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OSZE-Ministerratstreffen 2014 in Basel. Sicherheit
Kuprecht Alex · Mit-M · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Im Rahmen des Vorsitzes der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) organisiert die Schweiz im Dezember 2014 das OSZE-Ministerratstreffen. Der Bundesrat beschloss am 21. September 2012 aufgrund einer Machbarkeitsstudie, dass das Treffen in Basel durchzuführen ist, und genehmigte dazu ein Budget von 10,77 Millionen Franken, das jedoch die Sicherheitskosten nicht einschliesst.
Der Ministerrat ist das zentrale Beschluss- und Leitungsgremium der OSZE. Er setzt sich aus den Aussenministerinnen und Aussenministern der 57 teilnehmenden Staaten zusammen. Dazu gehören vier der fünf ständigen Mitglieder des Uno-Sicherheitsrates und sieben der acht Mitglieder der G-8. In Basel werden rund 1000 Delegierte der OSZE und etwa 200 Medienschaffende aus dem Ausland erwartet. Die Organisation eines solchen Anlasses erfordert beträchtliche Sicherheitsmassnahmen. So muss unter anderem die Kantonspolizei Basel-Stadt durch andere Polizeikräfte verstärkt werden. Dies erfolgt über das Konkordat der polizeilichen Zusammenarbeit in der Nordwestschweiz, wobei die Vereinbarung über die interkantonale Polizeipräsenz (Ikapol) zur Anwendung kommt.
Die im Rahmen des Konkordats von anderen Kantonen zur Verfügung gestellten Polizeikräfte genügen jedoch nicht. Das Sicherheitsdispositiv der Behörden sieht unter anderem auch vor, dass die Region Basel und die Verkehrsachsen aus der Region zum Flughafen Basel-Mülhausen abgedeckt und verstärkt werden müssen. Dabei ist es oberstes Ziel der zivilen Behörden, dass das Treffen sicher und ohne Zwischenfälle durchgeführt werden kann. Zur weiteren Verstärkung der zivilen Kräfte haben die Behörden des Kantons Basel-Stadt deshalb den Bund mit Schreiben vom 19. Juni 2013 um Unterstützung bei der Gewährleistung der Sicherheit dieses Treffens ersucht.
Am 28. August 2013 genehmigte der Bundesrat das Begehren des Kantons Basel-Stadt zur Gewährleistung der Sicherheit, wie es in Artikel 70 Absatz 1 Litera a des Militärgesetzes vorgesehen ist. Dabei wurden folgende Einzelheiten beschlossen:
1. Es werden maximal 5000 Angehörige der Armee im Assistenzdienst zur Unterstützung der zivilen Behörden bei den Sicherheitsmassnahmen für die Zeit vom 30. November bis zum 7. Dezember 2014 eingesetzt. Bei einer Datumsverschiebung beträgt die maximale Einsatzdauer acht Tage.
2. Zur Wahrung der Lufthoheit und für die Sicherheit im Luftraum wird auf der Grundlage von Artikel 7 des Luftfahrtgesetzes die Benützung des schweizerischen Luftraumes über der Region Basel für die Zivilluftfahrt eingeschränkt.
3. Zum Kommandanten des subsidiären Sicherungseinsatzes wurde der Chef des Führungsstabes der Armee ernannt. Die Einsatzverantwortung liegt bei den zivilen Behörden des Kantons Basel-Stadt. Die Angehörigen der Truppen werden ihnen zur Zusammenarbeit zugewiesen.
Es ist beabsichtigt, mehr als 2000 Angehörige der Armee im Assistenzdienst einzusetzen, sodass gemäss Artikel 70 Absatz 2 des Militärgesetzes die Bundesversammlung den Einsatz zu genehmigen hat. Der Nationalrat hat diesem Beschluss bereits in der Wintersession, nämlich am 27. November 2013, zugestimmt, und zwar mit 151 zu 10 Stimmen bei 5 Enthaltungen.
Die Sicherheitspolitische Kommission hat an ihrer Sitzung vom 13./14. Januar das Begehren des Bundesrates geprüft und es einstimmig gutgeheissen. Die SiK hat im Rahmen der Diskussion festgestellt, dass durch den geplanten Assistenzdiensteinsatz der Armee für das Gros der eingesetzten Truppen keine wesentlich höheren Ausgaben als bei einem ordentlichen Ausbildungs- und Flugdienst anfallen, dass hingegen mit zusätzlichen Kosten für Treibstoff, vor allem für die Lufttransporte, und für Material zu rechnen ist. Die Ausgaben für die vom VBS zu erbringenden subsidiären Leistungen im Assistenzdienst können aufgrund der Rechnung für die Einsätze der Armee mit rund 20 Millionen Franken beziffert werden. Das VBS geht jedoch davon aus, dass diese Ausgaben im Rahmen der bewilligten Kredite aufgefangen werden können. Die APK hat dieses Geschäft ebenfalls beraten und ihm im Sinne eines Mitberichtes ebenfalls zugestimmt.
Im Namen der Kommission, die ihren Entscheid einstimmig gefällt hat, beantrage ich Ihnen, auf das Geschäft einzutreten und der Vorlage in der Gesamtabstimmung zuzustimmen.
