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Vergütungspflicht der Krankenkassen für im Ausland eingekaufte medizinische Mittel und Gegenstände

Fournier Jean-René · P-M · Ständerat · Wallis · CVP-Fraktion

Le président (Fournier Jean-René, président): Un rapport écrit de la commission vous a été remis. La commission et le Conseil fédéral proposent le rejet de la motion.

Kuprecht Alex · 2VP-M · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Es geht um eine weitere Motion, bei der ich die Aufgabe habe, Ihnen die schlechte Nachricht zu überbringen.

Inhaltlich sieht diese Motion vor, dass der Bundesrat beauftragt werden soll, das Territorialprinzip im Bereich der Migel zu lockern. Sie will damit die Vergütungspflicht für die von den Versicherten im Ausland bezogenen Mittel und Gegenstände einführen. Der Nationalrat hat dieser Motion am 7. März 2018 mit 181 zu 7 Stimmen bei 5 Enthaltungen zugestimmt.

Die vergleichsweise hohen Preisunterschiede bei medizinischen Produkten, die in der Schweiz verkauft werden, aber auch im Ausland erhältlich sind, führen seit Langem immer wieder zu Kritik. Der Bundesrat wird darum mit dieser Motion gebeten - ich habe es bereits erwähnt -, sich dieses Themas anzunehmen und dem Parlament die nötigen Gesetzesanpassungen zu unterbreiten. Unsere Kommission stellt fest, dass der Bundesrat Ende 2015 eine Revision der Migel beschlossen hat. Bis Ende 2017 überprüfte er die umsatzstärksten Produktegruppen "Verband", "Diabetes" und "Inkontinenzmaterial". Die Revision wird voraussichtlich Ende dieses Jahres abgeschlossen sein, und im Zusammenhang mit diesen Arbeiten prüft der Bundesrat auch eine Lockerung des Territorialprinzips für bestimmte Mittel und Gegenstände. Eine entsprechende Massnahme hat eine Expertengruppe seinerzeit auch in ihrem Bericht vom 24. August 2017 zur Kostendämpfung in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung vorgeschlagen.

Die Kommission will nun die Ergebnisse der Arbeiten des Bundesrates abwarten, wie das bereits bei anderen gesundheitspolitischen Vorstössen, die kürzlich in diesem Rat behandelt wurden, geschehen ist. Ich weise Sie darauf hin, dass die Forderung dieser Motion inhaltlich im Massnahmenpaket 1, das demnächst zur Umsetzung kommt, oder im Massnahmenpaket 2 berücksichtigt werden wird.

In diesem Sinne sind wir der Auffassung, dass es jetzt keinen Sinn macht, mit dieser Motion eine Parallelität zu schaffen, sondern dass jetzt die Ergebnisse und die Anträge des Bundesrates im Rahmen des Massnahmenpakets 1 oder allenfalls des Massnahmenpakets 2 abzuwarten sind.

Ich bitte Sie deshalb, diese Motion nicht anzunehmen.

Berset Alain · BR-M · Bundesrat · Freiburg

Le principe de territorialité s'applique aux prestations de l'assurance obligatoire des soins. Cela vaut aussi pour les moyens et appareils. Fondamentalement, le principe, c'est que seules les prestations fournies en Suisse sont remboursées.

Cela dit, la question d'une obligation de rembourser les prestations volontairement achetées à l'étranger n'est pas nouvelle. D'ailleurs, elle a également été soulevée dans la motion Ettlin Erich 16.3988, "AOS. Introduction d'une obligation de remboursement pour les prestations que le patient choisit de se procurer à l'étranger". A fin novembre 2017, le Conseil des Etats avait rejeté cette motion et, par conséquent, il a refusé d'abroger le principe de territorialité.

La liste des moyens et appareils contient des descriptions de produits génériques, c'est-à-dire des descriptions de groupes de produits semblables. Elle ne nomme pas de marques spécifiques. Donc la responsabilité de conseiller le patient et de fournir un produit adapté aux cas spécifiques, ainsi que les instructions d'utilisation appropriées, qui sont très importantes pour ces appareils, incombent aux centres de remise. Et lors d'achats à l'étranger, certaines prestations de conseil peuvent être plus difficiles à fournir. Elles ne sont pas toujours garanties, notamment lorsqu'il s'agit de l'adaptation personnalisée, de l'entretien ou du remplacement d'appareils défectueux ainsi que pour les prestations en cas d'urgence, qui peuvent poser des problèmes.

La liste des moyens et appareils comprend cependant des produits pour lesquels les risques relatifs semblent faibles en cas d'achat à l'étranger. On peut notamment penser aux produits qui nécessitent peu d'instructions ou qui n'ont pas besoin d'entretien ou d'autres prestations de services. C'est la raison pour laquelle, dans sa réponse à la motion, le Conseil fédéral s'est déclaré prêt à examiner cette question et à voir, dans le cadre de la révision de la liste des moyens et appareils, s'il y aurait la possibilité d'établir une distinction entre les produits pouvant être acquis à l'étranger et ceux pour lesquels cela serait impossible parce qu'un achat en Suisse, avec le conseil, est toujours souhaité à l'avenir.

Cela a soulevé des questions juridiques qui se sont révélées assez complexes et même plus complexes que prévu. La portée de ces questions doit encore être éclaircie, et c'est pour cette raison que ce dossier n'a pas encore pu être finalisé. Il devrait être prêt seulement vers le milieu de 2020.

Allerdings kann ich hier vielleicht noch erwähnen, dass das BAG dank einer Revision der KVV, die am 1. Januar 2018 in Kraft getreten ist, bereits Kooperationsprogramme zwischen den Grenzkantonen und den Versicherern bewilligen kann. Im Rahmen dieser Programme können die Kosten der in den Nachbarländern erbrachten Leistungen übernommen werden. Das ist bereits möglich. In diesem Zusammenhang ist die Vergütung von im Ausland erworbenen Mitteln und Gegenständen ohne Gesetzesänderung bereits möglich.

Zusammenfassung: Aufgrund der erwähnten Risiken stellt sich der Bundesrat gegen die allgemeine Vergütungspflicht für Mittel und Gegenstände, die von den Versicherten selbst im Ausland eingekauft werden. Die erwähnte Änderung der KVV bildet jedoch eine Möglichkeit der Übernahme der Kosten von Leistungen, die in den ausländischen Grenzgebieten erbracht werden. Es muss dort die Möglichkeit geprüft werden, einen Unterschied zu machen zwischen Produkten, die im Ausland erworben werden können, und Produkten, für die dies aufgrund von Risiken nicht möglich wäre. Der Bundesrat wird dem Parlament voraussichtlich Mitte 2020 einen Bericht dazu vorlegen und gegebenenfalls eine Anpassung des KVG in diesem Sinn vorschlagen.

Daher haben wir beantragt, die Motion abzulehnen.

Fournier Jean-René · P-M · Ständerat · Wallis · CVP-Fraktion

Abgelehnt - Rejeté