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Réforme de Bologne. Dix ans après

Forster-Vannini Erika · P-F · Conseil des Etats · St-Gall · Groupe radical-libéral

BO 2009 E 1272Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.

David Eugen · Mit-M · Conseil des Etats · St-Gall · Groupe PDC/PEV/PVL

Ich möchte vorwegschicken, dass ich dieses Postulat eingereicht hatte, bevor die Studentenproteste in Gang gekommen sind. Das Postulat hat also nicht direkt etwas damit zu tun. Trotzdem möchte ich unterstreichen, dass ich diese Proteste auch verstehe. Die Punkte, die von den Studenten aufgegriffen wurden, haben eigentlich auch mich dazu bewegt, dieses Postulat einzureichen.

Ich möchte auch sagen, dass ich einen gewissen Erlebnishintergrund habe: Ich bin immer noch Dozent für öffentliches Recht an der Hochschule St. Gallen und erlebe dort einerseits die ganze Studienorganisation, anderseits auch die Studenten und wie sie mit dieser Organisation umgehen, insbesondere mit den Bologna-Prinzipien.

Von der Grundidee her finde ich Bologna einen guten Ansatz. Insbesondere zwei Punkte haben mich damals, als diese Reform vorgenommen wurde, überzeugt:

Als Erstes begrüsste ich die Möglichkeit, an verschiedenen Universitäten einen Studiengang zu absolvieren, ohne dass man dafür grundsätzlich mehr Zeit braucht. Die Studienplanung wird in der Schweiz oder sogar international einmal so ausgerichtet, dass ich die ersten zwei Semester am einen Ort, die nächsten zwei Semester am zweiten Ort und die weiteren zwei Semester am dritten Ort machen kann. Insbesondere habe ich die Möglichkeit, mich in einen anderen Sprachraum zu begeben; ich habe die Möglichkeit, mich ins Ausland zu begeben, um den Horizont zu erweitern und andere Professoren zu hören. Diese Möglichkeit finde ich faszinierend. Es ist auch eine Riesenchance, gerade für die europäische Ausbildung und den Zusammenhalt der europäischen Kultur, dass dieser Austausch stattfinden kann.

Das Zweite, was mich an diesem Reformansatz überzeugte, als er damals präsentiert wurde, ist, dass man die Quote der Studienabbrecher reduzieren will. Das soll in dem Sinne geschehen, dass man das Studium konzentrieren will. Ich war auch damit einverstanden, dass man sich im ersten Schritt auf diese drei Jahre beschränkt hat. Damit gibt man den Studenten und Studentinnen ein klares Ziel vor, das in nützlicher Frist erreicht werden kann.

Nach zehn Jahren und nach dem Blick in die Praxis, den ich dank meines Lehrauftrags noch habe, muss ich feststellen: Wahrscheinlich waren die Ziele zu hoch gesteckt; sie sind jedenfalls so nicht erreicht worden. Was mich besonders beschäftigt: Die Ziele sind eigentlich nicht einmal im Bildungsraum Schweiz, der ja im Vergleich mit dem Bildungsraum Europa relativ klein ist, so erreicht worden, dass man sagen kann, es sei ein Erfolg eingetreten. Hingegen habe ich eine eher negative Erscheinung des Ganzen bemerkt, nämlich eine gewisse Bürokratisierung der Studiengänge, eine detaillierte Regulierung, fast von Semester zu Semester. Was ich in unserem Fach, der Juristerei, auffällig finde, ist die sequenzielle Abfolge der Studien. Das heisst, man erledigt im ersten Semester Privatrecht, im zweiten Semester öffentliches Recht usw. Der Einblick in die Zusammenhänge der einzelnen Studienfächer ist nicht mehr gewährleistet. Die Studenten wollen einfach die Dinge erledigen; das gibt man ihnen auch so vor. Sie kriegen dafür Punkte. Wenn die Dinge erledigt sind, dann ist das abgehandelt. Ich glaube, das ist einer universitären Bildung nicht förderlich, die das Ganze im Auge haben sollte. Sie sollte dazu beitragen, Persönlichkeiten heranzubilden, die nachher nicht nur von Effizienz geprägt sind und die ökonomische Abwicklung von irgendwelchen Prozessen beherrschen, sondern auch die Werte, die hinter der Bildung liegen, erfassen und miteinander verbinden können. Die Bürokratisierung nimmt immer noch zu. Es ist nicht so, wie man vielleicht am Anfang gemeint hat, dass es eine genaue Regulierung braucht und das dann irgendwann aufhört, weil man sich ans neue System gewöhnt hat. Im Gegenteil ist es so, dass die Regulierung immer stärker wird.

