betrieb stehende Lötschberg-Basistunnel und die zweite Transversale durch die Schweiz. Sie wird gebildet vom Gotthard-Basistunnel, dem Ceneri und dem Zimmerberg II und - das sei gerechterweise auch gesagt - dem Hirzeltunnel. Das ist das klassische Neat-Projekt, wie es immer verkauft wurde. Zimmerberg II ist aber auch die logische Fortsetzung des im Jahre 2003 eröffneten Zimmerberg I, nämlich der Verbindung Zürich-Thalwil. Jene, die damals schon im Rat waren, mögen sich erinnern, dass wir damals eine grosse Debatte hatten, ob man gleich anschliessend Zimmerberg II im Rohbau bauen soll. Wir hätten damals etwa 90 Millionen Franken eingespart, weil die Tunnelbohrmaschine ja damals bereits in diesem Tunnel stand.

Zimmerberg II bringt grosse Vorteile für mehrere Schweizer Grossregionen. Deshalb, Frau Lachenmeier, weiss ich nicht, ob Sie wissen, wo der Zimmerberg II ist. Ich entnehme Ihren Voten, dass Sie das nicht wissen. Zimmerberg II ist kein lokales, kein regionales Projekt. Hier können Sie mich nicht der Regionalpolitik bezichtigen. Sie könnten das, wenn ich hier den Brüttener Tunnel gefordert hätte. Das wäre bei diesem Geschäft völlig weltfremd gewesen. Deshalb habe ich das auch nicht getan. Aber Zimmerberg II ist integrierender Bestandteil - und war es immer - des Neat-Konzepts. Ohne Zimmerberg II werden die attraktiven Fahrzeiten von unter drei Stunden auf der Strecke Zürich-Mailand - man will diese Strecke in 2 Stunden und 40 Minuten bewältigen - und damit im internationalen Bahnverkehr aber auch die Gewährleistung von wichtigen Anschlüssen in Mailand und in Zürich nicht möglich. Ohne Ausbau der Neat-Zufahrten wird der Nutzen des Gotthard-Basistunnels - Sie wissen, wie viele Milliarden wir da einsetzen, und es ist rein Schweizer Geld, das wir da einsetzen - erheblich geschmälert.

Auch für die Strecke Zürich-Zug-Luzern ist diese Verbindung von grosser Wichtigkeit. Das ist jetzt vielleicht der nationale Ansatz. Diese Strecke ist im Übrigen die am drittstärksten frequentierte Bahnstrecke in der Schweiz. Sie hat eine massive Nachfrage, sie hat massiven Zuwachs. Es ist im Moment wahrscheinlich die Strecke mit dem höchsten Zuwachs. Die Fahrtzeit von Zürich in die Innerschweiz würde sich damit massiv verkürzen. Auf der Strecke Zürich-Zug würde man auf eine attraktive Fahrzeit von 15 Minuten hinunterkommen.

Das Volk hat der Alpentransit-Vorlage am 27. September 1992, also vor bald 16 Jahren, mit über 63 Prozent Jastimmen zugestimmt. In der Abstimmungsvorlage waren in Artikel 8 der Zimmerberg- und der Hirzeltunnel explizit erwähnt. Das Volk hat damals also eigentlich auch dem Zimmerbergtunnel zugestimmt. Zum Preisstand von 1990 waren für diese beiden Bauwerke damals 37 Millionen Franken vorgesehen. Zimmerberg II wurde in der Folge dann immer wieder überprüft und auch in den entsprechenden Bundesbeschlüssen zur Neat bestätigt. Aus unserer Sicht, aber auch aus der Sicht verschiedener Kantone ist Zimmerberg II mit Blick auf entscheidende regionale, nationale und, Frau Lachenmeier, vor allem eben auch internationale Verkehrsverbesserungen ein unverzichtbarer Teil einer optimal funktionierenden Gotthard- respektive Nord-Süd-Achse.

