15.041
Budget 2016
Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical
BO 2015 N 20451. Voranschlag der Verwaltungseinheiten
1. Budget des unités administratives
Block 4 (Fortsetzung) - Bloc 4 (suite)
Widmer-Schlumpf Eveline · BR-F · Conseil fédéral · Grisons
Wir sind bei Block 4 steckengeblieben. Sie haben sich ja bereits geäussert, ich möchte nun zu ein paar Punkten Stellung nehmen.
Zunächst zum Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann: Hier bitte ich Sie, den Minderheitsantrag Gysi zur Position 303.A2100.0001, der darauf abzielt, im Gleichstellungsbüro eine zusätzliche Vollzeitstelle zu schaffen, abzulehnen. Wir haben im Gleichstellungsbüro den Bestand bei der Kontrolltätigkeit vor rund zwei Jahren schon etwas erhöht, um die Lohngleichheit sicherzustellen und dort Verbesserungen zu erzielen. Jetzt haben wir die Motion Müller Leo 15.3224 beziehungsweise den Gegenvorschlag des Bundesrates umzusetzen und darum keine Luft, das heisst keine Möglichkeit, beim Personal zusätzlich aufzustocken. Ich möchte Sie deshalb bitten, den Minderheitsantrag abzulehnen.
Der Minderheitsantrag Pieren betrifft die Position 303.A2310.0138, "Massnahmen Gleichstellung von Mann und Frau"; beantragt wird eine Reduktion. Ich möchte Sie bitten, diesen Antrag abzulehnen. Wir haben bei den Massnahmen zur Gleichstellung zwei Bereiche, und zwar einerseits Projekte von Dritten, die der Bund unterstützt und subventioniert, und andererseits Subventionen zugunsten von spezialisierten Beratungsstellen im Gleichstellungsbereich. Wir führen zurzeit eine Evaluation durch und schauen, welche Schlussfolgerungen gezogen werden können, ob die Unterstützung weiterhin im Bereich Beratung oder vermehrt im Bereich Projekte erfolgen soll. Im Bereich Projekte sind Vorhaben notwendig und wichtig, die sicherstellen, dass Frauen wie Männer beruflich tätig sein können. Wir haben ja die Fachkräfte-Initiative, die darauf abzielt, möglichst auch Frauen wieder in den Berufsprozess zu bringen. Ich möchte Sie bitten, diesen Antrag abzulehnen, denn eine Annahme würde der Fachkräfte-Initiative widersprechen.
Zum Minderheitsantrag Miesch zum Bundesamt für Kultur: Da sollen die Beiträge um 40 Prozent gekürzt werden. Ich denke, alle, die mit Kultur zu tun haben und nicht nur über Kultur sprechen, wissen, dass das kein gangbarer Weg ist. Wir können nicht immer unsere Mehrsprachigkeit und Multikulturalität - unsere vier Sprachen und vier Kulturen - hochleben lassen und gleichzeitig die Beträge, die notwendig sind, um die kulturelle Tätigkeit zu unterstützen, nicht sprechen.
Ein Bereich, bei dem man kürzen müsste, und zwar massiv, wäre z. B. die Filmförderung. Da geht es um das Drehen von Filmen in der Schweiz. Stellen Sie sich vor, der "Schellen-Ursli" wäre in Japan gedreht worden! Da würde die ganze Promotion für die Schweiz fehlen, der Tourismus hätte keinen Nutzen davon. Das macht sicher keinen Sinn.
Vielleicht interessiert es Sie, welchen Umsatz die Kreativwirtschaft in der Schweiz erzielt: 70 Milliarden Franken pro Jahr. Und beschäftigt sind in der Kultur 260 000 Personen. Die Kultur ist also auch ein Arbeitsplatzfaktor.
Dann möchte ich Sie noch bitten, die Minderheitsanträge Miesch zum Bundesamt für Statistik abzulehnen. Mit den Minderheitsanträgen soll eine massive Kürzung erfolgen. Wir sind dringendst darauf angewiesen, dass wir statistische Daten des Bundesamtes für Statistik haben - Daten, auf die wir uns verlassen können und mit denen wir Entwicklungen aufzeigen können. Auch Sie möchten ja immer wieder Daten haben, um zu verfolgen, wie sich ein Bereich entwickelt. Auch hier bitte ich Sie um Ablehnung der Minderheitsanträge.
Ich komme zum Einzelantrag Leutenegger Oberholzer: Er bezieht sich auf die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge. Frau Nationalrätin Leutenegger Oberholzer stellt den Antrag, bei der Position 318.A2310.0592 den Betrag um 3,9 Millionen Franken zu reduzieren. Wir haben in diesem Bereich Massnahmen getroffen, um ein Urteil des Bundesgerichtes umzusetzen, das festhielt, die Oberaufsichtskommission habe zu hohe Gebühren bezogen, und um diese zu hohen Gebühren zurückzuerstatten. Drei Unternehmen hatten Beschwerde eingereicht und haben Recht bekommen. Das Bundesgericht hat auch gesagt, dass man die Frage neu beurteilen müsse. In diesem Sinne sind wir der Auffassung, dass wir diese Mittel bereitstellen müssen, um zurückzuvergüten, was zu viel bezahlt wurde. Dem entspricht der Kommissionsantrag. Der Einzelantrag will den Betrag reduzieren.
Leutenegger Oberholzer Susanne · Mit-F · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe socialiste
Teilen Sie meine Ansicht, dass in diesen strittigen Fällen, die vom Bundesgericht an die Vorinstanz zurückgeschickt worden sind, noch nichts rechtskräftig verfügt worden ist, sodass folglich die Rückerstattungen rechtlich in der Luft hängen?
Widmer-Schlumpf Eveline · BR-F · Conseil fédéral · Grisons
Das ist so, Frau Nationalrätin Leutenegger Oberholzer. Man kann immerhin sagen, dass mit Bezug auf die drei Beschwerdeführerinnen feststeht, dass der Betrag zu hoch war und auch beanstandet wurde. Diesbezüglich hat das Bundesgericht ja auch geurteilt und gesagt, die Verordnung müsse entsprechend angepasst werden.
Aber Sie haben selbstverständlich Recht, wenn Sie sagen, dass wir zwar die Verordnung inzwischen angepasst und die Gebühren reduziert haben, dass aber die entsprechenden Verfügungen im Einzelfall, die sich auf diese Verordnung stützen, tatsächlich noch nicht erlassen und insofern nicht in Rechtskraft erwachsen sind; diese Feststellung ist so richtig. Wir werden aber nicht darum herumkommen, diese rund vier Millionen Franken zurückzuerstatten. Jetzt kann man sich fragen, ob wir das nächstes oder übernächstes Jahr machen wollen - tun müssen wir es ohnehin.
Feller Olivier · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe libéral-radical
Les positions dont nous sommes en train de discuter relèvent toutes du Département fédéral de l'intérieur. Trois domaines font l'objet des discussions: le budget du Bureau fédéral de l'égalité entre femmes et hommes, celui de l'Office fédéral de la statistique et celui concernant la culture.
La Commission des finances du Conseil national vous recommande de suivre le projet du Conseil fédéral, à savoir de ne pas modifier le budget tel que présenté. Nous vous invitons donc à refuser les différentes propositions de minorité.
Deux propositions de minorité concernent le budget du Bureau fédéral de l'égalité entre femmes et hommes. La proposition de la minorité Pieren vise à diminuer le budget octroyé à cette entité; la proposition de la minorité Gysi vise, quant à elle, à l'augmenter. Nous vous recommandons de choisir le juste milieu, à savoir de suivre le Conseil fédéral.
Nous rappelons que, en 2011, le Conseil fédéral a lancé l'initiative visant à combattre la pénurie de personnel qualifié. BO 2015 N 2046 Cela signifie que le Conseil fédéral souhaite, à juste titre, intégrer davantage et mieux les femmes dans le monde du travail. Cet objectif a pris une importance particulière depuis la votation du 9 février 2014 relative à l'immigration de masse. Il serait donc préjudiciable aujourd'hui de diminuer le budget octroyé au Bureau fédéral de l'égalité entre femmes et hommes puisqu'une des missions de cette entité est précisément de poursuivre l'objectif visant à mieux intégrer les femmes dans le monde du travail.
Si la proposition de la minorité Miesch relative au budget culturel était acceptée, toute une série de projets devraient être abandonnés. Il s'agirait par exemple de renoncer au programme "Jeunesse et musique". Cela serait contraire à la volonté exprimée lors de la votation populaire qui a eu lieu en 2012. Je rappelle qu'en 2012, le peuple et les cantons ont accepté un article constitutionnel visant à promouvoir la formation musicale des jeunes. Tout un pan de la mise en oeuvre de cet article constitutionnel devrait être abandonné si le budget culturel était diminué.
Il y a également des mesures de réduction des dépenses qui devraient être prises dans l'hypothèse de l'acceptation de la proposition de la minorité Miesch dans le domaine du cinéma, ainsi que dans le domaine du soutien à des musées et à des collections diverses - on peut penser au Musée suisse des transports de Lucerne et au Musée de l'habitat rural de Ballenberg.
Il convient également de rappeler quelques données chiffrées. Au fond, la Confédération développe une politique culturelle clairement subsidiaire. Chaque année, les privés, les mécènes injectent dans le domaine culturel environ 2,5 milliards de francs. Les communes, les villes et les cantons soutiennent ce domaine à hauteur de 1,53 milliard de francs, alors que la Confédération injecte un peu plus de 100 millions de francs. On voit donc bien que la Confédération a clairement un rôle subsidiaire par rapport à celui des cantons, des communes et des mécènes privés.
S'agissant de l'Office fédéral de la statistique, il est vrai que des pressions sont exercées sur lui depuis quelques mois, et il n'est pas exclu que des améliorations doivent être apportées à son fonctionnement. Toutefois, cela ne doit pas passer par une modification des positions budgétaires, cela ne doit pas se concrétiser dans le cadre du budget. S'il y a des améliorations à apporter, cela doit avoir lieu dans le cadre d'un débat spécifique consacré à l'Office fédéral de la statistique. Les citoyens de notre pays ainsi que les milieux économiques ont besoin de données statistiques fiables, de qualité et pertinentes, parce que des données statistiques fiables sont utiles à la conduite de la politique économique et de la politique monétaire. Il ne s'agit donc pas de réduire de façon précipitée, à la hâte, dans le cadre du débat budgétaire, le budget de l'Office fédéral de la statistique.
Vous êtes saisis d'une proposition Leutenegger Oberholzer qui concerne l'Office fédéral des assurances sociales. Cette proposition n'a pas été discutée en commission, ni lors de l'examen du budget par la sous-commission compétente au sein de la Commission des finances. Je ne peux par conséquent pas me prononcer sur cette proposition individuelle au nom de la commission.
Je vous invite, au nom de la commission, à refuser l'ensemble des propositions de minorité qui vous sont présentées aujourd'hui.
Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical
Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Die SVP-Fraktion unterstützt die Anträge der Minderheit Miesch und den Antrag der Minderheit Pieren; sie lehnt den Antrag der Minderheit Gysi ab.
Vote
Pos. 303.A2100.0001
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 59 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 0 (0 %) | 39 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 31 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 27 (96 %) | 1 (4 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 0 (0 %) | 10 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 7 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 130 (72 %) | 50 (28 %) | 0 (0 %) |
Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Gysi
Vote
Pos. 303.A2310.0138
Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Der Antrag der Minderheit Pieren wurde von Herrn Schwander begründet.
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 0 (0 %) | 62 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 39 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 2 (6 %) | 29 (94 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 28 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 10 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 7 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 5 (83 %) | 1 (17 %) | 0 (0 %) |
| Total | 91 (50 %) | 92 (50 %) | 0 (0 %) |
Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Pieren | Schwander
Vote
Pos. 306
Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Der Antrag der Minderheit Miesch wurde von Herrn Schwander begründet.
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 0 (0 %) | 62 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 40 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 30 (97 %) | 0 (0 %) | 1 (3 %) |
| Groupe PDC | 29 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 10 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 7 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 122 (66 %) | 62 (34 %) | 1 (1 %) |
Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Miesch | Schwander
Vote
Pos. 317.A2115.0001
Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Der Antrag der Minderheit Miesch wurde von Herrn Schwander begründet.
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 0 (0 %) | 63 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 39 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 28 (90 %) | 2 (6 %) | 1 (3 %) |
| Groupe PDC | 28 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 10 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 7 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 118 (64 %) | 65 (35 %) | 1 (1 %) |
Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Miesch | Schwander
Vote
Pos. 317.A2119.0001
Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Der Antrag der Minderheit Miesch wurde von Herrn Schwander begründet.
