Fatschenta parlamentara: Loi sur la poste (09.049)

09.049

Loi sur la poste

Bruderer Wyss Pascale · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe socialiste

BO 2010 N 1550Postgesetz

Loi sur la poste

Section 4

Proposition de la majorité

Biffer toute la section 4

(voir art. 25 al. 2 let. j, k; 26 al. 3; 42 al. 2, 3; 42a)

Proposition de la minorité I

(Schenk Simon, Bugnon, Caviezel, Hany, Hochreutener, Hutter Markus, Triponez, von Rotz)

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Art. 19

Proposition de la majorité

Biffer

Art. 20

Proposition de la majorité

Biffer

(voir section 4)

Proposition de la minorité I

(Schenk Simon, Bugnon, Caviezel, Hany, Hochreutener, Hutter Markus, Triponez, von Rotz)

Al. 1

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

(voir section 4)

Proposition de la minorité II

(Hany, Allemann, Amherd, Brélaz, Hämmerle, Hochreutener, Lachenmeier, Levrat, Simoneschi-Cortesi, Weibel)

Al. 1

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Art. 21

Proposition de la majorité

Biffer

(voir section 4)

Proposition de la minorité I

(Schenk Simon, Bugnon, Caviezel, Hany, Hochreutener, Hutter Markus, Triponez, von Rotz)

Al. 1

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

(voir section 4)

Proposition de la minorité II

(Hany, Allemann, Amherd, Brélaz, Fehr Jacqueline, Graf-Litscher, Hämmerle, Lachenmeier, Levrat, Pedrina, Simoneschi-Cortesi)

Al. 1

... auprès de tous les prestataires de services postaux. La Poste est exemptée de la redevance. Cette redevance sert exclusivement ...

BO 2010 N 1551Art. 22

Proposition de la majorité

Biffer

(voir section 4)

Proposition de la minorité I

(Schenk Simon, Bugnon, Caviezel, Hany, Hochreutener, Hutter Markus, Triponez, von Rotz)

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

(voir section 4)

Proposition de la minorité II

(Hany, Allemann, Amherd, Brélaz, Hämmerle, Hochreutener, Lachenmeier, Levrat, Simoneschi-Cortesi, Weibel)

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Art. 42

Proposition de la majorité

Al. 1

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Al. 2

Le Conseil fédéral fixe la date de l'entrée en vigueur.

Al. 3

Biffer

(voir section 4)

Proposition de la minorité I

(Schenk Simon, Bugnon, Caviezel, Hany, Hochreutener, Hutter Markus, Triponez, von Rotz)

Al. 2

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Al. 3

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

(voir section 4)

Proposition de la minorité II

(Schenk Simon, Binder, Caviezel, Föhn, Germanier, Grin, Huber, Hutter Markus, Rickli Natalie)

Al. 2

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Al. 3

Un an après l'entrée en vigueur de la présente loi, le Conseil fédéral soumet au Parlement un arrêté fédéral sujet au référendum sur l'ouverture complète du marché. Celui-ci met en vigueur l'article 4 alinéa 3 lettre c, les articles 19 à 22 et 25 alinéa 2 lettres j et k et abroge les articles 17, 18, 25 alinéa 2 lettre i et 34 alinéa 1 lettre b.

Proposition de la minorité III

(Germanier, Föhn, Giezendanner, Hutter Markus, Grin, Miesch, Rickli Natalie, von Rotz)

Al. 2

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Al. 3

... Celui-ci met en vigueur les articles 19 à 22 et 25 alinéa 2 lettres j et k et abroge les articles 17 et 34 alinéa 1 lettre b.

(voir art. 18)

Proposition de la minorité IV

(Schenk Simon, Binder, Bugnon, Caviezel, Föhn, Hochreutener, Hutter Markus, Rickli Natalie, Triponez, von Rotz)

Al. 2

La présente loi entre en vigueur le 1er janvier 2013, sous réserve de l'alinéa 3.

Al. 3

Un an au plus tard après l'entrée en vigueur de la présente loi (1er janvier 2014), le Conseil fédéral soumet au Parlement un arrêté fédéral sujet au référendum sur l'ouverture complète du marché. Celui-ci met en vigueur les articles 19 à 22 ...

Proposition de la minorité V

(Germanier, Caviezel, Huber, Hutter Markus)

Al. 2

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

BO 2010 N 1552Al. 3

Les articles 19 à 22 et 25 alinéa 2 lettres j et k entrent en vigueur le 1er avril 2015. A cette même date, les articles 17, 18, 25 alinéa 2 lettre i et 34 alinéa 1 lettre b sont abrogés.

Art. 42a

Proposition de la majorité

Le Conseil fédéral évalue les conséquences de l'ouverture du marché jusqu'à 50 grammes en Suisse et la libéralisation complète du marché en Europe et, au plus tard trois ans après l'entrée en vigueur de la loi sur la poste, soumet au Parlement un rapport proposant les mesures à venir.

Proposition de la minorité I

(Schenk Simon, Bugnon, Caviezel, Hany, Hochreutener, Hutter Markus, Triponez, von Rotz)

Biffer

(voir section 4)

Schenk Simon · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre

In der Kommission ist mein Antrag von Mitgliedern dreier Bundesratsparteien und vom Bundesrat unterstützt worden. Wenn ich mich hier für die Unterstützung der Kommissionsminderheit starkmache, dann geschieht dies also im Namen einer breiten Allianz.

Wir werden sehen, wie verlässlich die bürgerliche Zusammenarbeit hier im Rat ist. Es geht ja um die grosse Streitfrage "Marktöffnung - ja oder nein?". Die entscheidende Abstimmung wird jene zur Frage sein, ob wir den ganzen 4. Abschnitt aus der Vorlage streichen, wie es die Kommissionsmehrheit beantragt, oder eben nicht. Ich gehe nicht auf alle Details bei den einzelnen Artikeln ein und versuche insbesondere, Sie davon zu überzeugen, den Grundsatz der Aufhebung des Restmonopols für die Briefe unter 50 Gramm zu unterstützen.

Was Ihnen die Kommissionsminderheit beantragt, ist nichts anderes als das Konzept der Marktöffnung, wie es der Bundesrat in der Botschaft vorgeschlagen hat, mit ein paar kleinen Ergänzungen des Ständerates. Die Post selber hat in vielen Gesprächen im Vorfeld der Beratung des Postgesetzes immer wieder betont, dass sie für die Marktöffnung bereit ist. Ich verweise diesbezüglich auf das Interview mit Verwaltungsratspräsident Peter Hasler und Konzernleiter Jürg Bucher, das im "Post-Magazin" im Mai 2010 und in ähnlicher Form auch in anderen Medien erschienen ist. Dort sagt die Postspitze klar und deutlich, dass sie für die vollständige Marktöffnung bereit ist. Die Post hat sich seit vielen Jahren im Rahmen der kontinuierlichen Marktöffnung auf diesen letzten Schritt vorbereitet.

Wenn man in Betracht zieht, dass die Post beim heutigen Stand der Marktöffnung bereits rund 80 Prozent des Postgeschäfts im freien Markt abwickelt, dann kann ja weiss Gott der letzte Schritt der Öffnung nicht mehr derart existenzbedrohend sein, wie das von den Gegnern der Monopolaufhebung dargestellt wird. Ein Blick zurück auf die bisherigen Marktöffnungsschritte zeigt folgendes Bild: Seit 1997 sind die Postsendungen über 2 Kilogramm im freien Markt, 2004 wurde die Höchstgrenze auf ein Kilo gesenkt, 2006 auf 100 Gramm, und seit 2009 sind nur noch die Briefe unter 50 Gramm unter dem Monopol der Post.

Die totale Marktöffnung, die heute zur Diskussion steht, wollte der Bundesrat eigentlich bereits auf 2011 einführen. Wir haben Verspätung gegenüber der ursprünglichen Planung und sind auch später dran als die meisten Länder in der EU. In der EU wird der Markt per 2011 grundsätzlich total geöffnet. Bei uns geschieht das je nach Ausgang der Abstimmungen zu Artikel 42 entweder frühestens 2014 oder 2015, oder dann liegt es allenfalls im Ermessen des Bundesrates, den Zeitpunkt festzulegen, falls wir die Marktöffnung beschliessen.