Zu den Finanzen: Sie wissen, dass wir mit der Motion Laubacher 07.3231 eine Finanzierung von ZEB ausserhalb des FinöV-Fonds gefordert haben. Deshalb habe ich absolut kein schlechtes Gewissen; mit dieser Motion im Hintergrund hätten diese 5,2 Milliarden Franken natürlich neu finanziert werden müssen, was auch ehrlich gewesen wäre. Jetzt packt man diese 5,2 Milliarden Franken in den FinöV-Fonds, und später sagt man dann einmal, die Neat müsse jetzt fertiggebaut werden, wir bräuchten einen Zusatzkredit. Unsere Meinung war, ZEB sei ausserhalb des FinöV-Fonds zu finanzieren und es sei dann allenfalls ein Rest aus den ordentlichen FinöV-Vorlagen in die ZEB-Finanzierung zu transferieren. Insofern habe ich bei der Finanzierung kein schlechtes Gewissen.

Ich bitte Sie - auch wenn ich weiss, was Sie tun werden -, diesem Minderheitsantrag zuzustimmen.

Lachenmeier-Thüring Anita · Mit-F · Conseil national · Bâle-Ville · Groupe des VERT-E-S

Herr Binder, der Wisenbergtunnel war auch in dieser Vorlage über die Zufahrten zur Neat und gehört auch zur Neat insgesamt, weil es eine Zufahrtstrecke ist. Warum ist er jetzt nicht in Ihrem Antrag?

Binder Max · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Frau Lachenmeier, ich biete Ihnen an, dass wir einmal fünf Minuten zusammensitzen und einen Kaffee trinken. Ich werde Ihnen dann die Projekte, die immer Bestandteil der Neat waren, präsentieren. Der Wisenbergtunnel war nie ein Neat-Projekt.

Amherd Viola · Mit-F · Conseil national · Valais · Groupe PDC/PEV/PVL

Die Minderheit Binder beantragt, den Neat-Kredit von 19,1 auf 20,2 Milliarden Franken BO 2008 N 1085 aufzustocken. Mit diesem Mehrbetrag soll der Bau des Zimmerbergtunnels II gesichert werden. Namens der CVP/EVP/glp-Fraktion bitte ich Sie, diesen Minderheitsantrag abzulehnen.

Der Zimmerbergtunnel ist in ZEB 1 nicht vorgesehen. Auf der Strecke Luzern-Zürich kommt es auch ohne diesen Tunnel zu Fahrplanverbesserungen, und damit ist das Gesamtsystem nicht gefährdet. Da die finanziellen Mittel für ZEB 1 beschränkt sind, muss zwingend eine Prioritätenordnung eingehalten werden. Prioritär sind Projekte, die für das Funktionieren von ZEB 1 notwendig sind. Auf den Zimmerberg-Basistunnel trifft dies nicht zu. Es ist nicht möglich, die Einnahmen des FinöV-Fonds zu erhöhen. Entsprechend müssen diejenigen Projekte, die für ZEB 1 eben nicht zwingend nötig sind, zu ZEB 2 verschoben werden. Nur so können wir die für die erste Phase wichtigen Projekte finanzieren und auch in einem vernünftigen Zeitrahmen realisieren.

Aus regionaler Sicht, auch wenn es Herr Binder nicht so sehen will, ist der Minderheitsantrag nachvollziehbar. Unter diesem Gesichtspunkt gäbe es aber auch noch andere Projekte, die man gerne in ZEB 1 sehen würde, auch solche, die in den Neat-Beschlüssen bis anhin nicht vorgesehen waren, beispielsweise der Vollausbau des Lötschbergtunnels, denn der Verkehr in der bestehenden Röhre grenzt schon heute an die Gesamtkapazität, die vorhanden ist; hier wäre Handlungsbedarf sicher auch gegeben.

Der Ständerat hat bei der Gesamtschau FinöV im Interesse des Ganzen Kompromisse beschlossen. Diesen sollten wir im Nationalrat zustimmen, um einen Basar regionalpolitischer Interessen zu vermeiden. Es macht keinen Sinn, nicht zwingend notwendige Projekte in ZEB 1 aufzunehmen und diese dann nicht finanzieren zu können.