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 0 (0 %) | 64 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 40 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 31 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 29 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 10 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 7 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 123 (66 %) | 64 (34 %) | 0 (0 %) |
Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Miesch | Schwander
Vote
Pos. 318.A2310.0592
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 64 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 0 (0 %) | 40 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 27 (87 %) | 4 (13 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 13 (45 %) | 15 (52 %) | 1 (3 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 0 (0 %) | 11 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 7 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 117 (62 %) | 70 (37 %) | 1 (1 %) |
Gea: Antrag der Kommission
Na: Antrag Leutenegger Oberholzer
Intervention de procédure
Bloc 5: Recettes et personnel DFF
Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical
Finanzdepartement - Département des finances
605 Administration fédérale des contributions
BO 2015 N 2047Proposition de la majorité
E1100.0114 Impôt fédéral direct
E1100.0118 Taxe sur la valeur ajoutée
A2100.0001 Rétribution du personnel et cotisations de l'employeur
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité I
(Kiener Nellen, Carobbio Guscetti, Gysi, Hadorn, Heim, Schelbert, Vischer Daniel)
E1100.0114 Impôt fédéral direct
Fr. 19 417 000 000
E1100.0118 Taxe sur la valeur ajoutée
Fr. 23 310 000 000
Proposition de la minorité II
(Kiener Nellen, Carobbio Guscetti, Hadorn, Heim, Schelbert, Vischer Daniel)
A2100.0001 Rétribution du personnel et cotisations de l'employeur
Fr. 163 135 700
606 Administration fédérale des douanes
Proposition de la majorité
A2100.0001 Rétribution du personnel et cotisations de l'employeur
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Kiener Nellen, Carobbio Guscetti, Gysi, Hadorn, Heim, Schelbert, Vischer Daniel)
A2100.0001 Rétribution du personnel et cotisations de l'employeur
Fr. 595 086 000
Kiener Nellen Margret · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe socialiste
Ich darf vier Minderheitsanträge begründen; Sie finden sie auf Seite A6 der deutschen und der französischen Fahne.
Bei der Position 605.E1100.0114, "Direkte Bundessteuer", beantragt Ihnen meine Minderheit eine Erhöhung der Einnahmen um 50 Millionen Franken. Bei etwas mehr Kontrolltätigkeit und systematischer Wahrnehmung der Aufsicht über die Kantone durch die entsprechende Abteilung der Eidgenössischen Steuerverwaltung - und zwar im Bereich von Rulings, die aus der Vergangenheit stammen - können unserer Auffassung nach sowohl die Gewinnsteuer bei Unternehmungen als auch die Einkommenssteuer bei natürlichen Personen ohne Weiteres erhöht werden. Dies gilt wie gesagt, wenn man bei der Aufsicht und bei der Kontrolle einen Zacken zulegt.
Insbesondere seit 2008 ist bei den Vermögen der natürlichen Personen leider eine starke Tendenz festzustellen, dass Schwarzgeld, welches bei Banken lag, in sogenannte Trusts verschoben wird; diese sind angelsächsischer Herkunft und gehören in die "family offices". Es tut mir leid, ich muss englische Ausdrücke verwenden, weil Trusts aus dem angelsächsischen Rechtsbereich stammen. Niemand war in der Lage - auch nicht die kantonalen Steuerverwaltungen -, bei der Aufsicht und bei der Kontrolle Schritt zu halten, insbesondere nicht mit Blick auf Trusts und "family offices", also Familienbüros. Sie befinden sich jetzt meistens in Advokaturbüros. Zum Teil sind sie an den Türen und an den Briefkästen ausgewiesen. Zum Teil sind sie verdeckt, aber in der Werbung finden Sie sie.
Bei der Position 605.E1100.0118, "Mehrwertsteuer", bitten wir Sie, die Einnahmen um 100 Millionen Franken aufzustocken. Das ist ohne Weiteres möglich, wenn wir beim Personalaufwand der Steuerinspektionen eine Erhöhung um zehn Stellen vornehmen; das ist dann mein dritter Antrag.
Ich sage noch etwas zur prozentualen Entwicklung der mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen: Deren Zahl hat sich zwischen 2000 und 2014 fast verdoppelt. Hingegen war der Personalbestand bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung, das gilt auch für den Bereich Mehrwertsteuerprüfung, ab 2002 stark rückläufig. Er ist vom Bundesrat erst im letzten Jahr - das möchte ich hier im Namen der Minderheit ausdrücklich verdanken - wieder erhöht worden. Im Zusammenhang mit der Unternehmenssteuerreform III hat der Bundesrat verdankenswerterweise immerhin 75 Stellen für den Wiederaufbau der Steuerinspektionen eingesetzt. Dadurch können 275 Millionen Franken mehr eingenommen werden. Diese Mehreinnahmen figurieren denn auch als Gegenfinanzierung im Vorschlag zur Unternehmenssteuerreform III.
Mit dem dritten Minderheitsantrag, den ich Ihnen begründe, kann dieser Wiederaufbau der Steuerinspektionsstellen - es geht um zehn zusätzliche Stellen im Jahr 2016 - leicht beschleunigt werden.
Ich komme zum vierten und damit letzten Antrag, jenem im Bereich des Grenzwachtkorps. Es ist der Antrag unter dem Titel Eidgenössische Zollverwaltung, bei der Position 606.A2100.0001, "Personalbezüge und Arbeitgeberbeiträge". Meine Minderheit beantragt Ihnen dort eine Erhöhung um 13 Millionen Franken; das betrifft hundert neu zu rekrutierende Grenzwächterinnen und Grenzwächter für das Jahr 2016.
Wieso komme ich als Bewohnerin eines Binnenkantons, nämlich des Kantons Bern, dazu, diesen Minderheitsantrag zu vertreten? Der Grund ist, dass es unserer Minderheit eigentlich schon während der ganzen letzten Legislatur eine grosse Sorge war, dass sowohl beim zivilen Zoll wie auch beim Grenzwachtkorps die Bestände absolut zu tief sind. Wir haben es heute auch in der Fragestunde gehört, Bargen/SH und Gondo/VS wurden angesprochen. Der Bestand des Grenzwachtkorps muss unseres Erachtens gezielt erhöht werden. Die Rekrutierung muss sofort nach Abschluss dieses Bundesbudgets beginnen, damit im Jahr 2016 an die hundert Stellen neu besetzt werden können. Diese neu auszubildenden Grenzwächterinnen und Grenzwächter sind nach einem Jahr schon für beschränkte Einsätze geeignet. Es geht schlicht und einfach darum, dass das Grenzwachtkorps seine Aufgaben nach dem Zollgesetz sowie auch den Leistungsauftrag in den Bereichen Sicherheit, Kontrolle von Waffen, schädlichen und gefälschten Waren, aber auch von defekten Verkehrsfahrzeugen wieder besser wahrnehmen kann. In den letzten Jahren - und das gilt auch heute - konnte das Grenzwachtkorps seinen gesetzlichen Aufgaben und seinem Leistungsauftrag aufgrund von Unterbestand nicht nachkommen.
Bitte stimmen Sie unseren Minderheitsanträgen zu.
Rime Jean-François · Mit-M · Conseil national · Fribourg · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Madame Kiener Nellen, j'ai bien suivi votre développement au sujet du Corps des gardes-frontière. Ne considérez-vous toutefois pas que les accords BO 2015 N 2048 Schengen/Dublin constituent la principale cause de la réduction des effectifs de ce corps?
Kiener Nellen Margret · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe socialiste
Non, pas du tout. Vous savez, Monsieur Rime, je me suis bien penchée sur la documentation. Or, il y est indiqué que ce sont les économies exigées par les partis bourgeois, c'est-à-dire par la droite, qui sont à l'origine de la réduction des effectifs du Corps des gardes-frontière.
Hausammann Markus · Mit-M · Conseil national · Thurgovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Geschätzte Kollegin, Sie haben eine Aufzählung von Aufträgen gemacht, die man diesen neuen, zusätzlichen Mitgliedern des Grenzwachtkorps zukommen lässt. Haben Sie in der Aufzählung vermehrte Personenkontrollen bewusst ausgelassen?
Kiener Nellen Margret · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe socialiste
Sehr geehrter Herr Kollege Hausammann, die Zeit ist leider mit fünf Minuten für vier Minderheitsanträge etwas zu knapp, um Ihnen alle Aufträge vorzulesen. Dieses Schicksal ereilt Sie gelegentlich hier bei unseren Budgetanträgen auch. Aber ich verweise Sie einfach auf den Leistungsauftrag 2013-2016 der Eidgenössischen Zollverwaltung, erteilt durch den Bundesrat, vorberaten durch die zuständige Legislativkommission, Kapitel 5.3, "Sicherheit und Migration". Dort finden Sie alle diese Kategorien, auch die Personenkontrollen.
Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical
Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Frau Kiener Nellen, Sie hatten fast acht Minuten Zeit, um Ihre Minderheitsanträge zu begründen.
Hadorn Philipp · Mit-M · Conseil national · Soleure · Groupe socialiste
Die SP-Fraktion erachtet es als äusserst problematisch, dass mit dem vorliegenden Voranschlag einschneidende Spar- und Leistungsabbaumassnahmen umgesetzt und gleichzeitig der korrekte Vollzug und die notwendige Durchsetzung des geltenden Steuerrechts durch lückenhafte Kontrollen vernachlässigt werden. Das darf nicht sein. 50 Millionen Mehreinnahmen bei der direkten Bundessteuer und 100 Millionen Franken bei der Mehrwertsteuer mehr zu veranschlagen, das ist bereits bei geringem guten Willen zu einem besseren Vollzug realistisch, das ist einfach umzusetzen. Eine effiziente Vollzugskontrolle mittels eines sauberen Controllings ist hierzu zwingend.
In gewissen Bereichen muss eine entsprechende Vorgehensweise auch in Zusammenarbeit mit den Kantonen umgesetzt werden. Mangels Deklaration und fehlender Kontrollen massiv an Einnahmen aus Einkommens-, Gewinn- und Mehrwertsteuern zu verlieren ist stossend. Die beiden erwähnten Minderheitsanträge schaffen pragmatisch Abhilfe und erlauben auch, die dem Bund zustehenden Einnahmen entsprechend anzupassen. Bei der Auseinandersetzung mit dieser doch bedenklichen Vollzugssituation gilt es wirklich zu überlegen, ob es nicht auch hier, in Sachen Steuergesetz, eine Durchsetzungs-Initiative brauchen würde. Es ist auch ein Affront beim Ausrufen von Steuerprogrammen, bei der Mitteilung an Menschen, dass staatliche Leistungen abgebaut werden oder Löhne nicht wie erwartet bezahlt werden, den Einnahmenvollzug weiterhin zu vernachlässigen. Das ist stossend und muss geändert werden.
Die Personalmassnahmen sind einschneidend. Es kann nicht sein, dass mit weniger Personal drastisch mehr Leistung erbracht werden soll und als Krönung noch faktisch in Aussicht gestellte Lohnmassnahmen beinahe eingefroren werden - ich erwähne den Verzicht auf generelle Lohnmassnahmen, die Verlangsamung der Lohnentwicklung, die Abschaffung einzelner Treueprämien. Die Minderheit versucht, wenigstens einen geringen Teil dieser demotivierenden Massnahmen abzufedern, dazu beizutragen, dass die hohe Leistungskraft unserer Verwaltung nicht gefährdet wird, sondern erhalten bleibt.
Heute ist die Chance enorm gross, dass Wareneinfuhren in die Schweiz nicht kontrolliert werden. Durch die Priorisierung der Aufgaben wurden verschiedene Massnahmen beschlossen, unter anderem die Schliessung der Zollstelle in Zürich. Während die Vertretung des Personals, die Gewerkschaft Garanto, öffentlich machte, was dies für die Dienstleistungen an die Wirtschaft für Folgen hat, schweigen die Wirtschaftsverbände. Es ist fahrlässig, solche Dienstleistungen abzubauen und damit einerseits den Warenfluss zu verzögern, andererseits auch die Kontrollqualität und -dichte massiv zu verringern. Den moderaten Ausbau will die Minderheit Kiener Nellen umsetzbar vornehmen. Dabei geht es auch um Sicherheit.
Die SP-Fraktion empfiehlt, die vorliegenden vier Minderheitsanträge anzunehmen, welche faktisch nicht nur betreffend Gerechtigkeit und Fairness, sondern auch in Zahlen zu einem besseren Voranschlag führen.
Müller Leo · Mit-M · Conseil national · Lucerne · Groupe PDC
Ich bitte Sie, hier überall der Mehrheit zu folgen.
Es ist nicht angezeigt, bei den Steuereinnahmen höher zu budgetieren, als es der Bundesrat vorschlägt. Sie wissen, dass die Steuereinnahmen bereits im Jahr 2014 tiefer ausgefallen sind als budgetiert. Damals hat der Bundesrat versucht herauszufinden, was die Gründe dafür waren. Es ist nicht ganz einfach zu verstehen, weshalb es passiert ist. Sie haben bei der ersten Hochrechnung bezüglich der laufenden Rechnung 2015 und auch im Rahmen der zweiten Hochrechnung gehört, dass die Steuereinnahmen geringer ausfallen werden als budgetiert. In diesem Zusammenhang ist es nicht sinnvoll, hier mehr zu budgetieren, als der Bundesrat vorschlägt.
Ich bitte Sie daher, bei diesen Positionen der Mehrheit zu folgen.
Ich komme zu den Personalbezügen: Wir beantragen Ihnen auch bei dieser Position, der Mehrheit zu folgen. Wir wollen den Kontrollstaat nicht weiter ausbauen, wir wollen den Personalbestand in diesem Bereich nicht weiter ausbauen. Wir setzen weiterhin auf Selbstverantwortung und werden deshalb den Minderheitsantrag Kiener Nellen ablehnen.