Die vollständige Marktöffnung wird früher oder später Tatsache werden. Es kann ja nicht sein, dass wir vor dem letzten Schritt haltmachen, nachdem wir bereits vier Schritte vollzogen haben. Die bisherigen Schritte zur Marktliberalisierung haben die Post in der erfolgreichen Unternehmensführung nicht beeinträchtigt; die positiven Abschlüsse der letzten Jahre beweisen das. Der letzte Schritt wird dies nicht ändern, weil die Post sich gut darauf vorbereitet hat. Auch der Service public wird darunter nicht leiden.

Viel wichtiger ist für die Post, dass wir ihr bei der übrigen Gesetzgebung nicht zu viele Fesseln anlegen. So ist etwa zu hoffen, dass der Ständerat die Entscheide des Nationalrates betreffend Hauszustellung und Gestaltung des Poststellennetzes in der Differenzbereinigung noch zugunsten der Post korrigieren wird. Ausserdem wollen wir im Postorganisationsgesetz der Post die Möglichkeit geben, sich als spezialgesetzliche Aktiengesellschaft zu organisieren, wie es international Standard und wie es auch bei Swisscom und SBB der Fall ist. Wenn die Post diese Rahmenbedingungen bekommt, kann sie problemlos im offenen Markt bestehen und wird uns auch weiterhin positive Abschlüsse liefern.

Natürlich gilt der Streichungsantrag bei Artikel 42a auf Seite 29 der Fahne nur für den Fall, dass die Marktöffnung im Gesetz festgeschrieben wird. Sollte sich im Rat die Kommissionsmehrheit durchsetzen und die Marktöffnung aus dem Gesetz kippen, muss der Evaluationsauftrag an den Bundesrat zwingend ins Postgesetz, etwa nach dem Motto "Lieber fast nichts als gar nichts!".

Ich bitte Sie, bei den Artikeln auf den Seiten 15 bis 29 der Fahne die Anträge der Minderheit I zu unterstützen, die aus Mitgliedern der FDP-, der CVP/EVP/glp- und der SVP-Fraktion besteht und den Beschluss des Ständerates und somit den Entwurf des Bundesrates aufnimmt.

Jetzt noch ein paar Bemerkungen zu Artikel 42, dem Schlüsselartikel, in dem es um Referendum, Inkrafttreten und die grosse Frage "Marktöffnung - ja oder nein?" geht. Die meisten Länder in Europa haben den Postmarkt bereits ganz geöffnet oder öffnen ihn auf 2011. Ein paar wenige Länder tun es auf 2013. Seit der Bekanntgabe des Zeitplans zur totalen Marktöffnung durch den Bundesrat hat sich die Post nach und nach auf die Liberalisierung vorbereiten können und hat mehrfach betont, dass sie für den freien Wettbewerb bereit ist. Aus dieser Sicht ist der Antrag der Minderheit IV bei Artikel 42 durchaus ein gangbarer Weg, weil er der Post sogar ein Jahr länger Zeit gibt, sich auf die Aufhebung des Restmonopols vorzubereiten, als vom Bundesrat ursprünglich vorgesehen.

In der Kommission ist dieser Antrag nur ganz knapp, mit 10 zu 11 Stimmen, abgelehnt worden. Wir hoffen, dass wir dies hier im Plenum ändern können.

Die Aufhebung des 50-Gramm-Restmonopols ist für die Post keine unüberwindbare Hürde. Die Post selber sieht die Aufhebung nicht als Pièce de Résistance und ist, wie gesagt, gut darauf vorbereitet, weil sie schon heute zu 80 Prozent im freien Markt tätig ist.

In diesem Sinne bitte ich Sie, bei Artikel 42 in erster Linie die Minderheit IV zu unterstützen.

Die anderen Minderheitsanträge zu Artikel 42 kann ich ganz kurz erläutern: Die Minderheit I hat ohne Änderung den Beschluss des Ständerates übernommen. Damit läge der Zeitpunkt der Inkraftsetzung der vollständigen Marktöffnung in der Kompetenz des Bundesrates. Der Antrag der Minderheit II sieht grundsätzlich den gleichen Zeitplan und die gleichen Auflagen wie der Ständerat vor. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Auflagen betreffend die Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag gemäss BO 2010 N 1553 Artikel 4 Absatz 3 Buchstabe c des Postgesetzes erst mit der totalen Marktöffnung in Kraft träten.

Ich bitte Sie, bei Artikel 42 in erster Linie die Minderheit IV und allenfalls die Minderheit II oder die Minderheit I zu unterstützen.

Hany Urs · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe PDC/PEV/PVL

Erlauben Sie mir zum 4. Abschnitt zunächst eine einleitende Bemerkung: Auch wenn die Liberalisierung für den Briefmarkt bis 50 Gramm keinen Anklang finden sollte, wäre es ganz einfach unverantwortlich, das Postgesetz und das Postorganisationsgesetz zu beerdigen. Einige hier im Saal gedenken dies zu tun. Ich habe bereits in der Eintretensdebatte gesagt, dass die Post insbesondere eine neue, zukunftsgerichtete Organisation braucht. Diese Neuorganisation nun von einer Annahme oder Ablehnung des jetzt zu beratenden 4. Abschnitts des Postgesetzes abhängig zu machen, zeugt nicht gerade von verantwortungsbewusstem Denken und Handeln. Ich persönlich stehe für die Marktöffnung ein. Wird sie abgelehnt, werde ich aber in der Schlussabstimmung trotzdem beiden Gesetzen zustimmen. Nicht zuletzt auch als Kompromissvorschlag habe ich in Artikel 21 einen entsprechenden Minderheitsantrag eingebracht.

Nun aber zuerst zu Artikel 20: In Artikel 20 Absatz 1 hat der Ständerat im ersten Satz bezüglich Nettokosten der Grundversorgung die Ergänzung "und sind diese unverhältnismässig hoch" eingefügt. Was sind unverhältnismässig hohe Nettokosten der Grundversorgung? Diese Formulierung ist für mich ein unbestimmter Rechtsbegriff und gehört so nicht ins Gesetz.

Ich bitte Sie, bei Artikel 20 der Minderheit II zuzustimmen und somit dem Bundesrat zu folgen.

Nun zur Minderheit II bei Artikel 21: Artikel 21 regelt die Abgabe zur Finanzierung der Grundversorgung bei der vollständigen Marktöffnung im Briefverkehr. Eine sichere, gute und preiswerte Grundversorgung des Landes mit Postdiensten gemäss Verfassungsauftrag kann nur erbracht werden, wenn auch die Finanzierung gesichert ist. Die Post muss und will die Grundversorgung eigenwirtschaftlich erbringen. Sie muss aber ein tragfähiges Konzept zur Verfügung haben, welches die Finanzierung dann sicherstellt, wenn ein Abgeltungsbedarf entsteht. Der Bundesrat hat dafür einen Fonds vorgesehen, in den alle Postdienstanbieter einzahlen müssten. Damit die Grundversorgungsabgeltung funktionieren kann, muss jedoch die Post als grossmehrheitlicher Grundversorger von dieser Beitragspflicht ausgenommen werden. In einem vollständig liberalisierten Briefmarkt werden die privaten Anbieter die Grundversorgung in bevölkerungsarmen Gebieten wahrscheinlich aus finanziellen Gründen nicht wahrnehmen. Die Post als bundeseigener Betrieb ist aber von Gesetzes wegen verpflichtet, die Grundversorgung anzubieten. Führt diese Grundversorgungsverpflichtung nachweislich zu Nettokosten und hat die Post als mit Abstand grösster Grundversorger diesen Fonds entsprechend massgeblich gespiesen, würde sie zur Deckung der Nettokosten nur ihr selber einbezahltes Geld wieder zurückbekommen und erhielte somit keine Entschädigung für die entstandenen Nettokosten. Somit muss die Post als gesetzlich verpflichteter Grundversorger von dieser Fondsbeitragspflicht ausgenommen werden.

Ich bitte Sie, bei Artikel 21 Absatz 1 der Minderheit II zuzustimmen.

Germanier Jean-René · 1VP-M · Conseil national · Valais · Groupe radical-libéral

Il n'y a pas de risque économique à ouvrir le marché postal, et plusieurs études le démontrent. La Poste est tout à fait en mesure d'affronter une concurrence si le marché s'ouvre complètement. D'ailleurs, notre poste restera clairement dominante, à 80 voire 90 pour cent, si le marché est complètement ouvert. De plus, les autres opérateurs seront principalement des entreprises publiques étrangères.