Entsprechend bitte ich Sie, den Minderheitsantrag Binder abzulehnen.

Fehr Jacqueline · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe socialiste

Was will der Antrag der Minderheit Binder? Er will den Zimmerbergtunnel im Neat-Kredit belassen und ihn damit aus dem ZEB-Gerangel herausnehmen, ihn dieser Auseinandersetzung entziehen. Zwei Fragen stellen sich: Ist das sachlich gerechtfertigt, und ist dieser Vorschlag zielführend?

Ist der Antrag sachlich gerechtfertigt? Herr Hämmerle hat es beim Eintreten schon gesagt: Der Zimmerberg gehört nicht zur Neat im engeren Sinn. Er dient nicht mehr als Zulaufstrecke für den Güterverkehr, sondern ist für den Personenverkehr Zürich-Zentralschweiz von herausragender Bedeutung - und gehört deshalb nicht zur Neat, sondern zu ZEB. Nun ist er aber auch für ZEB nicht dringlich, weil ZEB ohne den Zimmerberg gefahren werden kann. ZEB ist so konzipiert, dass es ohne den Zimmerberg funktioniert und dass die Verbesserung des Angebots in der Zentralschweiz trotzdem erreicht werden kann. Daraus folgt: Der Nachweis für die Notwendigkeit einer bevorzugten Behandlung ist nicht erbracht.

Und hier stossen wir auf politisch doch sehr beachtliche Widersprüche. Wir lesen und hören von der SVP permanent, dass der öffentliche Verkehr zu teuer sei; dass die Planung zu wenig nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen erfolge; dass quasi nach dem Prinzip "Finger in die Luft" geplant werde; dass das Prinzip heisse: Wer am lautesten ruft, der hat die besten Karten, um etwas zu erhalten. Das sind die Vorwürfe, die wir von der SVP unablässig hören. Und was passiert hier? Was haben wir hier vor uns liegen? Der aller-, aller-, allererste Antrag im Zusammenhang mit ZEB kommt aus den Reihen der SVP. Die Ersten, die mehr Geld ausgeben wollen, ohne den wirtschaftlichen Nachweis erbracht zu haben, sind die Vertreter der SVP. Die Ersten, die Geld ausgeben wollen, ohne zu sagen, wie etwas finanziert wird, sind die Vertreter der SVP. Das ist politisch doch einigermassen beachtlich!

Es kommt schon fast der Verdacht auf, dass Ihre bisherigen Verlautbarungen zur Verkehrspolitik und zur Finanzpolitik jeweils nur ideologisches Geschwätz gewesen seien. Es kommt sogar der Verdacht auf, dass Sie selber jeweils nicht glauben, was Sie erzählen. Nun, das ist natürlich nicht so, und deshalb bin ich auch überzeugt, dass die grosse Mehrheit der SVP-Fraktion dem Antrag der Minderheit Binder nicht folgen wird, dies umso mehr, als der Antrag nicht zielführend ist; das ist der zweite Punkt, den wir bedenken müssen. Letztlich wird der Zimmerbergtunnel wohl eher später gebaut, wenn er im Neat-Kredit bleibt. Noch schlimmer: Eine weitere Ausdehnung des Neat-Kredites führt dazu, dass für die ZEB-Projekte weniger und später Geld zur Verfügung steht. Das heisst: Eine Zustimmung zum Antrag der Minderheit Binder ist ein Ja zu einem späteren Baubeginn aller ZEB-Projekte, auch der ZEB-2-Projekte.

Aus diesen Gründen bitte ich Sie, den Antrag der Minderheit Binder abzulehnen.

Binder Max · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Frau Fehr, Sie unterstellen uns jetzt, wir nähmen keine Rücksicht auf die Wirtschaftlichkeit. Sie haben mir vielleicht nicht zugehört, das mag sein, vielleicht hat sich das Zuhören für Sie auch nicht gelohnt. Aber wenn Sie jetzt das Hohelied der Wirtschaftlichkeit singen, möchte ich von Ihnen doch immerhin wissen: Haben Sie den Nachweis für die Wirtschaftlichkeit der Neat insgesamt? Herr Bundesrat Ogi hat einmal gesagt, die Neat werde dereinst wirtschaftlich betrieben werden können. Haben Sie den Nachweis dafür? Falls Sie ihn haben, wäre ich froh, wenn Sie ihn mir geben könnten.