Ich komme zur Eidgenössischen Zollverwaltung. Wir haben diese Frage in der Finanzkommission intensiv diskutiert. Sie werden, so nehme ich an, die Begründung von Frau Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf hören. Bereits im Entwurf des Bundesrates ist ja vorgesehen, dort aufzustocken. Es ist nicht sinnvoll, in diesem Bereich noch weiter aufzustocken, als der Bundesrat es vorschlägt, und zwar einerseits, weil die Rekrutierung sichergestellt sein muss, und andererseits, weil die Ausbildner, die Infrastrukturen usw. bereitgestellt werden müssen. So schnell hochzufahren, wie dies der Minderheitsantrag verlangt, ist nicht möglich.
Deshalb bitte ich Sie auch hier, der Mehrheit zu folgen.
Dann komme ich noch zur Position 606.A2310.0211, "Ausfuhrbeiträge landwirtschaftliche Verarbeitungsprodukte", dem "Schoggi-Gesetz", wie es auch genannt wird. Hier bitte ich Sie auch, der Mehrheit der Kommission zu folgen. Die Kommissionsmehrheit ist wohlüberlegt zu diesem Schluss gekommen. Es ist ja so, dass es unbestritten ist, dass das Rohstoffhandicap bis auf 85 Prozent ausgeglichen wird; eigentlich müsste man das zu 100 Prozent machen. Die jetzige Lösung ist ein Kompromiss zwischen dem Bund und der Nahrungsmittelindustrie, womit man nur auf 85 Prozent ausgleicht. Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf hat bereits in der letzten Budgetdebatte vor einem Jahr wiederum bestätigt, dass an diesem Ziel festgehalten werden soll.
Wir wissen ja bereits seit Längerem, dass die Milchpreisunterschiede zwischen dem Ausland und dem Inland derart gross sind, dass die 67 Millionen Franken, die der Bundesrat vorsieht, nicht ausreichen, und deshalb ist dieser Kredit bereits jetzt aufgestockt. "Ja gut, das ist aber nicht mehr WTO-konform, diese Regel müsste dann abgeschafft werden!" - dieses Argument werden wir jetzt dann hören. Aber Sie wissen wahrscheinlich auch, dass die Schweiz gemäss den heute geltenden WTO-Vereinbarungen für diese Position einen Betrag von maximal 114 Millionen Franken einsetzen könnte. Auch mit dem Mehrheitsantrag sind wir noch wesentlich darunter. Das ist der eine Punkt.
Der zweite Punkt ist der, dass Herr Bundesrat Johann Schneider-Ammann mehrmals betont hat, hier und auch an Veranstaltungen, dass für dieses "Schoggi-Gesetz" eine BO 2015 N 2049 Nachfolgeregelung geschaffen werden soll. Man ist jetzt daran, das zu tun; es wäre deshalb - ich sage das so - der dümmste Zeitpunkt, um bei dieser Position zu sagen: Das geht nicht mehr, wir dürfen den Kredit nicht aufstocken.
Noch ein letzter Punkt: Ihnen ist ja wahrscheinlich auch nicht entgangen, wie es der schweizerischen Milchwirtschaft geht. Dieser geht es nämlich sehr schlecht. Wenn dieser Bereich der Ausfuhrbeiträge nicht weiter aufgestockt wird, schlägt sich das eins zu eins auf die Produzentenpreise nieder, und das wollen wir von der CVP nicht.
Ich bitte Sie deshalb, der Mehrheit der Kommission zu folgen und den Betrag von 94,6 Millionen Franken zu beschliessen.
Schneeberger Daniela · Mit-F · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe libéral-radical
Bei den Anträgen der Minderheit Kiener Nellen zur direkten Bundessteuer und zur Mehrwertsteuer folgt die FDP-Liberale Fraktion der Mehrheit und schliesst sich den Ausführungen der Bundesrätin und des Vorredners an.
Zum Antrag der Minderheit Kiener Nellen zur Zollverwaltung, zur Position "Personalbezüge und Arbeitgeberbeiträge": Die FDP unterstützt hier klar die Zielsetzung des Bundesrates, das Grenzwachtkorps während der nächsten Jahre aufzustocken. Wir haben aber für die Argumente des Bundesrates - wir werden sie wahrscheinlich von Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf im Detail hören - Verständnis, wonach die verlangte Aufstockung im Jahr 2016 in dieser Art und Weise nicht umsetzbar ist. Die FDP-Liberale Fraktion unterstützt deshalb grossmehrheitlich die Mehrheit.
Zum "Schoggi-Gesetz": Diese Position gehört wie gesagt zu Block 6, deshalb überlasse ich diesen Punkt gerne der nächsten Rednerin.
Schwander Pirmin · Mit-M · Conseil national · Schwyz · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Ich bitte Sie namens der SVP-Fraktion, in Block 5 der Mehrheit zu folgen und die Minderheitsanträge abzulehnen. Bei diesen Minderheitsanträgen geht es um die Grundsatzfrage, ob wir mit mehr Personal mehr einnehmen - ja oder nein?
Bei der direkten Bundessteuer und insbesondere bei der Mehrwertsteuer wendet der Bund eine Schätzmethode an. Es stellt sich die Frage, ob wir diese Schätzmethode vom Parlament aus übersteuern möchten oder nicht. Denn wenn die Schätzmethode gut ist, dann sollten wir es bei dieser Methode belassen und bei den Einnahmen nicht aufstocken, in der Meinung, mit mehr Personal könnten einfach so mehr Einnahmen generiert werden. Bei der direkten Bundessteuer, welche mit den kantonalen Steuern eingezogen wird, ist es genau dasselbe Spiel: Wie wollen Sie mit mehr Personal mehr Steuern eintreiben? Auch hier werden von den kantonalen Steuerämtern Kontrollen gemacht.
Von den Minderheiten ist gesagt worden, es gäbe lückenhafte Kontrollen. Was heisst bei der Mehrwertsteuer und bei der direkten Bundessteuer "lückenhafte Kontrollen"? Wollen Sie flächendeckende Kontrollen einführen, wollen Sie bei allen Mehrwertsteuerpflichtigen jedes Jahr Kontrollen durchführen? Dann müssen Sie wahrscheinlich etwa zehntausend zusätzliche Stellen beantragen. Wir haben ein System mit einem Auswahlverfahren, das mit Stichproben Kontrollen durchführt. Ich denke, dass dieses Auswahlverfahren gut ist und dass die Unternehmen tatsächlich geprüft werden.
Wenn Sie die Gleichung "mehr Stellen gleich mehr Steuereinnahmen" machen, dann unterstellen Sie eigentlich, dass die heutigen Kontrollen nicht richtig gemacht werden. Das bezweifle ich. Denn einerseits haben wir bei der Mehrwertsteuer über die Eidgenössische Steuerverwaltung direkte Kontrollen, andererseits haben wir auch Kontrollen durch die Revisionsgesellschaften. Auch diese Organe haben die Pflicht, zu kontrollieren, ob eben auch eine Mehrwertsteuerabrechnung und ob die Steuererklärung richtig eingereicht worden ist. Auch die Revisionsgesellschaften sind haftbar. Wenn sie Fehler feststellen, können sie es sich nicht leisten, darüber hinwegzusehen und sie nicht zu melden. Da gehen Sie von falschen Annahmen aus.
Ich bitte Sie deshalb, der Mehrheit zu folgen.
Widmer-Schlumpf Eveline · BR-F · Conseil fédéral · Grisons
Ich möchte Sie bitten, der Mehrheit und damit dem Entwurf des Bundesrates zu folgen und die Minderheitsanträge abzulehnen.
Bei der direkten Bundessteuer und bei der Mehrwertsteuer Nachrechnungen zu machen, wie es beantragt wird, macht nicht wirklich Sinn. Wir haben ja eine klare Methode - es wurde gesagt -, um die Einnahmen sowohl bei der direkten Bundessteuer als auch bei der Mehrwertsteuer zu berechnen. Die Anpassungen, die vorgeschlagen werden, würden bei der direkten Bundessteuer 0,3 Prozent und bei der Mehrwertsteuer 0,4 Prozent ausmachen. Ich denke, das macht es nun wirklich nicht aus. Vor allem ist es eine Abweichung von der Methode, die man dann später einmal begründen müsste. Man müsste erklären, warum man mit einer Anpassung der Methode gefahren ist.
Zur Frage der Erhöhung des Personalbestandes bei der Steuerverwaltung: Wir haben ja ein Konzept, wie wir die Anzahl Steuerprüfer erhöhen werden: Wir haben jedes Jahr zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgesehen und eingestellt. Unser Ziel ist es, mit den Steuerprüfungen im Jahr 2020 wieder auf dem Niveau von 2006 zu sein, d. h., in der gleichen Frequenz Steuerprüfungen vornehmen zu können, wie wir es 2006 gemacht haben. Das ist heute nicht möglich, weil die Anzahl der Steuerprüfer nicht im gleichen Mass zugenommen hat wie die Anzahl der Steuerpflichtigen: Wir haben sehr viel mehr Steuerpflichtige, und wir haben auch viel mehr Unternehmen als noch vor fünfzehn Jahren. Wir sind aber am Aufbauen und werden im Jahr 2020 dann hoffentlich am Ziel sein.
Sie können sich vielleicht erinnern, dass das auch ein Teil der Finanzierung der Unternehmenssteuerreform III ist. Dort haben wir gesagt, wir wollten das Prüfintervall von dreissig Jahren bei der Mehrwertsteuer etwas herunternehmen, auf vielleicht zwanzig oder fünfundzwanzig Jahre. Risikobasiert geht es natürlich öfter, das wissen wir alle. Wir sind auch hier in einem Planungsprozess, und es macht keinen Sinn, diesen jetzt durch das Parlament zu übersteuern.
Ich bin froh, wenn ich noch einmal etwas zum Grenzwachtkorps sagen kann. Wir haben ja dort ursprünglich 20 zusätzliche Mitarbeiter für das Jahr 2016 und 28 für das Jahr 2017 beantragt. Der Bundesrat beantragt Ihnen nun insgesamt 48 zusätzliche Mitarbeiter für die Jahre 2016 und 2017. Wir haben bei einer Nachprüfung festgestellt, dass es möglich ist, nächstes Jahr bereits 48 Personen zu rekrutieren und auszubilden. Entsprechend beantragen wir Ihnen, dass wir nächstes Jahr Personal rekrutieren und die Ausbildung mit 48 Personen durchführen; 2017 werden wir dann zusätzliche Anträge stellen.
Wir sind zusammen mit dem VBS und dem Grenzwachtkorps daran, ein Konzept zu erarbeiten, um Ihnen Anfang des nächsten Jahres in Zusammenhang mit dem Nachtrag I zum Voranschlag dann einen Antrag stellen zu können. Aber ich sage Ihnen heute schon: Wir werden bereits nächstes Jahr 48 oder 50 Personen ausbilden können und insofern einen Teil des Antrages der Minderheit Kiener Nellen umsetzen, nämlich gerade so viel, wie möglich ist. Selbstverständlich ist es nicht möglich, nächstes Jahr 100 Leute zu rekrutieren und auszubilden.
Darum möchte ich Sie bitten, den Minderheitsantrag in dieser Form abzulehnen.
Gmür Alois · Mit-M · Conseil national · Schwyz · Groupe PDC
In Block 5 stehen vier Minderheitsanträge zur Diskussion. Die Minderheit Kiener Nellen will bei der direkten Bundessteuer um 50 Millionen und bei der Mehrwertsteuer um 100 Millionen Franken höhere Einnahmen budgetieren. Damit diese zusätzlichen Mittel eingetrieben werden können, will die Minderheit bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung das Personal aufstocken und deshalb die Position "Personalbezüge und Arbeitgeberbeiträge" um 1,5 Millionen Franken erhöhen. Dasselbe will die Minderheit bei der Eidgenössischen Zollverwaltung tun: Dort möchte sie die Position "Personalbezüge und Arbeitgeberbeiträge" um 12,9 Millionen Franken erhöhen.
Die Mehrheit Ihrer Kommission ist der Meinung, dass an der bisherigen Methode, mit der die Einnahmen bei der direkten BO 2015 N 2050 Bundessteuer berechnet werden, festzuhalten ist. Diese Methode ist klar und nachvollziehbar. Es geht um 0,3 Prozent der direkten Bundessteuer; der Antrag auf 50 Millionen Franken plus bringt da nur eine Scheingenauigkeit. Zudem wird die direkte Bundessteuer von den Kantonen eingezogen. Für die Mehrheit ist es nicht einfach gegeben, dass bei der direkten Bundessteuer mit mehr Personal auch mehr Geld hereinkommt.
Bei der Mehrwertsteuer gelten für die Mehrheit der Kommission die gleichen Argumente. Die Mehrwertsteuer wird mit Konjunkturfaktoren berechnet; auch da gibt es eine Unsicherheitsmarge. Die Mehrheit ist froh, wenn 23,2 Milliarden Franken an Mehrwertsteuern eingenommen werden. Der Antrag, die Einnahmen um 100 Millionen Franken nach oben zu korrigieren, stellt die ganze Berechnungsart infrage. Auch wenn bei der Mehrwertsteuer mehr Personal für häufigere Kontrollen zur Verfügung stünde, würde das nicht garantieren, dass 100 Millionen Franken mehr eingenommen werden.
Die Kommission lehnte die Anträge Kiener Nellen, die die Konten bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung betreffen, mit 17 zu 7 Stimmen ab.