Alors, me demanderez-vous, pourquoi nous engageons-nous pour une libéralisation? Eh bien, le groupe libéral-radical est convaincu que le peu de concurrence qui pourrait s'opérer en cas d'ouverture totale serait l'aiguillon nécessaire pour de meilleurs prix aux consommateurs et pour que des services performants puissent être fournis aux utilisateurs.

L'ouverture devra se faire, pour les concessionnaires, avec le droit à une concurrence loyale, mais aussi le devoir de participer aux coûts du service universel et de fournir des conditions de travail de qualité, comme il est prévu dans ce projet.

Au niveau des coûts du service universel, à l'article 21, il est clair que nous rejetons la minorité II (Hany), car, dans le concept de service universel, tous les partenaires doivent participer proportionnellement à leur part de marché.

Nous sommes convaincus que cette libéralisation, voulue d'ailleurs également par les dirigeants de la Poste, permettra à notre entreprise d'Etat de se développer en s'orientant davantage vers le marché et, surtout, de développer sa capacité d'entrepreneur postal. Nous voulons de la liberté pour la Poste, mais de la liberté dans un marché ouvert, et pas plus de liberté avec un marché fermé. Nous voulons nous engager pour un marché postal dynamique au service du public, un marché postal qui crée de l'emploi.

Le débat sur la libéralisation du marché postal comprend le problème du temps nécessaire à la Poste pour s'adapter à l'ouverture intégrale du marché. Pour le marché postal, ce qui est important, c'est la sécurité juridique. Le fait de ne pas savoir si le marché va s'ouvrir complètement ou partiellement, de ne pas connaître les dates de mise en application représente une entrave au développement de tout le secteur postal. Cela empêche les investissements et ne permet pas d'opter définitivement pour des stratégies de développement.

Avec ma proposition de minorité V à l'article 42, nous fixons la date de l'entrée en vigueur de cette loi au 1er avril 2015. C'est un délai assez long, mais ce délai est d'autant plus nécessaire que la stratégie de la Poste, dans les circonstances juridiques que nous avons vécues ces dernières années et que nous continuerons à vivre, n'a pas pu être clairement définie pour ces prochaines années. En soutenant ma proposition de minorité, vous mettez fin à l'incertitude juridique qui s'est manifestée il y a cinq ans déjà - et se poursuit depuis -, moment où ce chantier de modification de la loi a démarré.

Si l'on y ajoute la proposition de la majorité qui vise à reconsidérer l'ouverture après trois ans de mise en vigueur, cela fera en tout huit ans d'incertitudes juridiques et d'impossibilité pour les opérateurs de faire des investissements sûrs et de mettre en place une stratégie de développement sûre. Alors que tous les pays européens qui nous entourent ouvrent leurs marchés au 31 décembre 2010, la Poste, avec ma proposition de minorité, disposerait de quatre ans et demi de plus pour se préparer à la concurrence, même si elle est aujourd'hui déjà prête à relever ce défi.

En comparaison des entreprises postales étrangères, elle disposerait ainsi d'un avantage concurrentiel considérable. Cette longue période d'adaptation impliquera une ouverture plus tardive, mais une ouverture en une fois, afin d'éviter les effets pervers de ces ouvertures en deux étapes que nous avons vécues dans d'autres secteurs.

Je vous remercie de soutenir ma proposition de minorité, qui apporte cette sécurité, cette vision claire. L'article 42 permettra peut-être une ouverture en connaissance de cause.

Notre groupe - nous l'avons dit lors de l'entrée en matière - s'opposera lors du vote sur l'ensemble, si cet article 42 est adopté, car cela serait une fausse libéralisation.

Lachenmeier-Thüring Anita · Mit-F · Conseil national · Bâle-Ville · Groupe des VERT-E-S

Die Grundversorgung ist ein wichtiges Gut. Das ist von allen Fraktionen mehrmals betont worden. Die Minderheit I (Schenk Simon) stellt einen Angriff auf die Grundversorgung dar, die nicht in jedem Fall eigenwirtschaftlich erbracht werden kann, insbesondere nicht, wenn das 50-Gramm-Monopol aufgehoben wird.

Die Mehrheit des Nationalrates hat sich letzte Woche für einen starken Service public ausgesprochen, für ein flächendeckendes Poststellennetz und für die Zulieferung in alle ganzjährig bewohnten Siedlungen. Diese Grundversorgung BO 2010 N 1554 kann heute ohne Belastung der Staatskasse erbracht werden; das Postmonopol - der Service aus einer Hand - ermöglicht dies. Der Bundesrat anerkennt mit Artikel 20, dass dies bei einer vollständigen Marktöffnung wahrscheinlich nicht mehr der Fall sein wird. Erfahrungsgemäss würden sich private Anbieter auf die lukrativen Grosskunden konzentrieren und sich in dichtbesiedelten Gebieten niederlassen. Der Bundesrat sieht darum eine finanzielle Abgeltung der Grundversorgung vor, sofern diese zu Nettokosten führt.

Folgt man der Minderheit I (Schenk Simon), spricht man sich entweder gegen die Grundversorgung aus oder sollte konsequenterweise die vollständige Marktöffnung bekämpfen. Es ist bekannt, dass in ländlichen Gegenden viele Dienstleistungen nie kostendeckend erbracht werden können. Da die Minderheit I (Schenk Simon) zugleich auch die vollständige Marktöffnung postuliert, ist anzunehmen, dass ihr eine flächendeckende Grundversorgung nicht wichtig ist und sie in Kauf nimmt, dass sich die Schweizer Bevölkerung in zwei Kategorien aufteilen wird, und dies erst noch ohne finanzielle Abgeltung der Nettokosten. Darum stellt der neue Artikel 42a den eigentlichen Kernartikel des Postgesetzes dar. Hier stellt sich die Gretchenfrage. Die Grünen haben sich letzte Woche für Nichteintreten auf das Postgesetz ausgesprochen, da die Gesetzesänderung einzig und allein dazu dient, den Postmarkt vollständig zu öffnen bzw. das 50-Gramm-Monopol aufzukündigen. Artikel 42a, welcher von der Mehrheit der Kommission unterstützt wird, würde diese Öffnung zumindest um drei Jahre hinausschieben. Der Bundesrat soll dem Parlament nach einer Evaluation in spätestens drei Jahren einen Bericht mit Vorschlägen vorlegen. Damit könnten die Auswirkungen der Marktöffnung bis 50 Gramm und der vollständigen Marktöffnung zuerst genauer geprüft werden. Wir befürchten, dass mit der vollständigen Liberalisierung die Grundversorgung gefährdet ist. Es ist zu hoffen, dass mit Artikel 42a diese Gefahr gebannt werden kann. Wenigstens hätte damit das Parlament die Gelegenheit, nochmals ausführlich über Vor- und Nachteile einer vollständigen Marköffnung zu befinden und allenfalls die Notbremse zu ziehen.

Spricht sich die Mehrheit des Rates für diesen neuen Artikel 42a, also gegen die Liberalisierung, aus, werden die Grünen bei der Schlussabstimmung der Gesetzesänderung zustimmen. Ohne diesen Artikel werden wir das Postgesetz ablehnen. Wenn ihm trotzdem eine Mehrheit zustimmen sollte, wären die Voraussetzungen für ein Referendum geschaffen.

Schenk Simon · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Im Namen der SVP-Fraktion bitte ich Sie, den 4. Abschnitt ab Seite 15 der Fahne nicht zu streichen und dort die Minderheit I zu unterstützen. Bei Artikel 42 unterstützt die SVP-Fraktion mehrheitlich die Minderheit IV.

Die SVP hat sich immer für die Aufhebung des Restmonopols ausgesprochen und ist immer noch dieser Meinung. Den ursprünglichen Plan des Bundesrates haben wir ja längst verpasst, sonst würden wir unmittelbar vor der totalen Marktöffnung stehen. Für die SVP ist jedoch die totale Marktöffnung nicht der allein seligmachende Aspekt, der entscheidet, ob wir dem Gesetz zustimmen oder nicht. Die Spekulationen gewisser Medien, die SVP werde im Falle einer Nichtaufhebung des Restmonopols das Postgesetz ablehnen, sind unter dem Kapitel "Lesen im Kaffeesatz" abzutun.