Fehr Jacqueline · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe socialiste

Ich glaube, bei der Neat sind wir uns einig, dass dieses Bauwerk von zentralster - zentralster! - Bedeutung für unser Land ist, sowohl wirtschaftlich wie verkehrspolitisch wie europapolitisch.

Leuenberger Moritz · BR-M · Conseil fédéral · Zurich

Ich betrachte eigentlich den Antrag der Minderheit als ein "ceterum censeo", mit dem Herr Binder sagt, dass der Zimmerbergtunnel einfach unglaublich wichtig ist; als ein solches "ceterum censeo" akzeptiere ich diesen Antrag, auch im Sinne von "Steter Tropfen höhlt den Zimmerberg".

Dereinst wird dieser Zimmerbergtunnel sicher auch gebaut werden müssen. Er soll aber nicht heute in dieser Vorlage beschlossen werden, sondern er soll nach unseren Planungen in die ZEB-2-Vorlage zusammen mit anderen Projekten, also z. B. Wisenbergtunnel oder drittes Geleise in der Romandie, kommen. Dass Sie stets wieder daran mahnen, wie wichtig letztlich der Zimmerbergtunnel für die Neat sein wird, dafür habe ich volles Verständnis. Ich habe mich seinerzeit mit allen Kräften bemüht, dass er zeitlich im Anschluss an den Engetunnel und den Thalwiltunnel gebaut werden könnte, aber wir haben damals die private Finanzierung nicht hingebracht.

Bitte beschliessen Sie das auch nicht heute in dieser Vorlage, denn wir werden wieder mit dem Zimmerbergtunnel kommen.

Germanier Jean-René · Mit-M · Conseil national · Valais · Groupe radical-libéral

La minorité Binder demande d'introduire dans ce projet les tunnels du Zimmerberg II et du Hirzel. Cette proposition, qui vise à augmenter le crédit d'ensemble afin d'intégrer le tunnel du Zimmerberg, a bien sûr été débattue en commission. A ce propos, le directeur de l'Office fédéral des transports nous a affirmé que les chances de réalisation du tunnel du Zimmerberg étaient meilleures si cette mesure figurait dans le projet ZEB 2, plutôt que dans le projet ZEB 1. Dès lors, la commission a très largement accepté le projet tel qu'il est présenté par le Conseil fédéral et elle a rejeté la proposition défendue par la minorité Binder par 18 voix contre 4.

S'il est vrai que ces projets ont été acceptés en votation populaire, il s'agit là néanmoins d'une certaine lutte d'intérêts entre les régions. Bien sûr que la NLFA n'est pas un projet régional, mais nous pouvons dire, comme l'a indiqué Madame Amherd, que le deuxième tube au Lötschberg est également un problème régional ou en lien avec la NLFA. Tout est imbriqué, on le voit bien.

A ce propos, comme rapporteur de langue française, je ne voudrais pas que l'on oublie que l'adaptation du crédit pour la NLFA laisse un goût amer en Suisse occidentale. Permettez-moi de vous rappeler que les milliards de francs supplémentaires investis dans l'axe du Gothard sont prélevés sur la part initialement prévue pour la deuxième étape de Rail 2000, tout particulièrement sur des projets situés en Suisse occidentale. BO 2008 N 1086 Il s'agira de s'en souvenir lors de l'élaboration du message complémentaire ZEB 2. On le voit bien, par les décisions que l'on va prendre, que notre Parlement devra essayer le plus possible de se situer au-dessus des luttes entre les régions. Le manque de clarté des priorités d'investissement dans les infrastructures ferroviaires, entre les projets du ZEB, les options de développement et les grands projets ferroviaires, pourrait mettre à mal une partie de notre cohésion nationale, si certaines régions du pays se sentaient discriminées. Nous y reviendrons lors de la session d'hiver, lorsque nous traiterons le projet ZEB dans son ensemble.