Bei der Eidgenössischen Zollverwaltung will die Minderheit Kiener Nellen eine Aufstockung des Grenzwachtkorps, welche die Neurekrutierung und Grundausbildung von 100 neuen Grenzwächtern im Jahre 2016 umfasst. Die Mehrheit ist der Meinung, dass die bisher vorgesehene Aufstockung genügt: In den letzten zwei Jahren wurde jeweils um 34 Personen aufgestockt, nächstes Jahr wird um 20 Personen aufgestockt, 2017 um 28 Personen.
2016 noch zusätzliche Stellen beim Grenzwachtkorps zu schaffen ist nicht so einfach. Diese Leute müssen zuerst rekrutiert und auch ausgebildet werden. Die Mehrheit ist der Ansicht: Wenn in einem Bereich zusätzliche Stellen geschaffen werden, müssen diese in einem anderen Bereich aufgehoben werden. Das Konzept des Bundesrates, in den nächsten Jahren im Bereich der Eidgenössischen Zollverwaltung um 100 Stellen aufzustocken, unterstützt die Mehrheit der Kommission.
Mit 16 zu 7 Stimmen bei 1 Enthaltung lehnte Ihre Kommission den Antrag Kiener Nellen ab. Ich bitte Sie, der Mehrheit zu folgen.
Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical
Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Die BDP-Fraktion und die grünliberale Fraktion unterstützen die Anträge der Mehrheit.
Ich nutze die Gelegenheit, um vier unserer Kollegen zum Geburtstag zu gratulieren: Am vergangenen Freitag haben Fathi Derder und Claude Béglé ihren Geburtstag gefeiert, am Samstag Hans-Ueli Vogt und gestern Sonntag Christian Lüscher. Wir gratulieren herzlich und wünschen Ihnen allen alles Gute! (Beifall)
Vote
Pos. 605.E1100.0114
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 65 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 0 (0 %) | 41 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 30 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 29 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 0 (0 %) | 9 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 7 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 137 (73 %) | 50 (27 %) | 0 (0 %) |
Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Kiener Nellen
Vote
Pos. 605.E1100.0118
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 66 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 0 (0 %) | 41 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 30 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 29 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 0 (0 %) | 9 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 7 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 138 (73 %) | 50 (27 %) | 0 (0 %) |
Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Kiener Nellen
Vote
Pos. 605.A2100.0001
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 66 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 0 (0 %) | 41 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 30 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 29 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 0 (0 %) | 10 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 7 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 138 (73 %) | 51 (27 %) | 0 (0 %) |
Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Kiener Nellen
Vote
Pos. 606.A2100.0001
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 64 (97 %) | 2 (3 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 0 (0 %) | 41 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 29 (97 %) | 1 (3 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 29 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 0 (0 %) | 10 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 6 (86 %) | 1 (14 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 134 (71 %) | 55 (29 %) | 0 (0 %) |
Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Kiener Nellen
Intervention de procédure
Bloc 6: Agriculture et promotion économique
Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical
Finanzdepartement - Département des finances
606 Administration fédérale des douanes
Proposition de la majorité
A2310.0211 Contributions à l'exportation de produits agricoles transformés
Fr. 94 600 000
Proposition de la minorité
(Kiener Nellen, Carobbio Guscetti, Fischer Roland, Gysi, Hadorn, Schelbert, Vischer Daniel)
A2310.0211 Contributions à l'exportation de produits agricoles transformés
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Département de l'économie, de la formation et de la recherche
704 Secrétariat d'Etat à l'économie
Proposition de la majorité
A2310.0355 Suisse Tourisme
A2310.0365 Promotion des exportations
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité I
(Feller, Amaudruz, Gmür Alois, Grin, Gschwind)
A2310.0355 Suisse Tourisme
Fr. 54 969 350
BO 2015 N 2051Proposition de la minorité II
(Feller, Amaudruz, Grin, Gschwind)
A2310.0365 Promotion des exportations
Fr. 22 476 700
708 Office fédéral de l'agriculture
Proposition de la majorité
A2310.0490 Paiements directs versés dans l'agriculture
Fr. 2 808 967 800
A4200.0111 Crédits d'investissement en faveur de l'agriculture
Fr. 16 500 000
Proposition de la minorité
(Carobbio Guscetti, Fischer Roland, Gilli, Gysi, Hadorn, Jositsch, Kiener Nellen, Vischer Daniel, Wermuth)
A2310.0490 Paiements directs versés dans l'agriculture
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
750 Secrétariat d'Etat à la formation, à la recherche et à l'innovation
Proposition de la commission
A2100.0526 Institutions chargées d'encourager la recherche
Fr. 1 023 600 400
Kiener Nellen Margret · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe socialiste
Wir kommen, wie regelmässig zweimal im Jahr, zum "Schoggi-Gesetz". Es geht um die Position 606.A2310.0211, "Ausfuhrbeiträge landwirtschaftliche Verarbeitungsprodukte", also um Exportsubventionen, insbesondere für Getreide und Milch, d. h. vor allem für Biskuits und Schokolade.
Unsere Minderheit beantragt Ihnen, diese hohen Exportsubventionen so zu belassen, wie sie der Bundesrat vorschlägt, nämlich bei 67,9 Millionen Franken, und sie nicht auf 94,6 Millionen Franken zu erhöhen, wie es die Mehrheit der vorberatenden Finanzkommission beantragt. Beide Beträge sind sehr viel Geld - eigentlich viel zu viel.
Wir wissen, dass die Schweiz von den internationalen Organisationen, insbesondere der WTO und der OECD, gehalten ist, die Exportbeiträge zu reduzieren. Wir wissen auch, dass neben der Schweiz nur noch Kanada ähnlich hohe Exportsubventionen kennt. Das ist interessant, diese Zahlen möchte ich Ihnen geben: Kanada bezahlte im Handelsjahr 2013/14 umgerechnet rund 61 Millionen Schweizerfranken an Exportsubventionen, die Schweiz im selben Zeitraum 70 Millionen Franken! Jetzt vergleichen Sie einmal die landwirtschaftlich produktive Fläche Kanadas mit der Fläche der Schweiz, und schon sehen Sie das grosse Missverhältnis. Die Schweiz liegt mit ihren Zahlungen sehr hoch. Die Schweiz übertrifft Kanada in der genannten Vergleichsperiode in absoluten Zahlen sogar noch um 9 Millionen Franken.
Wechseln wir die Räder nicht am fahrenden Zug! Sollte es dann nach dem bisherigen Modus allenfalls mehr auszugleichen geben als gemäss Entwurf des Bundesrates - den unsere Minderheit hochhält und dem auch der Ständerat zugestimmt hat -, dann machen wir das im Nachtragskredit I, wie wir es auch im Juni 2015 im Nachtragskredit I gemacht haben. Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung.
Grin Jean-Pierre · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Madame Kiener Nellen, quand vous comparez la Suisse au Canada, savez-vous que le lait commercial, au Canada, est payé pratiquement l'équivalent de 70 centimes suisses, alors qu'en Suisse il est payé à peine 50 centimes le litre?
Kiener Nellen Margret · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe socialiste
Oui, Monsieur Grin, je le savais. Cependant, contrairement à la Suisse, le Canada n'a pas introduit de loi similaire à la loi "Swissness" qui demande, justement pour les produits agricoles destinés à l'exportation, un contenu en lait issu à 100 pour cent de la production laitière suisse. Ainsi, le cadre légal dont dispose l'agriculture est toujours plus avantageux en Suisse.
von Siebenthal Erich · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Sind Sie nicht auch der Meinung, dass es gewisse Unterschiede zwischen der kanadischen und der schweizerischen Landwirtschaft gibt?
Kiener Nellen Margret · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe socialiste
Sehr geehrter Herr Kollege, wir könnten jetzt lange darüber sprechen und geografische und andere Vergleiche anstellen. Dafür haben wir leider nicht die erforderliche Zeit. Aber ich kann Ihnen eines sagen: Ich esse viel lieber Schweizer Schokolade - und zwar sehr viel!
Aebi Andreas · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Frau Kollegin Kiener Nellen, wenn Sie nicht mit dem Beispiel Kanada gekommen wären, würde ich ja nicht fragen. Sie haben die Fläche der Schweiz mit derjenigen Kanadas verglichen. Aber die Pointe ist eigentlich die Milchproduktion der beiden Länder. Ist Ihnen klar, wie der Vergleich zwischen der Schweiz und Kanada punkto Menge ausfällt? Können Sie mir das sagen?
Kiener Nellen Margret · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe socialiste
Ich weiss vor allem, dass die Schweiz bei der Milch leider ein grosses Problem mit der Überproduktion hat.
Carobbio Guscetti Marina · Mit-F · Conseil national · Tessin · Groupe socialiste
Es geht bei der Position 708.A2310.0490, "Direktzahlungen Landwirtschaft", darum, zwischen einer Erhöhung der Direktzahlungen für die Landwirtschaft und dem Entwurf des Bundesrates bzw. dem Beschluss des Ständerates zu wählen. Mit meinem Minderheitsantrag schlage ich Ihnen vor, beim bundesrätlichen Entwurf zu bleiben und die Direktzahlungen nicht um 61 Millionen Franken zu erhöhen.
Es gibt gute Argumente dafür: Letzte Woche haben Sie entschieden, bei der Entwicklungshilfe und bei den Sach- und Betriebsausgaben zu kürzen, heute nun fordern Sie, beim Personal, bei der Lohnentwicklung, 30 Millionen Franken abzubauen. Mit diesem Leistungsabbau wollen Sie jetzt einzig die Bauern verschonen und für sie die Direktzahlungen im Vergleich zum bundesrätlichen Entwurf um 61 Millionen Franken erhöhen. Das ist reine Klientelpolitik auf dem Buckel aller anderen!
Uns ist die Situation der Landwirtschaft bewusst, und die SP-Fraktion steht hinter der Agrarpolitik 2014-2017. Aber wie Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf schon mehrmals gesagt hat: Die Beträge für die Direktzahlungen im Rahmen der Agrarpolitik 2014-2017 sind nominal für vier Jahre vorgesehen, und damals, als wir über die Agrarpolitik diskutiert haben, hat man eine Teuerung von 1,1 Prozent pro Jahr eingerechnet. Das ist so nicht eingetroffen. Daraus ergibt sich bei den Direktzahlungen für 2016 bzw. 2017 anstatt eines Minus von 1,1 Prozent ein Minus von 0,2 Prozent. Bei den Direktzahlungen hat man auch keine 3-prozentige Kürzung gemacht wie in anderen Bereichen, zudem wurden in den letzten Jahren über den bundesrätlichen Entwurf hinaus Ausgaben budgetiert. Zu guter Letzt ist die heutige Diskussion auch eine Folge der Steuerpolitik der leeren Kassen, BO 2015 N 2052 die in den vergangenen Jahren betrieben wurde; ich erinnere an die Mindereinnahmen, welche die Unternehmenssteuerreform II verursacht hat.
Angesichts der aktuellen Situation erachten wir ein Minus von 0,2 Prozent als vertretbar. Wollen wir die Herausforderungen für die Bauern, aber auch für alle anderen anpacken, braucht es langfristige strukturelle Verbesserungen. Dies bedeutet Steuereinnahmen - gerechte Steuern! -, um solche Leistungen finanzieren zu können. Es kann nicht sein, dass der Staat weiter ausgehöhlt wird und gleichzeitig Klientelpolitik gemacht wird.
Ich bitte Sie deshalb, meinen Minderheitsantrag zu unterstützen.
Gschwind Jean-Paul · Mit-M · Conseil national · Jura · Groupe PDC
Dans mon intervention, je traiterai simultanément les deux propositions de la minorité Feller, qui concernent les positions 704.A2310.0355, "Suisse Tourisme", et 704.A2310.0365, "Promotion des exportations", car elles reposent sur un même concept: porter au budget 2016 les montants des crédits fixés et acceptés par le Parlement le 22 septembre 2015 lors de l'adoption du projet relatif à la promotion économique pour les années 2016-2019.
Je ne souhaite pas ouvrir un grand débat sur le fond. Toutefois, personne ne peut contester le fait que la situation qui prévaut tant dans le milieu du tourisme que sur le marché des exportations est difficile, préoccupante, voire dramatique. Ces deux domaines économiques doivent pouvoir compter sur le soutien sans faille des pouvoirs publics pour conquérir de nouveaux marchés. C'est la raison pour laquelle le Parlement doit tenir ses engagements. L'heure n'est pas à la dérobade.
Concernant Suisse Tourisme, le Parlement a accepté, le 22 septembre dernier, un crédit supplémentaire de 9,5 millions de francs pour quatre ans, à ajouter aux 220,5 millions francs qui avaient été demandés par le Conseil fédéral. Cela représente un crédit supplémentaire de 2 375 000 francs qui, après la déduction linéaire de 3 pour cent, s'élève à 2 303 750 francs, ce qui porte le crédit total de l'aide à Suisse Tourisme au budget 2016 à 54 969 350 francs en lieu et place des 52 665 600 francs prévus par le Conseil fédéral.
Concernant la promotion des exportations, le Parlement avait décidé de porter le montant alloué pour la période 2016-2019 à 23,4 millions, soit une augmentation de 1,1 million par année. Après la déduction linéaire de 3 pour cent, l'augmentation s'élève à 1 067 000 francs et porte le montant final à 22 476 700 francs en lieu et place des 21 409 700 francs figurant dans le projet du Conseil fédéral.
Dans le but d'envoyer un signal fort tant à Suisse Tourisme qu'à nos PME du domaine de l'exportation, je vous invite à soutenir les deux propositions défendues par la minorité Feller, qui sont cohérentes et conformes à la décision du Parlement. Le Parlement doit rester crédible et fiable.