Mir fiel auf, dass dann auf der anderen Seite der Nutzen nicht eintrat oder jedenfalls nicht so, wie man es erwartet hat. Demnach müsste man sagen können, dass man alles schön durchreguliert habe und jemand, der an der Universität A zwei Semester gemacht habe, jetzt zur Universität B gehen und die Punkte mitnehmen könne. Es ist aber vielmehr so, dass die Universität B dann sagt, das gehe nicht, man komme von der Universität A, die Punkte aus der Universität A seien nicht gleichwertig wie die Punkte der Universität B, also könne man die Studien nicht so ohne Weiteres fortsetzen. Damit geht eigentlich der Vorteil, den man sich von dieser Ordnung der gegenseitigen Anerkennung und den formalisierten Studiengängen erhoffte, verloren, oder er tritt gar nicht ein. Es ist auch ein Fakt, dass die Studenten während des Studiums eigentlich nicht mehr als früher die Universitäten wechseln.

Weiter wurde festgestellt, dass die Quote der Studienabbrecher nicht abgenommen hat. Das Studium dauert durchschnittlich sechs Jahre, obwohl es eigentlich auf drei Jahre festgelegt ist.

Ich denke, es ist an der Zeit, zu analysieren, was jetzt nicht optimal gelaufen ist und was man verbessern kann. Es ist der Zweck meines Postulates, dem Bundesrat diesen Auftrag zu geben. Nachdem wir ja den neuen Verfassungsartikel haben, ist diese Aufgabe meiner Meinung nach beim Bundesrat angesiedelt. Ausserdem interessiert mich, wie es weitergeht. Es hat ja kürzlich eine Konferenz stattgefunden, welche die Fortsetzung dieser Bologna-Reform zum Thema hatte. Es ist wenig darüber an die Öffentlichkeit gedrungen. Ich weiss noch, wie viele Leute vor zehn Jahren gesagt haben, es gehe doch nicht an, dass sich einige Erziehungsminister in Bologna treffen und dort ganz weit reichende Entscheide fällen würden. Die nationalen Gesetzgeber und in unserem Land die direkte Demokratie sind dabei ausgeschaltet, obwohl das doch sehr wichtige Dinge sind. Das läuft einfach auf ministerieller Exekutivebene. Jetzt ist wieder etwas beschlossen worden. Was genau beschlossen worden ist, ist mir nicht klargeworden, und auch nicht, wie die Zukunft dieses Systems aussieht.

Ich danke dem Bundesrat dafür, dass er die Annahme des Postulates beantragt. Er schreibt in seiner Antwort, er wolle uns zusammen mit anderen Papieren etwas vorlegen. Damit bin ich einverstanden. Ich bitte den Bundesrat einfach, dass er die von mir angeregte Analyse wirklich vornimmt, vor allem mit Blick auf den schweizerischen Bildungsraum, aber auch mit Blick auf das übrige Europa. Ich bitte den Bundesrat auch darum, uns die Ziele darzulegen, die jetzt gesetzt worden sind, und dafür zu sorgen, dass in einer der kommenden Botschaften - ich nehme an, es wird im Jahre 2010 sein - etwas dazu enthalten ist, sodass wir dann eine fundierte Diskussion führen können.

In diesem Sinne danke ich dem Bundesrat für seinen Antrag und bitte Sie, das Postulat anzunehmen.

Bischofberger Ivo · Mit-M · Conseil des Etats · Appenzell Rh.-Int. · Groupe démocrate-chrétien

Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit danke ich dem Bundesrat im Namen von vielen betroffenen Studentinnen und Studenten für die Bereitschaft, das Postulat entgegenzunehmen, und damit verbunden auch für den Willen, die Umsetzung der Bologna-Reform in unserem Land gründlich zu analysieren und in der nächsten Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und BO 2009 E 1273 Innovation allfällige Erkenntnisse und Massnahmen zu erläutern. Das scheint mir auch äusserst wichtig, denn angesichts der Globalisierung und der zunehmenden Mobilität der Arbeitskräfte ist der Bologna-Prozess sicher sehr zu begrüssen. Allerdings machen die studentischen Demonstrationen der letzten Wochen deutlich - Herr Kollege David hat darauf hingewiesen -, dass sich dieser Prozess nicht problemlos entwickelt. Ob die studentischen Proteste jedoch allein durch die Bologna-Entwicklung begründet sind oder ob sie nur ein Teil einer allgemeinen studentischen Unzufriedenheit sind - Studiengebühren, zu wenig Studienplätze und anderes mehr -, will ich hier bewusst offenlassen.