In irgendeiner Form wollen wir die Marktöffnung im Postgesetz haben: am liebsten mit einem festgeschriebenen Datum oder dann wenigstens in der schwächsten Form des Evaluationsauftrags an den Bundesrat gemäss Artikel 42a. Zentral für die SVP-Fraktion ist, dass das Postgesetz und das Postorganisationsgesetz zusammen in Kraft treten können. Wir wollen eine starke und gesunde Post. Deshalb wollen wir im Postgesetz der Post die Leitplanken geben und anschliessend im Postorganisationsgesetz die Möglichkeit schaffen, sich als spezialgesetzliche Aktiengesellschaft zu organisieren. Ein gesunder Postkonzern ist die Grundlage zur Sicherung einer landesweiten, kundenfreundlichen Grundversorgung. Diese Grundversorgung ist längst nicht mehr nur von der weiteren Entwicklung der Briefpost abhängig.

Die Gegner der Marktöffnung unterliegen einem grossen Irrtum: Sie glauben, der Post mit der Weiterführung des 50-Gramm-Monopols einen Dienst zu erweisen. Das Tragische dabei ist, dass sie mit der einen Hand der Post eine Scheinerleichterung in Form der Zementierung eines überholten Monopols geben und mit der anderen Hand das Postgesetz aufgrund gewerkschaftlicher Forderungen und mit altertümlichen Auflagen betreffend Hauszustellung und Gestaltung des Poststellennetzes zu einem Knebelgesetz für die Post machen. Diese Fesseln wären schon eher ein Grund, das Postgesetz in der Gesamtabstimmung abzulehnen, als der Wegfall der Marktöffnung, denn wir haben - ich wiederhole es zum x-ten Mal - auch von der Post klare Signale bekommen, dass sie bereit ist und weiss, dass sie sich irgendeinmal im offenen Markt behaupten muss.

Im Namen der SVP-Fraktion bitte ich Sie, auf den Seiten 15 bis 20 sowie 29 der Fahne jeweils die Minderheit I zu unterstützen, somit Bundesrat und Ständerat zu folgen und damit den letzten Schritt der Marktöffnung im Gesetz zu verankern.

Bei Artikel 42, auf Seite 28, wird die SVP-Fraktion in erster Linie die Minderheit IV, allenfalls die Minderheiten II, I oder III - in dieser Reihenfolge - unterstützen.

Amherd Viola · Mit-F · Conseil national · Valais · Groupe PDC/PEV/PVL

Wir sind jetzt bei der Knacknuss der Vorlage angelangt. Der 4. Abschnitt regelt die vollständige Marktöffnung. Artikel 25 Absatz 2 Buchstaben j und k, Artikel 26 Absatz 3 und Artikel 42 Absätze 2 und 3 sind Konsequenzen daraus. Mit der Kommissionsmehrheit bitte ich Sie, die vorerwähnten Artikel zu streichen und einen neuen Artikel 42a aufzunehmen. Damit wird auf die vollständige Marktöffnung im Rahmen dieses Gesetzes verzichtet. Gleichzeitig wird dem Bundesrat ein Evaluationsauftrag erteilt, der eine Analyse der Marktsituation beinhaltet. Dieser Bericht soll innert einer Frist von drei Jahren ab Inkrafttreten des Postgesetzes erstellt werden, und er soll als Entscheidungsgrundlage für eine allfällige vollständige Marktöffnung dienen.

Gegen eine sofortige vollständige Marktöffnung sprechen aus Sicht der grossen Mehrheit der CVP/EVP/glp-Fraktion die Risiken, die sich aus einer Liberalisierung ergeben. Ausgehend vom Beispiel der Strommarktöffnung sind nicht tiefere, sondern höhere Preise zu erwarten. Beispiele aus dem Ausland, namentlich Deutschland und Grossbritannien, zeigen, dass bei einer Marktöffnung negative Entwicklungen eintreten. Neben der Preiserhöhung muss mit einer Reduzierung des Poststellennetzes und mit einer tieferen Zustellungsfrequenz - kurz: mit einem Abbau von Dienstleistungen - gerechnet werden. Das heisst nichts anderes, als dass der Service public ausgehöhlt wird. Vor allem die Bevölkerung ausserhalb der Agglomerationen wird von diesem verschlechterten Service betroffen sein. Die neuen Marktteilnehmer werden sich logischerweise auf die profitablen Agglomerationen konzentrieren, damit der Post dort Verdienstmöglichkeiten streitig machen und somit auch deren Mittel zur Deckung der weniger oder nicht profitablen Zweige reduzieren. Die Angestellten der Post, die bereits heute unter grossem Druck sind, werden diesem noch verstärkt ausgesetzt sein.

Wir sind nicht überzeugt davon, dass eine Marktöffnung wirklich im Interesse der schweizerischen Wirtschaft und Bevölkerung ist, namentlich der Bevölkerung ausserhalb der Agglomerationen. Das Risiko, Bürger erster und zweiter Klasse zu schaffen und damit die Verfassung zu verletzen, ist mit einer vollständigen Marktöffnung gross. Die Bevölkerung will eine starke, gut funktionierende Post und keine unnötige Liberalisierung, für die nur ideologische Gründe sprechen.

Es besteht kein Handlungsbedarf, zumal wir heute von einem guten Preis-Leistungs- Verhältnis profitieren können. Warum also etwas überstürzen und ein bewährtes System gefährden, wenn keine Notwendigkeit dazu besteht? Gescheiter ist es, die Marktöffnung von der Revision des BO 2010 N 1555 Postgesetzes, für die es sachliche Gründe gibt, zu trennen und nach gründlicher Evaluation der Folgen der Senkung des Briefmonopols auf 50 Gramm und der Marktöffnung in weiteren EU-Staaten über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Ich bitte Sie, betreffend Marktöffnung der Kommissionsmehrheit zuzustimmen, die eingangs erwähnten Artikel zu streichen und den neuen Artikel 42a aufzunehmen.

Schenk Simon · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Frau Kollegin Amherd, Sie sprechen von einer sofortigen Marktöffnung. Haben Sie mitbekommen, dass dieser Antrag in der Kommission unterlegen ist und gar nicht mehr auf der Fahne steht? Im Moment sprechen wir nicht von einer sofortigen Aufhebung, wir sprechen nur davon, die Gesetze eventuell auf 2013, 2014 oder 2015 in Kraft zu setzen, und bis zur Marktöffnung ginge es noch einmal ein Jahr länger. Es dauert also so oder so noch eine gewisse Zeit. Haben Sie diesen Zeitplan auch mitbekommen?

Amherd Viola · Mit-F · Conseil national · Valais · Groupe PDC/PEV/PVL

Selbstverständlich habe ich den Zeitplan mitbekommen. Ich war an den Kommissionssitzungen auch mental und nicht nur physisch präsent, und ich habe auch die Fahne studiert. Sofortige Marktöffnung heisst für mich, dass sie heute in diesem Gesetz beschlossen wird und dass auch die Fristen in diesem Gesetz festgelegt werden.

Caviezel Tarzisius · Mit-M · Conseil national · Grisons · Groupe radical-libéral

Beim 4. Abschnitt beantragt Ihnen die FDP-Liberale Fraktion, die Anträge der Minderheit I (Schenk Simon) zu unterstützen und die Anträge der Minderheit II (Hany) und der Mehrheit abzulehnen. Unsere Fraktion ist überzeugt, dass die Revision des Postgesetzes zu einer Öffnung des Postmarktes führen soll. Wie schon in der Eintretensdebatte gesagt, ist die FDP-Fraktion der Meinung, dass die Aufhebung des Briefmonopols und die Umwandlung der Post in eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft des Bundes im Sinne aller sind.