Gysi Barbara · Mit-F · Conseil national · St-Gall · Groupe socialiste
Ich bitte Sie, über diese Minderheitsanträge differenziert abzustimmen. Ich spreche zuerst zum Antrag der Minderheit Kiener Nellen zum "Schoggi-Gesetz". Ich bitte Sie sehr, diese Minderheit zu unterstützen, d. h., beim Betrag zu bleiben, den der Bundesrat festgelegt hat. Es wurde bereits beim Eintreten und auch vorhin bei der Begründung des Minderheitsantrages darüber gesprochen, dass diese Form der Exportsubvention einmalig ist. Wir sind mittlerweile das einzige Land weltweit, das diese Form der Exportsubvention noch kennt. Es kann nicht sein, dass wir diesen Betrag jetzt noch aufstocken, um den Preisnachteil noch mehr auszugleichen. Es wird über kurz oder lang sogar so sein, dass sich die Schweizer Produzenten darauf einstellen müssen, dass sie diese Subvention nicht mehr erhalten. Ich glaube, es ist richtig, da jetzt nicht noch mehr Geld reinzubuttern. Es ist eben auch eine Frage der weltweiten Gleichbehandlung, und es kann nicht sein, dass wir da unsere Produzenten anders behandeln. Es ist ja auch so, dass es vor allem Grosskonzerne betrifft, die dann diese Beiträge bekommen.
Zur Position "Direktzahlungen Landwirtschaft": Auch das wurde schon angesprochen. Ich möchte Sie unbedingt bitten, die Minderheit Carobbio Guscetti zu unterstützen und bei der Beitragshöhe beim Entwurf des Bundesrates zu bleiben. Es kann nicht sein, dass wir hier die Landwirtschaft von den Ausgabenkürzungen, die der Bundesrat beschlossen hat, ausnehmen. Sie von der bürgerlichen Seite haben die Unternehmenssteuerreform II gutgeheissen. Sie sind jeweils dafür, dass man die Steuern senkt und eben auch diese Mindereinnahmen in Kauf nimmt. Jetzt sollten Sie auch hinstehen und sagen, dass alle Bereiche dran glauben müssen. Es gibt die sogenannte Opfersymmetrie; das ist kein schönes Wort, aber es kann nicht sein, dass man hier jetzt plötzlich bei der eigenen Klientel, der Landwirtschaft, eine Ausnahme macht.
Wir haben Zahlen zu den bäuerlichen Einkommen erhalten. Diese sind in den letzten Jahren angestiegen. Man hört, dass die Einkommen in diesem Jahr stagnieren, das ist uns auch bekannt, aber wir haben dazu noch keine Zahlen gesehen. Es gilt aber auch da: Die Bauern sind nicht die Einzigen, die unter dem starken Franken leiden. Auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Ende Monat einen Lohn ausbezahlt bekommen, haben entweder mehr arbeiten müssen - viele Firmen haben ihrem Personal mehr Stunden aufgebürdet - oder Lohnkürzungen in Kauf nehmen müssen. Es kann einfach nicht sein, dass diese eine Branche ausgenommen wird.
Ich bitte Sie daher wirklich darum, der Minderheit Carobbio Guscetti zuzustimmen.
Zuletzt zur Tourismusförderung: Auch dieser Bereich ächzt natürlich unter dem starken Franken, aber es ist auch so, dass im Tourismus sicher noch andere Probleme bestehen. Die Frage ist, wie diese Fördergelder schlussendlich eingesetzt werden. Unsere Fraktion steht heute mehrheitlich hinter dem Antrag des Bundesrates, auch wenn sie im September noch der Meinung war, dass eigentlich etwas mehr gemacht werden müsste. Jetzt liegt uns aber ein Entwurf für ein knappes Budget vor, der eben besagt, dass das nicht möglich ist. Sie gehören zu den Befürworterinnen und Befürwortern der Schuldenbremse, wir haben sie bislang nicht verteidigt; Sie sind diejenigen, die sagen, es brauche diese Schuldenbremse, und wenn es dadurch nötig wird, dass eine Aufstockung nicht gemacht wird, dann muss die Aufstockung - die eigentlich wünschenswert wäre - dran glauben.
Ich bitte Sie daher, den Antrag der Minderheit Feller abzulehnen. Bei den beiden anderen Positionen bitte ich um Annahme der Minderheitsanträge.
Quadranti Rosmarie · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe BD
Um es vorwegzunehmen: Die BDP-Fraktion wird bis auf eine Ausnahme den Anträgen der Kommissionsmehrheit zustimmen. Die Ausnahme betrifft die Position 704.A2310.0355, "Schweiz Tourismus", bei der wir dem Antrag der Minderheit Feller zustimmen.
Zu unseren Begründungen: Bei der Position 606.A2310.0211, "Ausfuhrbeiträge landwirtschaftliche Verarbeitungsprodukte", bzw. beim "Schoggi-Gesetz" geht es auch um den Erhalt von Arbeitsplätzen in Schweizer Traditionsunternehmen, die Sie alle kennen, wie Kambly, Camille Bloch, Hug usw. Im geschützten Schweizer Agrarmarkt ist es nicht ganz einfach, gegenüber der ausländischen Konkurrenz zu bestehen. Aus diesem Grund ist das "Schoggi-Gesetz" geschaffen worden. Dass eine Alternative zum "Schoggi-Gesetz" gefunden werden muss, ist allen Beteiligten klar. Man arbeitet mit den Betroffenen daran. Im Moment ist es aber einfach so, dass noch keine Lösung auf dem Tisch ist. Deshalb wird die BDP-Fraktion dem Antrag der Kommissionsmehrheit zustimmen und die Beiträge gegenüber dem bundesrätlichen Entwurf erhöhen.
Umstritten ist die Erhöhung bei der Position 708.A2310.0490, "Direktzahlungen Landwirtschaft". Die Minderheit Carobbio Guscetti will hier ja zum bundesrätlichen Entwurf zurück, die Kommissionsmehrheit will diese Position von Kürzungen ausnehmen. Die BDP-Fraktion wird die Erhöhung unterstützen und dem Antrag der BO 2015 N 2053 Kommissionsmehrheit zustimmen. Die BDP-Fraktion tut dies aber im Wissen darum, dass künftig über Kriterien für Direktzahlungen diskutiert werden muss. Gerade am vergangenen Wochenende hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Jungbauern, dem das Überleben der Schweizer Landwirtschaft ein grosses Anliegen ist. Er ist der Meinung, dass man das System der Direktzahlungen nochmals anschauen muss und dass man beispielsweise Direktzahlungen nur noch erhalten soll, wenn man hauptsächlich von der Landwirtschaft lebt. Das ist eine interessante Idee. Wir müssen uns ja die Frage stellen, ob wir die zweifelsohne notwendigen Strukturreformen nicht durch Direktzahlungen verhindern oder teuer verlangsamen. Die BDP-Fraktion wird aber, wie gesagt, dem Antrag der Kommissionsmehrheit zustimmen, wenn wir auch überzeugt sind, dass hier Verbesserungen notwendig sind.
Am Schluss noch ein paar Worte zum einzigen Minderheitsantrag in diesem Block, den die BDP-Fraktion unterstützen wird. Wir unterstützen die Aufstockung bei der Position 704.A2310.0355, "Schweiz Tourismus". Wir wissen es alle: Nebst anderen hat auch diese Branche mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Parlament hat in der Herbstsession beschlossen, den Kredit zugunsten der Standortförderung zu erhöhen. Die Kommissionsminderheit bildet diesen Beschluss unseres Erachtens jetzt im Voranschlag ab, weshalb wir diesen Antrag unterstützen. Wir machen das im Wissen darum, dass damit die Teuerungskorrektur nicht berücksichtigt ist.
Zusammenfassend: Wir unterstützen ausser bei der Position 704.A2310.0355, "Schweiz Tourismus", jeweils den Antrag der Kommissionsmehrheit.
Müller Leo · Mit-M · Conseil national · Lucerne · Groupe PDC
Die Begründung der CVP-Fraktion beim "Schoggi-Gesetz" habe ich Ihnen vorhin bereits vorgetragen. Nur noch ein Argument: Es ist so, dass gerade kürzlich die Exportindustrie vor allem im Bereich der Nahrungsmittel gelobt und als Erfolgsgeschichte dargestellt wurde. Begründet wurde dieses Erfolgsmodell damit, dass eben auch mit dem "Schoggi-Gesetz" Beiträge geleistet werden und damit eben diese Industrie florieren könne. Wenn Sie diesem Kredit jetzt nicht zustimmen, wird es aber nicht mehr als Erfolgsmodell gelten können.
Dann komme ich zu den beiden Positionen "Schweiz Tourismus" und "Exportförderung": Hier wird die Mehrheit der CVP-Fraktion dem Minderheitsantrag, also der Aufstockung zustimmen. Es ist ja so, dass wir erst kürzlich, nämlich in der Herbstsession, in diesem Bereich aufgestockt haben. Das war hier drin ein Mehrheitsbeschluss, und auch der Ständerat hat so votiert. Es kann jetzt nicht angehen, dass man eine Session später, nämlich jetzt, in der Wintersession, wieder davon abweicht und sagt, man stocke hier jetzt doch nicht auf. Das wäre innert so kurzer Zeit wirklich ein widersprüchliches Verhalten. Deshalb stimmen wir, wie gesagt, bei diesen beiden Positionen dem Minderheitsantrag zu.
Ich komme zu den Direktzahlungen in der Landwirtschaft: Hier hat die Frau Bundesrätin in der Ständeratsdebatte ein neues Argument eingebracht, nämlich die Teuerung. Sie sagte dort, auch die Teuerung müsse berücksichtigt werden und deshalb könne man bei den Direktzahlungen zurückfahren. Dieses Argument sticht meiner Meinung nach nicht: Die Landwirtschaft ist der einzige Bereich, bei dem gegenüber 2014 effektiv und in Frankenbeträgen zurückgefahren wurde. 2014 wurden die Agrarpolitik 2014-2017 und dann auch der entsprechende Betrag festgelegt. Jetzt will der Bundesrat effektiv um 80 Millionen Franken zurückfahren, das geht meiner Meinung nach nicht.
Der einzige andere Bereich, bei dem gegenüber 2015 zurückgefahren werden soll, betrifft die Beziehungen zum Ausland. Es wird aber vergessen, dass dort von 2014 auf 2015 um 200 Millionen Franken aufgestockt wurde. Wenn jetzt wieder um 100 Millionen Franken zurückgefahren wird, sind es immer noch 100 Millionen Franken mehr als 2014. Gegenüber 2014 würde also nur bei der Landwirtschaft zurückgefahren.
Es gibt ein zweites Argument, und da spreche ich als Jurist: Wir haben - ich drücke mich jetzt etwas bildlich aus - einen Vertrag geschlossen. Man hat die Agrarpolitik, die Gesetze und die Verordnungen beschlossen, und man hat Auflagen gemacht. Sie beinhalten die Leistungen, die wir hier verlangt haben. Die Gegenleistung bestand im Zahlungsrahmen: Man hat gesagt, dass diese Leistungen, die von der Landwirtschaft erwartet werden, mit Gegenleistungen abgegolten werden, nämlich mit Finanzbeiträgen. Es kann ja nun nicht sein, dass bei diesem Vertrag die Leistung der einen Seite gleich belassen wird, aber die Leistung der anderen Seite, nämlich die Gegenleistung durch den Bund, gekürzt wird. Wenn man etwas ändern will, muss man die Leistungen beider Seiten ändern: Leistung und Gegenleistung. Darüber kann man sprechen, aber man kann wirklich nicht die eine belassen und die andere kürzen - genau das aber würde man bei der Landwirtschaft tun.
Deshalb ist das, was der Bundesrat vorschlägt, für die CVP-Fraktion nicht stimmig. Wir machen Ihnen wirklich beliebt, bei den Direktzahlungen der Mehrheit der Kommission zu folgen. Diese hat nämlich das Problem erkannt und gesagt: Das geht nicht, wir müssen wieder auf das Niveau des Vorjahres zurück.
Deshalb bitte ich Sie, der Kommissionsmehrheit zu folgen.
Gysi Barbara · Mit-F · Conseil national · St-Gall · Groupe socialiste
Kollege Leo Müller, Sie sind jetzt bereits der zweite Redner nach Frau Quadranti, der quasi suggeriert, beim "Schoggi-Gesetz" würden alle Beiträge wegfallen. Aber es geht ja lediglich darum, dass man jetzt schon auf Vorrat aufstockt. Finden Sie es angesichts der jetzigen Budgetsituation wirklich angebracht, auf Vorrat aufzustocken?
Müller Leo · Mit-M · Conseil national · Lucerne · Groupe PDC
Es geht nicht darum, auf Vorrat aufzustocken. Bereits im Sommer, als der Bundesrat budgetiert hat, wusste man, wie gross die Preisunterschiede zwischen dem Inland und dem Ausland bei der Milch, beim Rohstoff, sind. Und es ist - ich habe es bei Block 4 vorhin gesagt - unbestritten, dass man dieses Rohstoffhandicap auf 85 Prozent ausgleicht. Deshalb hat man bereits damals gesehen, dass der Betrag, den der Bundesrat vorsieht, nämlich diese 67,9 Millionen Franken, nicht ausreicht. Eigentlich hätte der Bundesrat, wenn er seinen Budgetgrundsätzen treu geblieben wäre, bereits damals einen höheren Betrag einsetzen müssen. Das hat er nicht getan. Die Mehrheit der Kommission hat diesen Mangel erkannt, und deshalb hat sie diese Position eben aufgestockt.