Au nom de la commission, qui s'est prononcée par 18 voix contre 4, soit à une large majorité, je vous demande donc de rejeter clairement la proposition défendue par la minorité Binder et d'accepter l'ensemble du projet 4 de la NLFA.

Hany Urs · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe PDC/PEV/PVL

Kollege Binder, auch ich hätte den Zimmerberg-Basistunnel gerne in ZEB 1 - ZEB 1, sprich vor allem Neat, sprich erste Etappe von Bahn 2000 - gesehen; da bin ich wohl nicht der Einzige hier im Nationalrat und auch nicht im Ständerat. Aber die laufenden Einnahmen des FinöV-Fonds zwingen den Bundesrat und somit auch die SBB, für ZEB 1 nur Projekte vorzusehen, die auch in einem vernünftigen Zeitrahmen finanziert werden können. Würde der Zimmerberg-Basistunnel wieder aufgenommen und würden keine zusätzlichen Mittel in den Fonds fliessen, könnte das Projekt definitiv nicht vor 2030 realisiert werden.

Nun stellt sich natürlich auch die Frage der Prioritäten. Diejenigen Projekte, die nicht unbedingt zwingend nötig sind, müssen in ZEB 2 verschoben werden, um letztendlich die zwingend notwendigen ZEB-1-Projekte auch finanzieren zu können, und dies natürlich in kürzestem Zeitrahmen. Der Ständerat hat den Zimmerberg-Basistunnel in ZEB 2 - im Gegensatz zum Bundesrat im Bundesbeschluss 1 der Gesamtschau FinöV - unter Artikel 10 explizit aufgeführt. Und die KVF des Nationalrates ist bei ihren zurzeit laufenden Beratungen der Gesamtschau FinöV diesbezüglich dem Ständerat bereits gefolgt. Wir haben also in der KVF des Nationalrates den Zimmerbergtunnel unter Artikel 10 ebenfalls explizit aufgeführt.

Zusammengefasst:

1. Der Zimmerberg-Basistunnel ist in ZEB 2 explizit aufgeführt.

2. Würde der Minderheitsantrag auf Aufnahme in ZEB 1 angenommen, könnte aus Finanzierungsgründen keinen Tag früher gebaut werden.

3. Für die Gesamtschau wurden im Ständerat im Sinne der Sache Kompromisse eingegangen. Würde der Nationalrat diese aufbrechen, könnte in beiden Räten ein Feilschen um Aufnahme weiterer Projekte in ZEB 1 losgehen, obwohl sie nicht finanzierbar wären.

Die KVF Ihres Rates hat den Antrag Binder mit 18 zu 4 Stimmen abgelehnt. Ich bitte Sie ebenfalls, der Kommissionsmehrheit zu folgen und den Minderheitsantrag abzulehnen.

Bugnon André · P-M · Conseil national · Vaud · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Le groupe radical-libéral soutient la proposition de la majorité.

Vote

Vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 130 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit ... 51 Stimmen

Vote

Frein aux dépenses

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre48 (86 %)4 (7 %)4 (7 %)
Groupe socialiste39 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC/PEV/PVL31 (97 %)0 (0 %)1 (3 %)
Groupe radical-libéral33 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S20 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Non inscrit4 (80 %)1 (20 %)0 (0 %)
Total175 (95 %)5 (3 %)5 (3 %)

Namensliste

La majorité qualifiée est acquise

Intervention de procédure

Art. 2-6

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Adopté

Vote

Vote sur l'ensemble

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre44 (79 %)6 (11 %)6 (11 %)
Groupe socialiste39 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC/PEV/PVL31 (97 %)0 (0 %)1 (3 %)
Groupe radical-libéral33 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S21 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Non inscrit4 (80 %)1 (20 %)0 (0 %)
Total172 (92 %)7 (4 %)7 (4 %)

Namensliste