Bei Artikel 20 geht es um die Frage, wie schnell das Auffangnetz des Bundes zum Tragen kommen soll, wenn die Kosten der Grundversorgung von der Post nicht mehr eigenwirtschaftlich gedeckt werden und die Abgabe der Marktteilnehmer nicht ausreicht, um die Nettokosten der Grundversorgung zu decken. Uns geht es hier darum, für die Post nicht falsche Anreize zu schaffen, indem der Bund die Defizite decken und die Post die Gewinne machen würde. Darüber, wie man die Kosten für die Grundversorgung berechnet und ob überhaupt Nettokosten entstehen, könnten wir hier wochenlang debattieren. Vor diesem Hintergrund ist die FDP-Fraktion überzeugt, dass das Auffangnetz des Bundes nur im allerletzten Fall bzw. eigentlich überhaupt nicht zum Tragen kommen soll.

In Artikel 21 geht es um die zweite Stufe des Auffangnetzes für den Fall, dass die Post die Grundversorgung nicht eigenwirtschaftlich erbringen kann. Dann soll von allen Postdienstleistern eine Abgabe erhoben werden; auch die Post soll sich daran beteiligen. Die Minderheit II will die Post von dieser Abgabepflicht ausnehmen. Es gibt eine analoge Bestimmung im Fernmeldegesetz. Die Swisscom behauptet, dass die Grundversorgung 300 Millionen Franken koste, wobei sie den Anspruch auf Abgeltung dieser Kosten bis anhin nicht geltend gemacht hat. Das geht unter anderem auch darauf zurück, dass die Swisscom, wie wir von der Minderheit I es jetzt auch für die Post vorschlagen, einen grossen Teil selber bezahlen müsste, wenn sie den Anspruch auf Abgeltung der Grundversorgungskosten geltend machen würde. Entsprechend der Regelung für die Swisscom wollen wir das auch für die Post regeln.

Bei Artikel 22 unterstützen wir die Minderheit I, welche die Fassung des Ständerates im Gesetz verankert haben will. Der Ständerat wollte mit dem Wort "vorübergehend" zum Ausdruck bringen, dass diese Beiträge nicht zu einer Dauersubvention mutieren dürfen. Die FDP-Fraktion unterstützt das Ziel des Ständerates, dass die Post alles daransetzen soll, die Grundversorgung im Jahr eins nach einem Nettoverlust wieder eigenwirtschaftlich zu erbringen.

In diesem Sinne bitte ich Sie, alle Anträge der Minderheit II (Hany) und der Mehrheit abzulehnen und die Anträge der Minderheit I (Schenk Simon) zu unterstützen.

Hany Urs · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe PDC/PEV/PVL

Herr Caviezel, ist Ihnen bekannt, dass nicht die Post entscheidet, ob sie eine Abgeltung erhält, wenn für sie durch die Grundversorgung Nettokosten entstehen, sondern dass dies der Postregulator tut? Die Post kann nicht selber entscheiden und sagen: Wir haben Kosten, jetzt müssen wir aus diesem Fonds bezahlt werden.

Caviezel Tarzisius · Mit-M · Conseil national · Grisons · Groupe radical-libéral

Ja, mir ist sehr wohl bekannt, dass die Comcom darüber entscheidet. Ich weiss nur nicht, was Sie mit Ihrer Frage bezwecken.

Hutter Markus · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe radical-libéral

Ich spreche zu Artikel 42 und damit zum Inkrafttreten des Postgesetzes.

Die FDP/die Liberalen sind für eine möglichst rasche und eindeutige, klare Marktöffnung. Weshalb nun ist der Zeitpunkt das zentrale Element dieser Marktöffnung und damit dessen Festlegung das Ziel des ganzen Gesetzes? Der Zeitpunkt der Briefmarktöffnung muss für alle Akteure vorhersehbar sein, damit Rechtssicherheit für Investitionen besteht, damit sich auch alle Akteure des Postmarktes darauf einstellen können und damit Planungssicherheit herrscht. Wenn dieser Termin offengelassen wird, wird die Marktöffnung gebremst oder sogar verunmöglicht. Man verspielt alle Wachstumspotenziale, die damit verbunden sind.

Auch ein Referendum macht die Festlegung eines klaren Zeitpunkts unmöglich. Deshalb stehen wir dafür ein - das ist im Antrag der Minderheit V enthalten -, dass nicht nur eine verbindliche Marktöffnung im Gesetz verankert wird, sondern dass auch das Referendum ausgeschlossen wird, damit dieser Zeitpunkt klar bestimmt werden kann.

Wir werden jeden Minderheitsantrag unterstützen und den Antrag der Mehrheit klar ablehnen. Wenn die Minderheit V unterliegen sollte, werden wir eventuell die Minderheit IV unterstützen, die die verbindliche Marktöffnung mit einem Referendum vorsieht. Das wäre für uns noch akzeptabel - genauso wie der Antrag der Minderheit I, die Lösung des Ständerates, der ja eigentlich gleich lautet.

Was wir nicht akzeptieren und wozu wir keinerlei Hand bieten, ist die Lösung der Mehrheit. Damit unterbleibt die Marktöffnung, und das Restmonopol der Post bleibt bestehen. Eine Post mit einem Restmonopol ohne Wettbewerb lehnen wir kategorisch ab; eine solche Lösung widerspricht den Zielen der gesamten Gesetzesvorlage.

Wir wiederholen hier, dass wir nicht nur das Postgesetz ablehnen werden, falls der Antrag der Mehrheit bei Artikel 42 durchkommt, sondern dass wir konsequenterweise auch das Postorganisationsgesetz ablehnen werden. In dieser Form wäre das ein Rückschritt, und das wäre für uns nicht akzeptabel.

Levrat Christian · Mit-M · Conseil national · Fribourg · Groupe socialiste

Nous vous invitons à suivre la majorité de la commission et à renoncer à ouvrir le marché postal trop rapidement à la concurrence.

Le monopole de la Poste sur les courriers jusqu'à 50 grammes n'est pas un objectif en soi, reconnaissons-le, mais un moyen de financer le service public. La question qui se pose est celle de savoir s'il existe des alternatives. A ce jour, personne n'a pu démontrer qu'il existait une alternative sérieuse au monopole. Le fonds prévu à l'article 21 de la loi ne fonctionne pas; dans aucun pays européen un fonds de ce type contribue de manière substantielle aux coûts du service universel. Un financement par le biais du budget de la Confédération, compte tenu de l'état des comptes et des majorités politiques de ce pays, ne semble pas souhaitable. Par conséquent, il demeure que nous devons constater que le seul moyen de financer un service public de qualité est de recourir au monopole. Or la disparition des revenus liés au monopole postal contraindra l'entreprise à de nouvelles restructurations. Libéraliser, c'est fermer des offices de poste et supprimer des boîtes aux lettres. Le service public est directement lié au monopole sur le courrier; les études qui ont été BO 2010 N 1556 réalisées sur mandat du département par Plaut/Frontier démontrent qu'il y aura péjoration des prestations en cas d'ouverture trop rapide et trop large du marché.

Les expériences réalisées à ce jour en matière de libéralisation sont catastrophiques à l'étranger. En Grande-Bretagne, les prestations ont été massivement péjorées: Royal Mail restructure son réseau d'offices de poste à la hache et l'Etat doit soutenir financièrement une organisation postale qui autrefois était rentable et fonctionnait à satisfaction. En Suède, où le marché est libéralisé depuis une vingtaine d'années, les prix pour les clients individuels ont augmenté de 75 pour cent, alors que les prix ont baissé pour les grandes entreprises - 75 pour cent pour les consommateurs et consommatrices qui subventionnent par la libéralisation les grands clients de la Poste: les banques et les assurances en premier lieu. Je vous le demande: est-ce vraiment raisonnable de procéder de la sorte? qu'avons-nous à gagner d'une subvention indirecte par la population des grandes entreprises de notre pays?

Les conditions de travail sont durablement péjorées en cas de libéralisation et un regard sur notre voisin du nord, sur la situation allemande, est symptomatique à ce titre.

Suite à la libéralisation du marché du courrier, les Allemands ont été confrontés à des salaires de 5 euros par heure pratiqués par les entreprises postales concurrentes de la Poste allemande. Celle-ci a revu à la baisse les conditions de travail de son personnel de manière à rester compétitive. En Allemagne toujours, des entreprises postales ont engagé des enfants pour procéder à la distribution du courrier en fin d'après-midi.

Cette évolution, même si la loi prévoit des garde-fous, est dangereuse non seulement pour la Suisse, pour le personnel de l'entreprise évidemment, mais encore pour notre économie plus largement. La Poste est le deuxième employeur du pays; elle joue un rôle social fondamental, en particulier dans les régions périphériques. La Confédération l'oblige à être un employeur socialement responsable. Par la libéralisation, c'est son rôle d'employeur socialement responsable qui serait remis en question.