Grin Jean-Pierre · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Quatre propositions de minorité figurent dans ce bloc 6. La première, développée par Madame Kiener Nellen, concerne la position 606.A2310.0211, "Contribution à l'exportation de produits agricoles transformés". Selon les termes de l'OMC, le plafond octroyé à la Suisse pour cet instrument qu'est la "Schoggi-Gesetz" est de 114,9 millions de francs par année. Mais nous sommes conscients que ce montant, en période de restrictions budgétaires générales, n'est pas acceptable, et ce malgré les besoins de l'industrie agroalimentaire, estimés à environ 130 millions de francs. Néanmoins, il faudrait que la Confédération puisse couvrir 85 pour cent des besoins de l'industrie alimentaire afin d'assurer la pérennité du système. Cependant, le Conseil fédéral, dans son projet de budget 2016, n'a inscrit que 67,9 millions de francs à cette position, ce qui est nettement insuffisant et ne permettrait en rien de couvrir la différence de prix. Cela entraînerait de lourdes pertes, tant pour l'industrie que pour l'agriculture. C'est pour cela que la majorité de la Commission des finances ainsi que le groupe UDC vous proposent de porter le montant à cette position à 94,6 millions de francs pour 2016 et donc de rejeter la proposition de la minorité Kiener Nellen.
La proposition de la minorité Carobbio Guscetti vise à suivre le Conseil fédéral et à réduire, par rapport au budget 2015, de 61,1 millions de francs le montant prévu à la position 708.A2310.0490, "Paiements directs versés dans l'agriculture". Le budget agricole est le seul poste budgétaire où est BO 2015 N 2054 proposée une diminution effective et non une réduction de l'augmentation du montant inscrit au budget. Le Parlement s'est prononcé en faveur d'un crédit-cadre, portant sur quatre ans, devant financer la rétribution des prestations d'intérêt public commandées au secteur agricole. En 2015, le revenu agricole connaît une diminution de plus de 10 pour cent et n'atteint toujours pas - et de loin - le niveau du revenu moyen dans des secteurs comparables. Avec le franc fort, les marchés des productions agricoles stratégiques pour l'approvisionnement, tels que ceux du lait, du sucre, des céréales, etc., sont en crise. D'importantes baisses de prix ont eu lieu cette année sur ces différents produits. En outre, les agriculteurs se sont lancés dans de nombreux programmes écologiques pluriannuels prévoyant des engagements sur six à huit ans. La Confédération, par cette diminution financière, n'honorerait pas l'entier de ses engagements au beau milieu de la période contractuelle.
Pour ces raisons, je vous demande, au nom du groupe UDC, de suivre la majorité de la Commission des finances et de rejeter cette proposition de minorité.
La première proposition de la minorité Feller vise à augmenter notre participation à Suisse Tourisme de 3,7 millions de francs, et la deuxième à augmenter la promotion des exportations de 1 million de francs, cela en conformité avec nos décisions de septembre dernier, lors des discussions sur le crédit-cadre augmenté suite à l'abandon du taux de change plancher avec l'euro. Des explications plus détaillées vous ont été données par Monsieur Gschwind tout à l'heure. Une partie du groupe UDC soutiendra les propositions de la minorité Feller mais une majorité les refusera.
Gössi Petra · Mit-F · Conseil national · Schwyz · Groupe libéral-radical
Zunächst zu den Anträgen der Minderheit Feller zu den Positionen 704.A2310.0355, "Schweiz Tourismus", und 704.A2310.0365, "Exportförderung": Die FDP-Liberale Fraktion lehnt diese Minderheitsanträge mehrheitlich ab. Aus unserer Sicht gibt es keine Notwendigkeit, beim Tourismus aufzustocken. Eine Mehrheit der Fraktion ist sich zwar bewusst, dass die Rahmenbedingungen für den Tourismus mit Blick auf das wirtschaftliche Umfeld und den starken Franken anspruchsvoller sind als auch schon. Der Druck, der auf dieser Branche lastet, lastet aber auf allen Wirtschaftsbereichen. Deshalb ist auch Schweiz Tourismus gefordert, mit stärkerem eigenen Antrieb mit wirksamen Konzepten erfolgreich zu sein, auch wenn die finanziellen Mittel nicht aufgestockt werden. In der Schweiz wird in den nächsten Monaten nur derjenige erfolgreich sein, der die Fähigkeit besitzt, sich schnell an die aktuellen Rahmenbedingungen anzupassen. Dass Schweiz Tourismus diese Fähigkeit besitzt, hat sie in den letzten Monaten bewiesen.
Nun komme ich zum Antrag der Minderheit Carobbio Guscetti zur Position 708.A2310.0490, "Direktzahlungen Landwirtschaft". Eine knappe Mehrheit der Fraktion unterstützt diesen Minderheitsantrag und stimmt damit dem Entwurf des Bundesrates zu. Eine knappe Minderheit ist für die Aufstockung um 61 Millionen Franken bei den Direktzahlungen in der Landwirtschaft. Für diese Minderheit ist es nicht tragbar, dass die Landwirte eine direkt spürbare Einbusse bei den Einkünften in Kauf nehmen müssen, dies in einem Bereich des Bundeshaushaltes, der in den letzten Jahren nur ein geringes Wachstum zu verzeichnen hatte. In einer Langzeitbetrachtung sind andere Bereiche des Bundeshaushaltes merklich stärker gewachsen. Die Mehrheit der Fraktion ist hingegen der Meinung, dass die Kürzung des Betrages um die Teuerungskorrektur auch im Bereich der Landwirtschaft vertretbar sei.
Nun komme ich noch zum Antrag der Minderheit Kiener Nellen zur Position 606.A2310.0211, "Ausfuhrbeiträge landwirtschaftliche Verarbeitungsprodukte", bzw. zum "Schoggi-Gesetz". Eine Mehrheit der FDP-Liberalen Fraktion unterstützt diesen Minderheitsantrag und spricht sich gegen die Aufstockung der Ausfuhrbeiträge für landwirtschaftliche Verarbeitungsprodukte aus. Der Bundesrat hat in der Kommissionsdebatte die Bereitschaft angezeigt, dafür zu sorgen, dass ein allfälliger Fehlbetrag zur Ausgleichung von 85 Prozent des Rohstoffhandicaps über einen Nachtragskredit gesprochen wird. Mit einem Nachtrag kann abgefedert werden, dass wir heute, im Zeitpunkt der Genehmigung des Voranschlages, die zur Deckung von 85 Prozent des Rohstoffhandicaps tatsächlich benötigten Mittel noch gar nicht kennen. Eine Fraktionsminderheit erachtet hingegen die Marktsituation als derart schwierig, dass bereits heute mit Sicherheit gesagt werden kann, dass zur Deckung von 85 Prozent des Rohstoffhandicaps der beantragte Mehrbetrag benötigt wird. Es werden erhebliche Nachteile für die Produzentinnen und Produzenten in der Schweiz befürchtet, falls die 26,7 Millionen Franken nicht vorzeitig gesprochen und die Ausfuhrbeiträge nicht aufgestockt werden.
Bertschy Kathrin · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe vert'libéral
Die Mehrheit beantragt Ihnen bei den Direktzahlungen an die Landwirtschaft eine Aufstockung um rund 61 Millionen Franken und bei den Investitionskrediten für die Landwirtschaft eine Aufstockung um 5 Millionen Franken. Die Ausgangslage kennen wir ja mittlerweile sehr gut, sie ist jedes Jahr dieselbe: Wir diskutieren wieder einmal über das Budget bei der Landwirtschaft und konkret über Aufstockungen im Vergleich zu dem, was uns der Bundesrat in seiner Botschaft vorschlägt.
Die Mehrheit der Kommission will uns bei den Direktzahlungen wieder beliebt machen, überall, in sämtlichen Aufgabenbereichen, Einsparungen zu machen, aber die Landwirtschaft von dieser Opfersymmetrie auszunehmen. Die Kommissionsmehrheit rechtfertigt ihre Anträge damit, dass mit dem Zahlungsrahmen der Agrarpolitik 2014-2017 ein Versprechen abgegeben worden sei. Es gibt viele Bereiche, deren Ausgaben auf einem mehrjährigen Finanzbeschluss, einem Zahlungsrahmen, basieren. Es werden Maximalbeträge festgelegt, welche unter dem Vorbehalt der in der Bundesverfassung verankerten Schuldenbremse und des Voranschlages des Bundes stehen.
Gegenüber dem Finanzplan 2016-2018 sind Einsparungen im Umfang von 1,3 Milliarden Franken notwendig. Wir Grünliberalen sind für eine konsequente, für eine stringente Finanzpolitik, für ein ausgewogenes Budget, welches die Opfersymmetrie respektiert. Wir dürfen und wollen keine Klientelpolitik betreiben. Wir tragen deshalb auch Kürzungen mit, die uns selber wehtun.
Wir erachten darum aber auch die Kürzungen im Zahlungsrahmen der Landwirtschaft als vertretbar. Erstens sind es zu einem grossen Teil teuerungsbedingte Anpassungen. Der Bundesrat hat für den Zahlungsrahmen der Agrarpolitik eine Teuerung von 1,1 Prozent pro Jahr eingerechnet - die Finanzministerin hat dies im Ständerat erklärt -, eine solche Teuerung ist jedoch nicht eingetroffen. Was der Bundesrat nun vorschlägt, ist im Endeffekt deshalb ein Minus von 0,2 Prozent gegenüber der ursprünglichen Version, nicht ein Minus von 1,1 Prozent.
Zweitens wurde die Landwirtschaft in den letzten Sparrunden immer ausgenommen; Sie mögen sich erinnern. Auch vor einem Jahr wurden die Direktzahlungen an die Landwirtschaft gegenüber der Bundesratsvorlage um 84 Millionen Franken auf Vorjahresniveau aufgestockt.
Wieso hatten wir im letztjährigen Budget kaum noch Spielraum für Nachtragskredite? Weil das Landwirtschaftsbudget als einziges von der Sparopfersymmetrie ausgenommen wurde. Die Landwirtschaft ist aber keine heilige Kuh. Wenn wir uns die zukünftigen finanzpolitischen und agrarpolitischen Herausforderungen vor Augen führen, wissen wir, dass es nicht das letzte Mal sein wird, dass wir mit Sparmassnahmen in allen Bereichen, auch in der Landwirtschaft, konfrontiert sind. Eine stärkere Ausrichtung auf den Markt tut not.
Dasselbe gilt auch für das "Schoggi-Gesetz". Es ist eine als interne Agrarstützung getarnte Exportsubvention. Diese wird in absehbarer Zeit wegfallen, weil sie nicht WTO-konform ist. Die Aufstockung ist unserer Meinung nach kurzsichtig. Denn wir können nicht etwas, das wegfallen wird, retten, indem wir den Kredit aufstocken, zumal mit der Swissness-Vorlage eigentlich ein doppelter Schutz besteht. Wer auf Produkte wie Schokolade in Zukunft das Label "Swiss made" drucken will, muss zu 100 Prozent Schweizer Milch verwenden. Die BO 2015 N 2055 Swissness-Vorlage bietet also bereits ausreichend Schutz. Die Konsumenten werden dafür bezahlen. Wir sollten nicht auch noch die Steuerzahler zur Kasse bitten, es braucht nicht auch noch den Marktschutz.
Im Sinne der Opfersymmetrie und einer glaubwürdigen Finanzpolitik werden die Grünliberalen überall den Bundesrat unterstützen und bitten Sie, dasselbe zu tun.
Hausammann Markus · Mit-M · Conseil national · Thurgovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Geschätzte Kollegin Bertschy, Sie haben jetzt das Wort "Opfersymmetrie" einige Male gebraucht. Wo war die Opfersymmetrie bei den übrigen Aufgabengebieten, als die Landwirtschaft in den letzten Jahren zugunsten des Bundeshaushaltes auf eine Aufstockung verzichtet hat?
Bertschy Kathrin · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe vert'libéral
Sie wissen genau, Kollege Hausammann, dass wir jedes Jahr in der Finanzkommission und jedes Jahr hier im Rat Anträge haben, die zur Aufstockung des Landwirtschaftsbudgets führen. Das ist so. Wenn wir den Vergleich zur Botschaft machen, dann stellen wir fest, dass wir das in den letzten Jahren jeweils auch so beschlossen haben. Wenn Sie nun von Opfersymmetrie sprechen: Wir wissen alle, dass man in verschiedenen Bereichen eingespart hat; das ist auch notwendig. Ich habe Ihnen erklärt, wieso das auch bei der Landwirtschaft drinliegt.