Wichtig aber ist, dass der Bologna-Prozess in verschiedenen Punkten und Themenbereichen eine umfassende, kritische und auch faire Beurteilung erfährt. So ist das erstens notwendig im Bereich der Studienreform mit dem vielfach kontrovers diskutierten Zwang zur Modularisierung des Studiums. So ist das zweitens notwendig im Bereich des Prüfungskonzeptes mit dem Bewertungssystem der Credit Points und der damit verbundenen hohen Anzahl schematisch durchgeführter Prüfungen - Stichwort Multiple-Choice-Verfahren. Auf der Jagd nach ECTS-Punkten und beim Testen von portioniertem Wissen droht die Bildung als persönliche intellektuelle Entwicklung je länger, je mehr zu kurz zu kommen. So ist das drittens notwendig im Bereich der Unterscheidung des dreijährigen Bachelor-Studiums, welches zu einer Berufsbetätigung führt, und des zweijährigen Master-Studiums, dessen Schwerpunkt auf der Forschungsorientierung liegt. Schliesslich ist das viertens notwendig im Bereich der Administration respektive der Verbürokratisierung in Sachen Zulassungsvorschriften und deren überzeichneter Perfektionierung.

Aus all diesen Gründen ist es wichtig, den Bologna-Prozess kritisch zu analysieren, zu begleiten und allfällige Fehlentwicklungen möglichst umgehend zu korrigieren, um nicht im Nachhinein mit radikalen Massnahmen eingreifen zu müssen.

Fetz Anita · Mit-F · Conseil des Etats · Bâle-Ville · Groupe socialiste

Auch ich möchte dem Bundesrat dafür danken, dass er bereit ist, diesen Bericht zur Auswertung von zehn Jahren Bologna-Reform zu machen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um noch auf zwei, drei Anliegen hinzuweisen, die ich gerne in diesem Bericht behandelt wüsste und die sich nur indirekt in der Formulierung von Kollege Eugen David finden lassen. Worin wir uns, glaube ich, einig sind, ist, dass die Umsetzung der Bologna-Reform ganz offensichtlich zu einer grossen Bürokratisierung geführt hat, insbesondere in den geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern, die in der Lizenziatsform eigentlich am weitesten weg waren von der Art und Weise, wie das Programm jetzt in der Bologna-Form unterrichtet wird. Ich möchte deshalb zusätzliche Angaben zu folgenden Punkten:

Ich habe berufliche Erfahrung damit, dass Reformumsetzungen dieser Grössenordnung - also grosse Reformprojekte an Universitäten - sehr oft beim ersten Mal schlecht aufgesetzt werden und dann an Kinderkrankheiten leiden, sodass auf jeden Fall justiert werden muss. Man neigt auch leicht zur Übertreibung, dazu, allzu viel des Guten zu machen. Dazu möchte ich auch in diesem Bericht, wenn es möglich ist, ein paar Überlegungen finden: Was ist bei der Umsetzung nicht gelungen? Welchen Anteil haben die Mängel bei der Umsetzung und welchen Anteil hat der Umstand, dass das System ein bisschen zu rigide ist, sodass man es auch lockern könnte?

Sollte die Reformumsetzung nicht so gut gelungen sein, interessiert mich auch, welchen Anteil an den Umsetzungsfehlern die mangelnde Flexibilität vonseiten der Professoren hat. Man stellt nämlich bei einzelnen Fächern einfach fest, dass teilweise der gleiche Stoff, der vorher für das Liz nötig war, jetzt modularisiert und in die Bachelor-Stufe reingedrückt wird. Das ist nicht unbedingt die richtige Umsetzung. Man muss daher wissen, ob das wirklich so geschieht, ob das falsch aufgesetzt worden ist oder ob das von den Studierenden nur so empfunden wird.

Ich interpretiere übrigens den Studentenprotest nicht primär als gegen die Bologna-Reform gerichtet, sondern primär - vor allem in den Geistes- und Sozialwissenschaften - als Protest gegen die mangelhaften Betreuungsverhältnisse; dort hat es einfach extrem viele Studierende auf einen Professor.

Das wären noch meine Anliegen im Zusammenhang mit diesem Bericht.

Recordon Luc · Mit-M · Conseil des Etats · Vaud · Groupe des VERT-E-S

C'est à mon tour de m'engouffrer dans la brèche ouverte opportunément par Monsieur David, dont le postulat vient à son heure, mais qui me semble, avant qu'il soit adopté, nécessiter certaines précisions.