Donc les usagers de la Poste seraient les victimes d'une libéralisation, de même que les consommatrices et les consommateurs, ainsi que les salariés des entreprises postales, et la liste malheureusement n'est pas close puisque les habitants des régions périphériques auraient à souffrir de manière disproportionnée de la réduction des prestations consécutive à une libéralisation du marché.

Par conséquent, le groupe socialiste s'oppose à la libéralisation; il soutient la version de la majorité et il annonce d'ores et déjà que cet article est décisif quant à son comportement au vote final. Nous ne soutiendrons pas une loi qui contient des dispositions libéralisant le marché. Nous la combattrons même en votation populaire, le cas échéant.

Germanier Jean-René · 1VP-M · Conseil national · Valais · Groupe radical-libéral

Monsieur Levrat, dans l'optique où la libéralisation n'aurait pas lieu - c'est-à-dire, en fait, au cas où vous gagneriez le combat contre la libéralisation -, est-ce que vous seriez prêt à soutenir un mécanisme de maîtrise des prix aux consommateurs, étant donné que la Poste affiche aujourd'hui 700 à 800 millions de francs de bénéfice? Est-ce que ces bénéfices sont souhaitables pour une entreprise d'Etat ou est-ce que ce sont plutôt les consommateurs qui devraient en bénéficier?

Levrat Christian · Mit-M · Conseil national · Fribourg · Groupe socialiste

Ce mécanisme existe: c'est le Surveillant des prix qui est en charge de l'ensemble des prix régulés, y compris des prix pratiqués par la Poste.

Leuenberger Moritz · VPBR-M · Conseil fédéral · Zurich

Ich erlaube mir, Ihnen nochmals die Position des Bundesrates darzulegen. In unserer Botschaft gehen wir davon aus, dass in diesem Gesetz das Prinzip der Marktöffnung beschlossen werden soll. Ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes soll dem Parlament ein Bundesbeschluss unterbreitet werden, in welchem dann die vollständige Öffnung vorgesehen wird. Gegen diesen Bundesbeschluss kann ein fakultatives Referendum ergriffen werden. Wir haben im Bundesrat natürlich darüber diskutiert: Soll diese Frist ein Jahr sein, soll sie drei Jahre sein? Wir haben uns dann mehrheitlich für ein Jahr entschieden, im Wissen, dass es auch andere Fristen gibt, dass das Parlament vielleicht dann drei Jahre hineinnehmen wird.

Ich betone: Wenn wir dem Parlament einen solchen Bundesbeschluss nach unserem Konzept unterbreiten, dann hat das Parlament alle Möglichkeiten in der Hand. Es kann z. B. sagen: Wir wollen einen Bericht; wir wollen einen Zusatzbericht; wir wollen statt eines Jahres drei Jahre. Das Parlament hätte also bei der Behandlung dieses Bundesbeschlusses sehr viele Möglichkeiten in zeitlicher Hinsicht und mit dem Anfordern von Abklärungen, was die bisherige Marktöffnung tatsächlich ergeben hat. Wir sind bei der Wahl dieses Prinzips den Erfahrungen bei der Elektrizitätsmarktöffnung und beim nachfolgenden Stromversorgungsgesetz gefolgt. Auch dort haben wir diese Etappen vorgesehen. Die vollständige Strommarktöffnung wird erst später kommen, wenn der Bundesrat dann mit einem solchen Antrag kommt. Auch dort bestehen alle Möglichkeiten.

Nun haben wir nach Abschluss der Arbeiten Ihrer Kommission im Bundesrat nochmals ausführlich darüber diskutiert, und zwar haben wir gesehen, dass die Marktöffnung einen sehr schweren Stand hat. Im Plenum des Ständerates ist die Mehrheit nur gerade mit einer einzigen Stimme Unterschied zustande gekommen und dem bundesrätlichen Konzept gefolgt, und in Ihrer Kommission gibt es jetzt eine Mehrheit mit einem anderen Konzept.

Zu diesem Konzept möchte ich Folgendes sagen: Sie schlagen einmal einen Evaluationsbericht nach drei Jahren vor. Was der Unterschied zwischen einem Jahr und drei Jahren angeht - das habe ich Ihnen bereits gesagt -: Es ist eine Ermessenssache. Auch wenn wir Ihnen nach unserem Konzept nach einem Jahr einen Bundesbeschluss vorlegen, hat es das Parlament noch immer in der Hand, das hinauszuziehen. Ich möchte vor allem noch Folgendes sagen: Wenn wir im Bundesrat nach dem Konzept der Mehrheit nach drei Jahren einen Evaluationsbericht machen können, dann kann der Bundesrat ihn, wenn er will, mit dem Antrag auf eine Marktöffnung kombinieren. Er kann sagen: Wir sind der Meinung, der Markt solle jetzt geöffnet werden. Er kann Ihnen also - wenn er will! - auch dann einen Gesetzentwurf unterbreiten. Wenn er es nicht will, lässt er es sein. Von daher habe ich beim Eintreten gesagt - ich wiederhole es jetzt -: Der Unterschied zwischen den beiden Konzepten ist nicht so gewaltig.

Der formelle Antrag des Bundesrates ist verpflichtender; das ist klar. Wir sehen vor, dass die Öffnung nach einem Jahr erfolgen soll. Sie haben dann aber die Möglichkeit, das zu bremsen. Umgekehrt kann mit der Fassung der Mehrheit ein marktöffnungswilliger Bundesrat, wenn er will, später ohne Weiteres diesen Antrag stellen. Dann hat das Parlament immer noch alles in der Hand; es kann auf den Antrag des Bundesrates eingehen oder nicht.

Ich sage das aus folgendem Grund: Wenn Sie dem Antrag der Mehrheit folgen sollten, wird der Bundesrat im Ständerat sicher darauf einschwenken. Es geht ja auch ein bisschen darum zu entscheiden, ob wir mit diesem Gesetz selber eine Chance behalten wollen. Die Befürchtungen gegenüber einer sofortigen Marktöffnung wollen wir politisch ernst nehmen.

Formell bleiben wir bei unserem Antrag, der jetzt von einer Minderheit aufgenommen worden ist; das ist nach wie vor die Position des Bundesrates. Der Bundesrat signalisiert aber, dass es für ihn keinen so gewaltigen Unterschied macht, wenn Sie sich dem Antrag der Mehrheit anschliessen.

Hämmerle Andrea · Mit-M · Conseil national · Grisons · Groupe socialiste

Zunächst ein Wort zum Vorgehen bei den Abstimmungen. Wir werden zunächst alle Minderheitsanträge bereinigen, die sich auf die Marktöffnung beziehen. Wenn über alle Minderheitsanträge entschieden ist, wird ein bereinigtes Resultat - ein Konzept Marktöffnung - herausschauen. Dieses Konzept Marktöffnung wird dem Mehrheitsantrag gegenübergestellt, der im BO 2010 N 1557 jetzigen Zeitpunkt keine Marktöffnung will, aber nach drei Jahren einen Evaluationsauftrag vorsieht. Das ist das Vorgehen.

Nun ein Wort zur Geschichte dieser Postgesetzgebung. Der Ständerat beschloss in der Wintersession - Herr Bundesrat Leuenberger hat darauf aufmerksam gemacht - mit 21 zu 20 Stimmen, das Konzept Marktöffnung gemäss Bundesrat mit ein paar kleinen Änderungen durchzuführen. Schon kurz nach der Abstimmung sagte eine Ständerätin, sie habe eigentlich anders abstimmen wollen, sie habe es nicht so gemeint. Sie sehen also, diese Marktöffnung war schon im Ständerat sehr umstritten, und das Ergebnis war denkbar knapp bis zufällig.