Das eine sind die Relationen, und das andere ist einfach auch die Ausgangslage. Wir müssen auch sehen, wo wir bei der Landwirtschaft starten. Das ist eine Branche, in der wir heute noch 55 000 Betriebe haben, es ist eine Branche, in welcher der Strukturwandel in den letzten Jahren sehr abgebremst verlaufen ist, und es ist eine Branche, die starke Unterstützung von den Steuerzahlern erhält: 2,7 Milliarden Franken Direktzahlungen pro Jahr. Insgesamt ist das Landwirtschaftsbudget noch höher, nämlich 3,5 Milliarden Franken. Dann haben wir auch noch die Grenzstützung, die noch einmal so hoch ist. Das alles führt dazu, dass die Steuerzahler und die Konsumenten eigentlich ein enormes Niveau für die Landwirtschaft mittragen. Wenn Sie das ausrechnen, sind es pro Kopf der Bevölkerung etwa 800 bis 1000 Franken. Das ist die Solidarität der Bevölkerung mit den Landwirten! Ich finde, das ist eine grosszügige Unterstützung durch die Steuerzahler und Konsumenten. Das sollte man auch einmal sehen. Die Relationen sind einfach auch zu berücksichtigen, wenn wir hier über Opfersymmetrie sprechen.
Aebi Andreas · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Frau Kollegin Bertschy, Sie haben jetzt die Zahlen aufgetischt und gesagt, wo die Landwirtschaft im für sie positiven Sinn überall berücksichtigt werde. Meine Frage an Sie: Was sagen Sie zur Tatsache, dass laut Recherche der Schweizerischen Nationalbank in diesem Land nur 6 bis 7 Prozent des Gesamteinkommens für Nahrungsmittel ausgegeben werden und wir diesbezüglich den tiefsten Wert in Europa haben?
Bertschy Kathrin · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe vert'libéral
Das eine ist der Durchschnittswert. Das andere ist, was das für einen Haushalt bedeutet, der nicht über ein Durchschnittseinkommen oder ein Durchschnittsbudget verfügt. Wir sind wieder bei derselben Aussage wie vorhin, dass nämlich bei einem durchschnittlichen Haushalt jedes Mitglied 800 bis 1000 Franken beiträgt. Der Durchschnitt bei den Nahrungsmittelausgaben mag zwar für einen Durchschnittsschweizer tief sein, aber für einen Haushalt mit einem geringen Einkommen können diese Ausgaben einen sehr hohen Anteil bedeuten.
von Siebenthal Erich · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Geschätzte Kollegin Bertschy, geniessen Sie nicht auch die schöne Natur und die guten Produkte der Landwirtschaft, welche eben auch ihren Preis haben?
Bertschy Kathrin · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe vert'libéral
Selbstverständlich, Herr Kollege von Siebenthal. (Heiterkeit)
Widmer-Schlumpf Eveline · BR-F · Conseil fédéral · Grisons
Beginnen wir mit dem "Schoggi-Gesetz". Das ist eine Diskussion, die wir jedes Jahr gerne wieder führen. Und wir kommen immer wieder zum Schluss, dass es richtig ist, ein Ziel anzustreben, aber auch richtig zu budgetieren, und zwar mit einem Nachtragskredit zum Zeitpunkt, in dem man dann weiss, welches die Werte sind. Das haben wir in den letzten Jahren getan. Ich möchte Sie bitten, das auch hier zu tun. Wir können heute nicht sagen, wie gross die Preisdifferenz sein wird. Wir können heute nicht sagen, wie viel es als Ausgleich brauchen wird. Abgesehen davon ist auch nicht in Stein gemeisselt, dass immer der ganze Preisausgleich erfolgen muss. Heute gleichen wir bei den Milchpreisen 85 Prozent aus und beim Getreide 100 Prozent, das ist der Status quo. Sie können Anfang nächstes Jahr im Rahmen eines Nachtragskredites darüber diskutieren, was und wie viel dann auszugleichen sein wird. Heute kann man das nicht sagen. Auch wenn Sie den Kredit erhöhen, können Sie nicht sagen, wie viel Sie damit ausgleichen. Damit sind wir bei der gleichen Diskussion wie im Asylbereich, wo wir gesagt haben, dass man zwar irgendwelche Zahlen aufnehmen kann, es aber keinen Sinn macht, weil die wirklichen Zahlen erst am Ende dieses Jahres bekannt sein werden. Dann lohnt es sich, wie wir es letztes und dieses Jahr getan haben, die effektiven Zahlen mittels einer Nachmeldung zum Nachtragskredit einzusetzen.
Im Übrigen, das wurde gesagt, haben wir auch anderswo etwas getan, was der Landwirtschaft sehr zugutekommt. In die Swissness-Vorlage ist aufgenommen worden, dass Produkte, die unter dem Swiss-Label fahren, einen Anteil von 100 Prozent Milch aus Schweizer Produktion aufweisen müssen. Das ist viel mehr als das, was am Anfang in der Swissness-Vorlage enthalten war. Auch das dient der Landwirtschaft - dort, wo sie Milch produziert. Ich möchte damit sagen, dass man sehr viel für die Landwirtschaft unternimmt. Beim "Schoggi-Gesetz" ist es richtig, die Situation dann zu beurteilen, wenn man sie kennt - das wird Ende 2015, Anfang 2016 der Fall sein -, aber nicht jetzt, da man sie noch nicht kennt.
Ich möchte Sie daher bitten, den Entwurf des Bundesrates aufzunehmen.
Zu den Direktzahlungen: Was machen wir jetzt im Bereich der Direktzahlungen, was schlagen wir Ihnen vor? Wir schlagen Ihnen vor, eine Teuerungskorrektur zu machen, einen Teil der Teuerung, die seit 2009 jedes Jahr eingerechnet wurde, insgesamt 8 Prozent bis 2015, aber nicht eingetreten ist, zu korrigieren, und zwar 2,2 Prozent - nicht 8 Prozent. Das machen wir in anderen Bereichen auch, wo es nichtgebundene Beiträge sind. Es ist durchaus gerechtfertigt, dass wir das machen. Herr Nationalrat Leo Müller hat gesagt, wir hätten in der Agrarpolitik 2014-2017 praktisch einen Vertrag gemacht und dort die Beträge festgelegt. Ja, das ist so, man hat einen Zahlungsrahmen festgelegt, Nominalwerte aufgenommen und ist davon ausgegangen, dass diese Nominalbeträge jährlich um 1,1 Prozent sinken würden, bis auf einen realen Wert, der dann eben diesen 1,1 Prozent entsprechen würde. Was wir heute im Bereich der Direktzahlungen vorschlagen, ist nicht eine Reduktion von 1,1 Prozent gegenüber den damaligen Realwerten, sondern es ist eine Reduktion von 0,2 Prozent gegenüber den Nominalwerten, die wir aufgenommen hatten, also weniger als das, was eigentlich damals real mitberechnet wurde, als wir miteinander die Agrarpolitik 2014-2017 diskutierten.
Von daher erscheint es dem Bundesrat gerechtfertigt, diese geringfügige Korrektur von 2,2 Prozent zu machen, zumal man ja auch zu berücksichtigen hat, dass der landwirtschaftliche Strukturwandel jährlich etwa 2 Prozent ausmacht und dass pro Betrieb dann entsprechend zu Recht auch mehr Beiträge ausbezahlt werden. Natürlich kann man sagen, es sei auch mehr Fläche zu bewirtschaften, aber grössere Betriebe können pro Flächeneinheit tendenziell günstiger produzieren als kleinere Betriebe. Der Antrag des Bundesrates ist absolut gerechtfertigt und entspricht auch dem Vertrag, den man ursprünglich einmal abgeschlossen hat.
Zur Frage der Investitionskredite Landwirtschaft: Sie wollen die Investitionskredite Landwirtschaft erhöhen und das dann beim SBFI gegenfinanzieren bzw. jene Mittel reduzieren. Ich BO 2015 N 2056 möchte Sie einfach daran erinnern, dass wir in mehreren Etappen die Mittel zugunsten des Forschungsinstitutes für biologischen Landbau aufgestockt haben und das dann bei den Investitionskrediten Landwirtschaft kompensiert haben. Jetzt möchten Sie von diesem Meccano wieder wegkommen und an einem anderen Ort kompensieren, beim SBFI. Der Bundesrat ist nicht der Meinung, dass das eine glückliche Idee ist.
Zum Minderheitsantrag, die Mittel für Schweiz Tourismus aufzustocken: Wir möchten Sie bitten, diesen Minderheitsantrag abzulehnen. Es ist so, die Tourismusbranche ist im Moment in einer sehr schwierigen Situation. Es ist allerdings nicht richtig, "die Tourismusbranche" zu sagen. Ein Teil der Branche, nicht der Städtetourismus, sondern der Bergtourismus, hat im Moment grosse Schwierigkeiten. Aber wir haben ja schon Verschiedenes unternommen, um den Tourismus zu stützen, u. a. haben wir mit zusätzlichen Mitteln auch ein touristisches Impulsprogramm zur Förderung von Innovation, Zusammenarbeit, Wissensausbau im Tourismus lanciert. Wir sind nicht der Auffassung, dass eine weitere Erhöhung sinnvoll und richtig ist.
Zur Exportförderung: Da möchte ich Ihnen sagen, dass bereits der Entwurf des Bundesrates eine Erhöhung von 1,1 Prozent vorsieht und die vorgesehenen Mittel durchaus den Bedarf abdecken. Auch hier bitte ich Sie, den Antrag der Minderheit abzulehnen.
Ritter Markus · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe PDC
Frau Bundesrätin, wir haben Ihre Interpretation zur Berücksichtigung der Teuerung bei der Agrarpolitik 2014-2017 gehört, nur habe ich diese Interpretation weder in der Botschaft noch in den Diskussionen beider Räte gefunden. Was ich gefunden habe, sind Aussagen des zuständigen Ministers zur Höhe des Zahlungsrahmens. Ich möchte Sie fragen, wie Sie folgende Aussage interpretieren, gemacht am 6. Dezember 2012 im Ständerat: "... und mit diesem ambitiösen Schritt" - gemeint ist die Agrarpolitik 2014-2017 - "fordern wir vor allem von den Bauern etwas Beweglichkeit, aber im Gegenzug werden der Landwirtschaft auf vier Jahre doch 13,67 Milliarden Schweizerfranken gesichert zur Verfügung gestellt. Das ist auch ein Angebot." (AB 2012 S 1105) Wie interpretieren Sie diese Aussage eines Bundesrates, zu Protokoll gegeben am 6. Dezember 2012?
Widmer-Schlumpf Eveline · BR-F · Conseil fédéral · Grisons
Herr Nationalrat Ritter, ich interpretiere nur meine eigenen Aussagen; sonstige Aussagen aus dem Kollegium interpretiere ich nicht. Aber ich interpretiere die Zahlen, die Ihnen bei der Diskussion der Agrarpolitik 2014-2017 vorgelegen haben, die da lauteten: Der Zahlungsrahmen für das Aufgabengebiet Landwirtschaft beträgt in den Voranschlägen für 2012, 2013, 2014, 2015, 2016 nominal, eingerechnet eine Teuerungskorrektur von 1,1 Prozent, durchschnittlich 3,726 Milliarden Franken, gegenüber 3,728 Milliarden zuvor. Das heisst, man muss 1,1 Prozent abzählen, um die Realwerte zu haben; Sie wissen, die prognostizierte Teuerung hat nicht stattgefunden, also muss man die 1,1 Prozent nicht mit hineinrechnen.
Was wir jetzt machen wollen: Statt diese jährlich 1,1 Prozent Teuerung abzuziehen, die nicht stattgefunden hat, wollen wir insgesamt 2,2 Prozent Teuerung korrigieren. Wir wollen also den Betrag um einen Teil der Teuerung reduzieren, für die man bezahlt hat, obwohl sie nicht stattgefunden hat. Das ist nicht eine Interpretation, das sind die Zahlen aus den Voranschlägen in Verbindung mit dem Zahlungsrahmen. Die Nominalzahlen werden immer mit dem Hinweis darauf bekanntgegeben, dass die realen Werte etwas tiefer seien, weil man die Teuerung abziehen müsse. Wir haben die Teuerung immer eingerechnet.
Hausammann Markus · Mit-M · Conseil national · Thurgovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Frau Bundesrätin, ich gehe mit Ihnen einig, dass es in der Vergangenheit diese Teuerung, die Sie anscheinend eingerechnet haben, wirklich nicht gegeben hat. Können Sie mir sagen, warum die Landwirtschaft das einzige Aufgabengebiet ist, in dem sich die Teuerung im Finanzplan nicht ausgewirkt hat? In allen übrigen Aufgabengebieten hat die Teuerung zu geplanten Mehrausgaben geführt, nur nicht bei der Landwirtschaft.
Widmer-Schlumpf Eveline · BR-F · Conseil fédéral · Grisons
Herr Nationalrat Hausammann, ich kann mich einfach auf die Planung der Agrarpolitik 2014-2017 und auf die damaligen Diskussionen und Vereinbarungen berufen.
Es ist richtig: Real hat der Bereich Landwirtschaft nicht zugenommen; das habe ich auch nie anders dargestellt. Aber es ist eben auch richtig - Sie sehen es selber auch -, dass die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist. Entsprechend haben die einzelnen Betriebe etwas höhere Zahlungen erhalten, was ja auch richtig ist. Viele Betriebe - leider nicht die in den Bergregionen, die im Flachland aber schon - haben durch Vergrösserungen Effizienzgewinne machen können. Für die Berglandwirtschaft gilt das allerdings wie gesagt nicht. Ich denke, da muss man sich einmal überlegen, ob der Schlüssel die Berg- und die Tallandwirtschaft richtig abbildet.