En effet, le terme très général de possibles "faiblesses de la réforme" de Bologne, évoqué à la troisième question du postulat, est assez large. A ce titre, je voudrais personnellement mettre l'accent sur un premier point: c'est la situation assez insatisfaisante, me semble-t-il, du titre de "bachelor". Celui-ci donne, à mon avis, l'illusion d'un accès au marché du travail, ce qui n'est pas véritablement le cas. Il fournit un certain titre universitaire, et il risque bien, tôt ou tard, de subir un peu le même sort que le titre de baccalauréat, qui est presque sa traduction et que l'on a toujours qualifié de premier titre universitaire, mais qui n'a, au fond, jamais constitué un titre professionnel, ou à peine. Cela pose quand même une question de loyauté vis-à-vis des gens qui pourraient penser qu'en trois ans, ils acquièrent une formation utile et qui se rendent compte que, sur le marché du travail, me semble-t-il - soyons prudent -, ce n'est pas réellement une clé ouvrant de véritables portes. C'est une première question qui me semble avoir toute son importance.

Puis, le corollaire, c'est que, tôt ou tard, on se va se diriger vers la constitution d'une cohorte d'étudiants - à moins que cela ne les touche tous - qui voudront acquérir le "master". Cela représente, par rapport à la situation initiale où étaient délivrées des licences universitaires, me semble-t-il, un allongement des études, mais la question est controversée. C'est peut-être plus le cas en Suisse romande qu'en Suisse alémanique; c'est peut-être plus le cas dans certaines disciplines, notamment techniques, que dans d'autres. Néanmoins, je trouve que cela mérite d'être étudié, parce que cela aura une incidence extrêmement importante, et pour les étudiants et pour l'économie nationale, si cela se vérifie, même partiellement.

Je ne suis pas tout à fait d'accord avec Madame Fetz pour dire que la protestation des étudiants ne concerne pas forcément le processus de Bologne en tant que tel. Si véritablement la réforme de Bologne est à la fois un système dans lequel il est plus difficile d'obtenir un revenu et qui provoque un allongement de certaines études, alors c'est financièrement un poids assez lourd pour les étudiants. Cela peut représenter une entrave pour certaines familles ou pour certains étudiants dans l'accomplissement des études auxquelles ils seraient par ailleurs préparés.

Sous ces deux angles, le rapport devrait pouvoir nous apporter soit des apaisements, soit des correctifs.

Burkhalter Didier · BR-M · Conseil fédéral · Neuchâtel

Je vous remercie à mon tour de cette discussion qui aura permis en plus de quasiment préparer la table des matières du futur rapport, qui sera en fait un futur chapitre d'un futur rapport, comme cela a été dit. J'y reviendrai peut-être tout à l'heure.

J'aimerais exprimer un sentiment d'ordre général - c'est bien un sentiment, ce n'est pas une certitude. J'ai vraiment l'impression qu'on se met actuellement à ouvrir le débat sur la question du processus de Bologne. Peut-être que ce débat n'a pas eu lieu ou qu'il n'est pas allé assez dans les détails à l'époque. Cela est apparu comme quelque chose d'un peu évident, peut-être d'un peu technocratique et puis, tout à coup, maintenant, on se rend compte que c'est quelque chose de fondamentalement politique. Donc le débat a lieu, en soi c'est une bonne chose. Il faut qu'il se fasse, comme l'a dit Monsieur Bischofberger, de manière critique et "fair". Je crois que c'est tout à fait juste et que c'est un point positif.

BO 2009 E 1274On se met aussi à parler réellement de la Déclaration de Bologne. Et, comme cela a aussi été dit dans quelques interventions, je ne suis pas sûr qu'on la connaisse vraiment bien. Je ne fais pas de procès d'intention, mais on met un peu tout sur le compte de la Déclaration de Bologne, et peut-être un peu trop de choses. On lui fait porter des responsabilités, assumer quelques malaises aussi, sociétaux quasiment, qui ne dépendent pas strictement et directement de sa teneur même, qui dépendent parfois même plus de la manière dont on l'applique. Là, il y a des choses que l'on peut faire sans même revoir de fond en comble les bases de cette déclaration.

La Déclaration de Bologne a engendré une des plus grandes réformes du paysage universitaire européen que nous ayons jamais vues. Aujourd'hui, 46 pays participent au processus de Bologne. En une dizaine d'années, les structures d'études ont été adaptées selon les principes dits de Bologne, peut-être, encore une fois, sans qu'on les connaisse vraiment toujours très bien. En Suisse, Monsieur David, ces structures ont été mises en place assez rapidement et de manière coordonnée: depuis le semestre d'automne 2007, tous les nouveaux étudiants commencent leurs études dans un programme "bachelor". Actuellement, 83 pour cent des étudiants réguliers en dessous du niveau doctorat suivent des programmes organisés sur le mode de Bologne. On peut dire que la mise en place de fait est plutôt dans la bonne voie.