Der Kommission war von Anfang an klar - das hat sich schon in der ersten Diskussion in der Kommission gezeigt -, dass das eine heikle Gratwanderung sein wird. Deshalb hat die Kommission im Januar das Departement beauftragt, weitere Varianten zur Marktöffnung aufzuzeigen und darzustellen. Die Verwaltung hat das gemacht, sie hat drei Varianten ausgearbeitet: eine ganz schnelle, sozusagen radikale Marktöffnung, wie sie jetzt im Antrag der Minderheit V (Germanier) wieder aufscheint; eine Variante gemäss Bundesrat, so, wie er das von Anfang an wollte - das ist ungefähr der Antrag der Minderheit I (Schenk Simon); und dann eine dritte Variante, die jetzt die Mehrheitsvariante ist, nämlich, jetzt in dieses Gesetz keine Marktöffnung hineinzuschreiben, dafür aber in Artikel 42a dem Bundesrat nach drei Jahren einen Evaluationsauftrag zu geben. Herr Bundesrat Leuenberger hat ausgeführt, wie dieser Evaluationsauftrag dann wahrscheinlich ausgeführt wird.

Ich habe Ihnen gesagt, dass die Mehrheit jetzt in diesem Gesetz keine vollständige Marktöffnung will. Der Beschluss wurde mit 12 zu 11 Stimmen bei 1 Enthaltung gefasst. Was waren die wichtigsten Überlegungen? Zunächst: Mit einer Marktöffnung wird die Post ohne Zweifel geschwächt, sie muss sich mehr und mehr nach der Decke strecken, um den Grundversorgungsauftrag, den Service-public-Auftrag, zu erfüllen. Das führt fast zwangsläufig zu weiteren Abbaumassnahmen betreffend Poststellen, aber auch betreffend Briefkästen und Postzustellung. Wir haben das ja alles schon gesehen, und das wird sich bei einer Marktöffnung ganz sicher noch beschleunigen. Heute Morgen hat ein Professor, der sich im Service public auskennt, am Radio gesagt, man müsse dann den Service public einfach neu definieren. Das ist genau das, was wir mit dem Antrag der Mehrheit verhindern wollen.

Zudem besteht heute keine Notwendigkeit, den Postmarkt vollständig zu öffnen. Wir haben gegenüber der Europäischen Union keinerlei Verpflichtung auf diesem Gebiet, und die Erfahrungen in der Europäischen Union sind vollkommen unterschiedlich und unübersichtlich. Wir haben in der Kommission verschiedene Berichte gesehen, die völlig unterschiedliche Resultate zeigten. Eines ist klar: Es gibt verschiedene Länder mit Marktöffnung, in denen der Staat jetzt erhebliche Mittel für die Erbringung der Grundversorgung einschiessen muss - und das wollen wir nicht.

Sie haben auf der Fahne auch gesehen, wie kompliziert ein allfälliges Abgeltungsverfahren zu organisieren wäre: Wer soll wie viel abliefern, und wie viel soll die Post unter welchen Umständen bekommen? Das ist sehr kompliziert. Das bisherige System hat sich bewährt - ohne Abgeltung. Die Post kann diese Leistung erbringen, aber bei weiteren Marktöffnungen ist das nicht mehr sicher, sonst hätte man ja nicht dieses Auffangnetz organisiert.

Ich bitte Sie, auf der ganzen Linie der Mehrheit zu folgen - als Konzept. Sie haben dann, das müsste auch den Freisinnigen einleuchten, ein bedeutend schlankeres Gesetz, ein klares Gesetz, und das ist in der heutigen Situation sicher das Richtige. Auch das Inkrafttreten gestaltet sich mit der Mehrheit bedeutend einfacher: Man kann dem Bundesrat einfach die dafür nötige Kompetenz erteilen, wie das in jedem normalem Gesetz der Fall ist.

Folgen Sie also der Mehrheit!

Simoneschi-Cortesi Chiara · Mit-F · Conseil national · Tessin · Groupe PDC/PEV/PVL

Nous sommes arrivés à la section 4, qui nous a donné la possibilité de discuter de manière approfondie la question de l'opportunité d'ouvrir totalement le marché postal et celle de savoir comment et quand il fallait le faire. En effet, déjà à la commission soeur du Conseil des Etats, il y avait eu une proposition visant à renoncer à fixer l'ouverture totale dans la loi. Cette proposition a été rejetée au Conseil des Etats pour 1 voix seulement; cela signifie que le concept du Conseil fédéral d'ouvrir le marché en deux étapes a été accepté pour 1 voix seulement.

Au sein de notre commission, il y a eu toute une série de propositions. Certaines d'entre elles visaient le même but que celle qui a été rejetée au Conseil des Etats pour 1 voix. Il y en a eu d'autres qui visaient à opérer l'ouverture plus vite ou à en fixer exactement la date dans la loi.

Votre commission, par 12 voix contre 11 et 1 abstention, s'est prononcée en faveur d'un concept qui correspond à un non à l'ouverture - maintenant, dans cette loi - du marché des lettres de moins de 50 grammes, en l'accompagnant d'un mandat au Conseil fédéral, qui devrait faire un rapport d'ici trois ans. La majorité de la commission s'oppose donc à l'ouverture totale du marché telle que proposée dans le projet du Conseil fédéral, suivie par le Conseil des Etats et d'autres collègues. La commission vous propose donc, par 12 voix contre 11 et 1 abstention, de dire non à cette ouverture - maintenant, dans la loi - et de ne fixer aucune date.

Par son opposition à une ouverture complète aujourd'hui, la majorité de la commission veut tout d'abord rester fidèle aux promesses faites il y a quelques années, lors des discussions sur l'avenir de la Poste, lorsqu'il y a eu le débat sur l'initiative populaire "Services postaux pour tous" (03.026). Le Parlement avait alors donné son accord à une ouverture lente, progressive et contrôlée. L'année passée, le Conseil fédéral a ouvert le marché des lettres jusqu'à 50 grammes. Il veut maintenant ouvrir le marché complètement et très rapidement - il est vrai qu'il passerait encore une fois devant le Parlement, on l'a entendu.

Avant de décider d'ouvrir davantage le marché, la majorité de la commission veut connaître les conséquences de cette ouverture sur la Poste, sur ses employés, sur ses finances et, en général, sur le marché postal.

Des exemples, tant à l'étranger que chez nous, montrent en effet que les nouveaux prestataires concurrents de la Poste se concentrent sur les grands clients situés dans les agglomérations. La Poste va donc perdre des parts de marché lucratif dans les agglomérations. Elle a quand même l'obligation du service universel et voilà que commencent les difficultés pour elle: en effet, avec le monopole jusqu'à 50 grammes, la Poste finance les coûts non couverts, soit les coûts nets, du service universel.

Cette évolution, qui se traduira par une baisse des recettes postales, aura, elle, des conséquences sur l'approvisionnement des régions périphériques et de montagne. En effet, la Poste cherchera à faire des économies par une rationalisation majeure du réseau postal - tout cela est démontré dans une étude que la commission a pu analyser, l'étude Plaut/Frontier. Les régions périphériques et de montagne seront ainsi doublement discriminées: elles ne bénéficieront pas des effets de la concurrence, comme dans les agglomérations, et elles subiront une diminution de l'offre du service de base.

Concrètement, selon l'étude Plaut/Frontier, avec l'ouverture on ne disposera plus que de 600 offices de poste et de 1000 agences, au lieu des 2200 offices et des 300 agences qu'on a maintenant. On aura aussi des emplois moins qualifiés et moins payés, des citoyens suisses de catégorie A dans les agglomérations et des citoyens suisses de catégorie B dans les régions périphériques et de montagne. Tout cela, je vous le rappelle, est contraire à la Constitution, mais aussi à la tradition et à l'histoire de notre pays. A ce propos, je rappelle que les deux conseils ont voté une motion de la Commission des transports et des télécommunications du BO 2010 N 1558 Conseil des Etats 05.3232, "Disposition constitutionnelle relative à la desserte de base". Nous attendons du Conseil fédéral qu'il traduise cette motion concrètement dans les faits.

Je vous informe encore que nous avons examiné ce qui s'est passé à l'étranger. Les expériences à l'étranger ont démontré qu'il y a d'importantes pertes de places de travail que les nouveaux prestataires ne peuvent que partiellement compenser. De plus, les nouveaux acteurs sur le marché postal n'ont pas la même philosophie que la Poste et les conditions de travail y sont souvent inférieures.

Pour ce qui concerne le financement de la desserte de base, selon la proposition de la majorité, il est beaucoup mieux de procéder comme nous vous le proposons. Il faudra, dans les trois années à venir, évaluer l'ouverture partielle du marché de 100 à 50 grammes. Il s'agira en particulier de contrôler les conséquences en termes de pertes de recettes dans les agglomérations et les conséquences sur les comptes de la Poste, sur la qualité de la desserte de base, sur l'occupation, la qualification des employés et des salariés.