Gmür Alois · Mit-M · Conseil national · Schwyz · Groupe PDC
Im Block 6 geht es um die Aufstockung der Gelder, und zwar bei der Position 704.A2310.0355, "Schweiz Tourismus", um 2,3 Millionen, bei der Position 704.A2310.0365, "Exportförderung", um 1 Million, bei der Position 708.A2310.0490, "Direktzahlungen Landwirtschaft", um 61,1 Millionen und bei der Position 606.A2310.0211, "Ausfuhrbeiträge landwirtschaftliche Verarbeitungsprodukte", um 27 Millionen Franken.
Die Mehrheit Ihrer Kommission will bei Schweiz Tourismus und bei der Exportförderung nicht aufstocken und unterstützt den Entwurf des Bundesrates. Sie will den Zahlungsrahmen, den das Parlament in der Herbstsession bezüglich Tourismus und Exportförderung beschlossen hat, nicht ausschöpfen und auch in diesem Bereich sparen. Die Mehrheit ist sich bewusst, dass der vom Bundesrat budgetierte Betrag nicht mit dem Entscheid des Parlamentes im September dieses Jahres kohärent ist, aber Schweiz Tourismus hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie sich den neuen Rahmenbedingungen und der Wirtschaftsentwicklung rasch anpassen kann. Der Spardruck, dem sich Schweiz Tourismus ausgesetzt sieht, lastet schliesslich auf allen Wirtschaftszweigen, und die Mehrheit möchte, dass auch in den Bereichen Tourismus und Exportförderung gespart wird. Mit 17 zu 5 Stimmen bei 1 Enthaltung lehnte die Kommission den Antrag Feller ab.
Bei den Direktzahlungen Landwirtschaft und beim "Schoggi-Gesetz" will die Mehrheit Ihrer Kommission jedoch aufstocken: Mit 14 zu 10 Stimmen beantragt die Kommission, 61,1 Millionen Franken zusätzlich für Direktzahlungen ins Budget aufzunehmen. Die Mehrheit will, dass die Landwirtschaft keinen Sparauftrag zu erfüllen hat, sondern davon ausgenommen wird. Mit der Aufstockung bleibt der Betrag gleich hoch wie 2015. Die Situation in der Landwirtschaft ist wirtschaftlich problematisch. Zudem will die Mehrheit das, was der Landwirtschaft in der Agrarpolitik 2014-2017 versprochen wurde, auch auszahlen. Ich bitte Sie, in diesem Bereich die Mehrheit zu unterstützen.
Beim "Schoggi-Gesetz" will die Mehrheit um 27 Millionen Franken aufstocken und total 94,6 Millionen Franken budgetieren. Die Mehrheit ist der Ansicht, dass diese Mittel so oder so benötigt werden, und für die Unternehmen braucht es Planungssicherheit. Die voraussichtlichen Marktverhältnisse verlangen diese Aufstockung. Es geht schlussendlich darum, bei den exportierenden Unternehmen der schweizerischen Nahrungsmittelindustrie die Arbeitsplätze zu erhalten und eine mögliche Verlegung der Arbeitsplätze ins billigere Ausland zu verhindern. Diese Beiträge haben eine existenzielle Bedeutung für die Landwirtschaft und für Unternehmen im Nahrungsmittelbereich. Die Kommission hat den Antrag Kiener Nellen mit 13 zu 10 Stimmen bei 1 Enthaltung abgelehnt.
Feller Olivier · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe libéral-radical
Tout d'abord, il y a deux propositions de minorité relatives à la position 704.A2310.0355, "Suisse Tourisme", ainsi qu'à la position BO 2015 N 2057 704.A2310.0365, "Promotion des exportations". La majorité de la commission vous propose de suivre l'approche du Conseil fédéral et de ne pas augmenter le montant octroyé à Suisse Tourisme, d'une part et le crédit alloué à la promotion des exportations, d'autre part.
Il est vrai que le budget 2016 de la Confédération n'intègre pas le supplément que le Parlement a voté en septembre dernier en faveur de Suisse Tourisme et de la promotion des exportations dans le cadre du message sur la promotion économique pour les années 2016 à 2019. Cela étant, la commission rappelle que la décision prise par le Parlement en septembre dernier porte sur des plafonds de dépenses et que, lorsque des exigences de réductions de charges existent, eh bien, l'ensemble des bénéficiaires des prestations de l'Etat, l'ensemble des bénéficiaires des subventions doit contribuer à l'effort général. Ainsi, Suisse Tourisme et Switzerland Global Enterprise doivent également contribuer à cet effort de réduction des charges. Selon la commission, Suisse Tourisme s'est d'ailleurs montrée, au cours des dernières années, apte à s'adapter aux budgets octroyés par le Parlement.
Je vous invite donc à refuser, aussi bien en ce qui concerne Suisse Tourisme que s'agissant de la promotion des exportations, les deux propositions de minorité Feller.
S'agissant de la "loi chocolatière", à la position 606.A2310.0211, "Contributions à l'exportation de produits agricoles transformés", la commission vous propose d'augmenter le budget figurant dans le projet du Conseil fédéral de 26,7 millions de francs. Je rappellerai, au nom de la commission, qu'il s'agit d'un système de compensation du protectionnisme agricole. Les contributions fédérales visent à réduire le prix de certains produits de base, comme le lait, servant à fabriquer des produits agricoles transformés. Ces contributions sont versées à l'industrie alimentaire, qui peut acheter ainsi à un prix réduit les produits de base dont elle a besoin chez les agriculteurs suisses.
Selon l'accord qui existe entre les milieux industriels concernés et le monde politique, 85 pour cent de la différence de prix doit être pris en charge par la Confédération. Ainsi, le prix plus élevé des produits de base achetés en Suisse doit être compensé par le budget de la Confédération à hauteur de 85 pour cent. Si nous souhaitons respecter le pourcentage de 85 pour cent, nous nous devons de suivre l'avis de la majorité de la commission et d'augmenter la contribution de 26,7 millions. Les 15 pour cent restants de la différence de prix sont pris en charge par l'industrie alimentaire elle-même.
Je vous invite donc, au nom de la commission, à accepter l'augmentation du crédit pour la contribution à l'exportation de produits agricoles transformés et à accepter - comme le veut la majorité de la commission - l'augmentation du crédit par rapport au budget présenté par le Conseil fédéral s'agissant des paiements directs versés au monde agricole. Par contre, s'agissant de Suisse Tourisme et de la promotion des exportations, je vous invite à en rester à la version du Conseil fédéral et à ne pas suivre les deux propositions défendues par la minorité Feller.
Vote
Pos. 606.A2310.0211
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 65 (98 %) | 0 (0 %) | 1 (2 %) |
| Groupe socialiste | 2 (5 %) | 40 (95 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 18 (58 %) | 13 (42 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 25 (86 %) | 2 (7 %) | 2 (7 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 0 (0 %) | 11 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 1 (14 %) | 6 (86 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 117 (61 %) | 72 (38 %) | 3 (2 %) |
Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Kiener Nellen
Vote
Pos. 708.A2310.0490
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 66 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 2 (5 %) | 31 (74 %) | 9 (21 %) |
| Groupe libéral-radical | 19 (61 %) | 12 (39 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 27 (93 %) | 0 (0 %) | 2 (7 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 4 (36 %) | 7 (64 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 1 (14 %) | 6 (86 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 125 (65 %) | 56 (29 %) | 11 (6 %) |
Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Carobbio Guscetti
Vote
Pos. 708.A4200.0111, 750.A2100.0526
Präsident (Stahl Jürg, erster Vizepräsident): Der Bundesrat hält bei den Positionen 708.A4200.0111 und 708.A2100.0526 an seinem Antrag fest. Wir führen eine einzige Abstimmung durch.
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 65 (98 %) | 1 (2 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 2 (5 %) | 39 (93 %) | 1 (2 %) |
| Groupe libéral-radical | 13 (42 %) | 18 (58 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 27 (93 %) | 2 (7 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 0 (0 %) | 11 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 0 (0 %) | 7 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 113 (59 %) | 78 (41 %) | 1 (1 %) |
Gea: Antrag der Kommission
Na: Antrag des Bundesrates
Vote
Pos. 704.A2310.0355
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 45 (69 %) | 20 (31 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 28 (67 %) | 11 (26 %) | 3 (7 %) |
| Groupe libéral-radical | 19 (61 %) | 10 (32 %) | 2 (6 %) |
| Groupe PDC | 0 (0 %) | 30 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 10 (91 %) | 0 (0 %) | 1 (9 %) |
| Groupe vert'libéral | 7 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 0 (0 %) | 6 (100 %) | 0 (0 %) |
| Total | 109 (57 %) | 77 (40 %) | 6 (3 %) |
Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Feller
Vote
Pos. 704.A2310.0365
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 51 (78 %) | 14 (22 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 41 (98 %) | 1 (2 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 23 (74 %) | 8 (26 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 0 (0 %) | 30 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 11 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 7 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 5 (83 %) | 1 (17 %) | 0 (0 %) |
| Total | 138 (72 %) | 54 (28 %) | 0 (0 %) |
Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Feller
Stahl Jürg · 1VP-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre
2. Arrêté fédéral I concernant le budget pour l'année 2016
Discussion par article
Titre et préambule
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Adopté
Art. 1
Proposition de la commission
...
a. charges de 66 742 747 800 francs;
...
c. un excédent de charges de 404 486 600 francs.
Gmür Alois · Mit-M · Conseil national · Schwyz · Groupe PDC
Ich fasse die Beratung zahlenmässig zusammen und stelle fest, dass der Voranschlag 2016 mit einem Defizit von 219 211 700 Franken abschliesst und der strukturelle Überschuss gemäss Schuldenbremse 236 403 085 Franken beträgt. Gegenüber der Botschaft des Bundesrates haben Sie die Ausgaben um 38 667 500 Franken reduziert. Gegenüber den Anträgen der Finanzkommission ergeben sich Minderausgaben von 127 239 100 Franken.
Feller Olivier · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe libéral-radical
Cela tombe bien, mes calculs aboutissent aux mêmes résultats que ceux de Monsieur Gmür. Pour résumer les décisions, le budget 2016 présente un déficit de 219 211 700 francs tandis que BO 2015 N 2058 l'excédent structurel selon le frein à l'endettement se monte à 236 403 085 francs. Comparé au projet du Conseil fédéral, vous avez décidé de réduire les dépenses de 38 667 500 francs. Comparé à la version soutenue par la Commission des finances, la diminution des dépenses se monte à 127 239 100 francs.
Stahl Jürg · 1VP-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Adopté
Art. 2
Proposition de la commission
...
b. dépenses d'investissement de 8 472 521 900 francs;
...
Adopté
Art. 3-5
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Adopté
Art. 6
Proposition de la commission
...
a. des dépenses totales de 67 224 061 400 francs;
...
c. un excédent de dépenses au compte de financement de 346 450 800 francs.
Adopté
Art. 7, 8
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Adopté
Art. 9
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Adopté
Vote
Frein aux dépenses
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 66 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 24 (57 %) | 13 (31 %) | 5 (12 %) |
| Groupe libéral-radical | 29 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 30 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 11 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 4 (67 %) | 0 (0 %) | 2 (33 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 170 (89 %) | 13 (7 %) | 7 (4 %) |
Gea: Lösen der Ausgabenbremse
Na: Ablehnung des Artikels
La majorité qualifiée est acquise
Art. 10, 11
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Adopté
Vote
Vote sur l'ensemble
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 0 (0 %) | 59 (91 %) | 6 (9 %) |
| Groupe socialiste | 1 (2 %) | 5 (12 %) | 36 (86 %) |
| Groupe libéral-radical | 30 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 30 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 7 (64 %) | 1 (9 %) | 3 (27 %) |
| Groupe vert'libéral | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 80 (42 %) | 65 (34 %) | 45 (24 %) |
Gea: Annahme des Entwurfs
Na: Ablehnung des Entwurfs
Stahl Jürg · 1VP-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre
3. Arrêté fédéral II concernant les prélèvements sur le fonds d'infrastructure ferroviaire pour l'année 2016
Discussion par article
Titre et préambule, art. 1-3
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Adopté
Vote
Vote sur l'ensemble
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 63 (97 %) | 2 (3 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 42 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 30 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 30 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 11 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 188 (99 %) | 2 (1 %) | 0 (0 %) |
Gea: Annahme des Entwurfs
Na: Ablehnung des Entwurfs
Stahl Jürg · 1VP-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre
4. Arrêté fédéral III concernant les prélèvements sur le fonds d'infrastructure pour l'année 2016
Discussion par article
Titre et préambule, art. 1-3
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Adopté
Vote
Vote sur l'ensemble
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 64 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 42 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 30 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe PDC | 30 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 11 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 189 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
Gea: Annahme des Entwurfs
Na: Ablehnung des Entwurfs
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)
Stahl Jürg · 1VP-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre
5. Arrêté fédéral IV concernant le budget de la Régie fédérale des alcools pour l'année 2016
Discussion par article
BO 2015 N 2059Titre et préambule, art. 1, 2
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Adopté
Vote
Vote sur l'ensemble
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 65 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 42 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 29 (97 %) | 0 (0 %) | 1 (3 %) |
| Groupe PDC | 30 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 11 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe bourgeois-démocratique | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 189 (99 %) | 0 (0 %) | 1 (1 %) |
Gea: Annahme des Entwurfs
Na: Ablehnung des Entwurfs
(Einstimmigkeit)
(1 Enthaltung)