Lors de la dernière conférence ministérielle de Louvain, les ministres en charge de l'enseignement supérieur ont constaté qu'après ces grands changements structurels, une phase de consolidation et d'amélioration - excusez le langage un peu diplomatique! - était nécessaire. Il est évident qu'une réforme d'une telle ampleur rencontre certaines difficultés. Il s'agit maintenant d'y remédier, comme je l'ai dit, de faire peut-être et avant tout un bon débat sur la question. Cela doit être possible sur ce genre de sujet.

En Suisse, une étude récente menée par l'Union des étudiants de Suisse et la Conférence des recteurs des universités suisse a démontré que, dans leur grande majorité - soit à peu près les trois quarts -, les étudiants sont contents ou très contents de leur formation. Ce constat est réjouissant, et il ne faut pas trop peindre le diable sur la muraille après quelques protestations. Mais il ne faut quand même pas non plus oublier qu'il y a des étudiants qui ne sont pas satisfaits de leur situation et qui le font savoir. Il faut relever que bon nombre des critiques émises, encore une fois, ne concernent pas directement le processus de Bologne qui, bien souvent, joue en quelque sorte le rôle de bouc émissaire pour toutes sortes de difficultés rencontrées, par exemple le financement insuffisant, l'évolution démographique, les bourses, les taxes d'études, etc.

Même le texte de votre postulat, Monsieur David, est un peu révélateur en la matière. Vous dites, par exemple, qu'il y a une reconnaissance automatique des prestations d'études effectuées dans une autre école. Ce serait en tout cas un des éléments visés par la Déclaration de Bologne. En fait, cette reconnaissance automatique n'est pas visée par ladite déclaration. La haute école qui délivre le diplôme décide elle-même quelles prestations d'études sont prises en compte. Vous mentionnez également un peu plus loin dans le texte du postulat le "cadre en partie étroit et rigide défini par la Déclaration de Bologne". Mais il faut de nouveau un peu faire la différence entre la Déclaration de Bologne, qui a bon dos en quelque sorte, comme on dit en français, et la mise en oeuvre par les hautes écoles. La Déclaration de Bologne ne définit pas en soi un cadre étroit et rigide. Au contraire, elle laisse beaucoup de liberté aux hautes écoles dans la mise en oeuvre. C'est peut-être dans la concrétisation que le problème se pose: on a pris quelque part à la lettre des principes relativement souples et on les a rigidifiés dans le cadre de la concrétisation.

De plus, l'étude de l'Union des étudiants de Suisse et la Conférence des recteurs des universités suisse (CRUS), dont j'ai parlé tout à l'heure, a également montré que certains problèmes subsistent. Il semblerait notamment que le système de crédits ECTS ne fonctionne pas encore de la manière souhaitée, que la rigidité d'un certain nombre de cursus constitue une entrave à la mobilité et qu'elle rende plus difficile le fait, pour les étudiants, d'avoir un travail à côté de leurs études, cela a été dit tout à l'heure par Monsieur Recordon. Donc, travailler à côté est en effet plus difficile, notamment parce que les mois qui étaient libérés durant la pause estivale ne le sont plus complètement, avec des examens qui ont lieu presque tout le temps. Ainsi, la situation est différente, un peu plus difficile.

Il appartient aux hautes écoles suisses de trouver maintenant des solutions à ces problèmes, dans un dialogue ouvert et constructif, qu'il faut poursuivre avec les associations d'étudiants. Pour pouvoir entreprendre ces démarches, il est nécessaire d'avoir une vue d'ensemble de la situation. C'est pourquoi nous proposons d'accepter ce postulat.

J'aimerais quand même dire qu'il y a plusieurs autres études qui existent sur les effets de la réforme de Bologne ou sur les effets qui sont prévus. Dans le cadre du projet de coopération interuniversitaire qui est intitulé "Bologne, coordination et instruments", je citerai en particulier le fait que la CRUS effectue un monitorage de la mise en oeuvre du processus en Suisse. Ce monitorage servira précisément de base pour la partie concernée du prochain message FRI qui répondra également à ce postulat.

C'est donc dans ce cadre-là, le prochain message FRI, que le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.

Forster-Vannini Erika · P-F · Conseil des Etats · St-Gall · Groupe radical-libéral

Adopté