Fetz Anita · Mit-F · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion
Wie wichtig die OSZE als Friedensorganisation ist, konnte man in den vergangenen Wochen sehen, auch wenn es hoffentlich nur ein Ausrutscher der Geschichte ist, dass sich ihre Bemühungen ausgerechnet auf den letzten Durchführungsort eines OSZE-Ministerratstreffens bezogen. Wenn ich mich hier als Vertreterin des Kantons Basel-Stadt melde, dann deswegen: Die Botschaft zeigt deutlich, was da auf Basel-Stadt zukommt. Ich lese von Helikoptern mit Wärmebildkameras, von Drohnenüberflügen, von bis zu 5000 Militärangehörigen zusätzlich zu den Polizeikräften des Konkordats. Ich lese von zusätzlichen Grenzwächtern, von Einschränkungen im Luftverkehr und nicht zuletzt von einer möglichen zeitweisen Wiedereinführung der Grenzkontrollen, also einem vorübergehenden Wiederaufleben der Grenze.
Ich möchte hier meine allgemeine Bitte an den Bundesrat und die Verantwortlichen richten, dass die Durchführung des OSZE-Ministerratstreffens nach Möglichkeit so gestaltet wird, dass auch die lokale Bevölkerung später gerne daran zurückdenkt. Dazu gehört auch die konkrete Bitte - es ist nicht die Bitte der Behörden und der Regierung, sondern eigentlich die Bitte der normalen Bevölkerung, die dort wohnt -, dass eine allfällige Wiedereinführung der Kontrollen an der Grenze möglichst frühzeitig der Öffentlichkeit mitgeteilt wird. Das letzte Mal, als die Schengen-Binnengrenze nach harter Manier kontrolliert wurde, kam der Verkehr in und um Basel total zum Erliegen, gerade wegen der fast 70 000 Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die täglich in die Region Basel zur Arbeit fahren - was wir in der Nordwestschweiz ausdrücklich begrüssen. Wenn es tatsächlich der Fall sein sollte, dass man diese Grenzkontrollen macht, wäre es wichtig, dass das rechtzeitig kommuniziert wird. Sonst kommt dann gar nix mehr durch, so gross ist die Stadt Basel dann eben doch nicht.
Burkhalter Didier · BPR-M · Bundesrat · Neuenburg
J'aimerais remercier votre rapporteur, Monsieur Kuprecht, qui, sur ce dossier, a tout exprimé de manière parfaite. Je ne peux que confirmer ce qui a été dit et ne souhaite pas répéter les éléments de fond. J'aurais deux remarques à faire, une première générale, et une seconde en lien avec l'intervention de Madame Anita Fetz.
Tout d'abord, lorsque la présidence de l'OSCE a été prise, tout a été préparé "à la Suisse". Nous avons pensé à tout, mais nous n'avions pas imaginé la tournure qu'allait prendre la crise ukrainienne dans les premières semaines de présidence. Nous vous en informerons plus en détail dans le cadre du Rapport de politique extérieure 2013. En ce qui concerne le Conseil ministériel de Bâle, il faut relever que le climat de sécurité autour d'une telle conférence dépend assez largement de la situation internationale. Si cette conférence devait avoir lieu aujourd'hui, la situation serait tout de même assez tendue. On ne sait pas de quoi demain sera fait et il ne s'agit pas d'augmenter les incertitudes qui sont suffisamment grandes à l'heure actuelle, mais il faut reconnaître que nous sommes passés d'une situation d'équilibre assez large et d'une volonté de construire une communauté de sécurité au-dessus de l'Euratlantique et de l'Eurasie à une situation dans laquelle les fronts sont fortement marqués et où les différences entre l'Est et l'Ouest se sont à nouveau affirmées. Par conséquent, nous verrons bien comment les choses évoluent au cours de l'année. Nous nous engagerons à fond pour qu'elles évoluent plutôt vers le dialogue et la paix que vers le contraire. Mais cela a un impact sur une telle rencontre.
Concrètement, les remarques que vous faites sont tout à fait justifiées. Dans la préparation du cadre sécuritaire d'un tel événement, on prévoit à peu près tout, puis on utilise les instruments en fonction de la nécessité. C'est d'ailleurs pareil avec le nombre de personnes: on parle de 5000 soldats. On n'aura pas forcément besoin de ce nombre, on verra selon les besoins. Pour le World Economic Forum, ce sont aussi 5000 soldats qui sont prévus, et au bout du compte 3500 sont engagés. C'est déjà beaucoup, mais ce n'est pas autant que le maximum. Simplement, quand on prépare un tel événement, il faut tout prévoir et ensuite il faut utiliser les instruments en fonction de la réalité.
Je vous remercie également de vos suggestions, en particulier pour ce qui concerne les informations, suffisamment complètes et précoces, à donner relativement aux difficultés qui pourraient se répercuter sur la vie de la population. Je crois que c'est une remarque tout à fait justifiée. D'un côté, c'est une chance que la Suisse et Bâle en particulier puissent accueillir une grande partie du monde à cette occasion - Bâle étant une ville qui démontre sa capacité de vie au-delà des frontières; ce n'est d'ailleurs pas un hasard si on l'a choisie -, mais on sait aussi que cela implique de la part de nos concitoyens qui vont vivre sous pression pendant quelques jours de faire preuve d'une certaine compréhension.
Nous tâcherons de réaliser la meilleure information possible et nous remercions d'ores et déjà toute la population de la région de sa compréhension et de bien vouloir réserver le meilleur accueil possible à cette conférence.
Hêche Claude · 1VP-M · Ständerat · Jura · Sozialdemokratische Fraktion
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
L'entrée en matière est décidée sans opposition
Bundesbeschluss über die Sicherheit anlässlich des OSZE-Ministerratstreffens 2014 in Basel
Arrêté fédéral relatif à la sécurité du Conseil ministériel de l'OSCE à Bâle en 2014
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1-3
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Titre et préambule, art. 1-3
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil national
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 36 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)