La Poste, dans un document de l'année passée qui s'appelle "Financement du service universel" explique pourquoi il vaut mieux pour le moment maintenir le monopole à 50 grammes. Je cite la Poste: "Ce monopole permet de compenser les déséquilibres entre groupes de clients et entre catégories d'envois, entre régions urbaines et régions rurales, entre clients commerciaux et clients privés, ainsi qu'entre envois en nombre et envois isolés. Il finance aussi l'infrastructure postale, en particulier le réseau des offices de poste et la distribution quotidienne sur l'ensemble du territoire, et assure des emplois au plan régional." Ceci a été écrit par la Poste. C'est exactement ce qui va passer et cela explique pourquoi il est important de maintenir un monopole à 50 grammes.

En conclusion, la majorité dit non à une ouverture totale rapide du marché. Elle dit non aussi aux propositions qui fixent déjà des dates précises de l'ouverture, parce que cette ouverture va se faire "sur le dos" de la population, soit "sur le dos" du service universel et "sur le dos" des employés. La majorité de la commission est aussi convaincue que sa solution prudente et pragmatique aura une fonction de contre-projet à la nouvelle initiative populaire qui a été déposée il y a quelques jours.

Toutes les minorités développent des concepts différents. Vous avez vu qu'à l'article 42 il y a plusieurs minorités. Je vous ai expliqué la position de la majorité. Il y a la minorité I (Schenk Simon) qui reprend le concept du Conseil fédéral, la minorité II (Schenk Simon) qui suit le projet du Conseil fédéral mais avec la négociation d'une convention collective de travail lors de l'ouverture du marché, la minorité IV (Schenk Simon) qui fixe l'entrée en vigueur de la loi au 1er janvier 2013 et la minorité V (Germanier) qui fixe cette date au 1er avril 2015.

Vote

Art. 20

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre57 (97 %)1 (2 %)1 (2 %)
Groupe socialiste0 (0 %)37 (100 %)0 (0 %)
Groupe PDC/PEV/PVL3 (9 %)30 (86 %)2 (6 %)
Groupe libéral-radical29 (94 %)0 (0 %)2 (6 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)22 (100 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique1 (25 %)2 (50 %)1 (25 %)
Total90 (48 %)92 (49 %)6 (3 %)

Gea: Antrag der Minderheit I Schenk Simon
Na: Antrag der Minderheit II Hany

Namensliste

Vote

Art. 21

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre58 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe socialiste0 (0 %)37 (100 %)0 (0 %)
Groupe PDC/PEV/PVL5 (14 %)29 (83 %)1 (3 %)
Groupe libéral-radical29 (94 %)0 (0 %)2 (6 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)22 (100 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique1 (25 %)2 (50 %)1 (25 %)
Total93 (50 %)90 (48 %)4 (2 %)

Gea: Antrag der Minderheit I Schenk Simon
Na: Antrag der Minderheit II Hany

Namensliste

Vote

Art. 22

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre59 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe socialiste0 (0 %)37 (100 %)0 (0 %)
Groupe PDC/PEV/PVL5 (14 %)30 (86 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical29 (94 %)0 (0 %)2 (6 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)22 (100 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique1 (25 %)2 (50 %)1 (25 %)
Total94 (50 %)91 (48 %)3 (2 %)

Gea: Antrag der Minderheit I Schenk Simon
Na: Antrag der Minderheit II Hany

Namensliste

Vote

Art. 42

Premier vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre59 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe socialiste0 (0 %)37 (100 %)0 (0 %)
Groupe PDC/PEV/PVL6 (18 %)27 (79 %)1 (3 %)
Groupe libéral-radical31 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)22 (100 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique2 (50 %)2 (50 %)0 (0 %)
Total98 (52 %)88 (47 %)1 (1 %)

Gea: Zustimmung zur Minderheit II Schenk Simon
Na: Ablehnung des Antrages der Minderheit II Schenk Simon

Namensliste

Vote

Deuxième vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre1 (2 %)58 (98 %)0 (0 %)
Groupe socialiste37 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC/PEV/PVL28 (80 %)6 (17 %)1 (3 %)
Groupe libéral-radical0 (0 %)31 (100 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S22 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique2 (50 %)2 (50 %)0 (0 %)
Total90 (48 %)97 (52 %)1 (1 %)

Gea: Antrag der Minderheit I Schenk Simon
Na: Antrag der Minderheit IV Schenk Simon

Namensliste

Vote

Troisième vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre56 (95 %)3 (5 %)0 (0 %)
Groupe socialiste0 (0 %)37 (100 %)0 (0 %)
Groupe PDC/PEV/PVL3 (9 %)32 (91 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical0 (0 %)30 (100 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)22 (100 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique0 (0 %)4 (100 %)0 (0 %)
Total59 (32 %)128 (68 %)0 (0 %)

Gea: Antrag der Minderheit IV
Na: Antrag der Minderheit V Germanier

Namensliste

Präsidentin (Bruderer Wyss Pascale, Präsidentin): Der Antrag der Minderheit III wurde bereits bei Artikel 18 abgelehnt und kommt damit hier nicht mehr zur Abstimmung.

Vote

4. Abschnitt, Art. 42, 42a - Section 4, art. 42, 42a

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre10 (17 %)49 (83 %)0 (0 %)
Groupe socialiste37 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC/PEV/PVL30 (86 %)4 (11 %)1 (3 %)
Groupe libéral-radical0 (0 %)28 (90 %)3 (10 %)
Groupe des VERT-E-S21 (95 %)1 (5 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique4 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total102 (54 %)82 (44 %)4 (2 %)

Gea: Antrag der Mehrheit (streichen)
Na: der so bereinigte Abschnitt

Namensliste

Intervention de procédure

Art. 23, 24

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Adopté

BO 2010 N 1559Art. 25

Proposition de la majorité

Al. 1, 3

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Al. 2

...

a. elle enregistre les prestataires; (voir art. 4 al. 2)

...

j. Biffer (voir section 4)

k. Biffer (voir section 4)

...

p. elle octroie la concession du service universel conformément à l'article 12 alinéas 2 et 3. (voir art. 12 al. 2 et 3)

Proposition de la minorité

(Germanier, Caviezel, Huber, Hutter Markus)

Al. 2 let. cbis

cbis. elle rend les décisions en cas de litige sur l'accès aux prestations partielles; (voir art. 4a)

Proposition de la minorité I

(Schenk Simon, Bugnon, Caviezel, Hany, Hochreutener, Hutter Markus, Triponez, von Rotz)

Al. 2 let. j, k

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

(voir section 4)

Adopté selon la proposition de la majorité

Art. 26

Proposition de la majorité

Al. 1, 2

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Al. 3

... subventions croisées au sens de l'article 18.

(voir section 4)

Proposition de la minorité I

(Schenk Simon, Bugnon, Caviezel, Hany, Hochreutener, Hutter Markus, Triponez, von Rotz)

Al. 3

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

(voir section 4)

Adopté selon la proposition de la majorité

Art. 27-34

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Adopté

Art. 35

Proposition de la majorité

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Proposition de la minorité

(Graf-Litscher, Lachenmeier)

Al. 3

... chaque prestation et précise les conditions d'accès. A cet effet, il consulte les cantons.

Präsidentin (Bruderer Wyss Pascale, Präsidentin): Der Antrag der Minderheit Graf-Litscher zu Absatz 3 ist zurückgezogen worden.

Adopté selon la proposition de la majorité

Art. 36-41

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Adopté

Vote

Vote sur l'ensemble

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre57 (97 %)0 (0 %)2 (3 %)
Groupe socialiste37 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC/PEV/PVL32 (91 %)3 (9 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical1 (3 %)23 (74 %)7 (23 %)
Groupe des VERT-E-S21 (95 %)0 (0 %)1 (5 %)
Groupe bourgeois-démocratique4 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total152 (81 %)26 (14 %)10 (5 %)

Namensliste

Abschreibung - Classement

Proposition du Conseil fédéral

Classer les interventions parlementaires

selon lettre aux Chambres fédérales

Adopté